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Ein Umzug im Alter ist eine Herausforderung. Aber mit kompetenten Helfer ist auch diese Aufgabe lösbar. Die besten Tipps für einen stressfreien Umzug.

Umziehen im Alter? Manche wollen, andere müssen umziehen. Da spielt vieles eine Rolle – weil Haus oder Wohnung nach dem Tod des Partners zu groß sind oder nicht altersgerecht, weil wir zurück in die alte Heimat oder einfach näher zu den Enkeln rücken wollen. Nicht selten spielt auch das Geld eine Rolle. In der Großstadt steigen die Mieten und die Rente reicht nicht mehr, während es sich anderswo billiger leben lässt. Unbenommen ist ein Umzug für die 60plus-Generation eine Herausforderung.

Immer mehr Senioren ziehen um

Gerade in München, Hamburg und Berlin trifft es immer mehr Senioren, die sich ihr Viertel oder ihren Kiez nicht mehr leisten können. Als letzter Ausweg bleibt dann nur noch der Umzug. Es dürfte nicht sonderlich verwundern, dass gerade in München und Berlin Seniorenumzüge nichts Besonderes mehr sind. Es gibt Schätzungen, danach ist jeder dritte Berliner dieser Altersgruppe in den vergangenen zehn Jahren mindestens einmal umgezogen ist.

Wer sich für einen Umzug entschließt, sollte einiges beachten – und sich am besten eine Checkliste anlegen. Wir Älteren haben im Laufe unseres Lebens einiges angesammelt an Erinnerungsstücken; wir sind verwurzelt mit unserer Umgebung und haben ein gewachsenen soziales Netz. Wie wollen wir diesen Schritt bewältigen?

Schaffen wir das? Nehmen wir alles mit? Was müssen wir aussortieren? Wer kümmert sich um Telefon- und TV-Anschluss am neuen Domizil? Wessen Hilfe können wir in Anspruch nehmen?

Umzug ohne Stress

Das Zögern der Älteren und die Scheu vor einem Umzug hat natürlich handfeste Ursache:

  • Geringere Mobilität
    Auch wenn wir es nicht wahrhaben wollen, so sind wir nicht mehr so belastbar wie in jungen Jahren. Selbst das Einpacken wird zum Kraftakt. Meist ist die neue Wohnung kleiner oder anders geschnitten als die alte, das heißt, wir müssen uns von vielem trennen. Dann müssen sie sich ja noch ums Renovieren der alten Wohnung kümmern – alles in allem ist das ein ziemlicher Kraftakt.
  • Aufgabe des gewohnten Umfelds
    Wir lassen unser Umfeld hinter uns. Das fängt beim gewohnten Ausblick an und hört beim Schwatz mit den Nachbarn auf. Wir müssen uns in punkto Einkaufen und Arzt neu orientieren. Sich umzugewöhnen fällt aber im Alter schwerer als in jungen Jahren.
  • Viele kostbare Erinnerungsstücke
    Im Laufe der Jahre sammeln sich immer mehr Gegenstände an, mit denen wir wertvolle Erinnerungen verbinden. Sie sollten den Umzug unbeschadet überstehen.

Beim Umzug helfen lassen

Das alles selbst stemmen zu wollen, ist keine gute Idee. Besser ist es, eine Umzugsfirma zu engagieren – eine, die sich mit Seniorenumzügen auskennt. Es lohnt sich, Angebote zu vergleichen und dann alles durchzusprechen. Profis haben Routine, so dass sich manche Probleme von selbst lösen.

In der Regel ist es ja nicht damit getan, Kartons zu transportieren. Schnell tauchen Fragen auf wie:

  • Wer verpackt den Hausrat?
  • Wer entsorgt überzählige Möbel und Hausrat?
  • Wer renoviert die alte Wohnung?
  • Wer schließt Waschmaschine und Herd an?
  • Wer kümmert sich um die Lampen?
  • Wer demontiert und montiert Rollos, Jalousien und ähnliches?

Am Umzug hängt weit mehr als nur den Haushalt von A nach B zu verlegen. Es geht um die Ummeldung beim Strom- und Gas-Lieferanten, ums Telefon und um Lieferdienste. Einiges können wir delegieren, wodurch ein Seniorenumzug auch relativ stressfrei ablaufen kann.

Posted by Helmut Achatz

Vorruheständler, Journalist, Börsianer, Vorstand VHS Olching, Wirtschaftsingenieur,

2 Comments

  1. Toller Beitrag. Ob aber ein Umzug im Alter, mit Kindern oder Tieren: wichtig ist meiner Meinung nach die rechtzeitige Planung 🙂

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  2. Wer als Ruheständler umziehen will hat eines den anderen voraus. Er hat Zeit. Diese Zeit sollte man sich nehmen den Umzug gut zu organisieren. Nach Möglichkeit mindestens 6 Monate vor dem Umzug alles im voraus planen. Herausfinden welche Dienstleistungen man benötigt und welche Möbel man noch brauchen kann und was entsorgt werden muß. Wenn dann die Entscheidung getroffen ist kann nichts mehr schief gehen. Ich kenne dieses Thema aus erster Hand denn ich bin im Alter von 65 Jahren von Deutschland nach Malta umgezogen. Bei mir dauerte die Vorplanung sogar 2 Jahre Zeit denn vorher war meine neue Wohnung am Mittelmeer noch nicht fertig.Auf jeden Fall ist es wichtig ein Umzugsunternehmen zu finden daß sich mit den Belangen von Seniorenumzügen auskennt. Um auf meinen Umzug zurückzukommen. Ich habe mir einen Container vor das Haus stellen lassen und alle brauchbaren Möbelstücke mit einem Bekannten über das Wochenende verstaut. Die unbrauchbaren alten Möbel habe ich dann kostenlos weggegeben oder aber entsorgt. Es stellt sich in der Tat die Frage wie viel Umzugskisten man benötigt. Das hängt sicherlich von der Größe der Wohnung ab. In meinem Fall waren es über 80 Umzugskisten bei einer Wohnungsgröße von 85qm. Als Mindestmenge würde ich auf jeden Fall 60 Umzugskisten ansetzen, es sei denn man entsorgt wirklich alles zuvor. Bei einem Umzug in das Ausland sollte man auf jeden Fall dort eine neue Küche kaufen.Überhaupt ist es preisgünstiger auch die neuen Möbel vor Ort zu erwerben. In meinem Fall hat ein kleiner Umzugscontainer ausgereicht die persönlichen Dinge zu verschiffen.Die Seereise der Möbel hat dann noch einmal 4 Wochen gedauert. In der Zwischenzeit hatte ich mir eine neue Küche und auch ein neues Schlafzimmer an der neuen Adresse besorgt. So lief alles reibungslos als die Möbel endlich in Malta ankamen. Auch mein Porzellan hatte ich gut in Zeitungspapier eingewickelt bevor es in die Umzugskiste kam.Der Ergebnis war es ist alles heil geblieben und ich werde Bavaria nicht vergessen weil das Porzellan eine solche Aufschrift trägt.

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