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Wie mehrere Medien berichten, dürfte die Rentenerhöhung 2019 ordentlich ausfallen. Die Rede ist von 3,18 Prozent im Westen und 3,91 Prozent im Osten.

Der Rentenschätzerkreis kommt onvista“ zufolge bei seinen Berechnungen auf eine Rentenerhöhung zum 1. Juli 2019 auf 3,18 Prozent im Westen und auf 3,91 Prozent im Osten. Wie immer sind das nur vorläufige Annahmen, aber meist lag der Rentenschätzerkreis damit schon ziemlich genau. Die Rentenversicherung gibt sich noch abwartend und will die Lohnentwicklung in diesem Jahr abwarten.

Satte Rentenerhöhung 2019

Die vergleichsweise satte Erhöhung hat vor allem mit der guten Lagen am Arbeitsmarkt zu tun. Die Arbeitslosenquote ist so niedrig wie schon lange nicht mehr, entsprechend hoch ist die Zahl der sozialpflichtigen Beschäftigten. Trotz der Beitragssenkung am Jahresanfang um 0,1 Punkte auf 18,6 Prozent seien die Beitragseinnahmen der allgemeinen Rentenversicherung bis September um rund 4,4 Prozent gestiegen. Die Rücklagen der Rentenversicherung dürfte bis Ende 2018 auf 38 Milliarden Euro steigen.

Eine monatliche Rente von 1000 Euro, die auf Westbeiträgen beruht, würde sich, rechnet die „Zeit“ vor, demnach um 31,80 Euro erhöhen, eine gleich hohe Rente mit Ostbeiträgen um 39,10 Euro.

Doppelte Haltelinie bis 2025

Die endgültige Höhe des Rentenplus steht erst im März 2019 fest. Erst dann ist abschätzbar, wie sie der Arbeitsmarkt entwickelt hat. Das ist natürlich für Bundesarbeitsminister Hubertus Heil Wasser auf seine Mühle. Die Koalition will ja auf sein Betreiben mit dem Rentenpaket die doppelte Haltelinie einführen: Beitragssatz bis 2025 maximal 20 Prozent, Rentenniveau bei mindestens 48 Prozent eines Durchschnittslohn. Zur doppelten Haltelinie kommt noch die verbesserte Mütterrente, die für Mütter, deren Kinder vor 1992 geboren wurden einen zusätzlichen halben Entgeltpunkt vorsieht.

Adolf Bauer, Präsident des Sozialverbands SoVD, meint, es „wäre zweifellos ein positives Signal, falls die Rente im kommenden Jahr erneut um mehr als drei Prozent steigt“. Jedoch müsse sich dies erst noch bewahrheiten. Fest stehe jedoch schon heute, dass es nicht ausreiche, das Rentenniveau nur bis zum Jahr 2025 zu stabilisieren. „Insbesondere für die künftigen Rentnerinnen und Rentner wäre ein langfristig gesichertes Rentenniveau bei 53 Prozent ein wichtiges Zeichen“, mahnt Bauer an.

Die Rentenerhöhung werde bei vielen Beziehern von Grundsicherung im Alter aber nicht ankommen, da sie als Zusatzeinkommen mit der Grundsicherung verrechnet wird, kritisiert der Sozialverband VdK. Unterm Strich bleibe somit kein Cent mehr. „Daher brauchen wir endlich einen monatlichen Freibetrag im Bereich der Grundsicherung in Höhe von 208 Euro“, fordert Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland.

Posted by Helmut Achatz

Vorruheständler, Journalist, Börsianer, Vorstand VHS Olching, Wirtschaftsingenieur,

4 Comments

  1. […] zahlen. 2019 werden es weitere 48 000 Rentner sein, die erstmals Steuern zahlen, weil sie durch die geplante Rentenanpassung am 1. Juli (Westdeutschland 3,18 Prozent, Ostdeutschland 3,91 Prozent) über dem Grundfreibetrag von dann 9168 Euro liegen werden, das zumindest schätzt das […]

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  2. satte,,,,habt ihr Brei im Kopf und könnt nicht rechnen

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    1. Dieter Morlock 6. November 2018 at 7:45

      moin moin … ich ja

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  3. juhu das hat sich wieder gelohnt +13,64 €

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