Rente mit 63 vor dem Aus?

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Schieflage der Rentenkasse

„Die Rente ist in Gefahr“, wird die CDU-Politikerin Jana Schimke von „Rosenheim24“ zitiert. „Seriöse Rentenpolitik“ bedeute auch, Fehlentscheidungen der Vergangenheit zu korrigieren, „sonst droht der Rentenkasse die Schieflage“. Eine zentrale Forderung laut „Versicherungsbote“: „Weil die Gesellschaft altere und immer mehr Rentner immer weniger Beitragszahlern gegenüberstünden, solle die Regelaltersrente an die steigende Lebenserwartung angepasst werden: auch über das 67. Lebensjahr hinaus.“

Damit nicht genug, das Alter, ab dem eine Person ohne Abschläge in Ruhestand gehen darf, soll ab 2031 an die durchschnittliche Lebenserwartung angepasst werden, zitiert „Focus Online“ aus dem Papier. Der Ruhestandsstart werde mit jedem zusätzlichen Jahr um neun Monate nach hinten verschoben werden.

Was heißt „Rente mit 63“?

Worum geht es? Als die Regelaltersgrenze zum 1. Januar 2012 stufenweise angehoben wurde, hat sich die SPD damals gedacht, sie müsste den hart arbeitenden Beschäftigten ein Bonbon als Ausgleich bieten – und führte für diese Klientel, sprich die besonders langjährig Versicherte, eine neue Altersrente ein: die abschlagsfreie Rente mit 63 Jahren. Festgezurrt wurde das im Sozialgesetzbuch VI (SGB) §236b.

Seit wann gilt das Gesetz?

Seit dem 1. Juli 2014 können besonders langjährig Versicherte schon ab 63 Jahren ohne Abzüge in Rente gehen. Allerdings gilt das nur für eben diese Gruppe, wenn sie vor dem 1. Januar 1953 geboren wurden. Für später Geborene erhöht sich diese Marke stufenweise auf 65 Jahre. Wer 1953 geboren ist, kann erst mit 63 plus zwei Monate gehen, der 1954 Geborene erst mit 63 plus vier Monate …

Und für wen gilt die „Rente mit 63“? Für Akademiker schon mal nicht oder nur in absoluten Ausnahmefällen, denn sie kommen nicht auf 45 Beitragsjahre, weil das Studium – in der Regel mindestens acht Semester oder vier Jahre – nicht mitgezählt wird.

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11 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • […] – und vermutlich auch Bestandsrentner – werden ihren Gürtel enger schnallen müssen. Das Renteneintrittsalter wird aller über kurz oder lang von 67 auf 69 angehoben. Politiker und ihre Experten loten bereits die Lage […]

    Antworten
  • Holger Pichel
    29. Mai 2021 13:08

    Wenn alle Beamten in die Rentenkasse einzahlen und die Vermögenssteuer wieder eingeführt wird dann können wir sogar das Rentenalter wieder auf 60 Jahre senken.Die Rentenaltererhöhung bekommen wir auch noch von denjenigen vorgekaut die nie einen Finger krumm gemacht haben oder praktisch in den Wohlstand hinein geboren sind.Aber was soll auch von einer Politik zu erwarten sein die nur von Juristen und Gelehrten gemacht wird und der einfache Mann dort keine Chance hat.Armes Reiches Deutschland.

    Antworten
  • M.Schneider
    10. Juli 2021 06:39

    Finde es unmöglich, denn wer 45 Jahre gearbeitet hat, soll such dafür seine Rente bekommen und zwar ohne Abschlag, in Itslien können die Frauen schon mit 56 Jahren in Rente gehen

    Antworten
    • Erika arwanits
      22. Juni 2022 14:53

      Ich bin jetzt 63 habe 45 Jahre gearbeitet und die lezten 2Jahre sind mir sehr schwergefallen.Aber in 6Monaten gehe ich in Rente, dann habe ich es geschafft.Die Politiker sollten wirklich mal vernünftig nachdenken und die Beamten zur Kasse bitten.

