Wie Negativzinsen die Rente ruinieren

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Negativzinsen sind Gift für die Rente. Mittlerweile bröckeln alle Säulen der Rente, sprich die gesetzliche, betriebliche und private. Das Schlimme daran – es wird nicht besser.

Wer hätte sich noch vor einigen Jahren vorstellen können, dass die Deutsche Rentenversicherung Strafzinsen zahlen muss. Mittlerweile summieren sie sich auf annähernd 400 Millionen Euro. Wer hätte sich vorstellen können, dass die Betriebsrente zum Minus-Geschäft wird. Wer wäre auf die Idee gekommen, dass die Versicherungen den Garantiezins abschaffen.

Negativzinsen ruinieren Rente

Die Negativzins-Politik der Europäischen Zentralbank (EZB) – zuerst unter Mario Draghi, jetzt unter Christine Lagarde – hat weitreichende Folgen für die Altersvorsorge von Millionen Deutschen. Mittlerweile ist diese Erkenntnis auch in der breiten Öffentlichkeit angekommen. „Bild“ hat ein „Renten-Serie“ aufgelegt und erklärt den Bürgern, was sie in den kommenden Jahren erwartet, wenn es bei der Politik der Notenbank bleibt – und davon ist auszugehen. „Bild“ hat Commerzbank-Chef Manfred Knof dazu befragt. Aber im Grunde kann sich die Antwort auch jeder selbst geben, der nur ein bisschen Zeitung liest und rechnen kann.

Lebensversicherung

Kapitallebensversicherungen wie die Metallrente sind ein Minus-Geschäft, denn der Garantiezins schrumpft – und die Allianz, Partner der Metallrente, schafft laut „Handelsblatt“ das Geschäft mit klassischen Lebensversicherung mit Garantiezins bis auf wenige Ausnahmen ab.  Dabei liegt der Garantiezins heute schon nur noch bei 0,9 Prozent – und er wird weiter sinken, wie die Versicherungsmathematiker schon lange fordern. Die Folge: Die Kunden können froh sein, wenn sie ihre eingezahlten Beiträge herausbekommen, meist dürfte es weniger als das sein. „Bild“ zitiert Verbraucherschützer „Philipp Rehberg“ mit den Worten „Abschluss lohnt sich derzeit nicht mehr“.

Betriebsrente

Wie schnell eine Betriebsrente schrumpfen kann, haben ehemalige Beschäftigte der Caritas zu spüren bekommen. Ihre Altersvorsorge schrumpfte zusammen, weil ihre Rente um 20 bis 25 Prozent gekürzt wurde. Die Pensionskasse der Caritas hat sich einfach nicht auf die Negativzinspolitik der EZB eingestellt mit bitteren Folgen für die Versicherten, die jetzt mit weniger Geld auskommen müssen. Caritas-Rentner dürften aber nicht die einzigen bleiben, deren Renten gekürzt werden. Rund drei Dutzend der 135 Pensionskassen stehen unter verschärfter Aufsicht der Finanzaufsichtsbehörde Bafin. Jede dritte Pensionskasse habe Probleme, schreibt „RTL Online“. Eine Betriebsrente lohnt sich nur noch, wenn der Arbeitgeber mehr als diese 15 Prozent, die er nach dem Betriebsrentenstärkungsgesetz sowieso zuschießen muss, dazu gibt. Ansonsten lohnt sich eine Betriebsrente nicht. Dazu kommt, dass Betriebsrentner und Direktversicherte in der Auszahlphase annähernd ein Fünftel an die Krankenkassen zahlen müssen. Sie zahlen im Alter den Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteil in der Krankenversicherung, einschließlich Pflegeversicherung ergibt das eine Belastung von annähernd 20 Prozent. Der GKV-Betriebsrentenfreibetrag von 164,50 Euro ist nur eine kleine Erleichterung.

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Helmut Achatz

Macher von vorunruhestand.de

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