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Murks und Mogelpackung – zu keinem anderen Urteil kommt, wer sich den Koalitionsvertrag der Regierung in punkto Mütterrente genauer anschaut. „Mütterrente wieder Murks“ ist dazu nur zu sagen. Da wird unterschieden zwischen Frauen mit einem Kind, zwei und drei oder mehr Kindern.

„Ist eine Mutter dem Staat weniger wert, nur weil sie ihre Kinder vor 1992 geboren hat? Ist eine Mutter weniger wert, weil sie nur ein oder zwei, nicht aber drei Kinder geboren hat? „, fragt 02elf Abendblatt. Bundessozialminister Hubertus Heil (SPD) will die Ungerechtigkeiten bei der Mütterrente auf einen Schlag beseitigen und damit sogar noch über die vertraglichen Vereinbarungen der Großen Koalition hinausgehen.

Höhere Mütterrente ab Januar 2019

Warum nicht gleich? Im Koalitionsvertrag steht noch etwas Anderes drin. Da klingt es zwar sozial und fürsorglich, die „Mütterrente II“, so die neue Bezeichnung im Koalitionsvertrag, ist aber nur Augenwischerei. Da steht in Zeile 4318: „Mütter, die ihre Kinder vor 1992 auf die Welt gebracht haben, künftig auch das dritte Jahr Erziehungszeit in der Rente angerechnet bekommen“. Um es noch mal klar zu sagen:

  • Mütter mit Kindern, die vor 1992 geboren wurden, bekommen drei statt wie bisher zwei Rentenpunkten,
  • aber nur dann, wenn sie drei und mehr Kinder haben.
  • Das steht dann erst in Zeile 4323: Eine Mutter mit einem Kind oder zwei Kindern bekommt auch künftig nur zwei Rentenpunkten angerechnet.

Für sie soll sich also nichts ändern, alles bleibt beim ungerechten Alten. So steht es im Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD vor. Diese Regierung erblödet sich auch nicht, dieser Ungerechtigkeit den Satz „Wir wollen die Gerechtigkeitslücke schließen“ voranzustellen. Dreister geht nicht. Es lohnt sich, diese Passage aufmerksam zu lesen, um das zu verinnerlichen. Was ist das für ein Gerechtigkeitsverständnis, das doch die gerade die SPD so hoch hält und fast schon wie eine Monstranz vor sich herträgt?

Die Reform der Mütterrenten-Reform?

Offensichtlich dämmert es einigen Politikern, dass die Mütterrente II absoluter Murks ist. Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) will deswegen die vermurkste Mütterrente II zum 1. Januar 2019 so ändern, dass alle Mütter mit Kindern die vor 1992 geboren sind in den vollen Genuss der Mütterrente kommen. „Ich muss und werde den Gleichheitsgrundsatz der Verfassung beachten“, so der SPD-Politiker. Den neuen Gesetzentwurf zur „Mütterrente II“ will er in „einigen Wochen“ vorlegen.

Damit nicht genug, Heil will laut „Frankfurter Allgemeine“ nicht nur die Mütterrente erhöhen, sondern auch ein „erstes großes Rentenpaket auf den Weg bringen, das ab 1. Januar 2019 wirken soll“. Auch die Erwerbsminderungsrenten soll verbessert werden.

Mehrkindfamilien die Ausnahme

Mütterrente wieder Murks

Mehrkindfamilien in Deutschland

Aber zurück zu den bisherigen Plänen: Die Regierung weiß ganz genau, dass nur wenige Frauen drei und mehr Kinder haben. Dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BFSFJ) zufolge gibt es in Deutschland aktuell elf Prozent Mehrkindfamilien mit drei und mehr Kindern. Nur sie könnten bislang von der angekündigten Mütterrente II profitieren. Tatsächlich werden es aber noch weit weniger sein, denn einige Mütter mit Kindern, die vor 1992 auf die Welt kamen, sind bereits gestorben. Trotzdem kommt die Deutschen Rentenversicherung von RP Online zufolge auf Mehrausgaben im Jahr 2019 von 3,7 Milliarden Euro. Kein Mensch kann die Zahlen nachvollziehen, die Rechnung basiert auf Annahmen und ist völlig intransparent. 

Übrigens, 1970 war eine Frau laut Statistischem Bundesamt durchschnittlich 24 Jahre alt, wenn ihr erstes lebendes Kind zur Welt kam; 2017

Die Rechnung:
Geburt des Kindes 1992/Alter heute: 26 Jahre
Alter der Mutter bei Geburt:                24 Jahre
_____________________________________

Alter der Mutter heute:                        50 Jahre

war sie schon 29,3 Jahre alt.

Mütterrente wieder Murks

Ok, falls das Kind früher geboren wurde und sie vielleicht noch älter war zur Geburt, ist diese Mutter heute schon 55 oder gar 60 Jahre alt. Das heißt, es leben einige schon nicht mehr, die davon profitieren könnten. Die Regierung heftet sich den Vorschlag trotzdem als soziale Großtat ans Revers. Die Frage ist auch immer noch, wer das bezahlen soll: die Rentenversicherung oder der Staat?

Wenige profitieren von Mütterrente II

„Die von der CDU/CSU in den Sondierungsgesprächen geforderte Mütterrente erweist sich zunehmend als Mogelpackung für den Bürger“, wird Hubert Aiwanger, Bundesvorsitzender der Freien Wähler, vom „Bundesfinanzportal“ zitiert. Aiwanger sieht „hierin eine bewusste Irreführung durch die Unionsparteien“. Er fordert, dass „Erziehungsleistungen bei der Rente deutschlandweit gleichrangig berücksichtig werden müssen“. Die Weigerung der Anpassung der Mütterrente für vor 1992 geborene Kinder sei ein beschämender Zustand und sollte schnellsten abgeschafft werden. Ganz abgesehen davon, dass er wahrscheinlich verfassungswidrig ist. Es werden sicher einige Mütter klagen. Die „Brückenfrauen“ aus Artern haben in einem Leserbrief in den Kyffhäuser Nachrichten schon angekündigt, auch den Gang bis zum Bundesverfassungsgericht nicht zu scheuen.

