Rente oder Beamtenpension? Fakten, Vorurteile, Modellrechnung

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Was es Neues gibt in der Pensionär-Rentner-Diskussion

News rund ums Thema Beamtenpension:

+++ 28. November 2021: „Hunderttausende Euro Unterschied: So viel haben Beamte im Alter mehr als Angestellte“, titelt „Focus Online“. Im Ruhestand haben Beamte deutlich höhere Bezüge als Rentner. Das zeigen offiziellen Zahlen: Bundesbeamte bekommen aktuell im Schnitt fast 3200 Euro Pension brutto im Monat. Rentenversicherte Arbeitnehmer müssen mit deutlich weniger klarkommen.
Bundesbeamte kassierten im Jahr 2019 durchschnittlich 3160 Euro Pension im Monat. Das zeigen die Daten des aktuellen Versorgungsberichts  des Bundesinnenministeriums. Von dem Betrag gehen allerdings noch Steuern und Beiträge für die private Krankenversicherung ab. 6,5 Prozent der ehemaligen Bundesbeamten erhielten im Alter sogar mehr als 5000 Euro monatlich.
Der Versorgungsbericht stammt aber vom März 2020, Neueres wurde noch nicht publiziert. Die im Versorgungsbericht genannten Werte lassen sich aber problemlos aktualisieren. Die Pensionen stiegen zum 1. April 2021 um 1,2 Prozent. Eine weitere Anhebung – dann um 1,8 Prozent – ist zum 1. April 2022 geplant.
Rechnet man beide Werte zu den Durchschnittspension von 3160 Euro im Jahr 2019, ergeben sich folgende Zahlen: Im Jahr 2021 liegt die Durchschnittspension von Bundesbeamten bei rund 3198 Euro, 2022 klettert sie dann auf gut 3255 Euro.
Zurück zum Jahr 2019. Damals kamen männliche und weibliche Arbeitnehmer nach 35 Jahren Mitgliedschaft in der gesetzlichen Rentenversicherung auf durchschnittlich 1413 Euro Ruhegehalt pro Monat. Hiervon gingen noch Krankenversicherungsbeiträge und gegebenenfalls noch Steuern ab. Die Netto-Rente für langjährig Beschäftigte lag 2019 bei 1269 Euro. Das weist der „Rentenatlas 2020“ der Deutschen Rentenversicherung (DRV) aus.
Doch viele Beschäftigte haben kürzer als 35 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt. Deshalb lag die durchschnittliche Altersrente in Westdeutschland 2019 bei 1169 Euro (nach Abzug von Kranken- und Pflegeversicherung). Die neuen Bundesländer kommen hier auf 1264 Euro.
Soweit die Daten aus dem Rentenatlas 2020, die aus dem Jahr davor stammen, also von 2019. Auch diese für gesetzliche Rentner relevanten Versorgungszahlen lassen sich auf den aktuellen Stand bringen.
Hier ergibt sich folgende Rechnung: 2020 stiegen die gesetzlichen Renten im Osten um 4,2 und im Westen um 3,45 Prozent – trotz Corona-Krise! Schlägt man die 3,45 Prozent Erhöhung auf die genannten 1413 Euro Durchschnittsrente im Westen drauf, ergeben sich 1461,75 Euro brutto je Rentner mit 35 Versicherungsjahren. Beim Netto gilt: Dank der Renten-Anhebung im Jahr 2020 stieg die durchschnittliche Altersrente aller westdeutschen Ruheständler auf 1209 Euro – also nach Abzug von Kranken- und Pflegeversicherung.
Einen vergleichbaren Rentenzuwachs von gut drei Prozent gab es übrigens 2021 nicht – die Corona-Krise verhinderte ein Anstieg der Renten. Lediglich die Ostrenten erhöhten sich zum 1. Juli 2021 um bescheidene 0,72 Prozent.

