Last Updated on 16. September 2020 by Helmut Achatz

Ruhestand – und dann? Anfangs kommen viele Ältere noch gut zurecht, später wird es mühsam. Viele kommen bis ins hohe Alter allein zurecht, aber andere brauchen irgendwann eine Rund-um-Pflege. Was bedeutet das?

Es lohnt sich, jetzt schon an später zu denken, bevor wir durch Krankheit oder Unfall nicht mehr in der Lage sein sollten, selbst zu entscheiden. Wer pflegt uns? Wer kümmert sich um uns? Schon mal darüber nachgedacht? Das klingt im Moment vielleicht abwegig, aber was ist, wenn wir uns nicht mehr allein versorgen können? Wie sieht es aus mit Rund-um-Pflege?

Was ist eine Rund-um-Pflege

Zwar hat sich der Begriff der 24-Stunden Pflege in Deutschland durchgesetzt, doch ist dieser Begriff nicht ganz korrekt. Eine Pflegekraft kann sicherlich nicht 24 Stunden durcharbeiten. Schließlich braucht jeder Mensch Freizeit sowie Ruhepausen – ebenso wäre eine solche Arbeit nicht mit dem deutschen Arbeitsrecht zu vereinbaren. Dennoch steht die Pflegekraft 24 Stunden bereit. In den meisten Fällen wohnen die Pflegekräfte bei den Patienten oder Patientinnen und sind daher auch zur nächtlichen Zeit abrufbereit. Diese Vereinbarung wird jedoch zusätzlich vergütet.

Sicherheit und Flexibilität gewünscht?

Bei der Beanspruchung eines Pflegedienstes wünschen sich die Menschen große Sicherheit, aber auch die Möglichkeit flexible auf die eigenen Wünsche einzugehen. Eine Nonstop-Pflegevermittlung bietet Älteren Flexibilität und Zuverlässigkeit zu günstigem Preis. Wer eine Haushaltshilfe sowie eine Betreuung im Krankheitsfall benötigen, dem steht dieser Dienst beispielsweise mit polnischen Pflegekräften zur Seite – für Rund-um-Pflege. Wer Hilfe braucht, bekommt Unterstützung bei alltäglichen Arbeiten und sogar bei Ausflügen.

Pflegekräfte begleiten Ältere mit Einschränkungen sogar zu regelmäßigen Terminen wie dem Schwimmen im Verein, dem Schachspielen oder ähnlichen Aktivitäten – egal, um welches Hobby es geht.

Voraussetzungen für Rund-um-Pflege

Wer sich für die Rund-um-Pflege entscheidet, sollte mehrere Kriterien abklären. Zunächst einmal sollten er sich im Klaren darüber sein, dass er oder seine Angehöriger dauerhaft mit einer fremden Person zusammenlebt. Das kann dem ein oder anderen schwerfallen, vor allem dann, wenn man schon sehr lange Zeit allein lebt. Zudem muss die Betreuungskraft ein eigenes Zimmer zur Verfügung gestellt bekommen. Ein Klappbett mitten im Flur ist keine Option. Wer eine Pflegekraft engagiert, sollte sich die Frage stellen, wie er die freie Zeit der Betreuungskraft abdecken möchte. Schließlich stehen der Betreuungskraft ein Tag bis zwei Tage in der Woche zu, die zur Erholung dienen müssen. In dieser Zeit muss sich jemand anderes um Sie oder Ihre Angehörigen kümmern.

Zudem gilt es eine Kostenanalyse durchzuführen. Die Betreuung einer Person lässt hohe Kosten entstehen. Diese müssen sicher über einen langen Zeitraum abgedeckt werden können. Sollte Ihr finanzieller Spielraum knapp erscheinen, gilt es, die Frage nach einer 24 Stunden Pflege noch einmal zu überdenken. Unbedingt sollten Sie auch Zuschüsse und Förderungen aus der Pflegeversicherung abklären.

 

Bild von Sabine van Erp auf Pixabay

Posted by Helmut Achatz

Vorruheständler, Journalist, Börsianer, Vorstand VHS Olching, Wirtschaftsingenieur,

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