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Mit 63 in Rente gehen? Ja geht. Kündigen ist die eine Möglichkeit, Aufhebungsvertrag die andere. Viele wollen nicht bis zum Regelrentenalter arbeiten, das seit 2012 von 65 auf 67 Jahre steigt. Allerdings müssen sie mit Abschlägen rechnen. Was zu beachten ist.

Rente mit 63

In Rente mit 63? Mit oder ohne Abschläge? Ohne Abschläge mit 63 in Rente können nur Rentenversicherte, die ihre 45 Versicherungsjahre voll haben, sprich die “besonders langjährig Versicherten”. Das galt aber nur für den Jahrgang 1952, für alle anderen erhöht sich diese Grenze um jeweils zwei Monate. Jahrgang 1956 kann erst mit 63 Jahren plus 8 Monaten abschlagsfrei in Rente gehen, Jahrgang 1958 mit 64, Jahrgang 1964 erst mit 65. Ausgenommen von dieser Altersgrenze sind Erwerbsgeminderte.

35 Jahre sind ein Muss

Alle anderen, sprich die (nur) “langjährig Versicherten” ohne 45 Versicherungsjahre können zwar mit 63 Jahren in Rente gehen, müssen aber Abschläge in Kauf nehmen. Voraussetzung sind 35 Jahre Wartezeit. In die „Wartezeit“ fallen Beitrags- und Ersatzzeiten, auch die Lehrlingsjahre und die Bundeswehr,  zu den Ersatzzeiten gehören auch Anrechnungszeiten (krank, schwanger, arbeitslos, Schule, Studium) und Berücksichtigungszeiten.

Abschläge bei Rente mit 63

“Kündigen zur Rente mit 63? Oder Aufhebungsvertrag?” Wie ist das mit den Abschlägen bei der Rente mit 63? Wenn ein Versicherter 35 Wartejahre hat, kann er ab dem 63. Geburtstag in Rente gehen. Übrigens, die Rente beginnt immer am Monatsersten nach dem Geburtstag: Wer am 1. eines Monats geboren ist, für den beginnt die Rente zum 1. des Geburtsmonats. Wer beispielsweise am 1. März geboren bin, hat sein 63. Lebensjahr am 28. Februar vollendet.

Abschläge bis zu 14,4 Prozent

Wer die Rente mit 63 beziehen will, muss Abschläge in Kauf nehmen: 0,3 Prozent für jeden Monat früherer Rentenbeginn. Für 1964 Geborene macht das 14,4 Prozent aus, für 1955 Geboren 9,9 Prozent – und so geht es weiter. Auf der Seite der Deutschen Rentenversicherung kann sich das jeder genau ausrechnen lassen. 

Kündigen oder Aufhebungsvertrag?

“Kündigen zur Rente mit 63? Oder Aufhebungsvertrag?”: Muss ich kündigen, wenn ich vorzeitig in Rente gehen will? Was regeln Arbeitsverträge? In vielen Arbeitsverträge steht noch ein Passus wie

  • „… das Vertragsverhältnis endet, ohne dass es einer Kündigung bedarf, mit Ablauf des Monats, in dem der …. Anspruch auf eine Sozialversicherungsrente hat oder im Falle seiner Befreiung haben würde, spätestens mit Ablauf des 65. Lebensjahrs“
  • Das gilt heute so nicht mehr, da die meisten 65 Jahre plus einiger Monate arbeiten müssen. Aber abgewandelt hat dieser Passus bei der Altersrente noch seine Wirksamkeit.

Selbst aktiv werden

Anders sieht es für Frührentner aus, die mit 63 Jahren gehen, so sie denn die nötigen Beitragsjahre beisammen haben. Wer früher in Rente gehen will, muss tatsächlich selbst aktiv werden und

kündigen oder einen Aufhebungsvertrag

mit dem Arbeitgeber schließen, sonst wird’s nichts mit der vorgezogenen Rente. Egal, ob kündigen oder Aufhebungsvertrag – es braucht die Papierform. Denn, die Rente mit 63 ist keine „Regelaltersrente“; das Arbeitsverhältnis endet nicht automatisch. Was die Kündigungsfrist eines Arbeitnehmers bei vorgezogenem Renteneintritt betrifft, so gilt in der Regel sein Arbeitsvertrag, der sich bei vielen auf einen Tarifvertrag stützt – und in dem steht genau drin, wie lange die Kündigungsfrist ist.

