Wie Draghi die Deutschen systematisch enteignet

Der Chef der Europäischen Zentralban (EZB), Mario Draghi, lacht sich ins Fäustchen, wenn die Deutschen wegen der Enteignung ihres Vermögens durch die Notenbank klagen. “Selber schuld”, so sein Kommentar. Aber am Fakt, dass die Deutschen durch die EZB enteignet werden, ist nicht zu rütteln.

Und, es wird von Monat zu Monat schlimmer. Im Dezember stieg die Inflationsrate auf 1,7 Prozent, im Januar werden es laut Statistischem Bundesamt bereits 1,9 Prozent sein. Gleichzeitig bekommen die Deutschen immer weniger für Tagesgeld. Laut Ypos Finanzplanung liegt die durschnittliche Rendite für Tagesgeld irgendwo bei 0,07 Prozent. Beim Marktführer ING Diba gibt’s noch 0,35 Prozent. Aber bei den Großen wie der Postbank müssen sich Kunden mit 0,01 Prozent begnügen. Das heißt, wer sein Geld konservativ anlegt, verliert 1,89 Prozent: 0,01 minus 1,9 – im besten Fall immer noch minus 1,55 Prozent.

Der Realzins ist längst schon negativ - schlecht für Geldvermögen Bild: ypos-fp

Der Realzins ist längst schon negativ – schlecht für Geldvermögen Bild: ypos-fp

Wie soll da noch jemand fürs Alter vorsorgen? Nach dem der Ölpreis lange Zeit vergleichsweise tief war, zog er in den vergangenen Monaten wieder an. Auch Lebensmittel werden teurer, nicht zu vergessen die Mieten. Daran wird sich so schnell nichts ändern – im Gegenteil. Die ersten aus der Babyboomer-Generation müssen bereits aus den teuren Schwarmstädten wie München, Frankfurt und Hamburg wegziehen, weil sie sich die Mieten nicht mehr leisten können.

Draghi ist das egal, weil er nur die Südländer im Blick hat. Für die Deutschen allerdings bedeutet seine Politik eine schleichende Enteignung. Die Sparer stecken in der Zwickmühle. Sie könnten ihr nur entkommen, wenn sie mehr in Aktien investieren.

„Die Nullzinspolitik bei steigender Inflation ist verheerend für den deutschen Sparer„, empörte sich Bayerns Finanzminister Markus Söder im „Handelsblatt“. Draghi dürfte sich davon kaum beeindrucken lassen. Niemand sollte damit rechnen, dass die EZB die Zinsen bald wieder anhebt. Draghi betonte erst vor kurzem wieder, dass die Zinsen noch lange niedrig bleiben werden.

Am stärksten gestiegen ist Energie mit einem Plus von 5,8 Prozent, gefolgt von Lebensmitteln (plus 3,2 Prozent). Die Nettokaltmieten sind angeblich „nur“ um 1,6 Prozent gestiegen – Münchner können darüber nur lachen.




Aktionstag des VdK in München zu Rente und Leben im Alter

Rente ab 63, der Weg zum Schwerbehindertenausweis – das sind nur zwei der Themen beim Aktionstag des Sozialverbands VdK Bayern am heutigen Freitag, 24. Juni, in München, genauer gesagt in der Grillparzerstraße 16. Bei dieser Veranstaltung dürften sich sicher Gelegenheiten zu interessanten Gesprächen bieten.

Los geht’s am Freitag um 10 Uhr – bis 16 Uhr. Natürlich ist das eine Werbeveranstaltung des VdK, der mittlerweile mehr als 645 000 Mitglieder hat. Niemand muss ja Mitglied werden, aber einmal reinschauen, dürfte sich lohnen. Mitarbeiter der Sozialrechtsberatung sind übrigens auch da – und die stehen Rede und Antwort auf Fragen.

Zum Programm: Ab 11 Uhr referieren verschiedene Experten des VdK und der Polizei über wichtige Themen aus den Bereichen altersgerechtes Wohnen, Kriminalität, Pflege, Rente und Schwerbehinderung. Den Anfang macht Yvonne Knobloch, die beim Sozialverband VdK Bayern das Ressort „Leben im Alter“ leitet. In ihrem Vortrag „So lange wie möglich zu Hause leben. Mit durchdachten Lösungen – kein Problem“ gibt sie Tipps, wie eine Wohnung barrierefrei umgestaltet werden kann. Anton Köhler, Kontaktbeamter der Polizei Bayern, referiert um 12 Uhr über „Enkeltrick – Vorsicht an der Haustür“. Er gibt Tipps, wie sich gerade ältere Menschen vor Trickbetrügern und Kriminellen schützen können. Um 13 Uhr erläutert die Leiterin der VdK-Abteilung Sozialpolitik, Claudia Spiegel, die Neuregelungen, die ab dem kommenden Jahr in der Pflegeversicherung gelten. Sie erläutert, was sich bei den Pflegestufen und den Leistungen ändert. Viele Berufstätige können oder wollen nicht bis zur Regelaltersgrenze arbeiten. Rainer Strauch, Leiter der VdK-Abteilung Sozialrecht, referiert ab 14 Uhr über die Themen Erwerbsminderungsrente und Rente mit 63. Zum Abschluss um 15 Uhr erklärt Danny Machne, Regionalgeschäftsführer des VdK-Kreisverbands München, den Weg zum Schwerbehindertenausweis.

Im bunten Rahmenprogramm geht es um weitere wichtige Themen, die beim Sozialverband VdK Bayern eine große Rolle spielen: Inklusion und Barrierefreiheit. Im Rolli-Parcours können die Besucher ausprobieren, wie schwierig es ist, mit einem Rollstuhl über Hindernisse zu fahren. Im „Café Handicap“ werden Sinneseinschränkungen simuliert. So geht es beispielsweise darum, Gegenstände nur durch Ertasten zu erkennen. Außerdem können die Besucher an einem Hörtest teilnehmen und erfahren, wie ein Defibrillator funktioniert.