Klar ist, dass von der Mütterrente II nur wenige Mütter profitieren, da die meisten eben keine drei und mehr Kinder haben. Dabei sind Mütter, die Kinder haben, die vor 1992 auf die Welt kamen, ja eh schon benachteiligt, da sie nur zwei Jahre in der Rente gutgeschrieben bekommen. Wo bleibt da der Gleichheitsgrundsatz?

Posted by Helmut Achatz

Vorruheständler, Journalist, Börsianer, Vorstand VHS Olching, Wirtschaftsingenieur,

48 Comments

  1. Das ist eine große Ungerechtigkeit. Wenn das Gestz so kommt, werde ich niemals mehr eine der großen Parteien wählen und wahrscheinlich viele der benachteiligten Mütter auch nicht mehr. Meine Kinder sind 1982 und 1984 geboren. Einen Kindergartenplatz habe ich für beide erst mit 4 Jahren bekommen. Die Öffnungszeiten waren von 8-12 Uhr. Krippenplätze gab es damals auch keine. Genauso wenig gab es eine Kernzeitbetreuung in der Grundschule. Öfters fielen Unterrichtsstunden aus und einer der beiden hatte entweder später Unterricht oder kam früher nach Hause. Da war eine geregelte Arbeit nicht möglich. 12 Jahre war ich zu Hause und hatte immer wieder 400,00 DM Jobs, die keinen Cent mehr Rente bringen und auch die Monate zählen nicht dazu. Elterngeld gab es nicht und das Kindergeld war sehr gering gegen heute. Ich unterschreibe gerne bei jeder Petiton zu dieser Ungerechtigkeit.

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  2. Eigentlich mag ich für alle Mütter sprechen. Warum eigentlich müssen wir Frauen uns ständig wehren? Ich sehe es als eine Selbstverständlichkeit an, dass alle Mütter gleich behandelt werden. Ist es nicht grundgesetzwidrig die Mütter ständig in 2 Kategorien einzuteilen?

    Was allerdings bei den Jüngeren Widerwillen erzeugt, ist die Tatsache, dass diese Rente aus der Rentenkasse bezahlt wird. Das gehörte eigentlich als soziale Leistung vom Steuerzahler geleistet. Aus der Rentenkasse werden ohnehin schon viele Renten bezahlt an Empfänger, die nicht mal in die Rentenkasse einbezahlt haben.

    Zu den Zuständen, die es den Frauen mit Geburten vor 92, reichlich schwer gemacht haben überhaupt einen Beruf auszuüben, wurde schon ausreichend geschrieben. Das kommt noch hinzu.

    Ich finde, dass wir in einem sehr reichen Land leben, dass alles mögliche bezahlt. Vielleicht bleibt ja auch noch mal etwas für uns Frauen übrig.

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  3. Klaudia aus Köln 19. April 2018 at 14:47

    Ich habe heute das Interview von Herrn Bundesminister Heil mit der Rheinischen Post vom 14.04.18 gelesen und hatte eigentlich nicht den Eindruck, dass alle Mütter nun zu ihrem Recht kommen:

    O-Ton:
    Frage: Sollen nur die Mütter profitieren, die drei und mehr Kinder geboren haben und dann aber für alle Kinder einen zusätzlichen Rentenpunkt erhalten?

    Antwort: Das ist im Koalitionsvertrag so angedacht. Wir prüfen das aber. Ich muss und werde den Gleichheitsgrundsatz der Verfassung beachten. Den Gesetzentwurf zur Mütterrente II lege ich in einigen Wochen vor.

    Für mich hört sich das so an, als gebe es wieder mal ein Schlupfloch um die „einfachen“ Mütter weiterhin zu benachteiligen.

    Ich hoffe, ich irre mich.

    Wir müssten eine Gemeinschaft bilden und Sturm laufen, wenn Herr Heil nicht den Gleichheitsgrundsatz beachtet.

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    1. Nur zu, Mütter müssen lauter werden in diesem Land.

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  4. Das ist eine Frechheit die Mütter die nur eins oder zwei Kinder haben keine Erhöhung zu geben, da über legt man sich es mit dem Wählen.

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  5. In den Medien werden wir tatsächlich, ob aus Unwissenheit oder aber wegen mangelnder Recherche, diskriminiert. In der unsäglichen Heute-Show gab gestern (13.04.18) Oliver Welke von sich, dass 14 Milliarden für die „blöde“ Mütterrente vorhanden sei, aber nichts für die Bildung, damit die Zahnarztwitwe in den Genuss der Mütterrente käme. Oliver Welke hat sicherlich, wie viele andere auch, keinerlei Kenntnis, was Mütter (und das auch heute noch!) an Renten bekommen können. Viele Frauen mit Geburten vor 1992 haben doch kaum ausreichend Rente. Blöd, dass ausgerechnet wir Frauen die Kinder bekommen und dann dafür mit solchen Aussagen belegt werden.

    Aber vielleicht hätte der kluge Herr Welke mal die letzte ZDF-Doku ansehen sollen, ebenfalls diese Woche, über die Situation der Frauen überhaupt und auch mit den Rentenaussichten.

