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Jeder zweite über 65 ist ein Silversurfer, das heißt, die Zahl der Online-Senioren steigt. Die Alten haben das Internet schon längst für sich entdeckt und sie wissen es auch effektiv zu nutzen, sprich die Generation 65plus ist längst internetaffin.

Mindestens 50 Prozent der 65plus-Generation nutzt dem Statistischen Bundesamt (Destatis) zufolge das Internet – das sind deutlich mehr als vor 2012 (32 Prozent). Seit 2007 (19 Prozent) hat sich die Zahl der Silversurfer sogar mehr als verdoppelt. Viele haben ja schon in ihrem Berufsleben vieles per Internet erledigt, entsprechend niedrig sind auch die Berührungsängste. Das heißt, der prozentuale Anteil  der Silversurfer wird mit Sicherheit weiter steigen. 

Generation 65plus ist internetaffin

Wie nutzt die 65plus-Generation das Internet? 91 Prozent der Internetnutzerinnen und -nutzer im Rentenalter senden und empfangen E-Mails – ähnlich häufig wie jüngere Internetsurfer. Bei Facebook & Co. halten sich die Silversurfer zurück: Nur 21 Prozent waren in sozialen Netzwerken aktiv. Silversurfer kaufen im Internet gern ein (86 Prozent) und informieren sich über Reisen oder buchen ihre Reise sogar per Internet (64 Prozent).

Senioren bleiben aktiv im Alter

Die Generation 65plus spielt dem Präsident des Statistischen Bundesamtes Georg Thiel zufolge eine immer bedeutendere Rolle, weswegen sie Statistiker das Schwerpunktthema „Aktiv im Alter“ kompakt zusammengefasst haben. Die Gesellschaft muss ihr Bild vom Alter wohl revidieren – bezogen auf die „demografischen Grunddaten als auch die Daten zu ihrer Teilhabe am gesellschaftlichen Leben“, so Thiel. Es gelte, das Alter als Chance zu sehen und die Fähigkeiten dieser Generation weiter zu nutzen und zu fördern.

Zwischen 1990 und 2017 hat sich die Zahl der Menschen ab 65 laut Destatis Jahren bundesweit um rund 5,8 Millionen auf 17,7 Millionen erhöht. Aktuell sei damit jede fünfte Person hierzulande im Seniorenalter (21 Prozent). Der Blick in die Zukunft zeige, dass die Bevölkerung künftig noch wesentlich stärker als heute von älteren Menschen geprägt sein werde. Die Statistiker haben in ihrer aktualisierten Fassung der 13. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung den Trend verlängert und errechnet, dass der Anteil der Generation 65plus im Jahr 2030 bei 26 Prozent und im Jahr 2060 bei 31 Prozent liegen wird. Wie gesagt, das sind Prognosen.

Länger Arbeiten im Trend

Ein Trend ist ebenfalls deutlich zu beobachten: Ältere Menschen sind laut Destatis immer häufiger erwerbstätig – entweder, weil sie müssen oder wollen. 2017 hat jeder sechste (16,1 Prozent) 65- bis 69-Jährige gearbeitet, 2007 war es lediglich jeder 14te (7,1 Prozent).

Ein Blick in die 67. Ausgabe des Statistischen Jahrbuchs lohnt sich also.  Alle Zahlen sind online verfügbar. Neben der kostenfreien Online-Version steht eine Print-Publikation zur Verfügung, die im Buchhandel erworben oder direkt über unser Bestellformular bestellt werden kann (Bestellnummer: 1010110-18700-1, ISBN: 978-3-8246-1074-7, 71 Euro). Mehr Daten gibt es auch auf der Webseite www.destatis.de. Wer sich vor allem für Infos rund um die Generation 65 plus interessiert, wird auf der Themenseite zum demografischen Wandel fündig.

Posted by Helmut Achatz

Vorruheständler, Journalist, Börsianer, Vorstand VHS Olching, Wirtschaftsingenieur,

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