Und hier der Link zum Programm des Aktionstags




Die besten Apps für die nächste Reise

Egal, ob Erholung, Geschäft oder Abwechslung vom Alltag – Reisen gehört zum modernen Leben. Internet und Smartphone erleichtern uns die Planung, helfen uns beim Orientieren und sorgen für Kurzweil.

Mal ehrlich, wer würde noch auf Google Maps verzichten wollen, wenn er eine Reise plant? Ok, Apple-Fans greifen vielleicht lieber zu Karten-App des kalifornischen Smartphone—Herstellers. Mit Google Earth können sich Reiselustige sogar ein dreidimensionales Bild eines Orts machen, auf dem selbst einzelne Häuser erkennbar sind. Mit Wetter-Apps kann sich jeder schon mal vorab informieren, was ihn am Zielort erwartet – ob Regen, Sonne oder bewölkter Himmel.

So ein bisschen digitale Unterstützung erleichtert das Reisen ungemein – was es da an tollen Apps gibt:

Navigationshilfe beim Fahren

Wer mit der Bahn fährt, erkundigt sich am besten per Internet, wann ein Zug nach Aachen, Trier, Hamburg oder Zürich fährt – und vor allem was die Fahrkarte kostet und ob es nötig ist, umzusteigen. Auf bahn.de kann er auch gleich das Ticket online kaufen und sich auch noch ein Hotel suchen. Apropos Hotel, mittlerweile buhlen zahlreiche Portale um die Gunst der Zimmersucher, angefangen von booking.com über trivago, hrs und tripadvisor. Wer dann in der Stadt seiner Träume angekommen ist, will natürlich möglichst einfach von A nach B mit Bus, Tram und Bahn kommen. Nicht von den Zeitplänen der öffentlichen Verkehrsmittel verwirren lassen. Die haben sich längst auf die Bedürfnisse der Kunden eingestellt. Viele Städte wie München haben eine App für öffentliche Verkehrsmittel programmieren lassen, die Reisenden helfen, den richtigen Bus und die richtige Tram zu finden.  Mit dem Smartphone kann jeder unterwegs selbst eine Karte kaufen. Übrigens, das gilt nicht nur für München, sondern auch für Berlin und Hamburg.

Für all jene, die mit dem Auto unterwegs sind, gibt es eine überwältigende Auswahl an Navigationshilfen wie Google Maps und Apple Karten. Das ist zwar nett, um die Poccistraße in München zu finden oder die Max-Brauer-Allee in Hamburg, für die Suche nach einem Parkplatz taugen die Navi-Apps wenig. Aber die App-Enwickler haben sich längst auf die Nöte der Autofahrer eingestellt und Anwendungen wie die Parktag-App entwickelt, die dabei helfen kann, den idealen Parkplatz für sein Fahrzeug zu finden.

Zeitvertreib im Zug

Wer jeden Tag eine Stunde im Zug oder in der S-Bahn sitzt – oder sogar noch länger unterwegs ist auf Dienstreisen, ist dankbar für jeden Zeitvertreib. Mit musikalischer Untermalung vergehen die Stunden wie im Flug. Die Streema-App beispielsweise erschließt Reisende eine Fülle von Radiosendern, die jede noch so triste Strecke kürzer erscheinen lässt.

Und für all jene, die bei einer langen Bus- oder Zugreise festsitzen, gibt es Streaming-Anbieter wie Amazon Video, bei denen sie viele ausgezeichnete Serien wie Bosch auf ihr Smartphone oder Tablet runterladen können. Wer sich mal bei seinen Mitreisenden umsieht, wird einige entdecken, die ihr Smartphone auch zum Spielen nutzen. Ok, warum nicht. Mittlerweile dürfte es kein Spiel aus der Offline-Welt geben, dass nicht auch ein Online-Pendant hat. Wo finden? Beispielsweise auf Webseiten wie luckynuggetcasino.com/de. Die Auswahl reicht von digitalen Versionen der traditionellen Tischspiele wie Poker, Blackjack bis zum Roulette – und wer will, kann sogar um Geld spielen.

Verbindung zur Welt

Wer gerade in einer fremden Stadt ist und Infos übers Internet abrufen will, greift auf Apps zu wie Hotspot Finder. Das gilt vor allem für Reisende, die im Ausland unterwegs sind und sich hohe Roaming-Gebühren sparen wollen. Einige Hotspot-Finder-Apps bieten sogar Offline-Datenbanken an, die alle WLAN-Hotspots am jeweiligen Standort auflisten. Für Bahnreisende gibt es Wi-Fi Hotspots in vielen Zügen.

Na ja, noch ein Rat zum Schluss: Wer gerade am Steuer sitzt, sollte sich das Benutzen seines Mobilfunkgeräts besser verkneifen.

Bon voyage!

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Was die Rente wo wert ist

München ist ein teures Pflaster – für Rentner und Nicht-Rentner. Die Kaufkraft ist so gering wie sonst nirgends in Deutschland. Das Leben für Rentner wird deswegen in München immer schwieriger. Das gilt übrigens auch für den Münchner Speckgürtel. Starnberg, Miesbach und Dachau sind richtig teuer. Was das konkret heißt? Ein Euro ist in München nur 70 Cent wert, weil nicht nur die Mieten, sondern auch Lebensmittel, Kleidung und Öffentlicher Verkehr deutlich teurer sind als anderswo.