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  6. Lilo Herrmann
    Dieses ist eine Diskriminierung von Müttern, die erstens vor 1992 Kinder geboren haben und zweitens, die dann „nur“ z. B. ein oder zwei Kinder haben. Ich habe auch „nur“ zwei Kinder aus 1958 und 1959. Für mich gab es keine Möglichkeit zu arbeiten. Es gab kaum Plätze im Kindergarten, und dann nur vormittags. Und Kinder, die damals in den Kindergarten „mußten“ wurden bedauert. Mir fehlen 10 Jahre dadurch an Beitragsjahren zur Rente.. Es gab wenig Kindergeld und keine Hilfen. Ich kannte keinen Urlaub, Ausgehen, Hobbys. Ich brauchte das Geld für meine Jungs. Der älteste Sohn, der sehr gut verdient hat und Steuern gezahlt hat, ist leider mit 50 Jahren verstorben. Der zweite Sohn verdient auch sehr gut und trägt mit seinen Steuern zum Sozialstaat bei. Der Staat hat dann Geld für viele viele Kinder von Ausländern, die noch im Ausland sind, Kindergeld in gleicher Höhe, wie es hier üblich ist, zu überweisen. Von den vielen Ausländern, die hier so viel Taschengeld bekommen, wie ich es niemals für mich im Leben zur Verfügung hatte, und die jede Unterstützung bekommen, wie wir es damals nie kannten. Wundert es da noch jemanden, wenn Protestparteien gewählt werden?

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    1. Ursula Lennartz 15. April 2018 at 13:30

      Ware Worte gut geschrieben.Sie sprechen mir aus der Seele.

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  7. Elisabeth Deininger 1. April 2018 at 10:57

    Auch ich gehöre zu den Betroffenen, habe 1967 Zwillingsmädchen zur Welt gebracht, welche Rentenbeiträge bezahlen und kann es nicht verstehen und auch nicht akzeptieren, warum jetzt ein Unrecht durch ein anderes Unrecht ersetzt werden kann.
    Bei uns gab es erst ab dem 2. Kind gerade mal 50,00 DM Kindergeld von Erziehungsgeld ganz zu schweigen.
    Es ist doch traurig für unseren Staat, wo für alles Geld da ist, aber für uns alte nicht.
    Hoffentlich erlebe ich es noch, dass diese Ungleichbehandlung aus der Welt geschafft wird.

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  8. Uschi aus Neustadt-Glewe, Jahrgang 1942

    Ich gehöre zu den Glücklichen mit der Kindern, die nun den dritten Rentenpunkt bekommen sollen.
    Als wir Ossis Bundesbürger wurden und uns nicht schlagartig im westdeutschen Recht auskennen konnten, hat unser West-Chef
    (Öffentlicher Dienst) zu uns gesagt – wenn Ihr Ossis etwas als ungerecht empfinden, dann ist es mit Sicherheit auch Unrecht.
    Wenn das Grundgesetz sagt, alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich, dann macht die Politik uns Mehrkinder-Mütter gleicher, um einigen zu Willen zu sein. Aber bitte nicht vergessen- im Osten bekamen geschiedene Frauen keinen Versorgungsausgleich. Im Einigungsvertrag hat man diesen Punkt gerne übersehen. Hier sind ca. 800.000 Frauen ohne Ausgleich geblieben. In der DDR hätten sie je Kind 3 Rentenpunkte zur Rente erhalten. Dank der heißen Nadel, mit der der Einigungsvertrag genäht werden musste (er sollte ja noch vor dem Tag der Republik = 07.10.90 unterschrieben werden), ist so einiges unterblieben.
    Um nicht noch West gegen Ost und Mütter mit ein und zwei Kindern gegen die mit mehr Kinder gegeneinander auszuspielen, hilft nur: Gemeinsam sind wir stark, Zusammenhalt, gemeinsamer Kampf.
    So war das mit der Mauer auch!!!

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    1. Liebe Ursula,

      genau so sehe ich es auch – wir müssen zusammenhalten! Neid gegenüber den Müttern mit drei und mehr Kindern empfinde ich keineswegs, sie können doch überhaupt nichts dafür. Und – es sei ihnen gegönnt.

      Was mich aber ärgerlich macht, ist, wir hätten gar nicht gewusst, wohin wir unsere Kinder bringen sollten. Man hatte großes Glück, wenn man einen Kindergartenplatz ergatterte. Eine Großmutter, das war ein riesen Glücksfall! Kindertagesstätten gab es keine. Also blieb uns hier nichts anderes, als Teilzeit zu arbeiten. Was natürlich eine geringe Rente ergibt, auch wenn man versicherungspflichtig arbeitete.

      Und zudem finde ich auch noch, dass auch die heutigen Mütter ungerechte Einschränkungen in der Rentenversorgung haben. Die Politik muss endlich gerecht für alle handeln. Ohne uns Mütter würde es nämlich keine Kinder geben.

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  9. Gleißner Sieglinde 22. März 2018 at 13:59

    Ich möchte mich diesen Kommentaren anschließen. Es ist völlig aus den Regeln des Anstandes gerissen Mütter die Kinder vor 92 geboren haben so zu betrügen und zu Müttern zweiter Klasse herabzustufen. Habe ebenfalls 2 Kinder großgezogen mit keinem Grippenplatz und nach Arbeitszeiten die nach der Arbeitszeit meines Mannes lagen. In Heimarbeit in Minijobs teilweise niedriges Niveau und jetzt als Dankeschön wird man dekradiert als Zweiter Klasse. Mein Glaube an die Politik ist auch unterstes Niveau. Aber wir haben’s la anscheinend nicht besser verdient, denn auf der Straße findet man uns nicht um uns endlich dagegen zu wehren und unseren hochbezahlten Politikern auch einmal Punktabzug zu geben. Die haben’s auch noch immer nicht geschnallt, dass viele Protestwähler schon übergelaufen sind. Aber ich hoffe immer noch das sich noch etwas ergeben könnte wenn sich doch endlich noch mehr wehren würden. Mit Klagen müssen wir uns zur Wehr setzen sonnst tut sich weiterhin nichts.

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    1. vielen Dank für den Kommentar. Er drückt genau aus, was momentan schief läuft in diesem Land.