Posted by Helmut Achatz

Vorruheständler, Journalist, Börsianer, Vorstand VHS Olching, Wirtschaftsingenieur,

33 Comments

  1. Andrea JACKISCH 29. Dezember 2019 at 15:36

    Im September 2019 habe ich 45 Arbeitsjahre erreicht, ich bin Jahrgang 1957, aufgrund gesundheitlicher Probleme werde ich nicht bis zum Renteneintritt Mai 2021 arbeiten können, ein ärztliches Attest würde mir seitens des Arztes erstellt. Meine Frage: Kann ich trotz Arbeitslosigkei, die Rente mit 63 + 10 Monate ,ab Mai 2021 beantragen?

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    1. Hallo Andrea, ist kein Problem falls Du die 45 Beitragsjahre vor Beginn der Arbeitslosigkeit erreicht hast. Ich würde dir raten die 2 Jahre ALG 1 auszuschöpfen und erst dann die Rente zu beantragen. Dies erhöht deine Rentenansprüche deutlich, da das Arbeitsamt 80% deiner bisherigen Rentenbeiträge weiter einbezahlt.
      Viele Grüße
      Norbert

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      1. Ingrid Belluca 19. Januar 2020 at 9:49

        mein Beispiel:
        bin Jahrgang 1957 – habe meine 45 Berufsjahre seit Oktober 2019 voll.
        Könnte Mitte 2021 in Rente ohne Abzüge gehen.
        Eigentlich möchte ich jedoch bis Mitte 2023 (reguläre Regelrentenzeit) arbeiten, habe jedoch gesundheitliche Probleme.
        Nun stellt sich mir die Frage, ob ich evtl. ALG I beziehen kann bis zur Regelrentenzeit, wenn mir mein Arbeitgeber kündigt oder ich einen Aufhebungsvertrag vereinbare oder ob das AA mich dann “zwingen” kann, ab Mitte 2021 bereits in Rente zu gehen. Wenn ich 2 Jahre anhängen könnte, dann würden sich ja meine Rentenansprüche deutlich erhöhen oder?
        Bin auf die Rückinfo gespannt!

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        1. Hallo Ingrid,
          falls Du arbeitslos bist hast Du in deinem Alter 2 Jahre Anspruch auf ALG 1. Das Amt kann dich nicht zwingen vorzeitig in Rente zu gehen. Es werden während der Arbeitslosigkeit ca. 80 % deiner bisherigen Rentenbeiträge weiter vom Arbeitsamt bezahlt und somit steigen auch deine Rentenansprüche. Natürlich müssen bei einer Arbeitgeberkündigung die Regularien wie, Kündigungsfrist und Kündigungsschutzklage, rechtzeitige Meldung der Arbeitslosikeit, eingehalten werden um keine Sperre zu riskieren. Dann funktioniert das auch problemlos.

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  2. Ich habe fast 50 Jahre gearbeitet 3 Monate fehlten ,nie Abeitslos nie lange Krank .
    Wollte mit 63 in Rente gehen ,die Antwort beim Amt ja dann können Sie gehen haben dann aber 9,9 % Abzug ,wenn Sie noch 6 Monate Arbeiten dann haben
    Sie keine Abzüge mehr. Was soll das, nur weil ich 1955 geboren bin muss ich 6 Monate oben drauf arbeiten um mit ohne Abschläge in Rente zu gehen.
    Was für ein Land , man sollte diesen Menschen eine Belohnung auf den weg geben ,nein man wird noch bestraft in dem man die Rente kürzt .
    Niemand kommt auf die Idee einen Teil der Arbeitslosenversicherung zurück zuzahlen da nie etwas in Anspruch genommen wurde .
    Es ist sehr Traurig was hier in diesen Entschieden wird .Was kommt auf die Jugend zu ,denn dann sind die das entschieden haben weg mit einer schönen Pansion.

