Wie Rentner ihre Kasse aufstocken

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Was tun, wenn das Geld im Alter nicht reicht? Einen Minijob annehmen, ist die ein Möglichkeit. Oder wie wäre es, alte Schmuckstücke, Münzen oder auch Silberbesteck zu verkaufen?

Viele Rentner kommen mit ihrer Rente so gerade über die Runden. Eine kleine Aufstockung der Kasse käme vielen gelegen. Welche Chancen eröffnen sich?

Angst vor Altersarmut

Viele Menschen freuen sich auf die Rente, denn schließlich heißt es „endlich nicht mehr arbeiten“. Einigen fällt dann aber schnell die Decke auf den Kopf und sie hätten gern wieder eine feste Aufgabe. Die wohl größere Rolle dürften allerdings die fehlenden Einkünfte spielen. Manch einer merkt erst im Ruhestand, was es heißt, nur noch etwa die Hälfte des früheren Verdienstes zu bekommen. Der gewohnte Lebensstandard ist damit kaum aufrechtzuerhalten.

Und so freuen sich viele zwar auf den Ruhestand, haben gleichzeitig aber Angst vor Altersarmut. Aus einer Pressemitteilung der EY-Organisation (Ernst & Young Global Limited) aus dem Jahr 2020 geht hervor, dass vor allem ältere Bürger pessimistisch hinsichtlich ihrer persönlichen wirtschaftlichen und finanziellen Situation sind.

Kasse mit Verkauf von Altgold aufbessern

Wer seine Haushaltskasse vor oder zu Beginn der Rente etwas aufbessern möchte, sollte einen Blick in seine „Schatzkammer“ werfen. Im Laufe der Jahre haben sich dort womöglich alte Münzen, Schmuck oder Zahngold angesammelt.

Um herauszufinden, welchen Wert die alten Schmuckstücke haben, sollte ein Profi aufgesucht werden, wie zum Beispiel Baumfalk-Ankauf. Der Ablauf ist simpel: Zunächst wird der Wert des Altgoldes ermittelt. Anschließend erhält der Besitzer ein faires Angebot. Die Hauptniederlassung des Unternehmens befindet sich in Viersen. Daneben ist der Goldankauf in Mönchengladbach, Heinsberg, Meerbusch, Kempen und weiteren Filialen während der regulären Ladenöffnungszeiten möglich.

Für Interessierte, die nicht persönlich eine der Filialen aufsuchen können, bietet sich ein Hausbesuch an. Ein Termin kann telefonisch oder per E-Mail vereinbart werden. Eine weitere Möglichkeit ist der Postankauf – ein Service, der vor allem in der Pandemie von vielen Menschen in Anspruch genommen wird.

Übrigens, gekauft wird nicht nur Gold, sondern auch

  • Silber,
  • Platin,
  • Palladium,
  • Diamanten,
  • Edelsteine und
  • Zinn

Daneben können Marken-, Antik- und Diamantschmuck, Uhren, Medaillen und Orden, Bestecke und viele weitere Raritäten angeboten werden.

Tipp: Wer sein Altgold verkaufen möchte, sollte den aktuellen Goldpreis kennen. So ist es möglich, den Wert der eigenen Schmuckstücke schon vor dem Gang zum Händler richtig einzuschätzen.

Wichtig beim Verkauf: der Feingehalt

Die Angabe des Edelmetallanteils an einem Objekt, zum Beispiel einer Münze oder einem Barren, bezeichnet man als Feingehalt. Der Feingehalt wird in Tausendsteln des Gesamtgewichts – in Promille – notiert. 999,9 Promille bezeichnet für viele Edelmetalle die höchste, im Handel erhältliche Reinheit.

Das Karat (C oder kt) ist eine gängige Maßeinheit für den Feingehalt von Gold. Den Goldgehalt in der Legierung gibt man in einer 24er-Teilung an. Das heißt, dass 22 Karat Gold 22 Gewichtsanteile Gold enthalten.