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  10. Mechthilde Lagleder 21. März 2018 at 0:24

    Danke Herr Achatz für Ihren hervorragenden und wertvollen Artikel!
    Morgen Fahre ich nach München. Ich bin ehrenamtl. Diözesanvorsitzende im KDFB (Katholischer Deutscher Frauenbund) Diözesanverband Augsburg e.V.
    Als Mitglied im Forum Gesellschaft, Politik und Medien des KDFB Landesverbandes, Schraudolphstrasse 1 in München, setzen wir uns auch für die Rentengerechtigkeit ein.
    Allein auf die Initative des Frauenbundes wurde der 2. Rentenpunkt für Frauen, die Ihre Kinder vor 1992 geboren haben, in der Politik durchgesetzt.
    Damit sind wir aber nicht zufrieden! Wir haben uns zusammen mit vielen Verbänden und Gewerkschaften für den 3. Rentenpunkt eingesetzt.
    Ja, Sie haben Recht, die Mütterrente II ist wieder MURKS!
    Bei unserer Bundesdelegiertenversammlung 2016 in Bonn (dort bin ich Delegierte), haben wir den Dritten Rentenpunkt für alle Mütter mit einem Antarg bei der Bundesregierung gefordert und zwar anrechnungsfrei!
    Was hilft es den Frauen, die Sozialhilfe empfangen und die Rentenpunke nur gegengerechnet werden. Diese Frauen bekommen keinen Cent mehr! Das geht gar nicht. Diese Frauen haben Kinder zur Welt gebracht, meist gar nicht oder in Teilzeitverträgen schlecht verdient, um ihren Beitrag für ihre Kinder und somit für unsere Gesellschaft zu leisten. Diese Frauen brauchen das Geld heute und nicht erst morgen!
    Deshalb werde ich nicht eher ruhen, als dass UNSERE FORDERUNGEN in der Politik durchgesetzt sein werden.

    Bitte beachten Sie auch unsere Veranstaltungen unter https://www.frauenbund-augsburg.de/veranstaltungen: Soziale Frauenberufe: Hoher gesellschaftlicher Nutzen für wenig Geld. Expertengespräche 2018 zum Thema „Frauen in Frauenberufen“. Politiker, Betroffene, Vertreter der Kammern und Innungen sowie Arbeitgeber und Gewerkschaften und alle Interessierte sind eingeladen, über Pflege- und therapeutische Berufe zu diskutieren. Es soll ein Netzwerk zwischen den verschiedenen Berufsgruppen gebildet werden, Frauen sollen informiert und mobilisiert werden.

    Danke für Ihr journalistisches Engagement! Wie sollen es die Menschen erfahren? Danke!

    Mit freundlichen Grüßen
    Mechthilde Lagleder

    Antworten

    1. Helmut Achatz 21. März 2018 at 8:14

      Liebe Frau Lagleder, Ihr Kommentar hat mich ermutigt, weiter so kritisch wie bisher zu schreiben. Der Sozialpolitik ist deutlich anzumerken, dass sie vielfach Flickschusterei ist. Danke für den Hinweis auf den Frauenbund. Ich nehme den Link gleich in meine Linksammlung auf. Es würde mich freuen, wenn wir in Kontakt bleiben. Viele Grüße Helmut Achatz

      Antworten

      1. Mechthilde Lagleder 22. März 2018 at 21:26

        Lieber Herr Achatz,

        bitte schreiben Sie mir gerne eine E-Mail. Ich leite bei uns im Diözesanverband auch das Bildungswerk und wir halten bei Podien auch gerne einen Platz für engagietre Journalisten frei!
        Ich habe gestern in unserem Forum Gesellschaft, Politik und Medien in Landesverband Bayern Ihren Artikel, Ihren Blog und auch den entsprechenden Passus aus dem Koalitionsvertrag vorgestellt.
        Natürlich ist vom Frauenbund bei der Bundesregierung bereits diese Lösung scharf kritisiert worden und wir haben unsere Forderungen nochmals verstärkt.
        Ich brauche Ihnen nicht erzählen, wie zäh solche Verhandlungen sind.
        Aber steter Tropfen höhlt den Stein!
        Also machen wir fleißig weiter!

        Ja, bitte machen Sie weiter, nur die „unbequemen“ erreichen etwas für die Benachteiligten.

        Mit freundlichen Grüßen
        Mechthilde Lagleder

        Antworten

        1. Liebe Frau Lagleder,
          der Link zum katholischen Frauenbund Augsburg ist in meiner Link-Sammlung aufgenommen. Ich war auf der Veranstaltungsseite: sehr interessant.

          viele Grüße
          Helmut Achatz

          Antworten

    2. Elisabeth Deininger 1. April 2018 at 16:16

      Hallo Frau Lagleder,
      bitte, bitte bleiben Sie dran, Sie sind ein Hoffnungsschimmer für alle Betroffenen, dazu gehöre ich auch.

      Antworten

  11. Eigentlich hatte ich mich schon auf den zusätzlichen Rentenpunkt (sprich etwa 30 Euro mehr Rente) gefreut. Aber Pustekuchen, habe leider aus gesundheitlichen Gründen nur 1 Kind 1963 zu Welt gebracht. Bin 76 Jahre, sollten die Politiker sich in den nächsten Jahren doch noch zur „Gerechtigkeit“ entschließen, werde ich das wohl nicht mehr erleben. Zum Glück habe ich 47 1/5 Jahre gearbeitet und kann von meiner Rente leben.

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  12. Klaudia aus Köln 12. März 2018 at 10:36

    Meine Tochter wurde 1979 geboren.
    Ich habe mir nach meiner Scheidung als alleinerziehende Mutter jeden Pfennig abgespart (bei anfangs 50,– DM Kindergeld und lang erkämpften Unterhalt) .
    Außerdem habe ich jeden Monat zusammen mit meinem Arbeitgeber in die Direktversicherung eingezahlt.
    Was ist der Dank dafür, dass ich nun nach knapp 50 Jahren Berufstätigkeit in Rente gegangen bin???
    Eine wirklich niedrige Rente! Eine Doppelverbeitragung der Direktversicherung! Einen Rentenpunkt weniger, weil ich ja nur ein Kind habe……
    Vielen Dank liebe Politiker, die ihr ja diese Problematik gar nicht kennt und nur Augenwischerei betreibt!