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    1. Ist leider so. Betrachte es einfach als Glück, dass Du in die 63-iger Regel fällst, die ja ausläuft. Sonst könntest Du erst mit 65 Jahren gehen. Meiner Meinung nach müsste generell nach 45 Beitragsjahren Schluss sein, egal wie alt man ist. Damit hat man genug für die Solidargemeinschaft getan.

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      1. Hannelore Petzold 9. Dezember 2019 at 16:09

        Ich bin im März 1956 geboren. Wollte mit 60 Jahren in Rente gehen. Hatte mich überall erkundigt und beraten lassen und bekam immer zur Antwort frühestens nach 45 Jahren Beitragsjahren bzw. mit 63 Jahren, dann mit Abschlag oder 63 Jahre + 8 Monaten ohne Abschlag . 45 Beitragsjahre reichen ja nun wirklich, zumal ich persönlich immer gearbeitet habe, trotz Kinder, Haushalt Haus uns Garten. Es ist eine Gesetzeslücke, so sehe ich es…habe seit 1972 gearbeitet, also 47 Jahre Beiträge gezahlt. Was ist mit den 2 Jahren die ich zusätzlich gezahlt habe?
        Nun ja, ich habe alles überstanden und genieße seit 1.12.2019 meinen wohlverdienten Ruhestand als langlährige Versicherte

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  3. Guten Tag,
    bezüglich der Rente mit 63+ bewegt mich eine Frage hinsichtlich der Kündigung des Arbeitsverhältnisses.

    Der Rentenantrag bei der DRV kann frühestens 3 Monate vor geplantem Rentenantritt gestellt werden.
    Ich möchte zum 01.09.2020 die Rente mit 63+(8) in Anspruch nehmen, habe jedoch eine Kündigungsfrist von 6 Monaten zum Quartalsende. Das Quartalsende ist Ende September, der geplante Rentenantritt aber Anfang September. Zu welchem Zeitpunkt muss ich kündigen, um keine Nachteile zu haben?

    Problem hierbei ist auch, dass bei der DRV der Rentenantrag frühestens 3 Monate vor geplantem Rentenantritt gestellt werden kann und die Wartezeit auf diesen Termin mindestens 3 Monate beträgt, sodass ich erst Ende März einen Termin für frühestens Ende Mai anfragen kann.

    Wäre es rechtlich in Ordnung, wenn ich den Arbeitgeber rechtzeitig schriftlich über die Absicht einen Rentenantrag zum Rentenantritt am 01.09.20 in Kenntnis setze und unter Vorbehalt der Bewilligung des Rentenantrags zu diesem Zeitpunkt kündige? Wenn ja, wann müsste ich das in Anbetracht meiner Kündigungsfrist tun?

    Möchte nichts falsch machen und bin sehr verunsichert.

    Vielen Dank bereits im Voraus für hilfreiche Informationen.

    MfG

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    1. Es gibt ja zwei Möglichkeiten: Kündigen oder Aufhebungsvertrag. Ich würde wegen des Termins einen Aufhebungsvertrag vorschlagen, denn in dem lässt sich individuell auf den Rentenbeginn eingehen. Ich denke, ein Gespräch mit dem Arbeitgeber ist auf alle Fälle sinnvoll. Ich hoffe, das Verhältnis ist unbelastet. Zur Antragsfrist heißt es bei der Deutschen Rentenversicherung: “Für Renten aus eigener Versicherung – also für Altersrenten, Erwerbsminderungsrenten und Erziehungsrenten – gilt generell eine Antragsfrist von drei Monaten, sobald alle Voraussetzungen für die Rente erfüllt sind. Stellen Sie den Antrag später, kann die Rente in der Regel erst ab dem Antragsmonat beginnen.” Das heißt, Sie sollten mindestens drei Monate vor Rentenbeginn den Antrag stellen, Sie können den Antrag aber schon früher stellen – und das würde ich empfehlen. Also am besten möglichst frühzeitig einen Termin bei der Rentenberatung machen – mit dem Hinweis, dass Sie dann auch schon einen Rentenantrag stellen wollen. Die Rentenberatungsstellen sind erfahrungsgemäß schon über Monate ausgebucht.
      Ich hoffe, Ihnen damit geholfen zu haben. Hier noch der Link zum Thema Rentenbeantragung: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Rente/Kurz-vor-der-Rente/Wie-beantrage-ich-meine-Rente/wie-beantrage-ich-meine-rente_node.html

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      1. Hallo Herr Achatz,

        vielen lieben Dank für Ihre zeitnahe Antwort.