Wo ist es dann am günstigsten? Der „Mitteldeutschen Zeitung“ zufolge haben Rentner in Sachsen-Anhalt mehr von ihrer Rente. In keinem anderen Bundesland leben Rentner kostengünstiger als in Sachsen-Anhalt. Das Blatt zitiert dabei eine Umfrage des Wirtschaftsforschungsunternehmens Prognos im Auftrag des Gesamtverbands der Versicherungswirtschaft. Demnach liegen die Kosten für die Lebenshaltung von Rentnern in Sachsen-Anhalt im Schnitt knapp elf Prozent unter dem Bundesmittel. Selbst in Halle, der für Senioren teuersten Stadt in Sachsen-Anhalt, liegen die Lebenshaltungskosten mehr als fünf Prozent unter dem Bundesdurchschnitt. Magdeburg ist die günstigste Landeshauptstadt für Rentner – mit einem Preisniveau von gut sechs Prozent unter dem Durchschnitt. Dessau-Roßlau, ist knapp neun Prozent günstiger.

Bayern besonders teuer

40 der insgesamt 50 teuersten Landkreise in Deutschland liegen in Bayern, Baden-Württemberg und Hessen, so die „Versicherungswirtschaft heute“. Dort zahle ein Rentner zwischen 15 und 30 Prozent mehr als im Bundesdurchschnitt. Ein Vergleich mit Nord- und Ostdeutschland öffnet die Augen: Laut Studie schaffen es nur vier Kreise in die Top-50 – nämlich Hamburg, Berlin, Potsdam und – durch den “Sylt-Effekt” – der Kreis Nordfriesland. Am günstigstes lebt es sich in Sachsen-Anhalt.

Die höchste Kaufkraft haben Rentner im niedersächsischen Landkreis Holzminden mit einer Kaufkraft von 1159 Euro, gefolgt vom Landkreis Osterode am Harz mit 1156 Euro (-13,47 Prozent), dem Landkreis Elbe-Elster mit 1152 Euro (-13,22 Prozent), dem Vogtlandkreis mit 1148 Euro (-12,90 Prozent) und dem Kyffhäuserkreis mit 1147 Euro (-12,81 Prozent).

Die Zahlen wurde ein auf Rentner spezialisierter Warenkorb zugrunde gelegt. Insbesondere wurden Ausgaben für Gesundheit höher bewertet.

Zum Schluss noch ein paar Zahlen aus Bayern – was 1000 Euro wert sind:

Stadt München:         767 Euro
Kreis München:          829 Euro
Starnberg:                  831 Euro
Miesbach:                  850 Euro
Dachau:                     861 Euro
Fürstenfeldbruck:      869 Euro

Freyung-Grafenau:     1138 Euro
Wunsiedel:                 1136 Euro
Hof:                            1135 Euro
Tirschenreuth:            1127 Euro
Regen:                        1126 Euro

Quelle: tz

Wer es genau wissen will, wie hoch die Kaufkraft seiner Rente ist, klickt am besten auf die interaktive Karte:

Was ist meine Rente heute wert?

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Draghi zerstört Altersvorsorge der Deutschen

Den Deutschen fehlen jetzt schon pro Kopf 2450 Euro für ihre Altersvorsorge, denn so viel hat die Niedrigzinsphase bislang gekostet. Damit zerstört Mario Draghi die Altersvorsorge der Deutschen. Vermutlich seien die Einbußen noch viel höher, schätzt die „Welt“. In Deutschland wird die Kritik an Mario Draghi, Chef der Europäischen Zentralbank (EZB)  immer lauter.

Weil die Union merkt, dass ihre Mitglieder und potenziellen Wähler aufmucken, riefen mehrere Politiker aus dem Unionslager dazu auf, den Währungshüter der EZB, deren Chef Mario Draghi ist, die Daumenschrauben anzusetzen und ihre Freiheiten zu beschneiden. Denn, die Deutschen spüren jetzt schon die Folgen von Draghis Negativzins-Politik. Was sich Schäuble und seine Kollegen in anderen Ländern an Zinsen sparen, fehlt den Deutschen in ihrer Altersvorsorge. Dazu kommt, das viele billige Geld treibt die Immobilienpreise und damit die Mieten. Deswegen müssen die ersten Mieter im Rentenalter bereits aus München fortziehen, wie die „tz“ am Wochenende berichtete: „Die bittere Wahrheit über unsere Rente“.

Die „tz“ lässt Roswitha Bauer zu Wort kommen:

Roswitha Bauer ist ein echtes Münchner Kindl. In der Maistraße erblickte die 72- Jährige das Licht der Welt. Und sie liebt ihr München. „Das hier ist einfach mein Daheim.“ Und trotzdem wohnt die Rentnerin schon seit gut 18 Jahren nicht mehr in ihrer Weltstadt mit Herz. „Weil ich mir das nicht leisten kann“, erklärt sie. „Wie soll ich mit 1650 Euro Rente hier gut auskommen? Obwohl das ja nicht wenig ist, kannst du dafür hier gerade mal in einer kleinen Mini-Wohnung leben. Alles ist schon lange so teuer, dass dir nichts mehr bleibt. Genau das wollten sie und ihr Mann nicht, und so zog das Paar Ende der 90er ins niederbayrische Aldersbach. „So konnten wir uns ein Eigenheim kaufen, haben einen Garten – alles ist wunderbar.“ Aber die Entscheidung fiel ihr damals nicht leicht. „Ich habe jahrelang für eine Münchner Versicherung gearbeitet, in der EDV-Abteilung, habe immer hier gewohnt. Da hängt man an seiner Stadt.“ Daher macht Roswitha Bauer jede Woche einen Ausflug, steigt in den Zug und fährt nach München. „Das brauche ich. Da steh ich dann an der Isar oder in der Innenstadt, schnauf durch und denke: Hier bin ich daheim.“

In sechs Jahren 200 Milliarden verloren

Finanzprofis gehen der „Welt am Sonntag“ davon aus, dass den Deutschen im Zeitraum 2010 bis 2016 knapp 200 Milliarden Euro an Zinseinnahmen verloren gehen.

Der Wegfall der Zinsen räche sich bei der Altersvorsorge, weiß auch Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt von der CSU. Unionsfraktionsvize Ralph Brinkhaus (CDU) will die EZB unter Rechtfertigungsdruck setzen. Wir seien noch nicht laut genug, so der CDU-Politiker Michael Fuchs. Schwarz-Rot müsse deutlich sagen, dass sie die Politik von Draghi für falsch halte.