Höhere Anrechnungszeiten bei Beamten

Ein wichtiger Grund für die unterschiedliche Höhe der Altersversorgung liegt darin, dass das Rentenniveau normaler Arbeitnehmer im Schnitt lediglich 48,21 Prozent ihres Durchschnittseinkommens erreichte. Bei dem Wert des Jahres 2020 handelt es sich um das Netto-Rentenniveau vor Steuern. Das bedeutet: Die Sozialabgaben sind bereits abgezogen, möglicherweise anfallende Steuern hingegen nicht.
Beamte dagegen erreichen durchschnittlich wesentlich höhere Prozentzahlen. Im Schnitt aller Bundesbeamten belief sich der Satz 2020 laut den jüngsten offiziellen Zahlen auf 67,2 Prozent ihres letzten Gehalts. 60 Prozent aller im Jahr 2018 neu pensionierten Bundesbeamten bekamen sogar den maximalen Satz von 71,75 Prozent ihres letzten Gehalts als Ruhebezüge. Unter Berufssoldaten erreichten sogar drei Viertel aller Pensionäre diese maximale Höhe von 71,75 Prozent.

Beamte haben Anspruch auf Mindestversorgung

Ein weiterer Unterschied zugunsten von Beamten: Sie haben einen gesetzlichen Anspruch auf eine Mindestpension. Die lag laut Versorgungsbericht 2019 für Bundesbeamte bei 1760,73 Euro brutto im Monat.
Auch dieser Betrag ist seither gestiegen. Wie das zuständige Bundesinnenministerium FOCUS Online auf Nachfrage mitteilte, stieg die amtsunabhänigige Mindestversorgung für Beamte – für den Zeitraum 1. März 2020 bis 31. März 2021 auf 1779,07 Euro brutto; seit 1. April 2021 auf 1800,05 Euro.
Das ist aber noch nicht das Ende der Anstiege: Ab 1. April 2022 können Ruhestandsbeamte mit 1831,90 Euro monatlicher Mindest-Pension rechnen. Nur zur Klarstellung: Alle hier genannten Zahlen sind ohne Familienzuschlag!

+++ 19. November 2017: Unternehmer fordern: Schafft die Ruhestands-Privilegien der Beamten ab (Focus Online). „Beamte sind teuer für den Staat – vor allem wenn sie in den Ruhestand gehen. Deswegen fordern Wirtschaft und Ökonomen jetzt ein Umdenken. Beamte sollen Pensions-Privilegien abgeben. Die Summe der zu erwartenden Ansprüche für Pensionen und Beihilfen für Beamte beliefen sich Stand Ende 2016 bereits auf 647 Milliarden Euro. 63 Milliarden Euro mehr als noch 2015. Das berichtet die „Welt. Zwar versucht der Bund seit 2007, ein Polster für die Pensionswelle der nächsten Jahre anzulegen. Doch das beläuft sich bisher nur auf 14 Milliarden Euro. Die Länder benötigen hingegen noch mehr Geld. Sie beschäftigen mehr als zwei Drittel aller Beamten in Deutschland. Deswegen fordert die deutsche Wirtschaft Reformen der Beamtenpensionen.

"So ungleich geht es zwischen Pension und Rente zu" laut "Bild" Foto: vorunruhestand+++ 20. Januar 2017: Der „Bild-Vergleich: Rente oder Pension – so groß sind die Unterschiede wirklich!“. Bundesbeamte bekommen laut „Bild“ im Schnitt 68,1 Prozent des letzten Gehalts als Pension. Damit liege das Versorgungsniveau der Staatsdiener 20 Prozentpunkte höher als das der Rentner. „Bild“ stellt einen Vergleich an zwischen Rente und Pension. Die Durchschnittspension eines Bundesbeamten liegt laut „Bild“ bei 2940 Euro, die Rente für Männer liegt danach im Westen im Schnitt bei 1079 Euro, im Osten bei 1181 Euro.

