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Ab Juli steigen die Renten um 4,24 %. Doch der Preisschock durch den Iran-Krieg treibt die Inflation auf 2,9 %. Wir klären, wie viel Kaufkraft wirklich bleibt.
Rentenplus vs. Teuerung: Ein knappes Rennen
Eigentlich war die Nachricht für die 21 Millionen Rentner in Deutschland ein Grund zum Feiern: Zum 1. Juli 2026 steigen die Renten bundeseinheitlich um 4,24 Prozent. Das ist deutlich mehr, als Experten noch im letzten Herbst prognostiziert hatten. Doch während die Rentenwerte klettern, ziehen dunkle Wolken am Konjunkturhimmel auf.
Inflation bei 2,9 Prozent
Der Inflations-Dämpfer: Frische Zahlen des Statistischen Bundesamtes trüben die Freude. Infolge der geopolitischen Spannungen und des Iran-Kriegs ist die Inflationsrate im April auf 2,9 Prozent gesprungen. Energie- und Lebensmittelpreise ziehen wieder spürbar an. Die Verbraucherpreise stiegen gegenüber März 2026 um 0,6 %. Besonders stark bestiegen sind die Preise für Energie gegenüber dem Vorjahresmonat – und zwar um 10,1 %, dies ist der stärkste Preisanstieg bei Energie seit Februar 2023 (+19,1 % gegenüber Februar 2022), so das Statistische Bundesamt. Es ist also davon auszugehen, dass die Inflation auch in den Folgemonaten weiter steigt.
Was bleibt unterm Strich?
Zwar liegt das Rentenplus mit 4,24 % nominell immer noch über der Teuerungsrate, doch der reale Kaufkraftgewinn schmilzt zusammen. Rechnet man die steigenden Zusatzbeiträge der Krankenkassen und die kalte Progression bei der Steuer ein, bleibt für viele Ruheständler nur ein schmales Polster übrig.
Ein Nullsummenspiel
Die Erhöhung fängt die aktuellen Preissprünge zwar auf, aber der erhoffte „große Sprung“ beim Lebensstandard fällt durch die neue Krisenlage bescheidener aus als gedacht. Bleiben Sie wachsam bei Ihren Ausgaben – die Inflation ist zurück im Spiel.
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