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    1. Besser lassen sich die Probleme kaum beschreiben. Die Umverteilung der Regierung erfolgt nach Gutsherrenart.

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    2. Edith Tumminelli 12. März 2018 at 17:13

      Die Sache mit der Direktversicherung ist auch so eine große Ungerechtigkeit. Das ging damals klammheimlich über die Bühne. Ich glaube die Krankenkasse haben damals geklagt und – recht bekommen. Obwohl die Einzahlungsbeträge sehr wohl bereits versichert gewesen sind. Das kostet mich nun ca. 8000 Euro.

      Ja, und auch ich wurde um je einen Punkt geprellt, zwei Kinder. Aber lesen Sie nur, welch großer Schritt diese Zweiteilung der Mütter wiederum geworden ist. Also ich habe Mühe, die Politik noch ernst zu nehmen.

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      Sehr geehrte Frau Tumminelli,

      haben Sie vielen Dank für Ihre Nachricht, in der Sie sich auf die Mütterrente beziehen.

      Es ist der CSU zu verdanken, dass Mütter, deren Kinder vor 1992 geboren wurden, seit dem 1. Juli 2014 Anspruch auf die sogenannte Mütterrente haben. Die CSU hat mit der Einführung der Mütterrente, also mit dem 2. von 3 Rentenpunkten, bereits einen großen Schritt für mehr Anerkennung, Gerechtigkeit und Sicherheit im Alter getan.

      Im Bayernplan haben wir die Mütterrente II gefordert, um die Gerechtigkeitslücke gänzlich zu schließen. Sowohl bei den Sondierungsgesprächen für ein Jamaika-Bündnis als auch für eine Neuauflage der Großen Koalition standen alle anderen Parteien außer der CSU der Mütterrente II ablehnend gegenüber. Der gefundene Kompromiss, den wir bereits bei den Jamaika-Sondierungen durchsetzen konnten und der den 3. Rentenpunkt für Mütter, die drei und mehr Kinder vor 1992 zur Welt gebracht haben, vorsieht, ist daher ein großer Erfolg der CSU. Von dem vereinbarten Kompromiss, würden knapp 30 % aller betroffenen Mütter profitieren. Damit haben wir viel erreicht für die besondere Zielgruppe kinderreicher Familien.

      In Anbetracht der bundespolitischen Konstellation und vor allem mit Blick auf den Widerstand der SPD ist der erzielte Kompromiss ein maximaler Erfolg für die CSU. Dennoch betrachten wir den gefundenen Kompromiss nur als Einstieg in die Mütterrente II und halten – unter Berücksichtigung der Finanzlage – an unserem langfristigen Ziel fest, dass alle Frauen, deren Kinder vor 1992 geboren wurden, unabhängig von der Anzahl ihrer Kinder ebenso 3 Rentenpunkte erhalten sollen. Die volle Gleichstellung wollen wir spätestens in der nächsten Legislaturperiode erreichen.

      Als engagierter Bürger haben Sie eventuell auch an anderen politischen Themen Interesse. Ich darf Sie gerne einladen, sich auf unserer Homepage csu.de zu informieren.

      Mit freundlichen Grüßen

      Florian Dellinger
      Service Büro

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      Mir kommen gleich die Tränen.

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      1. Klaudia aus Köln 12. März 2018 at 19:00

        Ja da reichen die Taschentücher auch mir nicht!!!!
        In meinem Text habe ich nicht erwähnt, dass ich fast 50 Jahre Vollzeit gearbeitet habe. Das nur mal so nebenbei. Und ganz ehrlich ärgert es mich, dass ich noch nicht mal so wenig verdient habe und jetzt nur ein bisschen über der „gewünschten/geforderten“ Mindestrente liege. Ist das gerecht? Es kann doch nicht sein, dass man in diesem Land so lange einzahlt hat und letztendlich auch nicht besser gestellt ist, als Menschen, die wenig oder gar nicht gearbeitet haben.
        Der eine Rentenpunkt in der Mütterrente hätte mir schon eine kleine Genugtuung bereitet, da bin ich ehrlich, auch wenn das möglicherweise Andere nicht verstehen können.

        Antworten

      2. Bin Jahrgang 1948 – habe 2 Kinder anfangs noch ohne jegliches Kindergeld großgezogen. Kinderbetreuungsangebote gleich null – also blieb nur entweder viel Geld für private Betreuung zu zahlen, bzw. entgegengesetzt Schicht, bzw. Teilzeit zu arbeiten. Von einem kostenlosen Kindergartenplatz, Ganztagsschulen usw. hat man nicht mal geträumt. Erziehungsgeld etc. war eh unbekannt. 12 Wochen Mutterschutz das war es.

        Habe schon die erste Regelung nicht verstanden – Warum für einen Teil der Mütter 3 J. und die anderen nur 1 Jahr? Wenn das Geld nicht reicht, dann doch bitte für alle gleich. Die Erziehungsarbeit ist doch nicht vom Geburtsjahr abhängig? Jetzt die Nachbesserung wieder das gleiche Spiel. Einziger Vorteil für den Staat – ein Teil der Mütter dürfte die endgültige Angleichung nicht mehr erleben.

        Die Abschaffung von Vorteilen – wie Rentenbezug für berufstätige Frauen mit 60J – ging dafür recht schnell, bzw. bescherte mir dann 18 % Rentenabzug. War man arbeitslos, blieb einem nichts anderes übrig als es hinzunehmen. Wer stellte bei 8% Arbeitslosenquote Frauen mit 55 + ein?

        Bei der letzten Änderung „kein Abzug bzw. nur teilweisen Abzug nach 45 Beitragsjahren“ – wurden auch nur bestimmte Jahrgänge herausgesucht (Geburtsjahrgang 52-62) nicht etwa ein bestimmter Stichtag. Wie man auf so einen Idee kommen kann wird sich mir nie erschließen.
        So hat mein Mann nach über 47 Jahren – überwiegend Schichtarbeit – ebenfalls Abzüge.

