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Der Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie hat die Kreativität von Ärzten und IT-Entwicklern frei gesetzt. Viele Tech-Konzerne und Programmierer engagieren sich im Kampf gegen das Coronavirus.

„Sich tracken zu lassen ist ein Akt von Bürgersinn“, wird Christophe Mollet, Gründer der französischen Webagentur ITSS, vom französischen Magazin L’Obs zitiert. Der Franzose hat eine App entwickelt, die es möglich machen soll, Covid-19-Infizierte zu tracken, sprich auf einer Karte anzuzeigen und zu kontrollieren, ob sie sich an die Quarantäne-Regeln halten. Mollet ist nicht der einzige, der intensiv darüber nachdenkt, wie sich die Pandemie eindämmen lässt.

In vielen Ländern der Welt herrscht Ausnahmezustand, da die Bevölkerung dazu angehalten ist. Deswegen tüfteln viele an Lösungen, darunter auch die Forschungseinrichtung DeepMind. Das in London ansässige Unternehmen gehört zu Google und beschäftigt sich besonders mit der künstlichen Intelligenz und deren Einsatzmöglichkeiten. Aktuell modellieren sie unter Einsatz von Algorithmen und KI verschiedene Szenarien und hoffen so, mehr über die Ausbreitung von Corona zu erfahren.

Palantir im Kampf gegen Corona

Das von dem Deutschen Peter Thiel mitbegründete Unternehmen Palantir hat sich auf die Analyse großer Datenmengen spezialisiert. Als Anbieter von Software und Dienstleistungen will das kalifornische Unternehmen helfen. So entwickelten die Programmierer eine App, die Bewegungsmuster erfasst und den Benutzer warnt, wenn er länger mit einer an Corona erkrankten Person Kontakt hatte. Zwar ist die App aufgrund von Datenschutzbestimmungen schwer, in den Kampf gegen Corona zu integrieren, trotzdem sollen viele Regierungen aktuell mit Palantir in Kontakt stehen und den Einsatz der App erwägen. Zudem hat Palantir angeboten, Ingenieure und Know-how zur Eindämmung der Pandemie zu stellen.

KRY forciert Videokonsultation mit Ärzten

Arzt-Patienten-Kommunikation per Video? Warum nicht! Das schwedische Gesundheitsunternehmen KRY hat seinen Fokus darauf gerichtet. Schon früh nach dem Ausbruch von Corona hat sich KRY entschieden, die angebotene Videokonsultation von Ärzten für Patienten mit Coronavirus-Symptomen kostenfrei anzubieten. Zudem werden in der App weiterführende Informationen bereitgestellt, wie man im Falle einer Covid-19-Infektion vorgeht. Das Angebot von KRY hilft, das deutsche Gesundheitssystem nachhaltig zu entlasten.

Alibaba entwickelt Open-Source-Datenbank

Der IT-Konzern Alibaba hat vor einigen Wochen bekannt gegeben, in Partnerschaft mit dem Global Health Drug Discovery Institute in Peking eine Open-Source-Datenbank zu entwickeln. Hier sollen mit Hilfe künstlicher Intelligenz alle relevanten Informationen rund um Corona und die Verbreitung des Virus zusammengeführt werden. Diese Plattform soll dabei helfen, die Ausbreitung zu verstehen und einen Überblick über die aktuelle Lage zu gewinnen.

Kampf gegen „Fake News“

Die Social-Media-Plattformen Facebook und Instagram haben bekannt gegeben, mehr Fokus auf die Inhalte der Nutzer zu legen, die sich mit Informationen über die Corona-Pandemie beschäftigen. Die Inhalte werden aktuell sehr intensiv gescannt, um die Verbreitung von falschen Informationen zu unterbinden. Diese könnten zu Panik oder zu großer Sorglosigkeit führen und haben das Potenzial, die angespannte Lage zu verschlechtern.

Natürlich sind sich die meisten Unternehmen ihrer Verantwortung bewusst und versuchen, im Kampf gegen Corona zu helfen. Es ist trotz allem wichtig, dass jeder verantwortungsvoll handelt und sich der Gefahr von Covid-19 bewusst ist.

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Posted by Helmut Achatz

Vorruheständler, Journalist, Börsianer, Vorstand VHS Olching, Wirtschaftsingenieur,

One Comment

  1. […] Moment von Normalität zu sprechen, wäre übertrieben. Die Welt nach Corona wird nicht mehr so sein wie vor Corona. Viele überdenken ihr Geschäftsmodell. Arbeit und […]

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