„So ungleich geht es zwischen Pension und Rente zu“ laut „Bild“ Foto: vorunruhestand

+++ 1. November 2016: Die bestbezahlten Politrentner in Deutschland sind „FOCUS Online“ zufolge ehemalige Minister aus Nordrhein-Westfalen. Im Schnitt bekommen sie mehr als 7600 Euro monatlich. Damit liegen ihre Pensionen sogar deutlich höher als die von früheren Bundesministern. Diese bekommen „nur“ 4600 Euro. Auch in vielen anderen Bundesländern kassieren frühere Kabinettsmitglieder mehr als ihre Kollegen im Bund. In Hamburg sind es im Schnitt 6800 Euro, in Baden-Württemberg 6700 Euro. Dies geht aus dem Alterssicherungsbericht 2016 hervor. Insgesamt bekommen die 3907 Ex-Abgeordneten aller Parlamente sowie ihre Hinterbliebenen jedes Jahr 130,5 Millionen Euro überwiesen. Den größten Teil davon machen rund 50 Millionen Euro für die ehemaligen Bundestagsabgeordneten und deren hinterbliebene Ehepartner aus. Das Bundesarbeitsministerium rechtfertigt die hohen Bezüge von ehemaligen Regierungmitgliedern in seinem Bericht damit, dass diese keine anderen bezahlten Ämter oder Berufe ausüben könnten. Dadurch solle ihre Unabhängigkeit sichergestellt werden. Der Bund der Steuerzahler kritisiert die hohe Belastung für die öffentlichen Haushalte.

 

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40 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • […] Startseite » Blogosphäre » Rente oder Beamtenpension – Fakten, Vorurteile, Modellrechnung […]

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    • Die Höhe der Beamtenpensionen ist im Vergleich zu Renten sehr ungerecht und zwar nicht deswegen weil die Pensionen zu hoch sind, sondern weil die Renten zu niedrig sind. Schauen wir mal nach Frankreich, Österreich, Holland, Italien, dort sind die Renten im Vergleich zum Bruttolohn wesentlich höher als in Deutschland. Die Deutschen wehren sich zu wenig gegen diese Reformeinschnitte der letzten 30 Jahre. Und immer mehr mutet die Politik den Rentenversicherungspflichtigen zu, zum Beispiel die Mütterrente. Sollte sich nicht die gesamte Gesellschaft daran beteiligen wenn es darum geht, den Müttern, die unsere Kinder erziehen, einen Ausgleich für diese Arbeit zu geben? Deutsche wehrt euch, schaut nach Frankreich wo man mit 62 in Rente gehen kann bei höheren Renten. Lasst euch nicht für blöd verkaufen von der Politik, die zum Großteil von Beamten gemacht wird, deshalb gab es für Beamte auch deutlich weniger Einschnitte.

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  • Helmut Achatz
    19. Oktober 2015 10:15

    Sammy Morgane: nicht zu vergessen sei, dass Beamte für Arzt- u. Medikamentenkosten bis zu 200 € in Vorlage treten müssen weil Beamte erst ab 200 € bei der Krankenkasse einreichen können. Die Rückerstattung erfolgt nicht immer binnen einer Woche, Erstattungsabzüge hat es auch oft u. die GOÄ ist kompliziert.
    Für Beamte im gehobenen u. höheren Dienst mag das bezahlbar sein.

    Beamte im mittleren Dienst denen bei Versetzung in den Ruhestand aus gesundheitlichen Gründen bis zu 67 % des Einkommens abgezogen werden können ist das ein Riesenproblem.

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  • Laßt uns für das arme Beamtenpack sammeln, damit diese am eigenen Reichtum und Selbstmitleid erstickt – denn nur so werden wir dieses wieder los!

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  • Ich finde es eine Frechheit von Beamtenpack zu sprechen. Jeder kann Beamter werden, wenn er will. Meist reicht aber der Kopf nicht dazu aus.
    Nicht zu vergessen wäre auch, dass man als Ingenieur in der freien Wirtschaft viel mehr verdient, als ein vergleichbarer Beamter.
    Wenn du zu deiner Zeit in A 11 Beamter geworden wärest, dann hast du bestimmt auch gesehen, was A 11 ist. Verschwindend wenig im Vergleich zu dem, was ein Ingenieur in der freien Wirtschaft verdient. Ja, und dann kommts halt bei der Rente dicke.

    Beamtenpack, das ist schon ziemlich unverschämt. Es gibt überall Beamte, sogar in Schweden, da sind es die Ärzte und die lassen Punkt Feierabend den Löffel fallen.

