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Wer jung ist, der macht sich keine Gedanken darüber, ob er im Alter finanziell abgesichert sein wird. Je älter wir werden, desto mehr Sorgen bereitet uns das Thema jedoch. Die gesetzliche Rente reicht nicht, um im Alter über genug Geld zu verfügen. Daher gilt, sich möglichst früh zu überlegen, wie sich Erspartes gewinnbringend anlegen lässt. Mit ein bisschen Geschick können viele sogar als Millionär in Rente gehen.

Monatlicher Sparplan

Mitte Juli 2018 stellten die Linken im Bundestag eine Anfrage an die Bundesregierung, wie hoch die Rente in Deutschland derzeit ist. Die Antwort war ernüchternd: 48 Prozent der deutschen Rentner erhalten demnach weniger als 800 Euro pro Monat vom Staat, bei 62 Prozent waren es weniger als 1000 Euro. Wer kurz über seinen eigenen finanziellen Bedarf nachdenkt, der erkennt schnell: Große Sprünge sind mit Geldbeträgen in dieser Größenordnung nicht möglich. Daher ist es wichtig, schon als Berufstätiger für die spätere finanzielle Absicherung zu sorgen. Perfekt, allerdings nicht gerade realistisch wäre es, ein milliardenschweres Unternehmen aufzubauen und dadurch zum Selfmade-Millionär zu werden. Bei Erreichen des Rentenalters mehr als eine Million Euro auf dem Konto zu haben, ist dennoch keineswegs ausgeschlossen. Sogar der klassische Weg des Sparens ist dafür geeignet. Wer ab 20 jeden Monat 988 Euro zur Seite kann und das Geld mit drei Prozent verzinst wird, ist in mit 67 Jahren Millionär. Wer erst mit 30 Jahren damit anfängt, müsste bei drei Prozent Zinsen immerhin schon 1433 Euro zurücklegen. Mit 40 Jahren währen es bereits 2233 Euro, mit 50 sogar 4013 Euro. Bei dieser Rechnung darf allerdings nicht die Inflation außer Acht gelassen werden. Die Inflation nagt an der Kaufkraft des Geldes im Laufe der Zeit. Das heißt, Millionär heute ist etwas Anderes als Millionär morgen.

Klug anlegen wichtig

Gerade am Anfang des Berufslebens ist das monatliche Gehalt wichtig. Gut, wer einen Job hat, der gefragt ist. Warum also nicht die Ausbildung in diese Richtung forcieren? Fleiß und Hingabe helfen, die Karriereleiter nach oben zu klettern, was sich letztlich auch auf dem Gehaltszettel bemerkbar macht. Manche Jobs lassen auch lukrativen Nebentätigkeiten zu. So könnte ein Webdesigner oder ein Grafiker in seiner Freizeit Aufträge annehmen, die ihm zusätzliche Einnahmen verschaffen.

Wer fürs Alter vorsorgen will, sollte sich den Kauf einer selbstgenutzten Immobilie überlegen. Da die Mietkosten immer weiter steigen, stellen sie inzwischen die größte Ausgabe dar. Wer sich ein Haus oder eine Wohnung kauft, muss keine Miete mehr zahlen und kann diesen Betrag von da an einsparen.

Der Zinseszinseffekt spielt beim Aufbau eines Vermögens eine wichtige Rolle. Dumm nur, dass herkömmliche Sparformen keine Zinsen mehr abwerfen.  Wer sein Geld trotzdem vermehren will, dem bleibt zurzeit nichts anderes übrig, als in Aktien und/oder Fonds zu investieren. Eine Möglichkeit ist etwa ein so genannter Fondsparplan mit regelmäßigen Einzahlungen. Allerdings, wer in Fonds investiert, sollte unbedingt auf die Kosten achten, denn sie können die Rendite auffressen.

Als Millionär in Rente

Laut Statistik gibt es in Deutschland derzeit fast 1,3 Millionen Menschen, die mehr als eine Million Euro besitzen – so viele, wie die Stadt München Einwohner hat. Somit haben 1,6 Prozent aller Deutschen mindestens eine Million Euro auf dem Konto. Dazu kommen die finanziellen Gegenwerte von Immobilien und anderen Besitztümer. In den vergangenen vier Jahren hat sich die Anzahl der deutschen Millionäre um rund 300 000 erhöht. Interessanterweise haben rund 75 Prozent der Millionäre in Deutschland zumindest einen Teil ihres Vermögens geerbt. Viele Millionäre legen ihr Geld an, um es auch weiterhin zu vermehren. Geld beruhigt ungemein.

Posted by Helmut Achatz

Vorruheständler, Journalist, Börsianer, Vorstand VHS Olching, Wirtschaftsingenieur,

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