        Aber als normaler Arbeitnehmer der Steuern und Sozialversicherung bezahlt, muss man Gedankengänge und Entscheidungen von Politikern nicht verstehen?

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        1. Schon bei dieser unsäglichen Regelung 1992 oder 93 habe ich diese Benachteiligung überhaupt nicht verstanden. Eigentlich hätte ich ja sofort aufgemuckt, aber – hättest du auch noch die Zeit gefunden dich hier groß einzubringen. Also ich nicht, man war beschäftigt mit ständigem Arbeiten, Haushalt, und den Kindern. Tatsache ist, dass wir von diesen ganzen Vergünstigungen, die es heute gibt, nicht mal die Zeit hatten zu träumen.

          Kindergeld, ich glaube für den Ältesten gab es das erst nach 6 Jahren. Doch ich glaube, das interessiert doch keinen, heute kümmern wir uns großartig um Menschen, die hier auch nie nur einen Cent eingezahlt haben. Ich empfinde das als höchst ungerecht.

          Und ja, ich muss mich auch wundern wie wenig das – und wenn überhaupt von der Öffentlichkeit immer nur negativ, als wollten wir ein Gnadenbrot – wahrgenommen wird.

          Und nun wieder diese Bevorzugung als großen Schritt zu feiern, also bitte!

          Übrigens, gearbeitet habe ich auch immer.

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      3. Elisabeth Deininger 1. April 2018 at 16:13

        Hoffentlich erleben dies die davon Betroffenen noch – in der nächsten Legislaturperiode – so spart man viel Geld!!!!!

        Antworten

  13. Gisela Arendt 9. März 2018 at 17:00

    Ja, es ist eine zum Himmel schreiende Ungerechtigkeit. Leider reagieren die Medien noch die Parteien auf diese Angelegenheit. Es ist bisher alles gesagt worden.
    Wann wehren wir uns endlich? Wir sollten uns zusammen schließen und uns gemeinsam wehren. Selbst in den Talkrunden bei Plasberg usw. werden die Falschinformationen weitergegeben und es erfolgt keine Klarstellung.

    Antworten

    1. Helmut Achatz 9. März 2018 at 18:15

      Da hilft nur demonstrieren und auf die Straße gehen.

      Antworten

    2. Vokmann, Hildegard 14. April 2018 at 12:10

      Ich ärgere mich auch immer wieder über Falschinformationen in den Talkrunden..

      Für mich ist das einfach unfassbar!

      Antworten

  14. Es ist schon unglaublich was da wieder verzapft wird. Warum müssen Abgeordnete sich die Taschen voll machen und Mütter mit einem oder zwei Kindern das Nachsehen haben. Bei jeder Neuregelung bekommen wir es nur mit einem Flickwerk zu tun. Es wird Zeit sich mehr für die Belange der Familien einzusetzen und nicht einstimmige Diätenerhöhungen zu beschließen.

    Antworten

  15. Sehr geehrter Herr Achatz,

    wir sagen auch, dass die Mütterrente 2 ungerecht ist. Die GroKo soll ja laut dem Abstimmungsergebnis vom 04.03.2018 kommen. Damit auch die Wunschrente der CSU. Damit werden Erziehende mit weniger als 3 Kindern ohne erkennbaren und nachvollziehbaren Sachgrund benachteiligt. Kommt die Regelung wirklich so, geht eine Klagewelle los. Aus unserer Sicht zu Recht!
    Das die SPD dies mitmacht ist schon äußerst erstaunlich, zumal sie sich bei der Bürgerversicherung auch nicht durchsetzen konnte.
    Wir hoffen, dass die Mütterrente 2 für alle Mütter und Väter denen Kindererziehungszeiten zugeordnet werden, kommt. Ohne Anrechnung auf die Grundsicherung. Was ja schon zu Nahles-Zeiten ein riesen Skandal war!
    Beste Grüsse aus Halle
    Peter Knöppel
    Rechtsanwalt und Rentenberater

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    1. Helmut Achatz 4. März 2018 at 17:17

      Danke für den Kommentar 😉

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  16. Rheinheimer Irma 25. Februar 2018 at 20:02

    Es ist. einfach nicht zu glauben, dass die etablierten Parteien bei den Wahlen immer noch nicht kapiert haben, dass es mit ihrem Flickwerk so nicht weiter gehen kann.
    Es wird von Gerechtigkeit schaffen nur gesprochen, aber die Umsetzung fördert andere Fakten zutage. Nur die Mütterrente zu nennen, die mit Ungerechtigkeit gegenüber der Mütter, die „leider“ nur einem oder zwei Kindern das Leben vor 1992 schenkten, Gerechtigkeit für die Mütter mit 3 oder mehr Kindern schaffen wollen.
    Einfach nur fatale Zustände, statt allen erst mal einen halben Punkt zukommen zu lassen.
    Wenn die Mütter, die bei der Umsetzung ungerecht behandelt werden, künftig nur noch Protest wählen, dann bekommen diejenigen,die mit Unrecht noch punkten wollen, ihre gerechte Quittung. Erst dann wird bemerkt, was das Wort Gerechtigkeit bedeutet in jeglichem Sinne.

