Last Updated on 15. Juni 2020 by Helmut Achatz

In Südbrandenburg bleibt Rentnern am meisten Geld, in München am wenigsten. Die Kaufkraft der Renten in Deutschland variiert um rund 50 Prozent. Das heißt, Rentner im teuren Bayern können sich deutlich weniger leisten, Brandenburger um so mehr.

Auf halbem Weg zwischen Berlin und Dresden liegt der Landkreis Elbe-Elster. Nirgends sonst in Deutschland lebt es sich so günstig wie wie gerade in Südbrandenburg. Überhaupt ist die Kaufkraft im Bundesland Brandenburg deutlich höher als in Bayern. Einer Prognos-Studie zufolge bekommt ein Rentner im Elbe-Elster-Kreis für tausend Euro einen Gegenwert von 1158 Euro, in München nur 763 Euro. Das sind annähernd 400 Euro Unterschied. Das ergab eine Studie, die das Wirtschaftsforschungsinstitut Prognos für die Initiative „7 Jahre länger“  des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) erstellt hat.

Der Elbe-Elster-Kreis ist übrigens keine Ausnahme in Brandenburg, auch im Spree-Neiße-Kreis und in der Prignitz ist die Kaufkraft deutlich höher als im Bundesdurchschnitt.

Wo Rentnern am meisten bleibt

„Der Wohnort hat großen Einfluss auf die Lebenshaltungskosten und damit den Wohlstand im Alter“, schreibt Studienautor Heiko Burret. Dumm, wer in München nur durchschnittliche Rente bezieht und Miete zahlen muss. Vielen bleibt gar nichts anderes übrig, als zum Amt zu gehen – oder umzuziehen, sprich weg aus Bayern. Gleich sieben der bundesweit zehn teuersten Altersruhesitze befänden sich im Freistaat, so der GDV, darunter die Landkreise München und Starnberg. Insgesamt verteilen sich laut GDV gleich 40 der 50 teuersten Regionen auf Bayern, Baden-Württemberg und Hessen.

Preiswert sei hingegen das Rentnerleben in Nord- und Ostdeutschland, wo nur vier (Hamburg, Nordfriesland, Berlin, Potsdam) der 50 teuersten Regionen liegen. Günstigstes Bundesland sei Sachsen-Anhalt: In allen 14 Kreisen und kreisfreien Städten liegen die Lebenshaltungskosten unter dem Bundesdurchschnitt, elf davon liegen gar um mehr als zehn Prozentpunkte darunter.

Wie kommen die Studienautoren zu ihren Zahlen? Sie haben einen Korb von Waren zusammengestellt, die von Rentner nachgefragt werden. Eigens dafür habe das Institut die Gewichtung des allgemeinen Warenkorbs des Statistischen Bundesamtes an das Konsumverhalten der über 65-Jährigen angepasst. Es ist klar, dass Rentner für Gesundheit und Mieten prozentual deutlich mehr aufwenden.

Im Alter ändert sich die Nachfrage, entsprechend auch die Gewichtung bei den Lebenshaltungskosten. Hilfe bietet dabei der Lebenskostenplaner auf 7jahrelaenger.de.

Posted by Helmut Achatz

Vorruheständler, Journalist, Börsianer, Vorstand VHS Olching, Wirtschaftsingenieur,

One Comment

  1. […] hart, aber wer in München wohnt, weiß, was damit gemeint ist. Gerade in den Ballungszentren wie München, Hamburg und Frankfurt […]

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