Die DZ Bank hat ausgerechnet, was deutschen Sparern durch die Niedrigzinsen entgeht – es sind annähern 200 Milliarden Euro. Dabei leidet ja nicht nur der Sparer darunter, sondern auch Banken und Versicherungen. Hans-Walter Peters, Präsident des Branchenverbandes BdB sieht sogar die Stabilität des Finanzsystems bedroht.

Die „Deutschen Wirtschafts Nachrichten“ glauben denn, dass sich „ein erheblicher Sturm zusammen braut“ – und sie geht noch weiter. Bundesfinanzminister Schäuble solle Mario Draghi für die Wahlerfolge der AfD verantwortlich gemacht haben. „Tatsächlich scheint der Bundesregierung klar zu werden, dass sie schon in Kürze ein Renten-Problem hat, wenn die EZB ihre Geldpolitik nicht radikal ändert“, so das Blatt. Die Rentenerhöhung „übertüncht“ das Problem nur. Für die Bundestagswahl soll das Problem mit einem Steuergeschenk übertüncht werden.

Die „pinksliberale“ Jenny hat noch mehr als die 200 Milliarden Euro Verlust errechnet:

Die 200 Milliarden Euro stammen aus einer Berechnung der DZ Bank und besteht aus entgangenen Zinsen, die mit ersparten Kreditzinsen verrechnet wurden. Was in der Berechnung fehlt, sind zum Beispiel die imensen Aufschläge bei Immobilienpreisen, die man auch als Schaden bezeichnen könnte. Ebenso fehlt die Zukunftssicht: Bisher hat die EZB einen Schaden in Höhe von 200 Milliarden Euro verursacht, doch hier kommt in den nächsten Jahrzehnten noch einiges hinzu. Ich erinnere mich noch gut an Zeiten, wo Kritik an der EZB als Populismus abgekanzelt wurde. Jetzt hat sich die öffentliche Meinungsvorgabe plötzlich geändert.

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Was die Generation 50plus umtreibt

Was treibt die Generation 50plus um? Das Thema Gesundheit spielt eine wichtige Rolle, aber auch Wohnen, Rente, Reisen, Mobilität und Sicherheit. Auf der Messe „Die66“ im Münchner MOC, die jetzt am Sonntag, den 10. April zu Ende ging, konnten sich die Messebesucher Inspirationen und Informationen holen. Die Generation 50plus hat zu Abba und den Beatles abgerockt, ist mit einem Döschwo nach Südfrankreich gezuckelt und ging auf die Straße, um gegen Atomkraft zu demonstrieren. Sie verabschiedet sich peu à peu vom Arbeitsleben oder genießt schon den Ruhestand. Anderes wird wichtig, wobei sie sich nicht in Schubladen stecken lässt.

Ich war zwar nur einige Stunde im MOC, habe aber viele Fotos geschossen, die ich euch nicht vorenthalten will. Auf der Hauptbühne zogen beispielsweise die „One Million Dollar Girls“ das Publikum in seinen Bann – mit einer Show, die das Motto hatte „Zurück in die 70er!“. Auf der Tanz- und Musikbühne aktivierten Atja Götzova und ihre Munich Girls Starnberg die Messebesucher zum Mitmachen und Tanzen. Auf der Sportbühne zeigte Claudia Hölzl wie sich mit Pilates mehr Beweglichkeit erzielen lässt.

Jetzt aber die Bilder von der Bestager-Messe „Die66“.


Die drei Tage waren voll gepackt mit Info-Veranstaltungen, Shows und Mitmach-Aktionen. Es ging beispielsweise um Themen wie

  • Existenzgründung oder Ehrenamt? Aussteller beraten zu beruflichen Neustarts, Umorientierungen, Quereinstiegen und spannenden ehrenamtlichen Tätigkeiten, zum Beispiel als Entwicklungshelfer im Ausland.
  • Droht der Negativzins? Wenn das Gelddepot unter dem Kopfkissen sicherer erscheint als das Konto bei der Bank ist guter Rat oft teuer. Bei den Experten im Finanzbereich der „Die 66“ nicht: Von Technologiemetallen über Immobilien bis hin zu ökologischen und fairen Anlagemöglichkeiten zeigen sie Wege für eine sichere und nachhaltige Finanzplanung.
  • Lust auf WG? Die romantische Vorstellung einer Erwachsenen-WG mit Gleichgesinnten endet nicht selten äußerst unromantisch und im schlimmsten Fall mit dem Bruch jahrzehntealter Freundschaften. Dass das nicht sein muss wissen Profis, die dieses Modell schon lange leben und gerne über Chancen und Fallstricke dieser Lebensform berichten.
  • Was hat sie was ich nicht habe? Frau kennt das: es gibt Frauen, die sind einfach immer gut angezogen. Sogar der Jogginganzug sitzt. Stilberaterin Christiane Köferl kennt deren Geheimnis und verriet es den Besucherinnen bei ihren Vorträgen.
  • Die Rente ist sicher?! Ja, sicher. Aber wie hoch? Und reicht das auch bei steigenden Lebenshaltungskosten? Brandaktuelle Informationen über rentenpolitische Entwicklungen direkt aus Berlin und verschiedene Wege, wie die eigene Immobilie zur persönlichen Rentenkasse werden kann.
  • Ni hao,  Hola! und Marhaba!! Wer Sprachen spricht ist in der ganzen Welt zu Hause. Nach dem Messebesuch wird man zwar nicht gleich fließend Chinesisch sprechen, aber auf jeden Fall Bescheid wissen, welche Wege zur Fremdsprache
  • Und weil wahre Schönheit eben wirklich von Innen kommt… ist das Angebot, das den Körper mit Geist und Seele in Einklang bring besonders groß: Von Mediationskursen über die Aktivierung von Selbstheilungskräften, Qi Gong und Lach Yoga bis hin zu philosophischen Ansätzen über Glück, Ayurvedisches Heilwissen und Jin Shin Jyutsu. Und wer auch im Urlaub eine Reise nach Innen machen möchte findet Meditationsreisen ebenso wie Urlaube mit Coaching-Begleitung.
  • Wenn einer eine Reise tut …dann soll sie auch richtig schön werden. Der Reisebereich der „Die 66“ brachte sicher einigen Messebesuchern Inspiration und Information.
  • Vorsorgevollmacht und Co. – braucht man so etwas wirklich? Wie wichtig die entsprechende Vorsorge für den Fall der Fälle ist, wird gerne verdrängt. Man fühlt sich jung und fit, was soll schon passieren. Wer sich trotzdem damit befassen möchte, fand auf der „Die 66“ die richtigen Berater.

