Wie die Inflation die Rente beschneidet

Finanzen

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Mit 7,4 Prozent Inflation sind die Preise im April 2022 so stark gestiegen wie seit mehr als 40 Jahren nicht mehr. Für Rentner bedeutet das, ihre Rente ist immer weniger wert.

„Die Inflationsrate erreichte damit im zweiten Monat in Folge einen neuen Höchststand im vereinigten Deutschland“, so Dr. Georg Thiel, Präsident des Statistischen Bundesamtes (Destatis). Rentner im Westen bekommen jetzt die verfehlte Politik der Europäischen Zentralbank (EZB) zu spüren. 2022 kommt es knüppeldick – die Rentenerhöhung 2021 blieb aus, dafür beginnt die Inflation an, zu traben. Die Inflationsrate in Deutschland – gemessen als Veränderung des Verbraucher­preis­index (VPI) zum Vorjahresmonat – betrug im April 2022 dem Statistischen Bundesamt zufolge 7,4 Prozent betragen. Der Preisauftrieb verstetig sich, denn schon im März lag die Inflation bei 7,3 Prozent.

Infaltion

Die breite Masse begreift langsam, was Inflation bedeutet

 

Im Februar 2022 hatte sie noch bei +5,1 Prozent gelegen. Damit erreicht die Inflation im April 2022 einen neuen Höchststand seit der Deutschen Vereinigung. Im früheren Bundesgebiet hatte es ähnlich hohe Inflationsraten zuletzt im Herbst 1981 gegeben, als infolge des Ersten Golfkrieges zwischen dem Irak und dem Iran die Mineralölpreise deutlich gestiegen waren. Die Verbraucherpreise sind im Vergleich zum Februar 2022 sprunghaft gestiegen.

Seit Beginn des Kriegs in der Ukraine seien insbesondere die Preise für Energie merklich gestiegen und beeinflussten die Inflationsrate erheblich, so das Statistische Bundesamt. Eine ähnlich hohe Inflationsrate habe es zuletzt im Herbst 1981 im früheren Bundesgebiet gegeben, als infolge des Ersten Golfkriegs zwischen dem Irak und dem Iran die Mineralölpreise ebenfalls stark gestiegen waren.

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Die Inflation steigt rasant   Quelle. Statistisches Bundesamt

Mittlerweile werden Forderungen laut, die Mehrwertsteuer auf Lebensmittel zu streichen. „Eine vorübergehende Streichung der Mehrwertsteuer könnte Verbraucher entlasten. Was spricht dafür und was dagegen?“ – diese Frage wirft der „Spiegel“-Redakteur David Böcking auf.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) berichtete stiegen die Erzeugerpreise für den Monat März 2022 um +30,9 Prozent zum Vorjahresmonat. Dies war der höchste Anstieg seit Beginn der Datenreihe im Jahr 1962! Jeder kann sich an den fünf Finger einer Hand ausrechnen, dass die Hersteller die Preissteigerungen an die Verbraucher weitergeben werden, die sich auf eine noch höhere Inflation einstellen müssen. Aus den 7,4 könnten bald zehn Prozent werden.

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Headline der „tz“ am 31. August 2021 – und es nichts besser, sondern im Gegenteil noch schlimm

Schwere Zeiten für Rentner

Auf Rentner kommen schwere Zeiten zu, denn ihre Renten stagnieren 2021 – von einer minimalen Erhöhung der Ost-Renten abgesehen. Die Rentner können den Kaufkraftverlust auch nicht durch höhere Zinsen ausgleichen, denn die Europäische Zentralbank (EZB) fährt schon seit Jahren eine Nullzinspolitik für Verbraucher und eine Negativzinspolitik für Banken. Die wiederum wälzen die Negativzinsen auf die Verbraucher ab in Form höherer Verwahrentgelte für Giro-Konten. Die Rentenerhöhung am 1. Juli 2022 kann die Inflation bei weitem nicht ausgleichen.

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Helmut Achatz

Macher von vorunruhestand.de

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