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  17. Mütterrente:
    So soll die Mütterrente erweitert werden. Müttern, die ihre Kinder vor 1992 bekommen haben, soll künftig auch das dritte Erziehungsjahr angerechnet werden. Laut Sondierungsvereinbarung soll das aber nur für Mütter gelten, die drei und mehr Kinder vor 1992 zur Welt brachten. Ganz offensichtlich sind Mütter die weniger als 3 Kinder geboren haben, weniger wert als solche, die 3 und mehr Kindern geboren haben. Es gibt also in Deutschland nach dem Verständnis der Politiker Mütter 1. Klasse und Mütter 2. Klasse. Das ist nur noch menschenverachtend und diskriminierend. Haben Politiker eigentlich keine Mütter? Jede Mutter die ein Kind gebärt, bringt einen künftigen Beitragszahler zur Welt, der später. auch die überdimensionierten Diäten von Politiker mit finanziert. Wann kapieren unsere Politiker endlich, dass Mütter Menschen sind und keine Gebärmaschinen, die je nach Produktivität beurteilt werden? Das ist Fakt. 2,8 Millionen Frauen profitieren von Mehrwertrente Rund 30 Euro mehr Mütterrente – das haben Union und SPD in Sondierungsgesprächen ausgehandelt. Laut Medien würde dieses Vorhaben allerdings nur einen Viertel der Rentnerinnen mit vor 1992 geborenen Kindern zugutekommen. Demnach haben zwar insgesamt 9,7 Millionen Rentnerinnen Kinder vor 1992 geboren, aber nur 2,8 Millionen von ihnen haben drei oder mehr Kinder vor diesem Jahr zur Welt gebracht. Nur sie könnten mit der von CDU/CSU und SPD geplanten Erhöhung ihrer Renten um rund 31 Euro im Monat rechnen. Alle anderen Mütter gingen dagegen leer aus. 30 Euro lachhaft und da brüsten die sich. Man merkt das in den Altparteien nur Kinderlose stecken wenn man überlegt wie schmerzhaft eine Geburt sein kann dann ist es nur Hohn und diese Mütter sollen noch vor dieser Regierung auf die Knie fallen wegen 30 Euro mehr Rente. Haben
    die sich schon überlegt wie viel Steuern diese Kinder bezahlt haben, selbst im Kindesalter. Bestimmt nicht, Hauptsache die Diäten stimmen und die Flüchtlinge bekommen ohne was eingezahlt zu haben genug Geld aber der Deutsche darf schuften soweit es ihm halbwegs gut geht oder sich mit dem Mindestlohn ab Mühen muss. CDU und SPD feiern sich und denken dass sie ihre Wähler wieder bekommen. So nicht und das ist gut so. Veräppeln kann ich mich alleine.

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  18. Für mich … Verzeihung!!! ist das das Letzte! Wie oben Erika bereits geschrieben hat, auch in den 80ern war es noch schwer überhaupt einen Betreuungsplatz zu bekommen. Wir sind immer noch die Mütter 2. Klasse. Was ich nicht verstehe, ich versuche seit das bekannt wurde, Mütter zusammen zu trommeln, weil wir uns SOWAS nicht gefallen lassen dürfen, leider ohne Erfolg. Im Moment wird ja so viel von der „sachgrundlosen Befristung“ gesprochen. Ich möchte das Wort „sachgrundlos“ aufgreifen und behaupten, diese Einschränkung für Mütter mit „nur“ zwei beziehungsweise einem Kind ist sachgrundlos. Ich habe an die CSU geschrieben, einen Grund konnte ich aus der Antwort nicht heraus lesen – ich gehe davon aus, es war eine Standardantwort. Aber wenigstens habe ich eine Antwort erhalten – noch 2 Mails gingen an die SPD – bis heute, nach fast einer Woche, keine Antwort. Und wie hier bereits erwähnt wurde, über den „kleinen“ Zusatz, dass den zusätzlichen 3. Punkt für vor 1992 geborene Kinder nur die Mütter erhalten, die 3 oder mehr Kinder haben, wird kaum berichtet.

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    1. Edith Tumminelli 10. Februar 2018 at 16:52

      Ach, die SPD antwortet anscheinend grundsätzlich nicht auf mails. Die sind besonders bürgerfreundlich. Und ja, CSU hat geantwortet, CDU gleichfalls, sie meinten, dass sie mit der verhandelten „gerechten“ Mütterrente einen großen Schritt getan haben. Da habe ich gelacht!

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  19. Bisher waren wir Mütter, die den Mut hatten, in einer Zeit Kinder zur Welt zu bringen, als uns dafür noch nicht die Füße geküsst wurden, Mütter 2. Klasse, nun werden wir zur 3.klassigen Müttern zurückgestuft.
    Ich habe zwei Kinder, beide haben studiert, haben Familie, selbst zusammen 5 Kinder und verdienen heute einen Haufen Geld, den sie natürlich brav versteuern. Dafür habe ich 12 Jahre darauf verzichten müssen, in meinem eigenen, ebenfalls sehr ordentlich dotierten Job zu arbeiten – während der damaligen Kindergarten-Öffnungszeiten von 8 – 11.45 (!): keine Chance! In den Siebzigern war es nur äußerst schwierig, eine vernünftige Kinderbetreuung zu organisieren, wenn man nicht gerade ein absoluter Sozialfall war. Und die Kosten für eine private Betreuung waren üblicherweise so hoch, dass die Mütter „gleich zu Hause bleiben konnten“. Wir lebten damals durch den Job meines Mannes bedingt in einem anderen Bundesland als unsere Familien, die dadurch für die Betreuung unserer Kinder nicht zur Verfügung standen und mein Mann glänzte als Wochenend-Papa unserer zwei hyperaktiven Kinder. Ich hatte keine andere Wahl als „nur Hausfrau und Mutter“ zu sein.
     
    Als Dankeschön kommt jetzt für mich und zigtausende anderer betroffener Mütter die Ohrfeige der Groko. Haben sich die Herren Politiker eigentlich mal überlegt, wie sich die Mütter von vor ’92 fühlen?! Zumindest die, die es lediglich zu einem oder zwei Kindern gebracht haben? Und wie wir im Artikel lesen, sind diese Mütter in der Mehrzahl. Halt – da gibt es natürlich noch eine Ausnahme: Ausländerfamilien verfügten schon zu dieser Zeit meist über eine größere Kinderschar. Ist den Damen und Herren in Berlin eigentlich klar, welcher Zündstoff das beinhaltet?! Unsere Gesellschaft ist ohnehin mehr und mehr ausländerfeindlich eingestellt, wollen Sie AfD und Pegida-Bewegung noch mehr Hass-Potential an die Hand geben? Ich möchte betonen, dass ich jeder Mutter, egal welcher Nationalität, die gleiche Mütterrente, gestaffelt nach Anzahl des Nachwuchses, von Herzen gönne, natürlich als gesamt-gesellschaftliche Angelegenheit aus Steuermitteln finanziert. Hätten wir damals unsere Kinder nicht bekommen, erzogen und für ihre Ausbildung eingestanden, stünde es jetzt schlecht um die Wirtschaft, die ohnehin händeringend nach Fachkräften sucht.

