Aktien sind für den Vermögenserhalt alternativlos

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Aktien sind alternativlos für den Vermögenserhalt. Leider ist es nicht ganz so einfach mit Aktien, denn die Kurse schwanken doch manchmal heftig. Das hält nicht jeder aus. Der Deutsche Aktienindex Dax hat zwischenzeitlich schon mal 50 Prozent verloren. Auf lange Sicht allerdings sinkt das Risiko gegen null. Wer seinen “Dax” beispielsweise mindestens zwölf Jahre gehalten hatte, verzeichneten keinen Verlust mehr. Je länger ein Anleger Aktien hält, desto wahrscheinlicher, dass er Renditen von sieben, acht oder sogar noch mehr Prozent erzielt. Die Zeit spielt bei Aktien eine entscheidende Rolle.

7,8 Prozent Rendite pro Jahr

Wer beispielsweise 1995 den “Dax” gekauft hatte und ihn 2010 wieder verkaufte, erzielte im Schnitt pro Jahr eine Rendite von 7,8 Prozent. Wer ihn gar bis 2016 hielt, konnte sich sogar über eine Rendite von 8,1 Prozent freuen. Das geht aus dem Rendite-Dreieck des Deutschen Aktieninstituts hervor (siehe Grafik unten). Zur Erinnerung, zwischen 1995 und 2016 gab es gleich zwei Crashs. Und trotz dieser Crashs erzielten Aktien-Anleger noch vergleichsweise hohe Renditen. Das zeigt berlegenheit von Aktien bei der Geldanlage.

Ältere sind bei Aktien skeptisch

Besonders die “Middle-Ager” sind skeptisch. Dabei ist doch klar, dass ohne Aktien keine Vermögensbildung, geschweige denn der Erhalt möglich ist. Eine Studie der Umfrage der comdirekt brachte an den Tag, dass mit dem Alter auch der Pessimismus steigt. Während die Jüngeren (18 bis 24 Jahre) noch annähernd zur Hälfte davon ausgehen, dass der Dax in den kommenden Monaten steigen wird, sind es bei den Älteren (50 bis 59) nur noch 25 Prozent.

„Dabei spielen sicherlich auch die schlechten Erfahrungen mit dem Neuen Markt eine Rolle – gerade im Hinblick auf immer neue Kurshochs sind die sogenannten Middle-Ager vorsichtig geworden“, sagt Daniel Schneider, Leiter Investing bei comdirect.

Nur neun Millionen Aktionäre

Dabei haben die meisten Deutschen gar keine Aktien: Nur annähernd neun Millionen Deutsche besitzen Aktien, entweder direkt oder in Form von Aktienfonds. Das heißt, nur jeder siebte Bürger hierzulande im Alter von über 14 besitzt Anteile einer Aktiengesellschaft. Nur eine Minderheit der Deutschen hat ihre Ersparnisse in Wertpapiere investiert, das Gros vertraut hingegen weiterhin auf Anlagen wie Sparbuch, Tages- oder Festgeld. Nur neun Millionen Deutsche besitzen dem Deutschen Aktieninstitut Aktien oder Aktienfonds.

„Ein langfristiger Vermögensaufbau ist mit diesen niedrig verzinsten Produkten aber nicht möglich – Wertpapiere sind derzeit fast alternativlos“, so Schneider.

Ja, ohne Aktien ist es zwar schwer, Vermögen aufzubauen, die Deutschen sparen deswegen aber trotzdem: Das private Geldvermögen stieg 2017 um 5,2 Prozent auf ein Rekordhoch von 6,1 Billionen Euro. Das Geldvermögen ist aber nur deswegen gestiegen, weil die Deutschen mehr sparen.

Das Dax-Rendite-Dreieck über 50 Jahre

Dax-Rendite-Dreieck

Dax-Rendite-Dreieck

Das Dax-Rendite-Dreieck ist fast ausschließlich grün. Nur in ganz wenigen Zeiträumen fuhren Anleger, die auf den Dax vertrauten Verluste ein. 

Übrigens, mit dem Thema Festgeld hat sich Paul Frey ausgiebig beschäftigt. Auf seiner Seite Festgelddeutschland bietet er beispielsweise ein kostenloses E-Book zum Thema Festgeld mit umfassenden Informationen zum Download an. ein kostenloses E-Book zum Download an.

