Last Updated on 9. Oktober 2020 by Helmut Achatz

Wer im Alter körperlich fit bleiben will, der muss seine wohlverdienten Rentenzahlungen nicht gleich in eine Mitgliedschaft beim Fitnessstudio investieren: Hausarbeit und Garteln, Kochen und Einkaufen stärken effektiv die körperliche Fitness und Gesundheit – und sie tun der Seele gut.

Mit Hausarbeit fit bleiben

Ab drei Stunden Garten- und Hausarbeit spüren wir das bereits positiv. So können beispielsweise gesättigte Fettsäuren, die sich in den Arterien ansetzen, dank des häuslichen Fitnesstrainings gelöst werden. Das fördert die Durchblutung und senkt das Herzinfarktrisiko. Das ist insbesondere für Best Ager wichtig: Schließlich nehmen der Blutfluss und somit auch die Sauerstoffzufuhr im Alter stetig ab. Auch zum Stressabbau, zur Stärkung der Skelettmuskulatur und zur Verringerung des Krebsrisikos können einfache sportliche Aktivitäten beitragen.
Der besondere Vorteil des häuslichen Trainings: Es spart uns nicht nur den Gang zum Fitnessstudio, sondern auch die Beitragsgebühren. Wenn wir die Hausarbeit also als Chance für ein erfolgreiches Training und nicht als lästiges Pflichtprogramm verstehen, hat das Vorteile: Wir verbessern unseren Gesundheitszustand, haben eine blitzblanke Wohnung, ein Plus in der Haushaltskasse und positive Stimmung.
Wichtig ist jedoch: Übertriebener Ehrgeiz erhöht das Verletzungsrisiko und ist beim Sporteln fehl am Platz. Was nicht geht, sollte nicht erzwungen werden. Außerdem ist das Sportprogramm besonders wirksam, wenn es durch sieben bis acht Stunden Schlaf pro Nacht ergänzt wird.

Bad reinigen

Bei der gründlichen Reinigung des Badezimmers können bis zu 150 Kilokalorien in 30 Minuten verbrannt werden. Wem das noch nicht reicht, der kann das Putzprogramm mit Übungen wie einfachen Kniebeugen beim Schrubben der Fliesen erweitern. Bonuspunkt: In dem frisch geputzten Bad lässt es sich anschließend herrlich entspannen.

Wäsche aufhängen

Befestigt man die Wäscheleine oberhalb der Körperhöhe, muss man die Arme zum Aufhängen jedes nassen Kleidungsstücks über den Kopf heben – das verstärkt das Training. Für einen zusätzlichen Effekt stellen Sie den Wäschekorb auf dem Boden ab und nehmen jedes Wäschestück mit einer Kniebeuge auf. Oder Sie stellen den Wäschekorb in den Nebenraum, sodass zusätzliche Laufwege zustande kommen.

Staubsaugen

Bereits 20 Minuten Staubsaugen können ein wirksames Muskel- und Koordinationstraining sein. Wer dabei außerdem abwechselnd einen Ausfallschritt macht, trainiert gleichzeitig die Beinmuskulatur.

Betten beziehen

Der Wechsel der Bettwäsche ist ohnehin relativ anstrengend – wer das Programm noch steigern will, kann das Bettgestell abstauben, die Matratze wenden und die Bettdecken ausklopfen.

Staubwischen

Beim Staubwischen können Sie die Arme ganz ausstrecken und den Rücken mobilisieren; für das Abstauben von Regalfächern in Bodennähe integrieren Sie einfach eine Kniebeuge.

Kochen und Spülen

Beim Kochen und Abwaschen können Sie regelmäßig die Fersen anheben und senken, während Sie gleichzeitig das Gesäß anspannen. Für noch mehr Bewegung heben Sie abwechselnd ein Bein nach hinten, spreizen es seitlich ab oder machen einen Ausfallschritt.

Fenster putzen

Mit Fensterleder und Wassereimer ist das altbewährte Fensterputzen besonders anstrengend. Wer die höheren Stellen auf den Zehenspitzen reinigt, bei niedrigen Stellen in die Knie geht und beim Putzen beide Arme abwechselnd benutzt, erhöht das Trainings-Level.

Fazit

Regelmäßige Bewegung leistet einen wichtigen Beitrag zur allgemeinen Gesundheit. Sie senkt die Blutzucker-, Blutfett- und Blutdruckwerte, macht das Immunsystem widerstandsfähiger und stärkt das Herz-Kreislauf-System. Sportliche Übungen können einfach in die tägliche Hausarbeit eingeflochten und bei Bedarf durch Putzpläne organisiert werden.

 

Posted by Helmut Achatz

Vorruheständler, Journalist, Börsianer, Vorstand VHS Olching, Wirtschaftsingenieur,

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