Teuer-Schock – und kein Ende

Finanzen

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Die Inflation geht durch die Decke. Der Teuer-Schock nimmt kein Ende. Schon bald werden wir zweistellige Inflationsraten sehen – und die Notenbanker tun nichts dagegen.

Ob Aldi, Lidl oder der Bäcker um die Ecke – alle erhöhen die Preise, von Strom und Gas ganz zu schweigen. Deutschland erlebt zurzeit einen Teuer-Schock. Dabei dürfte das erst der Anfang und nicht das Ende sein. Im März lag die Inflationsrate dem Statistischen Bundesamt zufolge bei 7,3 Prozent. Die jährliche Inflation im Euroraum ist sogar auf 7,5 Prozent gestiegen, so das statistischen Amt der Europäischen Union Eurostat. Für Deutschland kommt Eurostat übrigens auf eine Inflationsrate im März von 7,6 Prozent. Kann gut sein, dass wir in den kommenden Wochen sogar zweistellige Inflationsraten sehen. Jeder kann das an seiner Tankrechnung ablesen oder am Kassenbon.

inflation

Teuer-Schock mit Nachwirkungen

„Seit Beginn des Ukraine-Krieges gibt es Sprünge bei den Einkaufspreisen, die wir so noch nicht erlebt haben“, zitiert der „Berliner Kurier“ den Aldi-Nord-Kommunikationschef Florian Scholbeck. Dies liege auch daran, dass Futter- und Düngemittel sowie Energie sich verteuert hätten. Aldi gehe, so die „WAZ“ davon aus, dass die Einkaufspreise für Lebensmittel in den nächsten Wochen zwischen 20 und 50 Prozent teurer werden könnten.

Und was machen die Währungshüter von der Europäischen Zentralbank (EZB) unter ihrer Chefin Christine Lagarde? Nichts! Sie denkt gar nicht daran, die Geldflut einzudämmen und die Leitzinsen anzuheben. Das heißt, es wird munter weiter Geld generiert, das die Inflation weiter anheizen wird.

Inflation beginnt zu traben

Was uns noch erwartet, lässt ein Blick auf die Importpreise erahnen: Im Februar 2022 stiegen die Einfuhrpreise um sage-und-schreibe 26,3 Prozent zum Vorjahresmonat, das war die höchste Steigerungsrate seit Beginn der Datenerhebung 1949. Energie war sogar im Februar 2022 um 129,5 % teurer als im Februar 2021. Erdgas verteuerte ich um 256,5 Prozent.

Importpreise

Die Einfuhrpreise sind noch nie so rasant gestiegen wie gerade jetzt.          Quelle: Querschuesse.de/Destatis

 

Für jeden dürfte klar sein, dass die Preiserhöhungen natürlich weitergeben werden – ja, weitergeben müssen. Verbraucher werden die Augen tränen, wenn sie ihre Heizkostenabrechnung bekommen.

„Der Ukrainekrieg und die Rückkehr der Coronapandemie in China werden den Preisdruck hochhalten“, wird Alexander Krüger, Chefökonom von Hauck Aufhäuser Lampe, vom „Spiegel“ zitiert.  Die Inflation werde zum Dauergast.

Wie lässt sich sparen?

Anders als geplant, müssen viele Senioren jeden Euro zweimal umdrehen und sparen. Deswegen ist es sinnvoll, alle Chancen zum Sparen auszuloten – das gilt für Strom, Telefon und Essen.

Sparen beim Wocheneinkauf

  • Besonders effektiv ist es, beim regelmäßigen Nahrungsmitteleinkauf zu sparen, um an anderer Stelle Geldreserven anzulegen.
  • Wir tun unserer Gesundheit etwas Gutes, indem wir häufiger frisch kochen und weniger Fast Food konsumieren.
  • Natürlich gönnen wir uns ab und an einen Restaurantbesuch – wenn es denn wieder möglich ist. Selbst zu kochen, hilft allerdings sparen.
  • Genussgifte wie Alkohol und Nikotin sind unnötige Ausgaben und schaden noch dazu unserer Gesundheit.
  • Wir sollten auch unseren Fleischkonsum überprüfen: Zu viel Fleisch zu essen, treibt den Blutdruck in die Höhe, schadet der Umwelt und ist – sofern wir auf hochwertige Produkte zurückgreifen – recht kostspielig. Halten Sie stattdessen Ausschau nach fleischlosen Alternativen wie Tofu, Hülsenfrüchten und anderen pflanzlichen Proteinquellen.
  • Außerdem sparen wir Geld, wenn wir einmal pro Woche einen großen Einkauf erledigen, anstatt mehrmals für wenige Produkte aus dem Haus zu gehen.
  • Wenn wir vorab grob überlegen, was wir essen möchten, vermeiden wir Spontankäufe und können außerdem Mengenrabatte abstauben. Besonders lohnt es sich, bei Angeboten zuzuschlagen, wenn die Nahrungsmittel lange haltbar sind oder wir wissen, dass wir sie verwerten oder einfrieren können.

Beim Strom sparen?

Das geht. Darüber sollten gerade Rentner nachdenken mit kleiner Rente. Denn, weniger Stromkosten bedeutet, es bleibt mehr Geld zum Leben. In der Regel eröffnet die Stromrechnung reichlich Sparpotenzial. Darüber hinaus lässt sich aber auch durch sparsamere Geräte Strom sparen – und das alles ohne Einbußen bei der Lebensqualität. Mit ein paar Tipps lässt sich das Leben erleichtern und die Stromrechnung drücken. Es kommt eben beim Stromsparen auf das Gewusst-wie an.

Bild von Tumisu, please consider ☕ Thank you! 🤗 auf Pixabay

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Helmut Achatz

Macher von vorunruhestand.de

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