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Mit zunehmendem Alter verändert sich der Körper äußerlich und innerlich. Das betrifft auch den Darm; es kann jetzt häufiger zu Verdauungsbeschwerden kommen als noch vor vor zehn oder 20 Jahren. Wenn jemand unter Verstopfung leidet, so kann das unter anderem daran liegen, dass die Dickdarmmuskulatur nicht mehr so agil ist –  mit Folgen für den ganzen Organismus. Tipps für die Darmgesundheit.

Auch die Darmflora altert, deshalb ist es nun besonders wichtig, die Gesundheit des Darms aktiv zu unterstützen. Wer unter lang anhaltenden Verdauungsbeschwerden oder Bauchschmerzen leidet, sollte sicherheitshalber zu einem Arzt gehen, um Ursachen abklären zu lassen und gegebenenfalls eine geeignete Behandlung einzuleiten. Wir können und sollten den Darm aber auch prophylaktisch pflegen, denn von einem gesunden Verdauungstrakt profitieren der gesamte Organismus und sogar die Psyche.

Tipps für den gesunden Darm

Um etwas für die Gesundheit des Verdauungstrakts zu tun, kann es zum Beispiel sinnvoll sein, zunächst mehr darüber zu erfahren, wie sich die Einnahme bestimmter Medikamente auf die Darmflora auswirkt. So klagen zum Beispiel viele Menschen nach der Einnahme von Antibiotika über anhaltende Verdauungsbeschwerden. Es ist inzwischen sogar möglich, sein Darmmikrobiom untersuchen zu lassen, um herauszufinden, wie es sich gezielt stärken lässt.

Trinken für die Darmgesundheit

Eine ganz einfache, sofort umsetzbare Maßnahme ist es, viel zu trinken. Am besten sind Wasser und ungesüßte Kräutertees. So bleibt der Stuhl weich und es kommt nicht so schnell zu Verstopfungen. Wem es schwerfällt, regelmäßig ans Trinken zu denken, kann morgens zwei Liter Mineralwasser an eine gut sichtbare Stelle stellen. Jedes Mal, wenn der Blick darauf fällt, nehmen wir einen Schluck und am Ende des Tages sind die Flaschen sicher leer.

Auch mit geeigneten Nahrungsmitteln können wir unserem Darm etwas Gutes tun. Neben frischem Obst und Gemüse sind Lebensmittel mit Milchsäurebakterien wie Joghurt, Kefir und Dickmilch zu empfehlen. Ballaststoffreiche Vollkornprodukte sollten ebenfalls öfter auf dem Speiseplan stehen. Als hilfreich haben sich auch Flohsamenschalen erwiesen. Besonders Menschen, die Betablocker einnehmen, profitieren von einer ballaststoffreichen Ernährung. Denn sie wirkt Verstopfungen entgegen, die durch dieses Medikament entstehen können.

Täglich 30 Minuten Bewegung

Jeden Tag ein halbstündiger Spaziergang oder eine Runde auf dem Fahrrad sind gleich doppelt gut für den Bauch. Bewegung bringt die Verdauung in Schwung und vertreibt Stress und Kummer, die sich beide negativ auf den Darm auswirken können. Eine Bauchmassage ist sehr angenehm und kann gegen Blähungen helfen. Sie lässt sich ganz leicht selbst durchführen, indem wir die Hände kreisend und mit sanftem Druck vom Hüftknochen bis zum Rippenbogen bewegen.

Schon mal von Präbiotika gehört? Sie helfen, die Darmflora aufzubauen. Es lohnt sich, sich genau zu informieren und dann wie bei jedem Nahrungsergänzungsmittel abzuwägen, ob die Einnahme sinnvoll ist. Im Zweifelsfall kann ein Arzt Rat geben.

Posted by Helmut Achatz

Vorruheständler, Journalist, Börsianer, Vorstand VHS Olching, Wirtschaftsingenieur,

One Comment

  1. Dirk Feldhinkel 20. Mai 2019 at 11:20

    Hallo Helmut!

    Ein lebenswichtiges Thema: Ernährung ist Medizin! Wir wurden leider über Generationen durch die Ernährungsindustrie verführt aber auch massiv getäuscht.
    Anstatt guter Fette essen wir zu viel Zucker. Der Zeitmangel bringt uns dazu Fertigessen zu kochen. Dreht einfach mal die Packung um und lest das Kleingedruckte. Emulgatoren wirken zum Beispiel chemisch wie Seife und greifen die Darmwand massiv an. Die langfristigen Folgen kann man sich ausmalen. Sich damit zu beschäftigen und selber zu kochen ist eine echte Lösung.

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