      Antworten
  • Dieter Weidmann
    26. August 2021 11:26

    Allmählich habe ich von diesen Politikern, die sich ihre Diäten erhöhen wie es ihnen Gerade in den Kragen passt und uns das Geld nur so aus der Tasche ziehen die Schnauze voll. Erst ziehen sie uns Steuern ab , das es nur so kracht und jetzt gehen sie auch noch an unser Altersgeld.
    Wer hat den die ganzen Jahre für all das Verschleudern von Steuergeldern bezahlt.
    Bestimmt nich unsere sogenanten Volkvertreter. Da kann Ich nur noch müde lächeln. Finger weg von Unserer Rente .
    Mehr soziale Gerechtigkeit.
    Es müssen alle in die Kassen zahlen, nicht immer nur die kleinen!!!

    Antworten
  • Antje Enderling
    27. September 2021 22:20

    Der Artikel enthält 2 zumindest tlw. falsche Aussagen. Die 2-Monatsschritte gelten erst ab dem Geburtsjahrgang 1957. Dass Akademiker nicht unter diese Regelung fallen, trifft nicht ausnahmslos zu.
    Ich habe einen Fachschulabschluss in der DDR gemacht, der später als Dipl-Ing FH anerkannt wurde. Das Studium über 6 Semester schloss sich an eine 2-jährige Berufsausbildung mit Facharbeiterabschluss an, während der ich Sozialbeiträge für die Rente entrichtet habe. Später habe ich 3 Kinder bekommen, für die sogenannte Anrechnungszeiten angerechnet werden. Damit kann auch ich den vorzeitigen Renteneintritt für besonders langjährig Versicherte n Anspruch nehmen. Das wurde durch den Abgleich meines Rentenkontos bestätigt.

    Antworten
    • Vielen Dank für die Antwort. Ihr Fall ist natürlich sehr speziell, Sie sind in punkto „Akademiker“ die ganz große Ausnahme. Dazu kommen noch die Zurechnungszeiten für die Kinder. Ich nehme an, in 99,9 Prozent der Fälle haben Akademiker keine Chance, als besonders langjährig Versicherte die „Rente mit 63“ in Anspruch zu nehmen. Ich freue mich für Sie, dass es bei Ihnen geklappt hat.

      Antworten
  • Pichel . Schneider . Weidmann . Ihr habt ja so recht. Was können wir tun um nicht weiter verarscht zu werden. In meinem Umfeld sind schon einige zwischen 50 und 60 abgetreten. Von wegen wir werden jetzt alle älter. Mich macht es stinksauer das nur das Lebensalter zählt. Wieviel Lebenszeit man für die Arbeit aufwendet fällt nicht ins Gewicht. Mit 17 . Lehre . einsteigen oder mit 30 . Akademiker . Auch wie anstrengend oder gefährlich der Job war . Völlig wurscht. Rentenkürzung droht uns Normalos weil die Regierenden weder über den Tellerrand noch zu den Nachbarn schauen und die Rentenproblematik genauso wie den Klimawandel einfach bequem ignoriert haben. Nur noch zum Heulen.

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  • Uta Langbein
    29. April 2022 15:40

    Das Lebensalter hat nichts mit der Leistungsfähigkeit zu tun. Ab 60 nimmt die Leistungsfähigkeit in den vor körperlich oder Pflegeberufen sehr schnell ab. Es gibt aber keine Möglichkeit, einen „Schonplatz “ in Vollzeit zu erhalten. Entweder ich schaffe 100% oder bin raus. Außerdem sind ältere Arbeitnehmer zu teuer für die Unternehmer.
    Das Renteneintrittsalter ist mit 65 Jahren realistisch und sollte auf keinen Fall erhöht werden. Wer mit 63 in Rente geht macht das in der Regel, weil er seine Grenze der Leistungsfähigkeit erreicht hat und sollte nicht auch noch bestraft werden mit Anzügen. Es muss eine andere Regelung für die Rente geben ohne Gleichmacherei. Der Beruf muss in Zukunft das Renteneintrittsalter bestimmen.

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  • Gabriele Karolewski
    1. Mai 2022 12:02

    Ich kann nicht mehr, bin jetzt 65 Jahre und habe nach 2,5 Jahre wieder nach zwei Hüfte O. P. s‘ angefangen zu arbeiten auf einer Demenz Station, da mein Mann jetzt schwer erkrankt ist an Krebs bleibt mir nichts’anderes übrig!? was kann ich tun😫😔

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Helmut Achatz

Macher von vorunruhestand.de

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