Warum Genießer gesünder leben

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Genießer leben gesünder? Sich Zeit nehmen und mit Genuss essen – das ist gut für Leib und Seele.

Ernährungspsychologen wissen es schon lang – Genuss und Gesundheit gehören zusammen. Genießer bewegen sich mehr und essen ausgewogener. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt ausdrücklich, achtsam zu essen und zu genießen. Nicht starre Regeln, sondern gute Gefühle fördern ein gesünderes Essverhalten. Das Apothekenmagazin „Senioren Ratgeber“ zeigt, wie wir ganz leicht mehr Genuss lernen.

Genießer fühlen sich wohler

Sich Zeit zum Essen zu nehmen, ist ein wichtiger Punkt. „Kauen Sie jeden Bissen bewusst 20- bis 30-mal, Besteck zwischendurch beiseitelegen“, rät Claudia Scheidler, Diplom-Ökotrophologin aus München. So schmeckt eine Möhre intensiver, wenn wir sie gut kauen und eine Zeit lang im Mund behalten. Mit der Zeit nehmen wir einerseits ihre Süße wahr, andererseits werden auch ihre Aromen frei und erreichen von hinten die Nase. Sprich, die Möhre zeigt, was wirklich in ihr steckt. Ein weiterer Pluspunkt: Wer langsam isst, hört rechtzeitig auf und fühlt sich wohler. Denn das Sättigungsgefühl setzt erst nach 15 Minuten ein. Ein Schnellesser hat dann schon über seinen Hunger hinaus gegessen. Und weil die Verdauung bereits im Mund beginnt, beugen wir mit langsamem Essen auch Völlegefühl vor.

Genießen ist mehr als Essen

Doch Genussfähigkeit hat nicht nur mit Essen zu tun – „Genießen heißt, sich etwas Gutes zu tun und gut für sich zu sorgen“, sagt Jutta Kamensky, die Psychologen und Ernährungsfachleute zu Genusstrainern ausbildet. „Und wenn es Seelenhunger ist, Alternativen zu kennen, was ich sonst tun kann, damit es mir besser geht.“ Seelenhunger – das kann beispielsweise Stress oder Langeweile sein, Frust, Trauer, Alleinsein. Genuss sei beispielsweise auch: in den blauen Himmel blicken, die warme Sonne auf der Haut spüren, an einer Rose riechen. „Ich muss nur eine Wahrnehmung dafür haben“, betont die Genusstrainerin.

Genuss braucht Zeit für Vorfreude

Diese Wahrnehmung lässt sich lernen, erklärt Jutta Kamensky: „Den Blick einfach mal öffnen für die anderen schönen Dinge auf dieser Welt – und dann abgleichen, was tut mir gut, was mag ich, was eher weniger.“ Beim Genusstraining gehe es darum, einen „Vorrat an Genussmomenten“ zu sammeln, auf den wir zurückgreifen können. Und, so Kamensky, auch die Haltung zu entwickeln, sich etwas Gutes tun zu dürfen. Zum Genusstraining gehört aber auch, die Befriedigung von Bedürfnissen aufschieben zu lernen. Denn Genuss braucht auch genussfreie Zeiten, in denen wir Vorfreude kultivieren kann.

Quelle: „Senioren Ratgeber“ 06/2021

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Helmut Achatz

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