Männer in den Wechseljahren

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Verdirbt weniger Testosteron Männern die Lust auf Sex – oder umgekehrt. Auch weniger Sex könnte den Testosteronspiegel senken. Dann muss sich Adam mit „Adam“ auseinandersetzen, wobei Adam für Androgen Decline in the Aging Male steht.

Ok, ganz von Anfang. Auch wenn es Männer nicht wahr haben wollen – sie kommen in die Wechseljahre. Die heißt nicht Meno-, sondern Andropause. Wann die anfängt? Na so zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr – bei manchen auch später oder früher. Was ändert sich? Wir Männer sind dann nicht mehr so leistungsfähig, auch wenn wir’s gern leugnen. Da schläft so ein Pendler schon mal in der S-Bahn ein; wenn er heimkommt, ist er reizbarer; der eine oder andere wird nachts von Wadenkrämpfen geplagt; die Spannkraft schwindet.

Weniger Sex, weniger Testosteron

Bei nicht wenigen Männern dieser Alterskohorte – ich liebe dieses Wort – lässt die Libido nach, sprich die Lust auf Sex, denn das Hormon Testosteron nimmt ab. Jetzt ist die Frage, ob das schwindenden Testosteron die Lust auf Sex verdirbt oder der abnehmende Sex den Hormonhaushalt beeinflusst.  Der australische Forscher Benjumin Hsu von der University of Sydney glaubt das letztere. Bei älteren Männern könnte abnehmende sexuelle Aktivität und der Wunsch eher die Ursache für ein schwindendes Testosteron-Level sein, nicht die Wirkung.

Männer müssen sich beweisen

Wie dem auch sei, Männer kommen in die Wechseljahre. Nebeneffekt: Sie müssen sich noch beweisen. Wollen es den Jungen gleichtun. „Frauen merken das spätestens daran, wenn sich ihr Partner merkwürdige neue Hobbies zulegt wie Motorradfahren“, schreibt Christine Kammerer in Seniorbook“. „Er quetscht sein inzwischen durchaus respektables Bäuchlein in die viel zu eng gewordenen Lederhosen und jagt wie Easy Rider über den Highway; ein wenig ungelenk und reaktionsschwach geworden stürzt er dabei auch schon mal und schildert von Stund‘ an bei jeder sich bietenden Gelegenheit minutiös den Hergang seines Beinahe-Todes, denn schließlich ist auch seine Chance, einen wirklich tragischen Tod zu sterben, nunmehr befristet“, beschreibt sie den Gemütszustand vieler Männer in der Andropause.

Zum Schluss noch ein Tipp: „Der Hormonstatus lässt sich prüfen“, rät die VdK-Zeitung. Bei entsprechenden Beschwerden übernehme die Krankenkasse sogar die Kosten. Mit einer individuell abgestimmten, verantwortungsvollen Testosterongabe lasse sich bei Hormonmangel einiges ausgleichen.

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Helmut Achatz

Macher von vorunruhestand.de

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