    Bei uns wird von einem Beamten ab einer bestimmten Besoldungsgruppe Überstunden erwartet.

    Du solltest vielleicht auch mal schreiben, warum du damals nicht Beamter geworden bist? Lage es am Kopf, lag es am Verdienst oder wollten sie dich bei Staat einfach nicht haben.

    Ist doch alles lächerlich.

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    • Helmut Achatz
      24. Mai 2016 13:20

      „Beamtenpack“ ist despektierlich, wohl wahr.
      Ansonsten habe ich in dem Beitrag sehr wohl Äpfel mit Äpfeln verglichen – und A11 mit einer entsprechenden Anstellung in der freien Wirtschaft. Entscheidend ist aber nicht der Bruttolohn, sondern was unterm Strich übrigbleibt – und da sind die Unterschiede nicht mehr so groß, da der Angestellte neben Renten-, Kranken- auch noch Arbeitslosenversicherung zahlen muss.

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    • Das tut wahrlich weh, Überheblichkeit und Arroganz – damit kann man das Beamtentum nicht verteidigen

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    • Ihre Argumente sind lächerlich und fasst nicht zu kommentieren!
      Ich habe als verantwortlicher Bauleiter (Betontechnologe BII) Jahrzehnte in halb Deutschland in verantwortlicher Position gearbeitet (gependelt), wenn Ihnen das etwas sagt!
      Rente: 1200 Euro
      Von der freien Wirtschaft haben Sie augenscheinlich Null-Ahnung!
      Was mich jedoch am Meisten ärgert ist die Unverfrorenheit der Einforderung und die Suche nach Berechtigung dieser weit überhöhten B.-Pensionen!!!

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      • Helmut Achatz
        18. August 2021 11:11

        Beamte pochen darauf, dass ihr Lebensstandard in der Pension nicht allzu niedrig ausfallen darf im Vergleich zum aktiven Dienst, übersehen dabei allerdings, dass sie damit privilegiert sind im Vergleich zu Angestellten und Arbeitern in der Wirtschaft

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  • […] Beamtenpension – Fakten, Vorurteile, Modellrechnung […]

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  • Man sollte mit diesem ganzen System endlich aufhören und eine Staatliche Höchstgrenze von 4000,00€ einführen und wer mehr haben will sollte es privat machen.Zum Beispiel Rister die haben ja dann das Geld es zu tun.Die sowieso kein Geld haben können auch nicht Ristern .

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  • […] Rente oder Beamtenpension – Fakten, Vorurteile, Modellrechnung […]

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    • Mit Halbwissen sollte man keine Artikel schreiben. Vom Nettogehalt und dem Nettoruhegehalt der Beamten geht noch die private Krankenversicherungsbeitrag ab und dann kommt bei der obigen Vergleichsberechnung im Ergebnis etwa das Gleiche heraus. Außerdem gibt es in der privaten Krankenversicherung keine Familienversicherung. Das heißt der Beamte muß für alle nicht beruflich tätigen Familienmitglieder extra Krankenversicherungsbeiträge bezahlen.

      Antworten
      • Noch eine Ergänzung. Bei der Berechnung müßte auch noch für alle Berufsjahre die höhere Arbeitszeit der Beamten abgezogen werden. Aktuell beträgt die Arbeitszeit der Beamten in Baden-Württemberg nach der Arbeitszeitverordnung durchschnittlich 41 Stunden in der Woche.
        Dann ist bei der obigen Vergleichsberechnung die Pension des Beamten im Verhältnis sogar deutlich niedriger.

        Antworten
        • Helmut Achatz
          10. Oktober 2016 10:08

          Noch nichts davon gehört, dass in vielen Arbeitsverträgen in der privaten Wirtschaft der Passus steht „Gelegentlich anfallende Mehrarbeit ist mit dem Gehalt abgegolten“?