Und Vieles mehr …

 

 




Neue Messen für die 50plus-Generation

In diesem Jahr finden gleich drei Messen für die 50plus-Generation statt – eine in München, eine in Nürnberg und eine in Stuttgart. Zeitlich die nächste ist die „Inviva“ in Nürnberg, die vom 24. bis 25. Februar 2016 ihre Pforten öffnet. Die Inviva vestehe sich als „Forum der Inspiration“ für „alle, die ihre schönsten Jahre in der zweiten Lebenshälfte selbstbestimmt und inhaltsreich gestalten wollen“, schreiben die Messemacher.

Was die Generation 50plus umtreibt
50plus-Blogger Deutschlands vereinigt euch!
Ostdeutschland attraktiv für 50plus und 60plus
Senta Berger besonders beliebt bei 50plus-Generation
Viva, Victoria & Co. – 50plus-Magazin im Kommen
Viele 50pluser sind Finanzanalphabeten
Communities der Best Ager

Die Inviva

Der Themenbogen spannt sich von Gesunderhaltung, aktiver Freizeitgestaltung bis zum selbstbestimmten Leben. Die Inviva biete Perspektiven, Trends und umsetzungsreife Lösungsmodelle sowie individuelle Möglichkeiten, praxisnahe Informationen und aktuelle Angebote. Zur Messe gibt es ein Rahmenprogram – mit bekannten Persönlichkeiten wie Gitte Haenning und Renate Schmidt. Parallel zur Inviva findet die „Freizeit, Touristik & Garten“ statt. Besucher der Inviva können mit ihrer Karte auch die Freizeit-Messe besuchen.

Die Inviva-Besucher können die Angebote direkt vor Ort ausprobieren und „ihren persönlichen Weg finden, um körperlich und geistig fit zu bleiben“. Reha und alternative Heilmethoden spielen natürlich eine wichtige Rolle, entsprechend hat die Inviva da einiges zu bieten. Darüber hinaus gibt die Inviva einen Überblick über Möglichkeiten der medizinischen Betreuung und alternative Heilmethoden sowie zu Rehabilitationsmaßnahmen.

Klar, dass die Aussteller auch die Themen Wohnen und Leben aufgreifen sowie Vorsorge und Finanzierung. Der Computer Club CCN 50plus hilft bei technischen Fragen rund um Computer, Laptop, Handy und Smartphone und richtet sich dabei an die individuellen Vorkenntnisse. Das Messeangebot reicht von Reisen über Sport und Spiel, Kunst und Kultur bis hin zu ehrenamtlichem Engagement.

Der Eintritt für die beiden Messen kostet an den inviva-Tagen elf Euro, der ermäßigte Eintrittspreis beträgt 8,50 Euro.

Die nächste Inviva findet übrigens vom 15. bis 16. März 2017 wieder in Nürnberg statt. Sie deckt mit über 200 Ausstellern die Bereiche ab, die für Senioren interessant sind und findet in Kombination mit der Freizeit Messe „Touristik & Garten“ statt.


„Die 66“

Vom 8. bis 10 April findet die 50plus-Messe „Die 66“ im Münchner MOC statt. „475 Aussteller in vier Hallen, 8 Konferenzräume mit weit über 150 Vorträgen, eine Tanz- und Musikbühne mit Band, eine Sportbühne, eine Kreativ-Lounge, ein Fahrrad-Parcours, ein Golfparcours und eine Bogenschieß-Anlage. Auf diesen Eventflächen werden mehr als 100 unterschiedliche Workshops angeboten. Dazu kommt die große Showbühne mit vielen prominenten Gästen wie Uschi Glas, Christian Springer, Michael Schanze, Sky Du Mont, Thekla Carola Wied, Simone Rethel-Heesters, Ireen Sheer, Stefan Mross, mit Varieté undZaubershows, mit Live-Musik, interessanten Talks und Live-Sendungen. Darüber hinaus erwartet die Besucher eine ‚Schmankerlarena’“, so die Messe-Gesellschaft.

Die Veranstalter legen Wert darauf, dass „nicht das biologische Alter ist die „Eintrittskarte“ zu dieser Messe, die seit zwölf Jahren nicht mehr aus der Eventlandschaft weg zudenken ist; es ist vielmehr ein Lebensgefühl, das die Besucher miteinander vereint: Viel Lebenserfahrung gebündelt mit noch mehr Lust und Spaß am Leben“. Die Interessen der Besucher seien so vielfältig wie das Leben selbst und dieser Vielfalt trügen die Messemacher Rechnung. Die Erlebnismesse umfasst 16 Themenbereiche, darunter Mode, Beauty, Reisen, Sport, Hobbys, Gesundheit, Wohnen, Recht, Finanzen, Technologie, Mobilität und vieles mehr. Das

Bühnenprogramm reiche vom Schlagerfestival von Bayern plus bis zur Rock`n Roll Band, von Internetworkshops über „Upcycling“ bis zu afrikanischer Körpermusik und von Vorträgen über Philosophie des Glücks bis hin zur Frage worauf man achten muss, wenn man plant eine WG zu gründen.

