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Wir Senioren sind längst in der Smartphone-Welt angekommen. Wir telefonieren mit Kindern und Enkeln, verschicken Bilder und nutzen Whatsapp. Es lohnt sich, über das passende Handy und den passenden Tarif nachzudenken. Worauf bei Handytarife für Senioren vor allem achten?

Braucht ein Senior wirklich ein speziell für ihn abgestimmtes Senioren-Handy? Eher nein, wir kommen ganz gut mit dem bestehenden Angebot aus – da ist für jeden etwas dabei. Beim Handytarif ist es leider ziemlich kompliziert, sich durch den Tarif-Dschungel zu kämpfen. Manche haben ja smarte Enkel, die Opa oder Oma helfen können. Wer nicht in dieser glücklichen Lage ist, greift am besten auf einen Ratgeber für den richtigen Vergleich der Handytarife zurück. Damit und mit einigen Tipps dürfte die Wahl des passenden Handytarifs kein Problem sein.

Monatliches Guthaben mit Prepaid-Tarif

Die Fragen fangen schon beim Begriff „Prepaid“ an. „Prepaid“ heißt auf Deutsch “vorausbezahlt”, das sagt eigentlich schon alles. Bei „Prepaid“ bezahlen wir eine feste Summe und bekommen dafür eine definierte Leistung. Was heißt das konkret? Das Handy wird mit beispielsweise 20 Euro aufgeladen, die anschließend verbraucht werden. Die erhaltene Leistung kann bezüglich der Anzahl an SMS, die verschickt oder Minuten, die vertelefoniert werden können, variieren. Ferner gibt es Tarife mit Internet-Nutzung, was heute auch für Senioren meist eine Selbstverständlichkeit ist.

Bei „Prepaid“ fällt keine Grundgebühr an, und es gibt auch kein fixes Minimum der Telefonzeit oder SMS-Nutzung. Wer sich nicht binden will oder überbordende Telefonkosten fürchtet, für den empfiehlt sich ein Prepaid-Tarif. Mit Prepaid ist jeder ungebunden. Also müssen wir uns auch nicht fragen, wie wir das Handy nutzen – ob nur zum Telefonieren und wenn ja, wie viel, ob nur im Inland oder vielleicht auch mit Verwandten und Freunden im Ausland. All das will bedacht werden. Ein Wechsel ist kein Problem.

Welche Handytarife für Senioren

Was, wenn das Guthaben auf der SIM-Karte aufgebraucht ist? Wer es bequem haben will, entscheidet sich am besten für die automatische Aufladung. Ist das Guthaben aufgebraucht, wird ein vorher definierter Betrag aufgespielt und natürlich vom Konto abgebucht. Der Vorteil, wir müssen uns nicht selbst ums Aufladen kümmern. Der Nachteil, wir verlieren den Überblick, wie viel wir tatsächlich für die Handy-Nutzung ausgeben. Das ist besonders gefährlich, wer nicht nur im Inland, sondern auch mit Verwandten im Ausland telefoniert. Wer sich selbst ums Aufladen kümmert, überblickt besser, was das Handy wirklich kostet. Also entstehen auch keine Mehrkosten. Ist das Guthaben aufgebraucht, wird nicht automatisch aufgeladen. Aber keine Angst – die Notrufnummern funktionieren auch, wenn kein Guthaben mehr auf dem Telefon ist.

Flatrate oder Vertrag?

Flatrate oder Vertrag? Was ist eine Flatrate? Wer sich für eine Flatrate entscheidet, zahlt einen bestimmten Grundbetrag und kann anschließend so lange telefonieren und so viele SMS verschicken, wie er will. Eine Flatrate lohnt sich nur für Vieltelefonierer. Wer nur ab und an telefoniert und nur wenige SMS verschickt, für den ist Prepaid meist günstiger.

„Drum prüfe, wer sich …“, nein, nicht ewig, aber doch für mindestens für 24 Monate bindet, wie bei den meisten Mobilfunkanbieter üblich. Und, wer nicht rechtzeitig kündigt, dessen Vertrag verlängert sich automatisch. Also Vorsicht! Ganz abgesehen davon, dass die Kündigungsfrist, eingehalten werden muss – und das sind meist drei Monate. Schnell wechseln, ist somit schwieriger als gedacht. Es lohnt sich, auf Vertragslaufzeit und Konditionen zu achten, gerade, was den Preis pro Minute betrifft.

Mit der Familie in Kontakt bleiben

Wir leben ja nicht auf einer Insel, sondern sind meist bestens vernetzt – vor allem mit der Familie. Es lohnt sich, Kinder und Enkel zu fragen, bei welchem Mobilfunkanbieter sie sind. Warum sich nicht helfen lassen? Vielleicht bietet der Mobilfunkanbieter der Kinder und Enkel einen Familien- oder Kombitarif an. Das spart Kosten. Ganz abgesehen davon können Kinder oder Enkelkinder helfen, wenn es Probleme mit dem Mobilfunkanbieter gibt.

Posted by Helmut Achatz

Vorruheständler, Journalist, Börsianer, Vorstand VHS Olching, Wirtschaftsingenieur,

2 Comments

  1. Für wen ist der Artikel geschrieben? Abgebildet ist ein Smartphone, im Text wird als Funktion nur Telefon und sms besprochen. Dafür reicht eine sim Karte natürlich. Und auch ein einfaches Handy.
    Fürs abgebildete Smartphone muss man aber auch noch das Thema WLAN behandeln. Dann wird’s schon komplizierter und teurer für Oma und Opa….

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    1. Zugegeben, im Artikel wird das Thema nur angerissen. Aber mittlerweile gehört Internet längst dazu. Nur Telefon und SMS ist ein Auslaufmodell

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