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Tag 29 meiner Tour de France  ein neuer Anfang. Nach dem ich im vergangenen Jahr in Bordeaux  abbrechen musste, beginnt der zweite Teil meiner Tour de France natürlich in Bordeaux.

Von München nach Bordeaux

Fahrradmitnahme von München nach Bordeaux – das schreibt sich einfacher als es ist. Es gibt keinen direkten Zug von München nach Bordeaux. Wer von München nach Bordeaux will, muss entweder in Paris oder in Mannheim und Straßburg umsteigen. Mit einem Fahrrad in Paris umsteigen? Unmöglich. Also habe ich den Weg über Straßburg genommen. Leider ist die Deutsche Bahn ziemlich unzuverlässig. Mein Zug fuhr schon mal mit Verspätung los, die er bis Mannheim nicht wieder aufholte. Das heißt, ich habe meinen Zug von Mannheim nach Straßburg verpasst und in der Folge natürlich meinen Zug von Straßburg nach Bordeaux. Was tun? Wütend kaufte ich mir eine Fahrkarte Strasbourg-Bordeaux für den Folgetag und nahm mir ein Zimmer. Mein Hotel in Bordeaux musste ich ebenfalls umbuchen.

Tag 29 meiner Tour de France

Am darauf folgende Tag hatte ich schließlich ausreichend Gelegenheit, mir Straßburg anzusehen, da der Direktzug nach Bordeaux erst um 16.31 Uhr fährt. Apropos Direktzug, der TGV berührt kurz die Peripherie von Paris in Massy. Der Bahnhof ist ziemlich nüchtern und hat nur zwei Durchfahrgleise – alles unterirdisch. Erst in Massy schwenkt der TGV nach Südwesten Richtung Bordeaux. Also ganz so direkt ist der Direktzug nicht. Trotzdem braucht er „nur“ fünfeinhalb Stunden für die Strecke. Zwischendurch rast er mit annähernd 300 Stundenkilometer durch die Landschaft.

Ein zerlegtes Fahrrad lässt sich übrigens alles andere als leicht transportieren. Es ist ziemlich sperrig, dazu kommen noch die Sattel- und Lenkertaschen. 20 Kilo zu schultern, ist eine Herausforderung. Für die wenigen Meter vom Hotel zum Bahnhof und vom Bahnhof zum Hotel habe ich mir deswegen ein Taxi genommen. Allein die Schlepperei in den Bahnhöfen brachte mir Striemen an den Schultern ein.

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Von Bordeaux nach Blaye

Von Bordeaux nach Blaye

Den Tag in Bordeaux brauche ich, um mich von den Strapazen der Anreise zu erholen. Bordeaux hat meine Stimmung wieder aufgehellt. Der Miroir d’Eau, ein überdimensionaler Springbrunnen gegenüber dem Place de la Bourse lockt Schulklassen und Kindergartengruppen sowie Touristen an – und mich natürlich. Wobei Springbrunnen das falsche Wort ist. In den metergroßen Fliesen sind Düsen eingebaut, das das Wasser zerstäuben oder nach oben schießen.Am Flèche St. Michel, einem alleinstehenden Glockenturm hat sich ein Schulklasse versammelt und trällert ein Lied. Wer da nicht innerlich lächelt, dem ist nicht zu helfen.

Morgen geht es dann endlich los. Die erste ist Etappe bis Blaye ist nur annähernd 50 Kilometer lang – zum Eingewöhnen.

Ihr dürft mir „bon voyage“ wünschen und Hals und Beinbruch. Suivez-moi – folgt mir einfach auf meinem Weg an der Atlantikküste entlang, durch Bretagne und Normadie.

Übrigens mehr Bilder findet ihr auf Instagram bei dineroxx (mein Account)

Posted by Helmut Achatz

Vorruheständler, Journalist, Börsianer, Vorstand VHS Olching, Wirtschaftsingenieur,

2 Comments

  1. Kurt Lindinger 27. Juni 2018 at 14:59

    Helmu, jetzt jammere nicht so wegen der paar Meter das Radl zu tragen. Was sagt da Dein Allerwertester nach der Fahrt?
    Übernimm Dich nicht und komm wieder heil nach Hause. Viel Glück, Spass wünscht Dir Kurt.

    Antworten

    1. Helmut Achatz 27. Juni 2018 at 22:26

      Mein Allerwertester kommt gut damit zurecht. Die Striemen auf der Schulter habe ich immer noch. Heute war übrigens mein erster Tour-Tag

      Antworten

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