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„Heute mehr Geld für alle Rentner“ titelt die „Bild“. Die Rentenerhöhung fällt 2016 ordentlich aus, sprich, mit der Rente geht es richtig rauf. Tatsächlich steigen die Rente für 20,5 Millionen Rentner überdurchschnittlich. Das gilt vor allem für die Ost-Renten, die gleich um annähernd sechs Prozent zulegen, im Westen sind es 4,25 Prozent.

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Warum das Plus dieses Mal so hoch ausfällt? Offizieller Hauptgrund der Rentenerhöhung sind die gute Beschäftigungslage und die daraus resultierenden sprudelnden Einnahmen der Rentenkasse. Ferner spielt der Deutschen Rentenversicherung zufolge auch der statistische Effekt eine Rolle. Natürlich schielt die Regierung mit dieser Erhöhung auch auf die kommende Bundestagswahl und will die Rentner für sich einnehmen.

Ein gewisser Abstand zwischen Ost- und Westrente bleibt jedoch auch nach der aktuellen Anhebung. Der Abstand schrumpft allerdings auf 5,9 Prozent im zweiten Halbjahr 2016. Das Bundessozialministerien Andrea Nahles arbeitet aber auch an der vollkommenen Angleichung – demnächst ist mehr von ihrem Ministerium zu erwarten.

Was heißt das nun konkret?

  1. Die Rentenerhöhung gilt für alle Renten aus der gesetzlichen Versicherung, sprich auch Erwerbsminderungs- oder Hinterbliebenenrenten.
  2. Für Ruheständler, die schon vor März 2004 in Renten gegangen sind, heißt das, sie bekommt die Rente für den Juli im Voraus, die nach April 2004 in Renten gegangen sind erst zum Monatsende.
  3. Natürlich wirkt sich das Plus bei der Rente auch auf die Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung aus. Das betrifft vor allem den Zusatzbeitrag bei der Krankenversicherung und den Beitrag zur Pflegeversicherung, den allein die Rentner zahlen.
  4. Zudem werden viele Rentner durch die Erhöhung steuerpflichtig. Wie viel Rentner an den Fiskus abdrücken müssen, hängt von ihrem Gesamteinkommen ab, zu dem ja auch Mieteinnahmen und Anderes zählt. Der steuerfreie Grundbetrag liegt zurzeit bei 8652 Euro – kann gut sein, dass einige darüber fallen.

Rentenerhöhungen der vergangenen Jahre

JahrWestOst
20000,600,60
20011,912,11
20022,162,89
20031,041,19
2004--
2005--
2006--
20070,540,54
20081,101,10
20092,413,38
2010--
20110,990,99
20122,182,26
20130,253,29
20141,672,53
20152,102,50
20164,255,95
20171,5e2,0e
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Weiterführende Links:

Posted by Helmut Achatz

Vorruheständler, Journalist, Börsianer, Vorstand VHS Olching, Wirtschaftsingenieur,

4 Comments

  1. […] Andreas Nahles, Bundesministerin für Arbeit und Soziales, sie eingeführt. Wie ist es denn mit der überproportionalen Rentenerhöhung 2016 – und der Ankündigung, die Renten werden bis 2030 im Schnitt um zwei Prozent steigen? Höhere […]

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  2. […] Die Renten in Ost und West sollen schneller angeglichen werden. Damit soll es Anfang 2018 losgehen. Bis 2025 sollen Ost-Renten dann so hoch sein wie West-Renten. […]

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  3. […] 4 Prozent im Westen, 5 Prozent im Osten Mit der Rente geht es richtig rauf Wann Rentner Steuern zahlen müssen SPD fordert ein Rentenniveau bei 50 […]

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