          Antworten
          • Hier gehts um die Regelarbeitszeit, nicht um Mehrarbeitszeiten !
            Ferner, ich habe im mittleren Dienst der Bundespost angefangen. Vergelicgbar einem Industriemeister Elektrohandwerk. Mein Gehalt zu Beginn: ca. 250,- DM über Sozialhilfesatz. Dafür durfte ich dann aber auch jeden Tag 100 km zur Arbeit fahren.
            Ich will wahrlich nicht jammern. Aber dieses Beamtenbashing geht einem so langsam auf den Keks.

      • Helmut Achatz
        10. Oktober 2016 10:04

        Von den 1900 Euro Rente gehen übrigens ebenfalls noch Kranken- und Pflegeversicherung ab, insofern sind hier sehr wohl Äpfel mit Äpfeln verglichen worden. Den Pensionärshaushalt möchte ich sehen, der noch kleine Kinder hat.

        Antworten
  • Liebe Beamte wechselt!

    Wenn denn die hier schreibenden Beamten – sie sind sofort erkennbar, da sie jammern, um ihren wahren Wohlstand zu vertuschen – im Ruhestand so schlecht da stehen, kommt doch bitte alle freiwillig in unser Rentensystem, bei dem die Masse aller Arbeitnehmer keine Betriebsrente erhält, so wie ihr uns vorgaukelt! Wir nehmen euch gerne in unser Sozialsystem auf und das sogar zu den gleichen Konditionen, auch wenn ihr eine Arbeitsplatzsicherung habt, die wir leider nicht haben und deshalb nach dem Verlust des Arbeitsplatzes z. B. durch eine Insolvenz des Unternehmens oder aufgrund von Entlassung wegen fehlender Aufträgen gezwungen sind, Arbeitslosengeld zu beantragen oder einen zweiten Wohnsitz zu unterhalten, um an anderer Stelle als Wochenendpendler zu unseren Familien einen neuen meist weniger gut bezahlten Job anzunehmen. Das ist unsere Freiheit, die ihr natürlich nicht habt und ihr dürft noch nicht einmal streiken – welche Einschränkungen ihr alle ertragen müsst, darum wollen wir euch helfen: Kommt in die gesetzliche Rentenversicherung!!!!!

    Wir warten schon auf euch!!!!!

    Der sozialpolische Dreisatz, den ich nach ca. 45 Jahren Berufsleben gelernt habe lautet:

    1. Satz – vor 50 Jahren in der Schule gelernt:
    Das Volk ist der Staat und im Staat gibt es Staatsdiener, die also dem Staat – also dem Volk – dienen.
    2. Satz – heute also 50 Jahre später:
    Der Staat das sind die Minister, Abgeordneten und Beamte, der Rest ist das Volk.
    3. Satz- das Ergebnis:
    Wir – das Volk – hassen euch Beamte also den Staat!

    Herzlichen Glückwunsch an die Regierung und ihr Personal!!!!

    Mein Rat: Kehrt zurück zu dem 1. Satz und wir werden alle glücklich miteinander leben!

    Antworten
    • Finde ich gut. Als Beamter mit fast 40 Berufsjahren kann ich das nur begrüßen, das wir (Beamte) in die Rentenversicherung aufgenommen werden. Doch halt, dann müßte der Staat, also alle Bürger, auch die Beiträge in die RV abführen. So läufts ja auch bei den Steinzeitkommunisten in Österreich und der Schweiz (Steinzeitkommunisten = Ironie, zur Klarstellung).
      Mal schauen wie dann die Modellrechnung aussieht. Ich weiß es ehrlich nicht, wäre aber mal gespannt.
      Und mit Begriffen wie „hassen“ können wir keine Probleme lösen.
      Die meisten Beamte sind im übrigen nicht in der Gestaltungsverantwortung für Gesetze ! Wir, die Masse, sind Beamte des mittleren und gehobenen Dienstes. Da wird man garantiert nicht reich. Arbeitsplatzsicherheit – stimmt. Wenn ich keine goldenen Löffel klaue passiert mir nichts. Das erkaufe ich mit aber mit einem geringen Einstiegsgehalt, kaum Beförderungsmöglichkeiten, höhere Arbeitszeiten …
      Ich will nicht meckern, aber es nervt langsam dieses Rumkloppen auf Beamte.
      Ferner: wir Beamte haben einen Lohnsteueraufschlag zu zahlen ! Das ist eigentlich für die Rücklagen für Pensionen gedacht. KV tragen wir komplett allein. Macht allein bei mir im Monat 330,- € aus ! Nur mal so. Da bekomme ich NICHTS vom Staat dazu, falls es danach riechen sollte. Und meine Kinder sind dabei schon rausgerechnet. Ferner, Rechnungen für Ärzte, Krankenhaus … bekomme ich selbst erst mal und darf dann ggf. vorstrecken, zahlen, bevor ich dies von der KKS und der Beihilfe erstattet bekomme ! Das kann schon mal 4-6 Wochen dauern.

