image_pdfimage_print

Tag 14 meiner Tour de France – von Avignon nach Nimes, noch mal vorbei am pont d’Avignon. Heute fahre ich nicht allein, sondern in Begleitung meines Schwiegersohns. Deswegen auch ein Beitragsbild von mir, von ihm aufgenommen. Denn ansonsten schieße ich die Bilder ja. Nun, auf dem Bild ein älterer Herr. Komisch, sich mal von außen zu sehen auf dem Rennrad, mit Helm und im Trikot. Das ist mir so nicht bewusst. Während ich mit einem Jungen radle, spüre ich mein Alter stärker als sonst. Ok, er ist Triathlet und trainiert regelmäßig. Mit den Jahren verliert der Mensch an Muskelmasse und ist eben weniger leistungsfähig. Es ist manchmal nicht ganz so einfach, sich das einzugestehen. Wenn die Jungen mit Leichtigkeit an einem vorbeiziehen, denkst du dir auch: „So könntest du damals auch“. Ich weiß nicht, wie ich mit meinem Vater radelte, der bis ins hohe Alter fit war. Aber irgendwann war ich dann halt doch schneller als er. 

Wenn dann noch andere Zipperlein dazu kommen wie ein Hexenschuss und eine Margen-Darm-Infektion fällt es einem doppelt so schwer, einfach weiter zu radeln. Am Abend in Nimes war ich dann so froh, angekommen zu sein. Der Tag 14 war eine Tortur, ich muss es leider einräumen.

Da hilft es auch wenig vor einem so geschichtsträchtigen Bauwerk wie dem Pont du Gard zu stehen. Irgendwie kann ich das leider nicht ganz so genießen. Ich kannten das Monument ja schon von früheren Reisen. Das Aquädukt ist imposant. Im Moment quälen mich aber Durst, mein Kreuz und Durchfall. 

Der Weg vom Pont du Gard nach Nimes zog sich hin. Immer an einer vielbefahrenen Straße entlang. Die Autos rauschen vorbei, der Anstieg scheint nicht aufzuhören, dazu noch Gegenwind. Das war mehr Quälerei als Freude. 

Ich will damit heute enden … 

 

Au revoir et à bientot

 

Posted by Helmut Achatz

Vorruheständler, Journalist, Börsianer, Vorstand VHS Olching, Wirtschaftsingenieur,

4 Comments

  1. Christel Endlich 4. Juni 2017 at 14:07

    Ich lese sehr gerne die Berichte über Deine „Tour de France“, besonders gefällt mir u.a. die ehrliche offene Schilderung der schönen aber auch der weniger schönen Seiten Wirklich klasse und bewundernswert, dass Du das durchziehst! Weiter viele schöne Radkilometer! Freue mich auf den nächsten Bericht!

    Antworten

  2. M.Meskendahl-Münch 4. Juni 2017 at 11:23

    Wir haben soeben dein spannendes Reisetagebuch gelesen… Chapeau,!!! Was man (du) als angehender Ruheständler so schaffen kann. Weiterhin viele schöne und interessante Begegnungen und ab und zu eine schöne Bahnfahrt wünschen wir.
    A bientot
    Fred u. Marianne

    Antworten

    1. Vielen Dank oder merci beaucoup,
      Ich bin gerade mit meiner Ältesten und meinem Schwiegersohn unterwegs – und hatten das Glück, heute in Nimes zu sein. Da ist gerade Feria, Corrida & mehr, sprich Stierkampf. Wir waren zwar nicht In der Arena, aber die Atmosphäre rund um die Arena waren sehens- und erlebenswert. Davon in einem eigenen Blogbeitrag.

      À bientot

      Antworten

Kommentar verfassen