Was Gold, Silber & Co. so wertvoll?

Edelmetalle erfreuen sich seit jeher großer Beliebtheit. Insbesondere Gold und Silber werden seit Jahrtausenden als Material für Relikte und Schmuck sowie als Währungs- und Tauschmittel verwendet. Zu diesen Verwendungszwecken ist der industrielle Bedarf hinzugekommen. Die Industrie verarbeitet die Edelmetalle in verschiedenen Verfahren und Produkten. Dennoch bleiben sie als universelle Zahlungsmittel und in ihrer Funktion als Wertspeicher eine wichtige Investitionsmöglichkeit.

Gold, Silber, Platin und Palladium zählen zu den wichtigsten Edelmetallen. Sie weisen eine besonders hohe Korrosionsbeständigkeit auf. Damit unterscheiden sie sich von anderen Metallen wie zum Beispiel Eisen. Aufgrund ihrer geringeren Härte lassen sie sich außerdem gut be- und verarbeiten:

  • Gold hat eine hohe Dichte, ist sehr weich und dehnbar. Das Edelmetall wird mit Palladium, Silber oder Kupfer legiert, um den Härtegrad zu erhöhen. Bekannte Goldlegierungen für Schmuck sind Weiß- und Rotgold.
  • Silber ist ein besonders guter Elektrizitäts- und Wärmeleiter. Wie Gold ist es weich und dehnbar. Das Edelmetall wirkt hautschonend und geruchshemmend und besitzt antibakterielle Eigenschaften. Häufig wird es mit Kupfer legiert, um es härter zu machen.
  • Platin ist härter als Gold und Silber. Es erreicht eine besonders hohe Festigkeit durch die Legierung mit anderen Metallen aus der Platingruppe. Poliert, erhält Platin einen hohen Glanz.
  • Palladium ist ein Verwandter von Platin. Wie alle übrigen Edelmetalle reagiert es bei Raumtemperatur nicht mit Sauerstoff. Palladium wird vornehmlich in der Automobilindustrie eingesetzt.

Gold zählt wie alle Edelmetalle zu den Elementen, die selten auf der Erde vorkommen. Der größte Teil wird zu Schmuck verarbeitet. Die wichtigsten Märkte für Goldschmuck sind Indien und China. Nur ein geringer Teil des jährlich geförderten Goldes wird von der Industrie verarbeitet, etwa für Zahnfüllungen, optische Geräte oder Elektrogeräte. Dagegen werden die Edelmetalle Silber, Platin und Palladium in größerem Umfang industriell verarbeitet und im Vergleich zu Gold weniger für die Herstellung von Schmuck genutzt.

Minijobs –  Zuverdienst im Alter

Damit das Leben auch im Alter lebenswert bleibt, ist der Verkauf von Gold und anderen Wertsachen zur Aufbesserung der Haushaltskasse sicher eine gute Idee. Wer keine Schätze besitzt, die er verkaufen könnte, gesundheitlich aber fit ist, kann sich mit einem Minijob etwas hinzuverdienen. Tatsächlich bilden Rentner unter den 450-Euro-Jobbern inzwischen die größte Gruppe, wie Zahlen der Bundesagentur für Arbeit zeigen.

Für Rentner hat ein Minijob einen großen Vorteil: Zwar ist der niedrige Verdienst nicht versicherungspflichtig. Rentner können jedoch auf freiwilliger Basis Beiträge zur Rentenversicherung einzahlen und somit doppelt verdienen.

Ob sich die zusätzliche Arbeit lohnt, muss jeder für sich selbst entscheiden. Wichtig zu wissen: Grundsätzlich hat jeder Rentner in Deutschland Anspruch auf Grundsicherung im Alter, wenn er die Regelaltersgrenze erreicht hat und die Rente so gering ist, dass er damit seinen Lebensunterhalt nicht bestreiten kann.

 

Bild: Unsplash.com © Michael Longmire (CCO Creative Commons)

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Helmut Achatz

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