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Ruhestand heißt nicht Stillstand – im Gegenteil.  Für viele Senioren geht‘s im Rentenalter erst richtig los! Manche sind nur noch auf Achse. Also von wegen „alte Eisen“. In ihnen keimt Entdeckerlust und Reisefieber. Was eignet sich besser als Wohnmobil und Camping, um die Welt zu erkunden? Die Vorteile des Camping-Lebens.

„Stellplatz statt Stillstand“ heißt die Devise. Ein Camping-Urlaub ist da genau das Richtige für Unruheständler! Ungebunden, losfahren, wann es uns beliebt, ohne Hast und Hektik – und natürlich wohin der Wind uns weht.

Vorteile von Camping für Senioren

Camping zählt seit Jahren zu den beliebtesten Urlaubsformen und steht bei Senioren hoch im Kurs. Bei keiner anderen Urlaubsform können sich Reisende ihre Zeit so flexibel einteilen und an einem schönen Ort nach Belieben verweilen wie beim Camping. Es ist der Inbegriff des Entschleunigens: Wir sind frei, das zu unternehmen, was uns gefällt und wozu wir noch in der Lage sind.  Wir halten uns dort auf, wo es uns am besten gefällt und bleiben so lange es uns gefällt. Wir kaufen vor Ort ein und lassen uns vom Lokalkolorit inspirieren – das können Austern in der Bretagne sein oder Cassoulet in Toulouse.

Fast überall gibt es Camping-Plätze, besonders in beliebten Urlaubsgegenden, wie am Meer, in den Bergen oder in der Nähe weltbekannter Städte mit historischen Sehenswürdigkeiten. Für jeden Urlaubstyp ist garantiert ein passendes Fleckchen Erde zum Entdecken dabei – wenn nicht jetzt, wann dann?

Camping-Liebe beginnt ab 50plus

Senioren sind in der heutigen Zeit um einiges aktiver und fitter als vor Jahrzehnten – der Medizin sei Dank. Sie leben nicht nur länger, sie wollen auch mehr erleben: Laut einer offiziellen Studie der FUR (Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen) investieren Senioren deutlich mehr Geld für den Urlaub als früher. Die Marketingchefin des weltbekannten Wohnmobil-Herstellers Carthago empfindet den demographischen Wandel als äußerst positiv, denn die meisten Kunden sind im Rentenalter. Dies belegt eine weitere Studie: Laut dieser beträgt das durchschnittliche Alter eines Wohnmobilkäufers 50,9 Jahre.

Zeigt her eure Camper

Die im Handel angebotenen Wohnmobile sind vielseitig: spartanisch oder opulent ausgestattet, mit Luxus-Beleuchtung, Sternendecke für mehr Ambiente oder lieber extra Stauraum, um den Camper noch stärker in ein Zuhause auf vier Rädern zu verwandeln. Es gibt viele Modelle, die trotz der komprimierten Wohnfläche einen großen Komfort bieten und erstaunlich geräumig sind. Zusätzlich kann das Wohnmobil auch nach individuellen Wünschen ausgestattet oder erweitert werden: Besonders empfehlenswert sind Anschaffungen in Form von Sonnen-, Regen-, Sicht- oder Insektenschutz und Markisen sowie komfortablen Luftbetten mit weichen Toppern. Es empfiehlt sich, das Internet zu befragen über die verschiedenen Produkte und ihren Nutzen. Außerdem ist es hilfreich, einen umfangreichen Reiseführer und ein Navi einzupacken, um in der Wildnis oder auf unübersichtlichen Straßen nicht verloren zu gehen. Solche können entspannt im Online-Shop bestellt werden, beispielsweise bei Movera Campingzubehör. Die Extras machen Campen einfach angenehmer, das kann wohl jeder bezeugen, der schon mal wegen Mücken ins Wohnmobil flüchten musste.

Rentner on Tour – Camping-Vorteile auf einen Blick

  • Stressfreie Reise ohne Zeitdruck
  • Hohe Flexibilität und Freiheit in der Gestaltung der Reise
  • Rundreisen entspannt genießen
  • Individuelle Prioritätensetzung: Sehenswürdigkeiten, Aktion oder Natur erleben
  • Persönliche Bedürfnisse finden genügend Raum
  • Große Auswahl an Campingplätzen
  • Keine Konventionen und wenig Vorschriften
  • Geliebte Vierbeiner dürfen mit in den Campingurlaub
  • Neue Menschen kennen lernen
  • Genug Privatsphäre trotz fremder Umgebung
  • Ein (Zu)Haus(e) auf vier Rädern

Campingplatz ist nicht gleich Campingplatz

Leider gibt es weder eine Auszeichnung noch einen Standard für Campingplätze, die speziell für ältere Urlauber geeignet sind. Um auf Nummer sicher zu gehen, nicht von kreischenden Teppichratten in ihrem Spieltrieb überrannt zu werden, unangenehm im Bikini am FKK-Strand aufzufallen oder ungewollt neben lärmenden Zechern zu stehen, sollten sich ältere Camper bei den jeweiligen Betreibern informieren – sie haben schließlich andere Bedürfnisse. Für körperlich eingeschränkte Personen sollte die Anlage auf jeden Fall barrierefrei sein.

Die Gelben Engel vom ADAC sind nicht nur ausgezeichnete Retter bei Unfällen, sondern schützen auch vor der einen oder anderen Urlaubs-Panne. Auf ihrer Webseite können Tipps und Reiseempfehlungen eingeholt werden, da einige Auszeichnungen auf die Gegebenheiten der Campingplätze verweisen. Besonders empfehlenswert sind Campingplätze mit der Bezeichnung „50Plus“.

Auf seriösen Vergleichsportalen, wie Pincamp oder Camping.info, finden Senioren ohne größeren Zeitaufwand einen geeigneten Campingplatz. Dank einer Vielzahl von Suchkriterien kann die Auswahl optimal an die Bedürfnisse und Vorlieben der Urlauber angepasst werden. Die baldigen Camper können aus diesen verschiedenen Kriterien wählen:

  • Campingplätze am Meer
  • FKK-Campingplätze
  • Camping am See
  • Hundefreundliche Campingplätze
  • Campingplätze in den Bergen
  • Wellness-Camping
  • 5-Sterne-Campingplätze (sog. Glamping)

In der Ruhe liegt die Kraft

Städtetrips und Pauschalreisen sind oft stressig und laufen nach Schema F ab. Die meisten älteren Urlauber haben darauf keine Lust mehr und teilen sich ihre Zeit lieber frei ein. Camping kommt uns da entgegen. Viele Campingplätze liegen mitten in der Natur und bieten somit ideale Voraussetzungen für einen erholsamen und ruhigen Urlaub. Jeder kann selbst entscheiden, ob er lieber in der Stadt, am Strand oder in den Bergen campieren möchte. Für den richtigen Komfort sorgen das rollende Eigenheim und die großzügig ausgestatteten Anlagen der Stellplätze. Worauf noch warten? Volltanken und die Welt entdecken! Bon voyage!

 

Posted by Helmut Achatz

Vorruheständler, Journalist, Börsianer, Vorstand VHS Olching, Wirtschaftsingenieur,

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