        Verstehe ich richtig, dass ich bereits jetzt, knapp ein Jahr vor dem geplanten Rentenantritt den Antrag bei der DRV stellen kann?
        Wenn dem so wäre, wäre ja alles kein wirkliches Problem…

        MfG

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        1. Ja. Ich habe meinen Antrag beispielsweise ein knappes halbes Jahr vorher gestellt – und einen Monat später hatte ich den Bescheid. Die DRV rechnet dann die Gehälter der ausstehenden Monate hoch. In der Regel ist das kein Problem. Viel Erfolg.

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          1. Vielen lieben Dank 😊

    2. Sie können ja auch im September Rente beziehen und Gehalt. Sie bekommen keine Rentenkürzung, wenn sie in dem Monat September 2020 den Betrag von 6.300 Euro nicht überschreiten. Das ist in der Flexirente möglich.

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  4. […] und die zehn Prozent über der Grundsicherung im Alter liege. Das soll für alle gelten, die 35 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt haben, so sein […]

    Antworten

  5. […] Möglichkeit zur abschlagsfreien Rente mit 63 war Mitte des Jahres 2014 eingeführt worden; in den ersten sechs Monaten beantragten damals 8 376 Versicherte diese Altersrente bei der DRV […]

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  6. elke hanselmann 3. Dezember 2017 at 11:04

    wann ist die gesetzliche rente? nach 45 beitragsjahren od. mit 65j und 9 monate

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    1. Wer 63 Jahre alt ist und 45 Beitragsjahre hat, kann als besonders langjährig Versicherter ohne Abschläge in Rente gehen. Wobei das nur die halbe Wahrheit ist, denn ab Jahrgang 1952 steigt diese Grenze um jeweils zwei Monate. So kann Jahrgang 1954 erst mit 63 + 4 Monate ohne Abschlag gehen. Wer die 45 Jahre nicht zusammen bekommt, kann zwar auch mit 63 plus … gehen, aber nur mit Abschlägen. Wer keine Abschläge in Kauf nehmen will, arbeitet bis zur Regelaltersgrenze von 65 plus (abhängig vom Geburtsjahr).

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  7. […] dennoch mit 63 in Rente gehen will und die erforderlichen 45 Beitragsjahre nicht zusammenbringt, muss mit Abschlägen rechnen. […]

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  8. […] rund acht Milliarden Euro um 26 Prozent). Es wirkt sich mittlerweile aus, dass immer mehr mit 63 Jahren in Renten gehen […]

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  9. […] eingeschränkt wurde und das Renteneintrittsalter sich in Richtung 67 Jahre verschiebt. Dem wirkt die abschlagsfreie Altersrente ab 63 Jahren entgegen. Aber auch dieser Effekt dürfte sich bald verflüchtigen. Der Jahrgang 1951 ist der […]

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  10. […] kommen die geburtenstarken Jahrgänge ins Rentenalter – und viele werden die Möglichkeit nutzen, mit 63 Jahren aufzuhören. Gleichzeitig erodiert die Zahl der Beitragszahler wegen der demografischen […]

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  14. bei mir wurde die Ausbildungszeit angerechnet. Die Lehrlingszeit wird sogar besser bewertet – bis zu drei Jahre allerdings nur bis zu drei Jahren. Anders sieht es mit einer Hochschulausbildung aus, die wird leider nicht berücksichtigt

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    1. Hannelore Petzold 11. November 2015 at 10:20

      ….danke für die Antwort…..was ich aber trotzdem nicht verstehe ist: seit 1974 im Berufsleben, wenn die Ausbildungszeit von 2 Jahren mit eingerechnet wird , bin ich seit 1972 berufstätig , Erziehungszeiten von 3 Kindern mit berücksichtigt , dann hätte ich logischer Weise 2017 meine 45 Jahre voll ,ich wäre dann 61 Jahre alt…..und darf nicht in Rente gehen? Muss ich bis zum 63.+ 10 Monate .Lebensjahr warten, ehe ich in Ruhestand gehen darf?
      MfG

