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Gesundheitsministerin Warken plant drastische Schritte gegen das Milliardenloch in der Pflegekasse: Kinderlose sollen mehr zahlen, Zuschüsse für Pflegeheime sinken.
Die finanzielle Lage der gesetzlichen Pflegeversicherung spitzt sich dramatisch zu. Um ein drohendes Milliardenloch zu stopfen, plant Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) eine tiefgreifende Reform, die sowohl Beitragszahler als auch Pflegebedürftige und ihre Familien hart treffen könnte. Das geht aus aktuellen Medienberichten hervor.
Weniger Leistung und höhere Beiträge
Für alle, die kurz vor dem Ruhestand stehen oder bereits im Rentenalter sind, enthalten die Pläne zwei besonders brisante Kernpunkte:
1. Höhere Belastung für Kinderlose
Wer keine Kinder hat, muss sich wohl auf spürbar höhere Abgaben einstellen. Der Pflegebeitrag für Kinderlose ab 23 Jahren soll laut den Entwürfen auf 4,3 Prozent – Rentnerinnen und Rentner mit Kindern zahlen 3,6 Prozent – angehoben werden. Für Versicherte mit Kindern sollen die Sätze hingegen stabil bleiben. Ziel ist es, die Einnahmenseite der Pflegekassen kurzfristig zu stärken.
2. Kürzungen bei den Heimzuschüssen
Noch gravierender dürften die Pläne für Menschen sein, die auf einen Heimplatz angewiesen sind. Um Kosten zu sparen, sollen die staatlichen Zuschüsse zum pflegebedingten Eigenanteil zeitlich gestreckt werden. Die höheren Entlastungsstufen würden damit erst deutlich später greifen als bisher. Für Heimbewohner und deren Angehörige bedeutet dies im Umkehrschluss: Der ohnehin schon extrem hohe Eigenanteil für die Heimunterbringung wird in den ersten Jahren noch einmal drastisch steigen.
Was bedeutet das für Sie?
Die Pflegeversicherung versteht sich ohnehin nur als „Teilleistungsabsicherung“ – die Deckelung der Kosten im Ernstfall rückt mit dieser Reform jedoch in noch weitere Ferne. Wer den Vorruhestand oder die Altersrente plant, sollte das Thema Pflegevorsorge und die potenzielle finanzielle Mehrbelastung im Pflegefall dringend neu kalkulieren. Die Pläne sorgen bereits vor ihrer offiziellen Vorstellung für scharfe Kritik von Patientenschützern und Sozialverbänden, da eine weitere Welle der Altersarmut durch Pflegekosten befürchtet wird.
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