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Miete, Kleidung, Essen, Freizeit – das Leben hat seinen Preis, auch im Alter. Doch viele Rentner können ihren bisherigen Lebensstandard nicht aufrechterhalten; mehr als 900 Euro pro Monat haben viele nicht zur Verfügung. Bei einem Leben am Existenzminimum muss es aber nicht bleiben. Mit cleveren Spartipps lässt sich mehr aus einem knappen Budget machen. Fünf einfache Tipps wie sich sparen lässt:

Sparen im Alter – fünf Tipps

1. Schluss mit Verpackungsmythen

Alleinlebende greifen bei Lebensmitteln häufig zu Kleinstportionen. Es lohnt sich genauer hinzuschauen, denn kleine Verpackungen entpuppen sich als Kostenfalle; der Inhalt ist teurer als der von Normal- oder Großpackungen. Keine Angst, etwas wegwerfen zu müssen, denn größere Packungen lassen sich aufteilen und zum späteren Verzehr einfrieren. Es lohnt sich, vor dem Supermarktregal immer auf den Kilopreis zu achten.

Kleiner Tipp: Viele Gewürze und Kosmetikartikel wie Flüssigseife gibt es auch in günstigen Nachfüllpackungen, die den Geldbeutel schonen.

2. Auf Schnäppchenjagd gehen

Sparen bedeutet nicht gleich ein Shoppingverbot. Wer clever einkauft, darf sich gerne hin und wieder etwas gönnen. Gerade zum Ende der Saison lohnt sich der Blick in die Schaufenster. Während des Schlussverkaufs lassen sich neue Sandalen für den nächsten Sommer oder eine warme Winterjacke zu einem günstigen Preis ergattern. Käufer müssen dabei nur Geduld mitbringen und vorausschauend einkaufen. In Outlet-Geschäften gibt es neben reduzierter Markenmode auch preiswerte Haushalts- und Dekoartikel.

3. Sparsame Elektrogeräte

Jedes Elektrogerät verbraucht Strom – und der hat seinen Preis. Vor allem in die Jahre gekommene Kühlschränke und Gefriertruhen verbrauchen wegen ihrer schlechten Isolierung mehr Energie als notwendig. Ein Neugerät reißt zwar anfangs ein Loch in die Haushaltskasse, es senkt auf lange Sicht aber die Stromkosten. Dasselbe gilt für Energiesparlampen. Sie sind zwar recht teuer in der Anschaffung, der Mehrpreis ist dank ihrer langen Lebensdauer von bis zu 50 000 Stunden aber schnell wieder wettgemacht. Deshalb ist es sinnvoll, auf energieeffiziente Lampen und Elektrogeräte umzusteigen.

Neben dem Stromverbrauch kann auch der Materialverbrauch eines Gerätes ins Geld gehen. Bei elektronischen Alltagshelfern wie einem Drucker lohnt sich daher ein Kostenvergleich. Denn ein preiswerter Drucker kann auf lange Sicht trotzdem sehr teuer werden, wenn die dazugehörigen Tintenpatronen oder Toner einen stolzen Preis haben. Ähnliches gilt beispielsweise für eine Elektrozahnbürste: Vor dem Kauf eines solchen Gerätes empfiehlt es sich, auf den Preis der Wechselbürsten zu achten.

4. Gutscheinsammler werden

Das schmale Portemonnaie im Alter ist längst kein Geheimnis mehr. Nicht umsonst bieten Restaurants, Schwimmbäder, Kinos und Theater, Reiseveranstalter und öffentliche Verkehrsbetriebe oft Gutscheine und Rabatte für Senioren an. Sei es der Seniorenteller beim Griechen um die Ecke, das Zugticket oder die Tageskarte für das Freibad – Gutscheine sammeln macht sich bezahlt. Meist sind die Senioren-Angebote deutlich ausgeschrieben. Gelegentlich bieten Städte sogar komplette Gutscheinhefte für Rentner an. Falls nicht, lohnt sich eine Nachfrage beim Veranstalter oder Betreiber. Es lohnt sich auch, nach Rabatten Ausschau zu halten, denn in Museen, Theatern oder Schwimmbädern gibt es manchmal Rabatte. Nachfragen lohnt sich.

5. Vorsicht Kontoführungsgebühren

Drei bis sechs Euro pro Monat sind doch nicht viel – so scheint es zumindest. Aber wie heißt es so schön: Kleinvieh macht bekanntlich auch Mist. Schnell entwickeln sich Kontoführungsgebühren zur unterschätzten Kostenfalle. Und dabei könnten die Gebühren künftig sogar noch höher ausfallen. Dabei sind sie längst kein Muss mehr. Viele Banken sehen inzwischen von teuren Kontoführungsgebühren ab. So kann der Bankwechsel bares Geld wert sein.

Wer dem Geldinstitut seines Vertrauens trotz Kontoführungsgebühren treu bleiben möchte, kann das persönliche Gespräch mit dem Bankberater suchen. Gerade Stammkunden dürfen auf günstigere Konditionen hoffen.

 

Bildrechte: Flickr Portemonnaie II Sari Montag CC BY-SA 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

Posted by Helmut Achatz

Vorruheständler, Journalist, Börsianer, Vorstand VHS Olching, Wirtschaftsingenieur,

2 Comments

  1. Einer meiner größten Kostentreiber war das Auto. Ich wohne jetzt so, dass ich kein eigenes Auto mehr brauche. Alles Wichtige ist zu Fuß erreichbar. Im Bedarfsfall gäbe es Carsharing in der Nähe, lohnt aber bei mir auch nicht. Im Bedarfsfall nehme ich einfach einen Leihwagen. Das passiert aber auch so gut wie nie. Unnötigen Krempel habe ich radikal entsorgt, so dass mir auch eine eher kleine und günstigere Wohnung ausreicht. Ich spare wirklich sehr viel Geld dadurch, was sehr entlastend ist.

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  2. Ich erinnere mich noch an die Zeit da war Deutschland viel Seniorenfreundlicher. Er gab die Senioren Bahnkarte und mit dem Rentnerausweis bekam man in den meisten Museen und auch bei der Bundesgartenschau Rabatt. Leider hat sich Deutschland zum Nachteil der Rentner entwickelt. Wie lobe ich mir da doch meine neue Wahlheimat. Da kostet das Tagesticket für Leute ab 60 mit dem Bus € 0.75, während das normale ticket € 2.20 kostet. Die Fähre ist für den Rentner ohne Auto kostenlos, während der normale Bürger unter 60 doch €4.65 bezahlen muß. Wenn der Rentner dann sein Auto mit auf die Fähre nimmt bezahlt er €6.95, während der Nichtrentner €14.95 berappen muß. Selbst beim Friseur hört die Rentnerfreundlichkeit nicht auf. Der Rentner bezahlt €6.00 für den Haarschnitt und der Glatzkopf unter 60 muß für die Politur immerhin € 7.50 bezahlen. Warum hat sich Deutschland so negativ entwickelt? Ich erinnere mich da an Rudi Carell dem TV Showmeister. Der kannte sich aus und hat auch mal gesungen:“ Schuld daran hat nur die SPD.“ Das die noch im Bundestag vertreten ist haben die Wähler in Schuld.

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