Last Updated on 16. September 2020 by Helmut Achatz

An öffentlichen Orten und dort, wo es zu größeren Menschenansammlungen kommt, haben Bakterien und Viren leichtes Spiel. Sie werden von einem Menschen zum anderen weitergegeben, verbleiben in der Luft oder lagern sich auf Oberflächen ab. Auch in unserem Zuhause befinden sich Keime – einige davon sind harmlos, andere machen uns krank. Insbesondere für ältere Menschen oder Personen mit Vorerkrankungen können Virusinfektionen durchaus gefährlich werden.

Hygiene im Alltag

Vor einer Krankheitsübertragung in den eigenen vier Wänden schützt das richtige Maß an Hygiene im Haushalt. Damit ist keineswegs klinische Reinheit gemeint: Handelsübliche Allzweckreiniger beseitigen bereits rund 90 Prozent aller Keime. Legen Sie beim Saubermachen besonderes Augenmerk auf Geschirr – schließlich kommt es direkt mit Ihrem Essen in Kontakt – und Oberflächen. Insbesondere jene Oberflächen, die man häufig berührt – wie Lichtschalter, Türklinken und Griffe – , sollten zudem regelmäßig desinfiziert werden. Insbesondere wenn mehrere Menschen im Haushalt wohnen, steigt ansonsten das Risiko, dass Viren dort haften bleiben und sich vermehren. Richtiges Verhalten hilft, die Ansteckungsgefahr zu minimieren.

Schutz vor Virusinfektionen

Auch die richtige Reinigung von Textilien ist wichtig für ein hygienisches Zuhause. Waschen Sie insbesondere Handtücher, Bettwäsche und Putzlappen regelmäßig bei 60 Grad. Dies eliminiert Erreger sowohl auf den Textilien als auch in der Waschtrommel, wo sie sich ansonsten mit der Zeit ansammeln. Voll- und Universalwaschmittel beseitigt Bakterien dank des enthaltenen Bleichmittels bereits bei 40 Grad.

Zuletzt ist es wichtig, in Innenräumen für ausreichende Luftzirkulation zu sorgen – insbesondere, wenn sich mehrere Personen dort aufhalten. Das senkt auch das Risiko eines Schimmelbefalls.

Soziale Kontakte einschränken

Auch wenn es vor allem anfangs nicht leichtfällt: Das Reduzieren von sozialen Kontakten ist eine wirkungsvolle Schutzmaßnahme während einer akuten Krankheitswelle. Sowohl Familienangehörige als auch Gleichaltrige können zu Überträgern und so zu indirekten Gefahren werden. Begrenzen Sie daher die Anzahl der Personen, die Sie in Ihre Wohnung lassen, auf ein Minimum. Was tägliche Besorgungen angeht, können Sie Freunde, Familienangehörige oder Nachbarn um Hilfe bitten. Alternativ ist es möglich, auf Liefer- und Bringdienste zurückzugreifen. Viele Supermärkte beispielsweise liefern Lebensmittel und andere Produkte bis vor die Haustür. Wenn Sie Medikamente benötigen, bestellen Sie diese – sofern das möglich ist – per Telefon. Apotheken verschicken mittlerweile häufig auch per Post.

Gegen die Einsamkeit

Wenn es Ihnen schwerfällt, viel Zeit isoliert zu Hause zu verbringen, sind Sie damit nicht allein: Vielen Menschen geht es so. Glücklicherweise gibt es diverse Maßnahmen, die der Einsamkeit entgegenwirken. Halten Sie den Kontakt zu Ihren Liebsten per Messenger-Programmen auf dem Computer oder Telefon. Bilden Sie sich weiter und lernen Sie etwas Neues, beispielsweise über das Portal wissensdurstig.de. Dabei handelt es sich um ein Angebot der BAGSO, der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen, das vielfältige Bildungsangebote für ältere Menschen bereitstellt, insbesondere in den Themengebieten Digitalisierung und Bildung im Alter.

Tun Sie zudem etwas für Ihre Gesundheit, indem Sie körperlichen Aktivitäten nachgehen, die Ihnen guttun. Viel Bewegung an der frischen Luft stärkt die Abwehrkräfte. Auch ein gesunder Darm und ein intaktes Immunsystem schützen Sie vor Infektionen. Und ein gemeinsamer Spaziergang in der Natur, auch mit dem nötigen Sicherheitsabstand, ist eine Wohltat für Körper und Geist gleichermaßen.

Bild von congerdesign auf Pixabay

Posted by Helmut Achatz

Vorruheständler, Journalist, Börsianer, Vorstand VHS Olching, Wirtschaftsingenieur,

Kommentar verfassen