Deutschland – eine Rentnerrepublik

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Nur jeder Zehnte hierzulande ist zwischen 15 bis 24 Jahre alt – mehr als doppelt so viele sind 65 Jahre und älter. Deutschland ist mittlerweile eine Rentnerrepublik.

Von den 83,2 Millionen Menschen in Deutschland sind 8,3 Millionen zwischen 15 und 24 Jahren alt, ihnen stehen 18,3 Millionen gegenüber, die 65 Jahre oder älter sind. Das Gewicht zwischen Jung und Alt hat sich in den deutlich verschoben, denn vor 40 Jahren waren es mit 16 Prozent im Verhältnis noch mehr Junge als Alte.

Auf dem Weg zur Rentnerrepublik

Die Babyboomer von damals sind mittlerweile im Rentenalter oder kurz davor. Der Babys des geburtenstärksten Jahrgangs 1964 sind heute 58 Jahre alt und gehen in fünf Jahren in Rente. Die Jahrgänge davor, die auch schon durch hohe Geburtenzahlen in die Statistik einfließen, sind teilweise schon in Rente. Anfang der 80er-Jahre lag der Anteil der Jungen noch bei 16,7 Prozent an der Gesamtbevölkerung. Dieser Anteil sinkt jedoch kontinuierlich.

Ostdeutschland vergreist

Deutschland ist nicht gleich Deutschland – es gibt in punkto Altersstruktur deutliche Unterschiede von Bundesland zu Bundesland. Als Stadtstaat hatte Bremen laut Statistischem Bundesamt mit elf Prozent zum Jahresende 2021 den höchsten Anteil an 15- bis 24-Jährigen; dahinter folgten Baden-Württemberg mit 10,6 Prozent sowie Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen mit jeweils 10,5 Prozent. Anteilig die wenigsten jungen Menschen lebten dem Statistischem Bundesamt zufolge in Brandenburg mit acht Prozent, gefolgt von Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern mit jeweils 8,3 Prozent.

Rentnerrepublik Deutschland

Deutschland vergreist, anders als Irland Quelle: Destatis

Wie sieht’s in Europa aus?

Laut EU-Statistikbehörde Eurostat lebten zum Jahresbeginn 2021 in Deutschland (10,1 Prozent) anteilig etwas weniger junge Menschen als im Durchschnitt aller 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union (10,6 Prozent). EU-weit den höchsten Anteil an 15- bis 24-Jährigen hatte Irland mit 12,6 Prozent, vor Dänemark und Zypern mit jeweils 12,3 Prozent. Die wenigsten jungen Menschen innerhalb der EU verzeichneten Tschechien und Bulgarien mit einem Anteil von jeweils neun Prozent, gefolgt von Lettland mit 9,2 Prozent.

Dieses Jahr Weihnachten wird es was. Und für die Eiligen liefern wir bereits im September. Die #Rentnerrepublik wird DIE ALTENREPUBLIK heißen. Ein Buch für und über uns alle. pic.twitter.com/higzgklZEf

— Stefan for Future 🪴 (@friiyo) April 8, 2022

Die Daten zur Bevölkerung in Deutschland stammen aus der Fortschreibung des Bevölkerungsstandes und beziehen sich jeweils auf den Stichtag 31. Dezember eines jeden Jahres. Die Angaben für Deutschland beziehen sich auf die Bundesrepublik Deutschland ab 1950 nach dem Gebietsstand seit dem 3. Oktober 1990. Ab 2011 handelt es sich um die Ergebnisse der Bevölkerungsfortschreibung auf Grundlage des Zensus 2011.

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2 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Ludwig Gassner
    26. Juli 2022 20:53

    Ich bin in Rente und um meine Lebensarbeitzeit betrogen worden für was habe ich 47 Jahre gearbeitet und heute in der Altersarmut bin und nicht mal mehr 20 Euro habe bis Monatsende. Die Jungen müssen selber vorsorgen für ihre Rente sonst werden die noch am Existenzminimum leben müssen und ein Leben lang vom Staat abhängig sein

    Antworten
  • […] Politik für die Älteren – zum Nachteil der Jüngeren, der die Zukunft verfrühstückt wird. Die Babyboomer-Generation hält die Fäden in der Hand und bestimmt über das Schicksal der Nation. Verspielen wir unsere […]

    Antworten

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Helmut Achatz

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