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      1. das ist sehr spezieller Fall. Ich fürchte allerdings, dass du gekniffen bist, weil der Gesetzgeber den Renteneintritt für besonders langjährig Versicherte mit 63 plus vorsieht. Dazu ein Bemerkung aus dem Beck Blog: Am 1.7.2014 tritt das RV-Leistungsverbesserungsgesetz in Kraft. Damit besteht für besonders langjährig Versicherte (45 Versicherungsjahre) die Möglichkeit, die Rente abschlagsfrei bereits mit 63 Jahren in Anspruch zu nehmen. Zeiten der Arbeitslosigkeit in den letzten zwei Jahren vor dem Eintritt in die Rente sollten nicht zur Erfüllung der Wartezeit mitzählen (außer bei Insolvenz oder vollständiger Geschäftsaufgabe des Arbeitgebers). Das Ziel war, eine Frühpensionierungswelle zu verhindern. Das Ausscheiden aus dem Erwerbsleben sollte erst mit 63, nicht schon mit 61 Jahren möglich sein.

        Jetzt enthüllt der DGB, dass das Gesetz eine hübsche Lücke aufweist: Bereits seit 1.1.2013 besteht in Minijobs (450-Euro-Jobs) Versicherungspflicht in der Gesetzlichen Rentenversicherung. Auch mit einer solchen Beschäftigung kann daher die Wartezeit erfüllt werden. Ein solcher Minijob kann auch während der Arbeitslosigkeit ausgeübt werden, allerdings nur unter 15 Stunden wöchentlich und bis zu einem Einkommen von 165 Euro monatlich.

        Damit kann ein Arbeitnehmer faktisch doch schon mit 61 in die Rente: Er gibt sein Arbeitsverhältnis auf (zur Vermeidung einer Sperrzeit besser: er lässt sich betriebsbedingt kündigen) und nimmt irgendwo einen Minijob in dem beschriebenen Maximalumfang an. Für 24 Monate hat er Anspruch auf Arbeitslosengeld. Der Rentenzugang mit 63 wird nicht gefährdet.

        … aber willst du das?

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        1. ich würde dir raten, zum Rentenberater zu gehen, am besten zu einem unabhängigen

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        2. Norbert Schönert 4. April 2018 at 22:12

          Also mir hat mein Rentenberater gesagt, dass man durchaus in den letzten beiden Jahren vor Inanspruchnahme der Rente mit 63 Jahren arbeitslos sein kann, Es müssen ledigliglich die 45 Versicherungsjahre schon vor der Arbeitslosigkeit erfüllt sein, dann kann man die 63-ger Rente trotzdem in Anspruch nehmen. Es ist nur nicht möglich die 45 Jahre während einer Arbeitslosigkeit aufzufüllen. Der Vorteil ist, dass während der Arbeitslosigkeit 84 % der letzen Rentenversicherungsbeiträge vom Arbeitsamt weiter einbezahlt werden. Ein zusätzlicher Nebenjob ist dann auch nicht notwendig.
          Dies könnte natürlich bedeuten, dass, wenn man sich kurz vor der Rente mit 63 arbeitslos meldet, dann noch 24 Monate Arbeitslosengeld beziehen kann und die Rente erst mit 65 beantragt. Dann bekommt man 2 zusätzliche Versicherungsjahre vom Amt geschenkt und eine entsprechend höhere Rente. Mein Arbeitslosengeld wäre sogar höher als die Rente.
          Ich habe dies kaum glauben können, aber er hat mir dies auf Nachfragen ausdrücklich bestätigt. Allerdings fehlt mir immer noch der Glaube daran. Vielleicht weißt Du mehr darüber.

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  15. Hannelore Petzold 10. November 2015 at 10:39

    …danke habe mit Interesse gelesen….eine Frage dazu noch….ich habe am 1.9.1972 meine 2jährige Ausbildungszeit begonnen und zum 31.8.1974 beendet.Zählt diese Zeit mit ?
    MfG

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