Die Tageskarte kostet 7 Euro (mit Rentnerausweis 5 Euro). Im Eintrittspreis sind alle Vorträge, Events und Aktionen sowie der Shuttlebus enthalten. Vorverkauf in der Stadtinformation am Marienplatz, bei München-Ticket und im Internet unter www.die-66.de.

Die besten Jahre

„Die besten Jahre“: vom 14. bis 15. November 2016 in Stuttgart – „die Messe zum Aktivbleiben“ bilde das gesamte Angebotsspektrum für ein aktives Leben ab – immer zugeschnitten auf die speziellen Bedürfnisse der Generation 50+. „Ob Mode oder Wohnen, Reisen, Gesundheit oder Freizeitgestaltung – das Interesse an allen Facetten des Lebens hört nicht mit einem bestimmten Lebensalter auf, man sucht jedoch gezielter, was zu einem passt“, so das Motto der Messemacher. Vom Handy für Senioren über Reiseziele in der Umgebung bis hin zum Schlagzeugunterricht verspreche „Die besten Jahre“ für jeden das passende Angebot. Auf dem „Marktplatz Ehrenamt“ drehe sich alles um ehrenamtliches Engagement: verschiedenste Organisationen informieren über ihre Arbeit und runden mit Vorträgen das Angebot ab. Der Schwerpunkt liegt den Messemachern zufolge auf dem Thema „fit und gesund im Alter“. Über hundert Aussteller präsentieren sich und ihre Produkte. Bei einer Sonderschau zum Thema „Kultur trifft Technik“ erfahre der Besucher alles rund um die Themen Internet, Smartphones und Tablet-PCs.

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Schwarmverhalten der Alten – die beliebtesten Städte

Die Jungen zieht es in die Großstädte – und die Alten? Die 50plus-Generation muss den Jungen weichen, weil sie es sich nicht mehr leisten kann. Das gilt vor allem für Städte wie München, Stuttgart und Frankfurt. Mittlerweile lässt sich dieser Trend auch mit Zahlen dokumentieren. Der Branchendachverband der Wohnungswirtschaft GdW hat das Verhalten verschiedener Altersgruppen von Empirica untersuchen lassen – und kam zu interessanten Ergebnissen.

Schwarmverhalten der Jungen

Die Menschen verhalten sich ähnlich wie Vogelschwärme – sie lassen sich nieder, wo schon ihresgleichen wohnen. Die Jungen zieht es in Städte wie München, Leipzig, Frankfurt, Heidelberg, Darmstadt, Regensburg, Dresden, Karlsruhe, Stuttgart, Düsseldorf; Münster, Köln, ja, und auch nach Berlin. Das sind Städte, wo es mehr Kneipen, mehr Szenentreffs und Unis und Arbeitsplätze. Mehr Junge, mehr Single-Wohnungen – so die einfache Formel. Wohnraum gerade für Einzelhaushalte wird knapp und teuer. In München beispielsweise verdreifachten sich die jüngeren Alterskohorten, wie das so heißt, sprich die jüngeren Geburtsjahrgänge. Entsprechend stiegen hier auch die Mieten. So liegt der durchschnittliche Mietpreis in München mittlerweile bei etwas mehr als 20 Euro – das ist doppelt so viel wie bundesweit. Gerade Rentner ächzen unter dieser Mietlast, die eher noch weiter steigt.

Wohin es die Älteren zieht

Und wo sind die Schwärme der Jungen aufgestiegen? Vor allem aus den ländlichen Landkreisen in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, aber auch die Oberpfalz und Nordhessen verlieren die Jungen. Diese Regionen werden älter, was Folgen hat für Kitas, Schulen und Schwimmbäder.

Aus München ziehen bereits die ersten Älteren weg, nach oder Landshut beispielsweise. Wie sieht es insgesamt aus mit der Wanderungsbewegung der Alten, sprich der Kohorte der Geburtsjahrgänge von 1939 bis 1953? Darauf liefert die GdW eine Antwort: Auf der Liste der Alten-Schwarmstädte steht Garmisch-Partenkirchen ganz oben. Der Landkreis im Süden weist ein Kohortenwachstum von 14,5 Prozent aus.

Alten-Schwarmstädte – Gewinner und Verlierer

Die Gewinner

Alten-SchwarmstadtPlus der Alten in Prozent
Garmisch-Partenkirchen*14.5
Ammerland*11.1
Ostholstein*10
Lüchow-Dannenberg*8.5
Baden-Baden8
Potsdam7.2
Aurich*6.8
Ahrweiler*6.8
Dithmarschen*6.7
Landshut6.6
Passau*5.9
Wittmund*5.7
Leer*5.2
Unterallgäu*5.1
Weimar5
*Landkreis; Liste der Städte in Deutschland, in die vor allem die ältere Generation hinzieht - und die Verlierer-Städte, wo die Alten wegziehen
Quelle: GdW

Die Verlierer

Alten-SchwarmstadtPlus der Alten in Prozent
München-14.2
Offenbach am Main-13.7
Remscheid-12.6
Stuttgart-12.5
Düsseldorf-11.6
Köln-10.9
Wiesbaden10.8
Frankfurt am Main-10.4
Main-Taunus Kreis*-10.2
Märkischer Kreis*-10
Hamburg-9.7
Deutschland gesamt-3.9

So sieht die Alten-Wanderung aus

Wo die Alten hinziehen Quelle: Empirica

Wo die Alten hinziehen Quelle: Empirica

 

 

Aus der Grafik geht klar hervor, wohin die Alten ziehen: Es sind vor allem die Landkreise Garmisch-Partenkirchen, Passau, Unterallgäu und nach Baden-Baden sowie Potsdam. Aus München hingegen zieht die 50plus-Generation weg.

