Erbstücke – was tun mit dem ganzen Zeug?

Leben

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Die Eltern sterben und hinterlassen eine Menge Zeug, darunter Reisemitbringsel, Kaffeeservice, Dosen, Bücher – und niemand will die vermeintlich wertvollen Besitztümer, nicht mal die Kinder. Was mit dem ganzen Zeug anfangen?

Der Tod eines geliebten Menschen ist ein schmerzhafter Verlust. Neben der Trauer kommt dann oft auch die Aufgabe der Haushaltsauflösung hinzu. In der Wohnung der Eltern oder eines Onkels stapeln sich Erinnerungen aus vergangenen Zeiten: Möbel, Geschirr, Bücher, Souvenirs und vieles mehr. Doch wer will diese Sachen heute noch haben? Junge Generationen haben oft keinen Platz oder keine Verwendung für die Erbstücke ihrer Eltern oder Großeltern. Sie bevorzugen minimalistische Einrichtungsstile und moderne Technik. Flohmärkte sind überfüllt mit unverkäuflichen Gegenständen, und Antiquitätenhändler sind wählerisch.

Matratze per Internet bestellt

Junge Paare wollen sich selbst einrichten. Wer in die Runde fragt, dürfte erstaunt über die Antworten sein. Sie wollen nichts von den unseren Sachen. Sie sind mit Ikea aufgewachsen, bestellen die Matratze übers Internet, hängen das Rennrad an die Wand. Minimalismus ist für sie kein Fremdwort, anders als für uns Babyboomer. Sie richten sich eher spartanisch ein und bauen zu Gegenständen weniger emotionale Bindungen auf als wir. Bücherwand? Wozu? CD-Sammlung? Hey! Wozu gibt es Streamingdienste. Wenn wir Glück haben, verkaufen wir ein paar Bücher auf dem Bücherflohmarkt oder wir verschenken sie.

Was tun mit dem ganzen Zeug?

Tipp 1: Mit den Angehörigen reden

Zunächst sollte man mit den Angehörigen sprechen, um zu erfahren, wem welche Erbstücke besonders am Herzen liegen. So kann man persönliche Erinnerungsstücke verteilen, ohne Streit zu riskieren.

Tipp 2: Zeit nehmen für den Verkauf

Wer Zeit und Geduld hat, kann die Erbstücke online auf Ebay oder anderen Plattformen verkaufen. Auch lokale Antiquitätenhändler oder Secondhand-Läden können eine Anlaufstelle sein.

Tipp 3: Recherchieren Sie den Markt

Bevor Sie etwas verkaufen, sollten Sie den Marktwert recherchieren. So vermeiden Sie Enttäuschungen und können einen fairen Preis erzielen.

Tipp 4: Schmuck schätzen lassen

Bei Schmuckstücken lohnt es sich, diese von einem Experten schätzen zu lassen. So kann man verborgene Schätze entdecken und einen höheren Preis erzielen.

Tipp 5: Stücke in Kommission geben

Einige Geschäfte nehmen Erbstücke in Kommission. So müssen Sie sich nicht selbst um den Verkauf kümmern.

Tipp 6: An Bedürftige spenden

Es gibt viele gemeinnützige Organisationen, die sich über Sachspenden freuen. So können Sie den Erbstücken ein neues Leben schenken und gleichzeitig Gutes tun.

Tipp 7: Auf Enttäuschungen vorbereiten

Es ist wichtig, sich darauf einzustellen, dass nicht alle Erbstücke verkauft werden können. Seien Sie bereit, einige Dinge wegzuwerfen oder zu verschenken.

 

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8 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Für Sachen die man nicht mehr braucht bietet sich der Flohmarkt an. Wenn es mit dem Flohmarkt nicht funktioniert hilft oft die Caritas. Alte Dinge müssen entsorgt werden. Es fragt sich nur wie. Oft geschieht es daß die jungen Leute die heute das Erbe ihrer Großeltern als Kitsch ablehnen morgen auf einem Flohmarkt in Paris oder London das Erbe von fremden Leuten aufkaufen. Da fällt mir noch das Internet ein. Ein Bekannter sagte mir er könne alles bei ebay verhökern. Wahrscheinlich ist das immer noch besser als wie alles auf den Müll zu werfen.

    Antworten
  • Danke, für den sehr realistischen Artikel.

    Meine Mutter (82 J.) versucht immer wieder das ein oder andere Stück zu verschenken, das aber jetzt schon keiner will.

    In der Nachbarschaft werden die Reihenhäuser entweder mit kompletten Innenleben (Möbel, Foto, Rechnungen, Kleidung etc.) verkauft oder es kommt gleich der Entrümpler.

    Antworten
    • Helmut Achatz
      17. Februar 2019 09:12

      Danke für den erhellenden Kommentar. Ich habe mittlerweile zwei Mal erlebt, wie ein Hausstand aufgelöst werden musste. Deswegen der Artikel 😉

      Antworten
  • Bei uns sind Flohmärkte für so etwas auch sehr beliebt, dort findet man immer hübsche Sachen. Das ein oder andere habe ich bei meiner Oma schon ins Auge gefasst, wenn sie mal von dieser Welt geht. Sind hübsche Teile, die dann einen Ehrenplatz erhalten. LG Romy

    Antworten
  • Verschenken oder spenden (an die, die es auch wirklich wollen) bringt zwar nichts für die eigene Geldbörse, aber macht meistens jede Menge gute Laune – sowohl bei den Schenkern und Beschenkt-Werdenden. Wem dazu ein paar Ideen fehlen: https://www.wohindamit.org/

    Antworten
  • […] Jeder Gegenstand ist mit einer Geschichte verbunden. Daher fällt es einigen Menschen schwer, diese Dinge zu entsorgen. Letztendlich bleiben aber die Erben auf den gehüteten Gegenständen sitzen. Das Erste, was sie in […]

    Antworten
  • […] einen Haushalt auflösen muss, weil ein lieber Mensch in ein Pflegeheim umzieht oder gestorben ist, steht vor einer […]

    Antworten

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Helmut Achatz

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