Was das Vermögen der Deutschen betrifft, so geht es um Billionen. Der Deutschen Bundesbank zufolge hatten die Deutschen (Stand Oktober 2017) ein Geldvermögen von 5,72 Billionen Euro. Sage-und-schreibe mehr als zwei Billionen Euro liegen auf Girokonten herum oder sind niedrigstverzinst in Tages- und Festgelder investiert. Nur 610 Milliarden Euro waren im vergangenen Jahr in Aktien investiert. Die eher als börsenscheu geltenden Deutschen entdecken langsam Aktien und Investmentfonds. Das Renditebewusstsein steigt. Beliebt waren im zweiten Quartal 2016 vor allem Renten- und Immobilienfonds. Aber auch 2017 floss der Großteil der Gelder in Bargeld und Bankguthaben sowie in als sicher geltende Versicherungen und Pensionseinrichtungen. Versicherungen und Pensionskassen bekamen nicht mehr so viel wie in den Vorjahren. Parallel dazu nutzen die Deutschen die niedrigen Zinsen, um Immobilien zu kaufen.

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7 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

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  • […] gesagt, je jünger du bist, desto mehr Aktien dürfen es sein: Beim S&P 500 sind die Aktien der 500 größten US-Unternehmen gebündelt, beim MDax sind es 50 […]

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  • […] sie empfiehlt die falsch Lösung: die Versicherung. Wer heute 29, 30, 40 oder älter ist, muss in Aktien oder Immobilien investieren, denn nur damit erreicht er die nötige Rendite, die ihm eine […]

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  • […] Aktien sind alternativlos für den Vermögenserhalt, das zeigt sich angesichts in Zeiten von Corona erst recht. Da selbst die bislang gehypten Immobilien unter der Mietpreisbremse leiden, besinnen sich die Deutschen wohl nach vielen Jahren Abstinenz wieder auf Aktien. Leider ist es nicht so einfach mit Aktien, denn die Kurse schwanken doch manchmal heftig, was sich gerade in der Corona-Krise wieder bewahrheitet. Gut, wer etwas Cash hat. Der jüngste Absturz war – und ist noch – die besten Gelegenheit einzusteigen. […]

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  • […] verkommen. Angesichts Inflationsraten von eineinhalb Prozent in den vergangenen Jahren ist ihr Vermögen geschrumpft. Die Deka Bank hat berechnet wie viel die Deutschen wegen dieses Sparverhaltens verlieren – es […]

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  • […] Wer in Aktien investiert, der weiß, dass Kurse schwanken können. Bei einem Anlagehorizont von 15, 20 oder gar 30 Jahren können sich Anleger beruhigt zurücklehnen, denn bezogen auf diese langen Zeiträumen notieren Aktien immer im Plus. Statistiken belegen das. Wer es nicht glauben will, muss sich nur das Dax-Renditedreieck des Deutschen Aktieninstituts ansehen. Noch besser als der Dax haben sich jedoch der MDax und der Weltindex MSCI World entwickelt. Mit einem börsengehandelten Indexfonds, auch kurz ETF genannt, sind Anleger dank breiter Streuung auf der Gewinnerseite. Für den Vermögenserhalt sind Aktien alternativlos. […]

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  • […] Aktien sind alternativlos, um fürs Alter vorzusorgen. Dabei gilt: je früher desto besser. Aktien bieten die Chance, selbst in der Negativzinsphase sein Vermögen zu mehren. Keine Angst vor Kursausschlägen – nach spätestens 15 Jahren sind die ausgeglichen. Wer Aktien länger hält, war bislang immer im Plus. Das Risiko relativiert sich mit der Zeit. Selbst der schwankungsanfällig Dax hat seine Verluste nach einigen Jahren immer wieder ausgeglichen. Wer im Krisenjahr 2000 eingestiegen ist, verbucht heute ein Plus von mehr als 80 Prozent – trotz drei Crashs. Wer 20 oder gar 30 Jahre Zeit hat, ist immer im Plus. […]

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Helmut Achatz

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