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Tag 21 meiner Tour de France – zweiter Ruhetag und wieder kein weißer Punkt. Heute bleibe ich in Barcarès bei Nicole und Roger. Am Morgen verabschiede ich mich von meiner Tochter und meinem Schwiegersohn. Sie müssen am Montag wieder zurück sein in München. Nach dem gemeinsamen Frühstück brechen sie auf Richtung Jura. Alors, „bonne Route“.

Bergeweise Austernschalen

Ich fahre zusammen mit Nicole und Roger nach Leucate zum Austernzüchter. Im Ort reiht sich eine Bude neben die andere – überall werden Austern, Muscheln und Shrimps sowie Gambas verkauft. Am Ende der Budenreihe türmt sich ein mannshoher Berg auf, bestehend aus Austernschalen, zwischen Bojen und Netzen. Natürlich verkaufen die Austernzüchter nicht nur Austern, sondern laden gleichzeitig zur „Degustation“ ein. Das heißt, die Franzosen essen und trinken hier „Fruit de Mer“ und dazu einen „Grenache“ oder „Muscadet“, mit Zitrone und Baguette. Wir nehmen drei Dutzend Austern mit und einen Sack Muscheln fürs Abendessen. Für zwei Euro pro Dutzend öffnet uns der Patron die Austern, so dass wir damit keine Probleme haben. Austern selbst zu öffnen, ist eine unfallträchtige Sache. Es passiert schon mal, beim Öffnen mit dem Messer auszurutschen – und dann schlitzt das Messer die Haut auf.  Es bedarf Übung, dass so ein Malheur ausbleibt. 

Keine Pfingstferien in Frankreich

Daheim angekommen, arrangiert Roger die Austern auf einem Teller, dazu ein paar Zitronenscheiben und etwas Brot, begleitet von einer Flasche Weißwein. Dank leichtem Wind lässt es sich auf der Terrasse aushalten. 

Der Campingplatz hat einen Aqua-Park, sprich Schwimm- und Planschbecken sowie mehrere Wasserrutschen. Für meinen Geschmack ist das Wasser eher zu warm. Zurzeit sind eher ältere Paare da und jüngere mit nicht-schulpflichtigen Kindern. In Frankreich gibt es keine Pfingstferien, das heißt, Eltern mit schulpflichtigen Kinder fehlen. Die Hauptsaison beginnt Anfang Juli, wenn die Schulferien in Frankreich beginnen. 

Pommes mal anders

Wir treffen uns am Abend wieder zum Muschelessen. Da Nicole und Roger aus Belgien kommen, gibt’s zu den Muscheln natürlich Pommes Frites – das Wort kommt übrigens von Pommes de Terre, Erdäpfel, die frittiert werden. Nicole schneidet die Kartoffeln in Schnitze und frittiert sie in Öl. Das ergibt einen anderen Geschmack als tiefgefrorene Pommes Frites. Davor ein paar Scheiben Salami und ein paar Chips zum Sangria – so lässt es sich aushalten. 

Etwas geplättet tappse ich zurück zu meinem Wohncontainer. Eigentlich wollte ich den Blogbeitrag noch am gleichen Abend schreiben, aber wie das halt so ist, verschiebe ich das Schreiben auf morgen. 

 

 

Bon l’après-midi et à demain!

Posted by Helmut Achatz

Vorruheständler, Journalist, Börsianer, Vorstand VHS Olching, Wirtschaftsingenieur,

2 Comments

  1. Danke. Genau dieses Gefühl hatte heute am Marktplatz von Barcarès Village bei einem Glas Wein und einer Gaspacho

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  2. Christel Endlich 11. Juni 2017 at 18:22

    Herrlich…ich habe schon den Geruch der Meeresfrüchte in der Nase…und spüre den Wind vom Meer! Wunderbar Deine Beschreibung! Weiter tolle Zeit! Grüße aus Waiblingen bei Stuttgart, heute 30 Grad und kein Lüftchen weht….!

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