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    1. Danke für den Kommentar. Das habe ich mir so ähnlich auch gedacht, als ich las, dass die Mütterrente für Mütter mit Kindern vor 92 gestaffelt nach Kinderzahl eingeführt. Die Politiker haben einfach die Bodenhaftung verloren.

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      1. Moin Herr Achatz, ich habe 3 Kinder allerdings eines 1992 geboren und die älteren 88 und 89. So wie ich das verstehe, bekomme ich keine Erhöhung weil nur 2 kinder vor 92 geboren wurden. Ist das richtig? Lieben Gruß

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        1. Hallo Malice, ich gehe davon aus, dass es für alle drei Rentenpunkte gibt. Für das ’92 geborene Kind bekommst du sowieso drei Punkte und für die anderen sehr wahrscheinlich auch, denn für die beiden anderen gab es ja schon bisher zwei Punkte. Ausschlaggebend ist der Groko wohl, dass auch die bislang benachteiligten Mütter mit einem Punkt mehr besser gestellt werden.

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          1. Ich bekomme Erwerbsminderungsrente und habe das Glück genau an der Grenze zur Mindestsicherung zu liegen, daß heißt das Erhöhungen tatsächlich ankommen wenns denn welche gibt. Danke Ihnen für die schnelle Antwort und ganz liebe Grüße 🙂

          2. Brigitte Deschner 16. Februar 2018 at 2:45

            Glauben Sie das wirklich? Ich denke da immer noch an an die letzte von Frau Nahles so in Szene gesetzte Änderung – nach 45 Beitragsjahren, kein Rentenabzug – haha, stellte sich dann auch nur für ein paar zufällig? ausgewählte Jahrgänge heraus. Da so gut wie kein Politiker mehr aus dem normalen Arbeitsleben kommt, haben sie wohl jegliche Realität verloren und kommen auf die irrwitzigsten Ideen. Man kann ja alles noch undurchsichtiger und komplizierter gestalten. Den Politikern ist ja eine Pension sicher, von der ein Pflichtversicherter nicht mal träumt.

  20. einfach jetzt sch auf den tisch hauen

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  21. Leider berichten die Medien sehr ungenau..Ich lese meist „Ein Rentenpunkt für drei Kinder ,die vor 1992 ggeboren wurden“…So in den Textnachrichten der Öffentlich -Rechtlichen Sender..Bedeutet das nun im Ernst einen einzigen Punk für drei Kinder? Oder ein Punkt PRO Kind? Und-wird die Erhöhung noch 2018 in Kraft treten?

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    1. Es müsste heißen: ein Rentenpunkt mehr für Kinder, die vor 1992 geboren wurden. Das gilt indes nur, wenn eine Frau drei und mehr Kinder hat. Für eine Frau mit nur einem Kind oder zwei Kindern, die vor 1992 geboren wurden ändert sich nichts. Sie werden auch künftig nur zwei Rentenpunkte pro Kind bekommen, so zumindest sieht es das Sondierungspapier vor. Für Kinder, die nach 1992 geboren wurden, gibt es drei Rentenpunkte pro Kind.

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      1. Vielen Dank für die Antwort..gestern berichtete dies einzig und allein der Focus..Also,drei Punkte PRO Kind ,das ist ein warmer Regen..ich bin in dieser priviliegierten Lage,finde es aber höchst ungerecht den Müttern mit weniger als drei Kindern gegenüber..Ich muss aber auch sagen.dass wir keinerlei Protestkultur pflegen.GERADE wir Frauen dieser Generation. Wir sollten massenhaft auf die Straßen gehen. Aber noch nichtmal eine Online-Petition findet viele Unterzeichner..Leider..Und so wissen die Politiker,mit wem sie es machen können.

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        1. Genau hier haben Sie recht! Mir scheint, dass es die Betroffenen z. Teil ziemlich gleichgültig lässt. Das muss in der Politik bekannt sein, deswegen tun sie auch für uns gar nichts.

          Vor ein paar Tagen, ich denke es war der 08.02., da hat der Kabarettist Andreas Rebers bei Schleich-Fernsehen, den Nagel auf den Kopf getroffen. Das muss man sich ansehen (Alte Frauen raus, junge Männer rein). Es ist eine Schande, dass in einem so reichen Land die Frauen komplett im Regen stehen gelassen werden. Zudem glaube ich, dass das diskriminierend ist. Müssen wir uns wirklich alles gefallen lassen? Ich zumindest zeichne jede Petition gegen diese unglaubliche Regelung.

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  22. NOCH MEHR MURKS ist, dass im Sondierungspapier steht:
    „Diese Verbesserungen bei der Mütterrente durch einen 3. Punkt sollen für Mütter gelten, die drei und mehr Kinder vor 1992 zur Welt gebracht haben.“
    Wenn das Absicht ist und nicht nur einfach „Sprachschlamperei“, dann heißt das: „Wenn das dritte Kind am 1. Januar 1992 oder später geboren wurde, dann fallen die ersten beiden Kinder bei der MR II wieder unter den Tisch!“, weil dann NUR ZWEI Kinder VOR dem 01.01.92 geboren wurden.

    Man mag das jetzt für spitzfindig halten, aber meiner Erfahrung nach argumentieren Politiker und urteilen Richter später so etwas buchtabengetreu.

    Von der Gleichstellung der Adoptivmütter ist weiterhin keine Rede. Die Punkte bekommt die Frau, die die Kinder GEBOREN hat und leider nicht die, überwiegend die die ERZIEHUNGSARBEIT geleistet hat.

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