Rauchentwöhnung mit E-Zigarette – geht das?

GesundheitLeben

Werbung

Was taugen E-Zigaretten, um sich das Rauchen abzugewöhnen? Wie gelingt der Umstieg? Damit es nicht beim guten Vorsatz bleibt.

Kann eine E-Zigarette oder ein Akkuträger als vollwertiger Ersatz für eine Tabakzigarette herhalten? Beim Rauchen geht es ja nicht nur um den darin enthaltenen Nikotin, sondern auch um Haptik und Gewohnheiten sowie Rituale.

E-Zigarette – (k)ein Nikotinersatz

Aus einer InnoCigs-Umfrage aus dem Jahr 2015 ging hervor, dass mit 35 Prozent mehr als ein Drittel der Umsteiger von Zigaretten auf E-Zigaretten langfristig mit dem Rauchen aufhören möchten. Da es E-Zigaretten Liquids sowohl mit als auch ohne Nikotin gibt, werden nikotinfreie Liquids nie ein vollwertiger Ersatz für einen starken Raucher sein. Bei der Nutzung von E-Zigaretten zur Rauchentwöhnung spielen aber neben der Funktion als Nikotinersatz auch weitere wichtige Faktoren eine Rolle:

  • Nikotinstärke bestimmen: Im Gegensatz zu herkömmlichen Zigaretten können Sie bei Liquids selbst bestimmen, wie viel Nikotin Sie aufnahmen möchten. Dadurch können Sie im Laufe der Zeit die Dosis immer weiter reduzieren, was zu einer langsamen Entwöhnung führt, die die meisten als die beste Variante empfinden. Der Weg bis zum nikotinfreien Liquid fällt insbesondere starken Rauchern leichter, wenn sie zunächst mit nikotinhaltigen Liquids beginnen.
  • Reduzierung der giftigen Nebenprodukte: Beim Verdampfen entstehen im Gegensatz zur Verbrennung von Tabak und Papier kaum giftige Nebenprodukte. Dies macht das Rauchen von E-Zigaretten nach einhellige Meinung deutlich weniger schädlich als das Rauchen von Zigaretten, da kein Kohlenmonoxid, Teer und andere giftige Nebenprodukte in die Lunge gelangen.
  • Gewohnheiten und Haptik: Viele E-Zigaretten ähneln in der Haptik und teilweise sogar Optik den herkömmlichen Tabakzigaretten. Dies soll den Umstieg erleichtern. So kann eine E-Zigarette im Gegensatz zu Nikotinkaugummi oder anderen Ersatzprodukten dabei helfen, sich das Rauchen abzugewöhnen, ohne auf die Rituale – Zigarette beim Kaffee, in der Pause und so weiter – verzichten zu müssen.

Umstieg auf E-Zigarette

E-Zigarette ist nicht gleich E-Zigarette – wem Rituale und die Haptik wichtig sind, der sollte sogenannte Cigalikes wählen, die an klassische Zigaretten erinnern. Langfristig günstiger und komfortabler sind für die meisten aber die sogenannten Akkuträger. Hier mischt der E-Zigaretten-Raucher Liquids selbst an, kann aber auch fertige Liquids kaufen und den Akku einfach nachladen. Gleichzeitig halten solche boxen- oder röhrenförmigen Akkuträger auch länger, da die Akkukapazität höher ist. Auch die Dampfentwicklung ist intensiver. Allerdings ist die Haptik eine andere, da die Geräte größer sind.

Jeder muss selbst herausfinden, welche E-Zigarette für ihn passt in punkto Haptik, Dampfentwicklung und Akkulaufzeit. Die E-Zigarette soll ja schließlich den Umstieg erleichtern.

Beim An-der-Zigarette-Ziehen werden sich Raucher umgewöhnen müssen. Denn im Vergleich zur klassischen Zigarette ziehen sie an E-Zigaretten anders und auch das Gefühl ist ein anderes. Da keine Verbrennung, sondern eine Verdampfung stattfindet, muss der Raucher langsamer und länger ziehen, um einen dem Verbrennen möglichst ähnlichen Effekt zu erzielen.

Das richtige Liquid

Eine E-Zigarette muss nicht nach klassischem Tabak riechen – oder schmecken. Beliebt sind Liquids mit Frucht-, Vanille-, Kaugummi- oder auch Cola-Aroma. Die Vielfalt ist riesig.

Natürlich spielt bei der Auswahl des idealen Liquids auch die Menge an Nikotin eine große Rolle. Viele machen beim Entwöhnen den Fehler, Liquids mit sehr wenig oder überhaupt keinem Nikotin zu kaufen und wundern sich dann, dass die Rauchentwöhnung nicht wie gewünscht funktioniert. Vor allem starke Raucher wird der radikale Umstieg auf nikotinfreies Liquid kaum gelingen – deswegen langsam umsteigen, denn das Verlangen nach Nikotin ist stark. Dazu kommt, dass Dampf im Vergleich zum verbrannten Qualm nur etwa ein Drittel der Nikotinmenge an den Körper abgibt. Das heißt, es gilt, den Nikotingehalt beim Umstieg auszutarieren. Im Laufe der Zeit kann die Dosierung dann kontinuierlich bis zum nikotinfreien Liquid reduziert werden.

Image by Hanjörg Scherzer from Pixabay

Du kannst den Artikel teilen:

Werbung

Das könnte dich auch interessieren

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Bitte füllen Sie dieses Feld aus.
Bitte füllen Sie dieses Feld aus.
Bitte gib eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Sie müssen den Bedingungen zustimmen, um fortzufahren.

null

Helmut Achatz

Macher von vorunruhestand.de

Newsletter

Erhalte regelmäßig News, Tipps und Infos rund um’s Thema Rente und Co. Du erhältst 14-tägig einen Newsletter.

Weitere Inhalte

Rentenplaner für Dummies

Werbung

Menü