Die Zauberformel für ein hohes Alter

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Simone Rethel-Heesters Buch „Alterslos – Grenzenlos“ ist ein Plädoyer für und gleichzeitig eine Anleitung zum glücklichen Älterwerden. Sie liefert dafür 25 veritable Beispiele in Wort, Bild und Ton.

„Wir wären alle viel zufriedenere und gesündere Menschen, wenn wir uns nicht zur Ruhe setzen würden; Ruhestand hat meist Stillstand zur Folge; das ist ungesund für Geist und Körper“, so die These von Simone Rethel-Heesters, die mit Johannes Heesters verheiratet war und sich als Botschafterin für die Initiative „Altern in Würde“ engagiert. Eine bessere Botschafterin hätte diese Initiative wohl kaum finden können – mit ihrem Buch beweist sie das auf 216 Seiten.

25 Porträts in einem Buch

Als Schauspielerin, Malerin und Fotografin kennt sie natürlich viele Prominente aus Kunst, Kultur und Politik, sie lässt aber auch „einfache“ Leute in ihrem Buch „Alterslos – Grenzenlos“ zu Wort kommen, darunter den Kunstschreiner Herman Klauke oder die Lehmbauerin Renata Wendt. Genau das macht dieses Buch so herausragend.

Aber das allein ist es noch nicht – es sind auch die stimmigen Schwarzweiß-Fotos der 25 Interviewten. Rethel-Heesters liefert ein authentisches Bild dieser „Alterslosen“, von denen jede und jeder eine Persönlichkeit ist. Darüber hinaus hat sie ein Hörbuch produziert mit 26 Stunden, in denen diese 25 Persönlichkeiten in ihren Worten erklären, was ihr Leben im Alter ausmacht – im Original-Ton. Das sind 216 Seiten oder 26 Stunden interessanter Lebensgeschichten.

Zauberformel für gelingendes Altern

„Ihr Buch schafft Nähe zu bemerkenswerten Menschen – und es macht Mut, dem Alter ohne Angst zu begegnen“, schreibt „SWR2“. Ja, genauso ist es. Rethel-Heesters macht Mut mit ihrem Buch – Mut zum Alter, Mut das Alter und den Ruhestand als „etwas ganz Grandioses“ zu begreifen, wie Rethel-Heester Nicole Heesters, die Tochter ihres verstorbenen Mannes zitiert. Nicole Heesters sagt einen entscheidenden Satz: „Das Altwerden fängt im Jungsein an“. Das heißt, wir selbst sind die Architekten unseres Lebens, wir entscheiden weitgehend, wie es verläuft – und wir entscheiden letztlich, wie wir im Alter leben. Es bedeutet auch, sich dessen bewusst zu werden. Es geht darum, sich seiner selbst bewusst zu werden – und den Augenblick, den Tag oder eine bestimmte Woche zu genießen. Das empfindet Nicole Heesters als Geschenk – und im Alter ist das vielleicht einfacher als in der Zeit, in der wir als Vater oder Mutter oder Berufstätiger voll eingespannt sind.

Es ist die Aufgaben eines jeden und einer jeden von uns, unserem Leben einen Sinn zu geben. Im Alter blicken wir zurück und begreifen vielleicht, inwieweit uns das gelungen ist. Rethel-Heesters öffnet uns mit ihrem Buch die Augen – und sie ermutigt uns, das Beste aus dem Alter zu machen. Ihr Buch ist bestem Sinn „Lebenshilfe“.

Von Hallervorden bis Süssmuth

In dem Buch dürfte jeder etwas finden – die einen wollen vielleicht von Dieter Hallervorden wissen, wie das ist mit der „Lebenslust“, die anderen, was Gregor Gysi umtreibt. Beiden ist eines gemeinsam: Sie betrachten das Alter als Geschenk. Beiden geht es darum, „Dinge, die man macht, gerne machen und davon überzeugt zu sein“, wie es Hallervorden ausdrückt. Beiden ist auch gemein, dass sie „altersmilder“ geworden sind, weil sie merken, dass ein ausgesandtes Lächeln zurückkommt und sich „Ziele viel besser erreichen lassen“, so Hallervorden. Seinen jüngeren Zeitgenossen gibt er als Losung mit: „Immer mindestens einmal mehr aufstehen als hinfallen“. Gysi rät seinen Zeitgenossen, „das Alter anders zu leben als viele Alte es tun“, das heißt beispielsweise die „Privilegien des Alters anzunehmen“ und „nicht den ganzen Tag über Krankheiten zu quatschen – davon wird man nicht gesund“.

Interessant und lehrreich ist sicher der Beitrag des Journalisten und Börsenexperten Frank Lehmann, der es auf den Punkt bringt: „Mit 65 beginnt ein neuer Lebensabschnitt und nicht der sogenannte Ruhestand; das ist zwar offiziell so, aber wehe, man bleibt stehen“ – denn, „dann kann man sich gleich beerdigen lassen, dann ist Feierabend“. Mit 65 beginne ein „ganz neuer Lebensabschnitt – und den muss man gestalten, da darf man sich nicht hinlegen“. Das ist das Fazit und das Rezept für einen sinnvollen Lebensabend, das „troisième age“, wie die Franzosen sagen. So frei wie im Ruhestand waren wir noch nie im Leben – lasst uns das genießen und gestalten.

„Ich mach mein Ding“

Die vielen positiven Porträts ermutigen „sein Ding zu machen“, wie es Peter Maffay ausdrückt – also, machen wir es ihnen gleich und machen wir unser Ding.

Mutmach-Buch im besten Sinne des Wortes

„Alterslos – grenzenlos“ ist ein Mutmach-Buch im besten Sinne des Wortes.

Alterslos - Grenzenlos Simone Rethel-Heesters

Alterslos – Grenzenlos“

Simone Rethel-Heesters
Westend Verlag
216 Seiten
Hardcover, 34 Euro
ISBN 978-3-86489-268-4

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Helmut Achatz

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