Wie sieht eine normale Rentner-Woche aus?

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Selbstverwirklichung und -findung

Der (Vor)Ruhestands- und Übergangscoaching Wolfgang Schiele ermutig Ruheständler den Ruhestand 3.0 als „historische Chance zur Selbstverwirklichung und Selbstfindung“ zu nutzen. Da kann ich ihm nur beipflichten.

Diesen Freiraum auszufüllen ist Erfüllung und Aufgabe gleichzeitig. Wenn wir es nicht schaffen, „versinken wir entweder in den Banalitäten des Alltags oder verzetteln uns inmitten tausender Ideen und Angebote“. Er hat Recht damit, wenn er sagt, dass wir unsere neue Rolle erst finden müssen – das gilt auch für mich.

Kein Zeitkorsett mehr

Unser berufliches Leben war bestimmt von Vorgaben, definierten Pflichten und einem teils starren Zeitkorsett. Das ist vorbei. Jetzt geht es darum, uns einzunorden und dem Alltag eine Struktur zu geben. Diese unsichtbaren Strukturen werden uns erst jetzt bewusst, da es sie nicht mehr. Jetzt sind wir selbst dafür verantwortlich, uns eine Struktur zu geben.

Die richtige Balance

Schiele plädiert dafür, dass Ruheständler ihre Abläufe neu strukturieren, „denn die Struktur und Zwänge unserer Arbeitswelt existieren nicht mehr“. „Wir tragen eine neue Verantwortung uns selbst gegenüber: Wir sind gleichzeitig sowohl zum Chef als auch zum Mitarbeiter unseres Lebens geworden“, fasst es Schiele zusammen.

So ein bisschen dabei helfen könnte das Aktivitätenquadrat der Buchautoren Inga Behtke-Brenken und Günter Brenken („Aufbruch in den Ruhestand“). Sie empfehlen, „die vielen Möglichkeiten an Aktivitäten von vornherein in ein System einzuordnen. Sie teilen die Aktivitäten in vier Schwerpunkte ein:

  • Kontakte pflegen
  • Mehr wissen wollen
  • Genießen und konsumieren
  • Tätig sein

Ihr Tipp: „Versuchen Sie eine Balance zwischen diesen Schwerpunkten zu finden.“ Einseitig auf einem Schwerpunkt zu verharren, berge die Gefahr, Nutzung und Fertigkeiten der anderen Bereiche zu verlernen oder auf Anregungen zu verzichten.

Sie plädieren dafür, die Energie aus dem Berufsleben mit in den Ruhestand zu nehmen, um mit Schwung ein neues Leben zu beginnen, es nach den eigenen Wünschen zu gestalten.

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5 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Hallo Herr Achatz,
    ein prallvolles Unruhestandsleben, das Sie sich (gerade) aufbauen oder schon längst „zurechtgelegt“ haben! Mit einer Menge verschiedenster Facetten aus vielen Lebensbereichen! Bravo – und gern lese ich weiter Ihre interessanten und kritischen Berichte zur Rentenpolitik. Vielen Dank auch für die wiederholte Verlinkung meiner Webseite. Ich fokussiere mich zurzeit auf wenige Themen: ca. 30 – 35 Workshoptage im Jahr, ein Ehrenamt im örtlichen Förderverein, drei Wochen Weiterbildung in Psychologie und mein Buchprojekt, das ein großer deutscher Fachbuchverlag „in Auftrag“ gegeben hat.
    Viel Glück und gutes Gelingen bei all Ihren Aktivitäten!
    Wolfgang Schiele

    Antworten
    • Helmut Achatz
      3. Juli 2017 10:12

      Hallo Herr Schiele
      gern. Ich bin gern auf Ihrer Seite und auf Ihrem Blog – habe mir auch einige Inspirationen geholt.

      Ich hoffe, wir treffen uns einmal persönlich.

      sommerliche Grüße aus Bayern
      Helmut Achatz

      Antworten
  • […] Zweige. Der Garten ist Inspiration und Rückzugsort; der Garten liefert uns darüber hinaus selbst gezogene Tomaten, Erdbeeren, Schnittlauch aus dem Gewürzbeet und Zwetschgen für den Datschi. Der Garten ist unsere kleine Oase im hektischen Alltag, wo wir […]

    Antworten
  • […] Ruhestand zu gestalten, das ist die Herausforderung – und sie verlangt planmäßiges Vorgehen. Nichts schlimmer, als den Tag zu verdaddeln oder einfach so vor sich hinzudämmern. Wer nichts tut, macht vieles verkehrt. „Wer jeden Abend […]

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  • […] Wie sieht eine normale Rentner-Woche aus? […]

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