Wir Vorruheständler – und Bereits-Rentner – sind mit dem Internet aufgewachsen. Warum es nicht auch stärker nutzen, um uns das Leben in den eigenen vier Wänden zu erleichtern? Mit Smart Home lässt sich vieles im Haus problemlos steuern. So funktioniert’s.

Smart Home? Nicht für uns! Doch gerade für uns! Die Technik, die dahinter steckt, erleichtert uns das Leben. Vieles im Haus lässt sich problemlos steuern, überwachen und vereinfachen. Der positive Effekt: Wir können mit Smart Home sogar länger in den eigenen vier Wänden wohnen bleiben.

Was ist Smart Home und wie funktioniert es? Die meisten von uns sind mit den Internet aufgewachsen, kennen sich einigermaßen aus und erledigen das meisten online. Kurzum, wir sind eine internetaffine Generation. Wir sind offen für Neues – und Smart Home gehört dazu. Die Idee von Smart Home: Prozesse und Abläufe im Alltag unkompliziert zu automatisieren, um uns das Leben zu erleichtern. Wie werden die Systeme gesteuert? Entweder mit Smartphone, per Fernbedienung oder sogar ganz ohne. Ein Smart-Home-System bietet uns mehr Komfort und mehr Sicherheit.

Digitale Helfer für den Alltag

Vielleicht klingt das alles etwas abstrakt, was heißt Smart Home konkret? Smart Home kann die Steuerung des Saugroboter sein, des Kühlschranks, der Wasch- und Kaffeemaschine. Wer aktuell noch auf der Suche nach einem passenden Saugroboter für das smarte Zuhause ist, der schaut am besten beim praktischen Saugroboter Testvergleich rein. Auf dem Vergleichsportal gibt es Entscheidungshilfe mit vielen hilfreichen Tipps und Informationen rund um die digitalen Reinemacher, die Hausarbeit deutlich erleichtern. Um möglichst lange und ohne fremde Hilfe im eigenen Wohnhaus zu bleiben, sind die funktionalen Smart-Home-Vernetzungen für den Alltag eine perfekte Lösung.

Smart Home ist aber noch mehr als nur Saugroboter und intelligenter Kühlschrank. Dazu gehört auch das komplette Unterhaltungsangebot. Ob Smart TV oder Blu-Ray-Player – sie sind unkompliziert steuerbar. Das Leben mit Smart Home wird ein ganzes Stück komfortabler. Smart Home verspricht mehr Genuss sowie ein eigenbestimmtes Leben – und mehr Sicherheit. Per smarter Steckdose lassen sich Geräte auch von unterwegs ausschalten; intelligente Tür- und Fenstersicherungen erschweren Einbrechern das Leben.

Energiesparen leicht gemacht

Das Smart Home erkennt Stromfresser und Energieräuber. Nach einer Analyse sind Beleuchtung und Heizung daher individuell regelbar. Das ist nicht nur in puncto Energiesparen von Vorteil, sondern auch, wenn die Temperatur über Nacht stark abfällt. So lässt sich die Heizung wettergerecht programmieren. Mit smarter Technik lässt sich die Beleuchtung stromsparend und clever auf die eigenen Bedürfnisse abstimmen. Automatische Bewegungssensoren erkennen, wenn jemand den Raum betritt – und das Licht geht an. Beim Verlassen kümmert sich die Technik darum, es zu löschen.

Smart Home für mehr Sicherheit

Dem Smart Home Monitor aus dem Jahr 2017 zufolge sind die drei wichtigsten Gründe für den Kauf von smarter Technik: Komfort, Sicherheit und Spaß. Vielleicht sollten wir uns das Kürzel ALL merken – ALL heißt Ambient Assisted Living und meint so viel wie altersgerechte Assistenzsysteme für ein selbstbestimmtes Leben. Wir Älteren wollen möglichst lang in den eigenen Wänden wohnen. Die vertraute Umgebung zu verlassen, ist oft der letzte Schritt. Mit Smart Home verlängern wir die Spanne des selbstbestimmten Lebens in den eigenen vier Wänden. Die Kinder werden per beispielsweise Smartphone informiert, wenn es zu Unregelmäßigkeiten kommt und sich die Eltern länger nicht melden.

Schon mal von Notrufknopf oder -armband gehört? Das Notrufarmband wird direkt um das Handgelenk getragen. Dank dessen lässt sich in Notsituationen ein Notruf an eine im System gespeicherte Nummer absetzen. Es ist gerade für Verwandte von Alleinlebenden ein beruhigendes Gefühl zu wissen, dass sie im Notfall jederzeit informiert werden, wenn es Oma oder Opa, Tante oder Onkel schlecht geht. Das Smart Home ist so intelligent zu erkennen, wenn sein Bewohner stürzt: Durch Sensoren, die bei Druck im Teppich betätigt werden, setzt das System automatisch einen Notruf ab. Auch die Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend – „Zuhause im Alter“ – ist der Meinung, dass dank Technik viele länger in den vertrauten vier Wänden bleiben können und nicht ins Heim umziehen müssen.

Weitere Informationen zum Thema „Länger zuhause leben“ gibt es auf dem Internetportal Wegweiser für das Wohnen im Alter vom BMFSFJ und der Initiative „Zuhause im Alter“.

pixabay.com © Pixaline (CC0 Creative Commons)

Posted by Helmut Achatz

Vorruheständler, Journalist, Börsianer, Vorstand VHS Olching, Wirtschaftsingenieur,

2 Comments

  1. SmartHome muss nicht! SmartLeben fordert und hält deshalb länger jung!
    Je mehr ich mich von digitaler Technik, KI und damit auch vom Internet abhängig mache, desto mehr werde ich von Algorithmen „gesteuert“.
    Als Informatiker weiß ich: JEDES Kabel-, WLAN-, Mobilfunk- oder NFC- gesteuerte Gerät ist von überall her angreifbar! Wenn nicht schon heute, dann ganz bestimmt morgen. Und die Angreifer sind immer schneller, als die Beschützer meiner Systeme – falls sich die Hersteller überhaupt in der Lage sind UND sich die Mühe machen, den Sicherheitsstatus ihrer bereits verkauften Geräte auf dem aktuellen Stand zu halten.

    Nichts gegen Technik – Aber nicht mehr, als ich brauche und selbst überschauen und beherrschen kann.

    Und: Ob unsere ältere Generation wirklich so „Technik- und Internet-affin“ ist, wie dieser Artikel suggeriert? Da habe ich in meinem Umfeld auch ganz andere Erfahrungen gemacht.

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  2. Smart Home muss nicht. Noch fauler werden, noch fremdbestimmter (und nicht etwa selbstbestimmter!). Macht nur sehr eingeschränkt Sinn. Warum muss der Kühlschrank bestimmen, wann ich frischen Salat kaufen soll? Smart Home treibt uns durch die Welt – wir sollten aber entschleunigen! Schönes WE!

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