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Tag 20 meiner Tour de France – heute gibt’s keinen weißen Punkt, denn wir nehmen das Auto, um zwei Häfen, Port-Vendres und Collioure zu besuchen. Der Hundekäfig von Danjo passt perfekt ins Auto von Roger, so dass wir mit einem Auto fahren können. Es geht über Sainte Marie Plage nach Argelès-Plage weiter nach Porte-Vendres. Das Besondere an Port-Vendres – der Name soll sich von Portus-Venerisch (Hafen der Venus) ableiten – ist das natürlich Hafenbecken, das tief genug ist für große Schiffe. 

Port-Vendres hat wohl schon eine glorreichere Vergangenheit gesehen. Der Hafen war früher mal wichtig für den Handel mit Nordafrika. Als Frankreich seinen Arm nach Marokko, Algerien und Tunesien ausgestreckt hat, ist Port-Vendres aufgestiegen. Von hier aus müssen früher wohl regelmäßig Handels- und Passagierschiffe nach Nordafrika übergesetzt haben. Heute spielt der Hafen in dieser Beziehung keine Rolle mehr. Die Rolle haben andere Häfen übernommen. So ein bisschen ist noch etwas zu spüren von der glorreichen Vergangenheit, ablesbar an der Anlage der Häuser, Treppen und Plätze – und des Obelisken zu Ehren von Ludwig, dem 16. 

Austern, Austern, Austern

Wir Speisen im Restaurant Côté Mer Côté Gers – dreimal das Menü für 24,50 und zweimal à la carte. Natürlich gehören hier Austern dazu. In Leucate sind ja gleich mehrere Austernzüchter. Da Nicole und Roger dabei sind, kennen Sie sich natürlich hier aus – und wir reservieren einen Tisch. Port-Vendres ist auch immer noch Fischereihafen. Im größten Fischladen am Ort kaufe ich Salicornes, auf deutsch Queller. Sie wachsen vor allem in Salinen, sehen aus wie Miniatur-Spargel – und schmecken salzig. Lässt sich roh essen, blanchieren – und passt gut zu Fisch. Das alles für 1,72 pro 115 Gramm. 

Blick durch den Rahmen

Weiter nach Collioure, einem malerischen Hafen wenige Kilometer entfernt. Der Strand ist geschützt und liegt malerisch zwischen den Felsen – so ein klein wenig wie Nizza an der Côte Vermeille. Hierher kamen auch viele Maler, um die pittoreske Kulisse auf Leinwand zu bannen. Wer am Strand entlang flaniert, stößt automatisch auf metallene Bilderrahmen, die dazu einladen, den Blick des Malers nachzuvollziehen. 

Sorry, die letzten beiden Blogbeiträge sind etwas kürzer – Gespräche, Essen und Ausflüge absorbieren doch einiges an Zeit, da bleibt weniger fürs Schreiben. 

 

Bonne nuit et à demain!

Posted by Helmut Achatz

Vorruheständler, Journalist, Börsianer, Vorstand VHS Olching, Wirtschaftsingenieur,

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