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Wer sich auf die gesetzliche Rente verlässt, ist verlassen. Statt reich in Rente werden viele arm im Alter sein. Das ist immer noch nicht ins Bewusstsein vieler Betroffenen gesickert und wird beflissentlich ignoriert. Das besagen mittlerweile mehrere Studien, wie schon mehrfach hier im Blog erwähnt. Und – das ist neu – Rentner in Deutschland haben offensichtlich ein deutlich höheres Armutsrisiko als Ruheständler in anderen EU-Ländern wie Frankreich, den Niederlanden oder Dänemark. Fast jeder zehnte Rentnerhaushalt liege in Deutschland bei weniger als 50 Prozent des Durchschnittseinkommens, schreibt die „Welt“. Damit liege das Armutsrisiko der Älteren hier aber immer noch unter dem OECD-Durchschnitt. Aber, wie heißt es so schön, „traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast“. Denn danach ist die Wahrscheinlichkeit für Schweizer größer im Alter zu verarmen als für Deutsche. Mit Recht fragt Twitterer „Betablogger“, „welche Zahlen wurden (für) die Schweiz verwendet?“. Ob die „sowohl AHV als auch Pensionskassengelder und die dritte Säule eingerechnet“ wurde? AHV steht für Alters- und Hinterlassenenversicherung. Auch Twitterer Markus Schär zweifelt an der Datenbasis. „In DE werden Geringverdiener künftig so wenig Rente beziehen wie in kaum 1 anderen OECD Land“, twittert @OECDStatistik – das allerdings scheint der Realität doch näher zu kommen.

Urheber dieser Studie ist die OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Sie hat die Rentensysteme der Mitgliedstaaten verglichen. Danach liegt das Armutsrisiko der Rentnerhaushalte in Deutschland liegt bei 9,4 Prozent, in den Niederlande sind es zwei, in Dänemark 4,6 Prozent – der Durchschnitt liegt bei 12,6 Prozent.

Weil das so ist, müssen die Alten in Deutschland jobben, um ihre Rente aufzubessern.

Klar dürfte sein, dass das Risiko der Altersarmut hoch ist – und eher noch steigt, selbst für die Mittelschicht. „Wer heute 2000 Euro brutto verdient, wird, wenn er 2030 in Ruhestand geht, eine Rente unterhalb der Grundsicherungsgrenze erhalten“, schreibt die „Landeszeitung“. „Das heutige Rentensystem ist eine Armutsgarantie“, urteilt die Zeitung.

Das Thema wird uns also noch für die kommenden Jahre verfolgen, im wahrsten Sinn des Worts.

Wie sieht das Rentnereinkommen im Vergleich zum Durchschnittseinkommen aussieht

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Weiterführende Links:

Posted by Helmut Achatz

Vorruheständler, Journalist, Börsianer, Vorstand VHS Olching, Wirtschaftsingenieur,

4 Comments

  1. […] pflegebedürftige Verwandte hat. Noch immer ist es so, dass Alleinerziehende ein deutlich höheres Armutsrisiko haben als Paare. Das ist durchaus nachvollziehbar, denn wegen der Kindererziehung können sie […]

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  2. Hi,

    Ja, das wird viele von uns bitter treffen. Um unter uns Frauen mal das individuelle Rentenrisiko auszurechnen, haben wir uns mal selbst einen Rentenrechner gebaut und waren bei den Ergebnissen ein bisschen erschüttert.

    Nur sind wir auch ein bisschen ratlos, was die Lösungen angeht.
    Tschüss Monika

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    1. Hallo Monika,
      nach der gestrigen Entscheidung von EZB-Chef Mario Draghi wird es auch in Zukunft nichts mit risikolosem Zins. Sparbuch und Tagesgeld sind insofern tabu. Aktien sind fast schon alternativlos. Ich hab dazu was geschrieben, wie sich die Versorgungslücke schließen ließe. http://vorunruhestand.de/2015/10/versorgungsluecke-schliessen. Es lohnt sich auf Megatrends zu setzen: wir werden immer mehr, wir werden immer älter, wir werden immer städtischer und immer reicher …

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  3. […] Startseite » Blogosphäre » Arm im Alter statt reich in Rente […]

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