      Antworten
      • Kurze Ergänzung, laut Rentenauskunft habe ich eigentlich Anspruch auf 290, € Rente, aktuell. Ich habe ja mal als Arbeiter angefangen. Bekomme ich aber nicht, da ich mal eine Pension beziehen werde. Ich finde dies ehrlich gesagt auch nicht o.k. Aber wie gesagt, ich will nicht meckern.

        Antworten
        • Verstehe ich nicht ganz. Ich beziehe auch Witwer-Pension (sorry, blödes Wort) und werde ab 63 meine gesetzliche Rente beziehen. Wer in die gesetzliche Rente einzahlt und die nötigen Wartezeiten beieinander hat, bekommt auch – Äquivalenzprinzip – auch etwas ausbezahlt. Es gibt übrigens Rentenberater und den VdK als Interessenvertreter der Rentner. Ich denke, es wäre wohl das beste, die eine oder andere Stelle aufzusuchen und sich beraten lassen.

          Antworten
      • finde es insgesamt etwas schwierig, hier eine angemessene diskussion zu führen:
        a. die zahlen scheinen irgendwie nicht alle zu stimmen, es gibt probleme dabei, eine komplette vergleichende rechnung zu führen
        und
        b. hier wird aus dem bauch heraus diskutiert: mit beamten verbindet man im alltag oder durch persönliche erfahrungen positive und negative gefühle. allerdings ist ein trend auszumachen: zum angestelltenverhältnis. Beispielsweise werden kaum noch lehrer verbeamtet. und das trotz jahrelanger ausbildung und der wesentlichen aufgabe, kinder und heranwachsende zu erziehen. (nach möglichkeit so zu erziehen, dass sie wissen, ob sie gerade mit ihren gefühlen oder mit fakten argumentieren).

        Im akademischen bereich siehts nicht anders aus und jenseits dessen, was viele vielleicht als elfenbeinturm betrachten würden, wird es auch nicht gerade rosig für arbeitnehmer. stellenabbau in der polizei, feuerwehr, im öffentlichen nahverkehr usw. dabei entsteht für beamte ein mehraufwand und gleichzeitig schlechtere arbeitsbedingungen für arbeitnehmer in privatunternehmen, die hinzugezogen werden. hier geht dann gleichfalls das interesse einer staatlichen ordnung verloren und arbeitnehmer müssen – wie fast immer – die bittere medizin schlucken…

        guter text dazu findet sich hier: https://beamten-infoportal.de/ratgeber/studie-entkraeftet-vorurteile-gegenueber-behoerden-und-beamten/
        mit aktuellen zahlen und zahlen der letzten jahre im vergleich. also so blumig leben beamte nicht (mehr) und reines „die da oben“ schreien ist kompletter blödsinn. dann lieber gucken, ob man sich nicht im betriebsrat engagieren kann, um letztlich arbeitsbedinungen für die kollegen und sich zu schaffen, die der arbeit und dem leben gerecht werden.

        beste grüße, Patrick

        Antworten
  • Es fehlen zwei wichtige Argumente .1 Beamte bekommen alle Versicherungen 10/20% günstiger.2. Beamte bekommen kein Krankengeld sondern immer ihre vollen Bezüge deswegen sind sie auch im Schnitt viel öfters krank als zB. Angestellte oder der Arbeiter.Kenne einige Beamte die sind von 25 Jahren arbeiten die Hälfte krank.Alles zusammen haben Beamte viele Vorteile und sollen aufhören zu jammmern

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