 

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Rentner versinken im Armutssumpf – Vorsorge als Pflicht

Arme Münchner und Hamburger Rentner – und vor allem die künftigen. Sie werden in Zukunft deutlich schlechter leben als heute, denn das Geld der gesetzlichen Rentenversicherung wird hinten und vorne nicht reichen. „Viele Deutsche leben auf morastigem Grund, dann nämlich wenn es um ihre finanzielle Zukunft geht“, schreibt die „Welt“ in der Ausgabe vom Freitag, den 13. November 2015. „Nur die wenigsten Bundesbürger dürfen darauf hoffen, dass die gesetzliche Rente ihren Lebensstandard im Alter sichert“. Es wird in Zukunft also eher noch schlimmer als besser – und daran wird auch die Rentenerhöhung im kommenden Jahr nichts ändern.

Münchner Rentnern bleibt weniger als Berlinern

Der Branchenverband der Versicherer (GDV) hat vom Forschungsinstitut Prognos ausrechnen lassen, was Rentner künftig an Kaufkraft bleibt. Das Ergebnis, so viel vorweg, ist erschreckend und sollten jeden, der bereits Rente bezieht oder demnächst in Rente geht aufhorchen lassen. Die Sozialforscher haben sich dabei nicht auf den abstrakten „Eckrenter“ gestützt mit Durchschnittslohn aus 45 Jahre Beitragsjahren, sondern auf praxisnahe Beispiele in München und Hamburg. „So darf ein Elektroinstallateur in München 2040 zwar mit einer sogar etwas höheren Rente rechnen wie ein Elektroinstallateur in Berlin, nämlich 1452 Euro verglichen mit 1451 Euro; das deutlich höhere Preisniveau in der bayerischen Hauptstadt zwingt den Ruheständler jedoch zu deutlichen Abstrichen beim Lebensstandard“, schreibt die „Welt“. Das heißt, dem Münchner Rentner bleibt deutlich weniger Kaufkraft als dem Berliner – ein Fünftel immerhin.

„Sobald wir dem Rentner ein Gesicht geben, ergibt sich ein ganz anderes Bild als in der allgemeinen Wahrnehmung“, zitiert die „Welt“ Michael Böhmer, Chefvolkswirt der Prognos AG. Der Durchschnittsverdiener verdecke die Lebenswirklichkeit der Beschäftigten, so GDV-Präsident Alexander Erdland.

Perspektiven dramatischer als gedacht

Eigentlich wollte ich ja mal nicht übers Finanzielle schreiben, aber die Zahlen sind doch dramatischer als selbst ich dachte. Deutschland wird sich dramatisch verändern – es könnte eben gut sein, dass sich Rentner einige Großstädte nicht mehr leisten können, weil die Lebenshaltungskosten einfach zu hoch sind im Vergleich zu ihrer Kaufkraft. Dazu kommt, dass das Rentenniveau in den kommenden Jahren noch weiter sinken wird, während die Abgaben und Gebühren steigen. Diese Entwicklung hat eine Sprengkraft, die wir uns heute noch nicht annähernd vorstellen können. Das heißt, der Druck im Kessel steigt. „Nur die wenigsten Bundesbürger dürfen darauf hoffen, dass die gesetzliche Rente ihren Lebensstandard im Alter sichert“, um noch einmal die „Welt“ zu zitieren.

Frauen sind besonders schlimm dran

Besonders schlimm wird es natürlich für viele Frauen, für Alleinerziehende und Menschen mit gebrochener Erwerbsbiografie, wie das so geschwollen heißt. Wer zeitweise arbeitslose oder krank war, steht in Zukunft vor einem Scherbenhaufen. Sorry, wenn ich das so hart sagen muss. Viele werden auf Grundsicherung angewiesen sein, die seit 1. Januar 2014 monatlich 391 Euro beträgt, wobei sie individuell berechnet wird. Niemand sollte es zu peinlich sein, einen Antrag beim Sozialamt zu stellen.

Bei den Renten sei es künftig nötig, sich stärker an der „Rentenkaufkraft“ zu orientieren, meint Chefsvolkswirt Böhmer.

Rentner-Paradiese in Deutschland

Vielleicht – und das zeichnet sich ja schon ab – wird es eine Wanderungsbewegung bei „Rentnern geben. Sie fliehen Ballungszentren wie München und Hamburg und ziehen in „Rentnerparadiese“ im Bayerischen Wald, nach Mecklenburg-Vorpommern oder an die deutsch-polnische Grenze, wo es sich billiger lebt als in München und Hamburg. Die höchste Kaufkraft haben Senioren Prognos zufolge Oberspreewald-Lausitz-Kreis. Auch Tirschenreuth in der Oberpfalz ist deutlich billiger als Gemeinden in Oberbayern. Natürlich wird künftig das Ausland auch eine stärkere Rolle spiele bei den Überlegungen der Rentner, wenn es um den Lebensmittelpunkt geht.

Klar, der GDV plädiert schon im Eigeninteresse für Vorsorge, aber ganz abgesehen davon, dürfte es jedem mit gesundem Menschenverstand klar sein, dass er sich auf die gesetzliche Rente nicht verlassen sollte.

Den Kopf in den Sand stecken, ist leider keine Lösung, so viel sollte jedem klar sein. Macht was!

Weiterführende Links:

Rentner-Kaufkraft in Deutschland

Rentner-Kaufkraft in Deutschland

 

Renten-Kaufkraft im regionalen Vergleich

Renten-Kaufkraft im regionalen Vergleich

 




Rabatte für Rentner – richtig sparen

Rabatte für Rentner – Rentner können mehr sparen als sie denken. Für viele Rentner dürfte das mittlerweile eine Notwendigkeit sein, wenn in ihren Finanzen ein dickes Loch klafft. Natürlich lässt sich das Loch durch Jobben auffüllen – aber einige werden nicht mehr können oder wollen. Also gilt es, die Ausgaben zu kürzen und alle Möglichkeiten auszuloten, noch etwas zu sparen. Zum Glück haben Kommunen, Fußballvereine und die Bahn ein Einsehen und gewähren Rabatte für Rentner und Senioren ab 60 Jahren.

