2023 steigen Renten und Rentenbeiträge

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2023 steigen Renten und Rentenbeiträge – die Renten West um 3,5, die Renten Ost um 4,2 Prozent. Die Rentenbeiträge steigen, weil die Beitragsbemessungsgrenze steigt.

Nach einer Rentenerhöhung von 5,35 (West) und 6,12 Prozent (Ost) in diesem Jahr, werden die Renten 2023 nicht ganz so stark steigen. Geplant ist eine Rentenerhöhung von 3,5 Prozent (West) und 4,2 Prozent (Ost), das geht der „Berliner Morgenpost“ zufolge aus dem Rentenversicherungsbericht 2022 hervor, der wird letztlich am 30. November im Kabinett beschlossen.

2023 steigen die Renten

Angesichts einer Inflationsrate von zehn Prozent bedeutet das für die Rentnerinnen und Rentner unterm Strich ein deutliches Minus, denn so wie es momentan aussieht, wird die Inflation auch 2023 einen Kaufkraftverlust bedeuten, das heißt, Rentnerinnen und Rentner bekommen immer weniger für ihre Rente. Ob es dabei bleibt, beweist sich erst im Frühjahr des kommenden Jahres, wenn auch alle andere Daten, vor allem die zur Lohnentwicklung des Vorjahres feststehen.

Bemessungsgrenze steigt

Das Geld für die Rentenerhöhung muss irgendwoher kommen. Deswegen erhöht die Bundesregierung zwar nicht den Beitragssatz der Rentenversicherung, aber die Bemessungsgrenze für die gesetzliche Rentenversicherung. Bemessungsgrenze bedeutet: Bis zum Gehalt X müssen Beschäftigte Beiträge zahlen – und dieser Betrag X steigt im kommenden Jahr im Westen auf 7.300 Euro (2022: 7.050) und im Osten auf 7.100 Euro (2022: 6.750).

Darüber hinaus können Beschäftigte ab 2023 ihre Rentenbeiträge komplett von der Steuer absetzen – das war nötig nach einer Klage von 160.000 Rentner vor dem Bundesfinanzhof gegen die  Doppelbesteuerung von Rentenbeiträgen, die Erfolg hatte. Aufwendungen für die Altersvorsorge können künftig komplett als Sonderausgaben abgesetzt werden. Von dieser Änderung haben allerdings jetzige Rentner wenig, denn ihre Renten werden ja schon versteuert, obwohl sie während ihres Arbeitsleben nicht entsprechend steuerlich entlastet wurden.

#Finanzen in #DNEWS24
TROTZ #RENTENERHÖHUNG: IN 2023 DROHT ERNEUT EIN #KAUFKRAFTVERLUST
Die #Inflation ist doppelt so hoch wie die für das nächste Jahr geplante Rentenerhöhung. Vielen Rentnern droht die #Altersarmut.https://t.co/h570rnsrB4 pic.twitter.com/gzw0uJk41q

— DNEWS24 – wir informieren, Sie entscheiden! (@DNEWS24Medien) November 6, 2022

Brutto- und Netto-Rente 2. Halbjahr 2022

Was bleibt unterm Strich übrig von der Rentenerhöhung? Norbert Böttcher (er betreibt die Web-Seite „Meine Rente“) hat das für den Standardrentner und die Standardrentnerin durchgerechnet – hier seine Kalkulation (Voraussetzung 45 Betragsjahr Mann, 30 Beitragsjahre Frau, unterstellt wurde ferner, dass die beiden Kinder haben, somit ist der Pflegebeitrag 3,05 Prozent):

Rentenerhöhung 2022

Was brachte die Rentenerhöhung 2022 einem Standardrentner mit 45 Beitragsjahren?

Rentenerhöhungen seit 2000

JahrWestOst
20000,600,60
20011,912,11
20022,162,89
20031,041,19
2004--
2005--
2006--
20070,540,54
20081,101,10
20092,413,38
2010--
20110,990,99
20122,182,26
20130,253,29
20141,672,53
20152,102,50
20164,255,95
20171,93,59
20183,223,27
20193,183,91
20203,454,2
20210,000,72
20225,356,12
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1 Kommentar. Hinterlasse eine Antwort

  • […] Deswegen sei es auch kein Problem, so bekräftigt die Deutsche Rentenversicherung, dass die Renten im kommenden Jahr um rund 3,5 Prozent in West- und um mehr als vier Prozent in Ostdeutschland… dürften. In Zeiten erheblichen Fachkräftemangels dürften hohe Beschäftigtenzahlen und Einkommen […]

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Helmut Achatz

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