Last Updated on 19. Juli 2020 by Helmut Achatz

Italiens Rentner bekommen im Schnitt höhere Renten und auch schon deutlich früher als Deutsche – ausgezahlt werden sie bereits im Voraus.

Italienische Renten gleicher eher deutschen Pension, sowohl was die Höhe wie die Zahlungsweise betrifft. Wie Pensioni per tutti (Pension für alle) schreibt, werden die August-Rente aller Voraussicht nach bereits vom 27. Bis 31. Juli ausgezahlt. Übrigens, vor der Schröder-Regierung war das in Deutschland auch so; die rot-grüne Koalition unter Gerhard Schröder hat das geändert. „Ausgezahlt“ ist das richtige Wort, denn Italiener holen sich ihre Rente bei der Post ab oder sie bekommen einen Scheck, den sie bei ihrer Bank einlösen. Wer nicht zur Post gehen kann, lässt sich die Rente von den Carabinieri nach Hause bringen. Das ist kein Scherz, sondern italienische Realität. Italiener gehen auch deutlich früher in Rente als Deutsche. Wer es geschickt anstellt, kann schon mit 62 Jahren den Ruhestand genießen, Frauen sogar noch früher.

Italiens Rentner im Vorteil

Noch eine Besonderheit in Italien: Die Auszahlung wird in alphabetischer Reihe gestaffelt. Dann bekommt wohl jeder, dessen Familienname mit „A“ beginnt, seine Rente früher, als jemand mit einem „Z“-Namen.

Ab September werden italienische Renten voraussichtlich wieder zu Beginn des Monats ausgezahlt, das heißt, für den September, am 2. September, für den Oktober am 1. Oktober, für den November am 2. November und für den Dezember am 1. Dezember (im Dezember einschließlich der 13. Rentenzahlung).

Dank 13 Rentenzahlungen kommen Italien auf deutlich höhere Renten als deutsche Rentner. Italiens Rentner bekommen mehr als 300 Milliarden Euro, wie den Zahlen des Istituto Nazionale Previdenza Sociale (INPS) zu entnehmen ist. Der Staat schoss 2018 mehr als 105 Milliarden Euro zu. Deutschland zahlt seinen Rentner „nur“ 355 Milliarden Euro oder elf Prozent des BIP.

Die Nettolohnersatzquote, sprich, das was ein Rentner im Vergleich zum vorherigen Angestelltendasein bekommt, liegt in Italien laut OECD bei annähernd 92 Prozent, in Deutschland bei annähernd 52 Prozent – bezogen auf einen Durchschnittsverdienst. Parallel dazu ist die Abgabenquote in Italien deutlich niedriger als hierzulande. Das heißt, Italiener zahlen weniger in das Rentensystem ein und bekommen mehr.

Nettolohnersatzquote

Nettolohnersatzquoten im europäischen Vergleich              Quelle: OECD

Posted by Helmut Achatz

Vorruheständler, Journalist, Börsianer, Vorstand VHS Olching, Wirtschaftsingenieur,

6 Comments

  1. Spanier bekommmen sogar bei Gleicher Wertigkeit 14 X Rente im Jahr dazu noch einen Stromrechnungs-Bonus.Keine Fersehgebühren.Da gehen jetzt ca. 80 Milliarden hin als Coronahilfe.

    Antworten

  2. Herbert Wendland 20. Juli 2020 at 18:53

    Wenn man den Artikel gelesen hat, fragt man sich schon, warum deutsche Bürger italienischen Bürgern helfen sollen, wenn es denen viel besser geht als uns. Eine rhetorische Frage .

    Antworten

    1. Helmut Achatz 22. Juli 2020 at 5:41

      Diese Frage stellen ja die “Sparsamen 5” und werden als geizig gescholten. Sie seien unsolidarisch, dabei prangern sie nur den Schlendrian von Italien an.

      Antworten

  3. Höchste Zeit aus dieser EU (Enteignungs-Union) auszusteigen!!! Ein DEXIT wäre schön…Nur leider müssen wir davor diese Marionetten, genannt “ReGIERung” loswerden.

    Antworten

  4. Die Italiener behandeln ihre Rentner deutlich besser als die Deutschen. Das betrifft nicht nur die Rentner sondern auch die Abgeordneten des nationalen Parlaments, die in der EU absolute Spitzenbezüge bekommen. Hier wäre es endlich an der Zeit einheitliche Regeln in der EU zu treffen. Es ist nicht einzusehen daß der deutsche Steuerzahler für die italienischen oder griechischen Rentner bezahlen sollte. Alle Länder brauchen ein einheitliches System zur Rentenberechnung.Das niederländische System erscheint mir das beste zu sein. Niemand sollte dafür bestraft werden in einem bestimmten Land gelebt und gearbeitet zu haben. Die deutschen Rentner werden jedoch seit der Zeit des Rot-Grünen Kanzlers und Hilfsarbeitersohnes Gerhard Schröder als Stiefkinder der Nation behandelt. Die Pfarrertochter Angela Merkel hat an diesem Zustand rein gar nichts geändert.

    Antworten

Kommentar verfassen