Vielleicht eines noch vorweg: Wenn die Renten niedriger ist als das Existenzminimum, dann sollte es niemand zu peinlich sein. Einen Anspruch auf Grundsicherung hat, wessen Altersrente einschließlich sonstiger Einkünfte unter 773 Euro liegt. Beantragt wird sie beim Sozialamt der Gemeinde oder Stadt – und zwar für ein Jahr. Dann muss erneut ein Antrag gestellt werden. Übrigens, Rentner können ihren Antrag auch bei der Rentenversicherung abgeben.

Ok, wer also drüber liegt, aber trotzdem sparen muss, weil seine Rente nicht so üppig ist, kann seine Kosten durchaus herunter schrauben. Es gibt für Rentner doch noch Rabatte.

Rabatte für Rentner

  • Energiekosten

    FOCUS-Online empfiehlt beispielsweise, den Anbieter zu wechseln. Das ist heute vergleichsweise einfach. Es gibt im Internet Portale, die so einen Vergleich zum Kinderspiel machen. Im günstigsten Fall lassen sich so einige Hundert Euro pro Jahr sparen. Dazu die Verbraucherzentrale: „Wechseln ist einfach und ohne Risiko möglich. Damit haben Sie es selber in der Hand, Energiekosten zu sparen, die Umwelt zu schonen und Ihren Beitrag für mehr Wettbewerb im Strommarkt zu leisten. Sie brauchen sich nur einen neuen Stromanbieter zu suchen und mit diesem einen Vertrag abzuschließen. Alles Weitere erledigt der neue Versorger. Wechselkosten gibt es ebenso wenig wie ein Risiko, nach dem Wechsel ohne Strom dazustehen.“

  • Wohnung kündigen und umziehen

    Klingt hart, aber wer in München wohnt, weiß, was damit gemeint ist. Gerade in den Ballungszentren wie München, Hamburg und Frankfurt steigen die Mieten überdurchschnittlich. Das gilt irgendwann auch für Altmieten. Wem das Geld gar nicht mehr reicht, der sollte doch über einen Ortswechsel nachdenken – entweder innerhalb Deutschlands oder ins Ausland.

  • Versicherung überprüfen

    Mal ehrlich, wer über 60 Jahre alt ist, braucht keine Unfallversicherung mehr. Das gleiche gilt für andere Policen. Vieles ist im Alter nicht mehr nötig. Laut Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen können Ruheständler auf diese Versicherungen verzichten:
    – Erwerbsunfähigkeitsversicherungen
    – Ausbildungsversicherungen und
    – Unfallversicherungen

  • Rabatte für Rentner und Senioren

    FOCUS-Online und „Viva“ haben mal einige Angebote gesammelt. So „profitieren bei vielen Freizeitangeboten wie Kino, Theater, Museen oder Schwimmbädern profitieren Senioren von Rabatten“, schreibt FOCUS-Online. Auch der öffentliche Nahverkehr bietet Senioren häufig Rabatte an. Das gilt auch für Theater und Kinos. So biete die Stadt Nürnberg für 18 Euro eine Senioren-Kulturkarte (ab 60 Jahren) an, schreibt „Viva“. Beim FC Bayern bekommen laut „Viva“ Rentner das Heimspielticket „schon für die Hälfte“. Auch der Botanische Garten in Augsburg gewährt Rentner und Senioren ab 65 eine verbilligte Tageskarte. Die Hessische Landesregierung hat eine Familienkarte Hessen ausgegeben, mit der unterstützt  sie Familien in vielen Bereichen des täglichen Lebens.

  • Gesundheitskosten

    Bei rezeptpflichtigen Medikamenten gibt es am Preis nichts zu rütteln, da hier die Zuzahlungen festgelegt sind. Sparen lässt sich nur bei Medikamenten ohne Rezept. Wer häufiger Medikamente benötigt, kann beispielsweise die beliebten Versand-Apotheken nutzen. Eine Stichprobe der Stiftung Warentest ergab, dass sich bei bestimmten Medikamenten bis zu 40 Prozent sparen lässt. Kritisiert wird allerdings die mangelnde oder fehlerhafte Beratung im Internet. Die Versandapotheken lohnen sich also vor allem dann, wenn es sich um bereits bekannte Medikamente handelt, die regelmäßig gekauft werden.

Wer noch Tipps hat – einfach als Kommentar anhängen oder per Mail an info@vorunruhestand.de. Schon mal vielen Dank!

Weiterführende Rabatt-Links:

Stimmen aus Facebook zum Thema Rabatte

Karin Bräunling Bin als Erwerbsunfähige schon seit über 20 Jahren betroffen und kann auch nur sagen, foodsharing rettet Lebensmittel vor dem Müll und in fast jeder Stadt steht inzwischen ein Fairteiler in dem überzählige Sachen für Jedermann dann kostenlos abgegeben werden.

Peter Lassen Ich habe mich bei solchen Sachen mehrere Male an die zuständigen Kommunalpolitiker gewandt. Es geht ja oft um solche Dinge wie Eintrittsermässigungen oder ähnliches. Mehr als einmal hatte ich damit Erfolg, dass dann Preise auch für EU-Rentner reduziert wurden, der GdB von 70 oder gar 80 auf 50 gesenkt wurde und so weiter. Ist mühsam, aber manchmal bringts was.

Brigitta Neumann Ist ja alles schön und auch richtig das Rentner sparen können und Ermäßigungen bekommen, aber wer setzt sich für die Erwerbsminderungsrentner ein, lest mal genau es heißt immer ab 60 aber was ist mit 51 so wie bei meinem Mann war da hieß es immer erst mit 60 bzw. 65 Ermäßigungen gab es nicht da er dieses Alter nicht hatte.