Viva, Victoria & Co. – 50plus-Magazin im Kommen

 

Sie heißen „Viva“, „Brigitte Wir“ und „Victoria50“ – die neuen Magazine für die 50plus-Generation. Wobei sich “Brigitte Wir” und Victoria50″ eher an Babyboomerinnen wendet und eigentlich nur “Viva” auch gezielt Männerthemen aufgreift. Das jüngste Mitglied dieser neuen Kategorie ist “Victoria50”, das vom amerikanischen Konsumgüterkonzern Procter & Gamble (Oral-B, Always, Gilette, Lenor, Head & Shoulders, Charmin, Pantene, Ariel) herausgegeben und von der Düsseldorfer Werbeagentur BBDO gestaltet wird. Bei „Victoria“ dreht „sich alles um Ihre Interessen – die Interessen der wunderbaren Frauen um und über 50“. Die Macher gestehen den Frauen um die 50 zu „los zu leben“, weil „sie neugierig, selbstbewusst, abenteuerlustig und leidenschaftlich sind“ (O-Ton Victoria).

“Victoria” von Procter & Gamble

P&G sieht vor allem eine wachsende Zielgruppe, die das Geld und die Bereitschaft mitbringt, es auch auszugeben. „Entspanntes Genießen, ein gemütliches Zuhause, sorgfältige Pflege, erstklassige Qualität“ stehen im Vordergrund der Themen – ganz nach dem Motto, „Lebenslust ist zeitlos“. „Schönheit & Stil“, „Gesundheit & Fitness“, „Familie & Zuhause“ sowie „Leben & Genuss“, die Rubriken, stehen im Vordergrund, weil P&G dafür auch die entsprechenden Produkte hat. Natürlich geht es um Haare, Mundhygiene, Epilierer und Feuchtigkeitscremes. Was wirklich zähle, sei die Erkenntnis „Wir sind nicht falsch, wir sind echt“, so Regina Först, Expertin für Ausstrahlung und Persönlichkeit. Das sei im wahrsten Sinne Selbstbewusstsein. „Die neue Einstellung zum Ich und zum Körper sorgt dafür, dass sie sich alles andere als unsichtbar fühlen: Sie bestimmen den Stil, der ihnen gefällt. Sie fühlen sich gut, bewundert und alles andere als geschlechtslos. Sie empfinden Glück und Leidenschaft, sie flirten und lieben. Der so genannte ‚Sex der Erfahrung’ ist eine von Psychologen immer häufiger beobachtete Erscheinung“, heißt es bei Victoria.

“Viva” von Gruner + Jahr

Victoria ist von Werbern gemacht, Viva von Redakteuren aus dem Haus Gruner + Jahr – der Unterschied wird schnell deutlich. Das fängt mit dem Editorial von Thomas Osterkorn an und hört mit der Themenauswahl auf. Übrigens Osterkorn hat treffend formuliert, was die Generation 50plus umtreibt, nämlich „das Geheimnis des gesunden und gelassenen Älterwerdens“, das darin besteht, „niemals in den ‚Ruhestand’ zu gehen, weder geistig noch körperlich“. Es gehe darum, „sich auch von privaten Krisen nicht aus der Bahn werfen zu lassen“. Titelgeschichte ist ein Porträt von Marianne Koch, die den Ehrenpreis für besondere Verdienste rund ums Alter bekam. Viva hat den „ttt“-Moderator Max Moor interviewt, spricht mit Fräuleinwunder Elke Sommer und zelebriert die Liaison John Lennons mit dem Mädchen May Pang. Viva lässt sich auch auf so heikle Themen ein wie das komplizierte Verhältnis von Schwiegereltern und Schwiegerkindern. Natürlich darf das Thema „Essen & Trinken“ nicht fehlen mit drei festliche Menüs.

Meins – Frauen wie wir! Bauer Media Group

Neu dazu gekommen ist “Meins – Frauen wie wir”. Und das schreibt der Bauer Verlag über sein 50plus-Magazin: “Meins ist das erste Frauenmagazin für Frauen 50plus, deren Lebensgefühl positiv und voller Energie ist, und Frauen so zeigt, wie sie sich selbst sehen wollen – ohne Diktat. Meins bedient eine attraktive und kaufkräftige Zielgruppe, die ihr Potenzial aus über 17 Millionen Frauen 50plus in Deutschland schöpft. Mit seinem eigenständigen und für das Frauenzeitschriftensegment neuen Konzept für Frauen ab 50 sichert die Zeitschrift sich mit einer verkauften Auflage von 135.849 Exemplaren (IVW III/2016) einen festen Platz im Markt. Die drei Kernsäulen Service und Ratgeber, Geschichten über Prominente und andere Menschen sowie die Café Meins Leser-Community sind in dieser Mischung einzigartig und geprägt von einem besonderen “Wir-Gefühl”.

Lobenswert, dass Viva auch über „Arbeit & Geld“ schreibt und erklärt, was zu beachten ist, wenn Rentner sich etwas dazu verdienen.

Ist doch toll, dass die Auswahl an Titeln für Babyboomer langsam wächst.

Weiterführende Links:

https://twitter.com/sul_luna/status/661807050045972480

https://twitter.com/na_presseportal/status/818801826753638401

 

 




Angst vor der Rente? Absturz im Alter? Filme zum Thema

“Ihr solltet hier wirklich interessante Filme einstellen“, schreibt Jürgen Scheffler als Kommentar unter meine „Filme“-Seite mit Senioren- und Alten-Filmen. Recht hat er! Er hat auch gleich einen Link drangehängt zu einer YouTube-Übersichtsseite mit Filmen über Rente, Pension, Armut und Niedriglohn, Alter und Riester.

Angst vor der Rente – Absturz in die Armut

Und diese Liste enthält:

  • So brachte „Phoenix“ am 18. August eine Dokumentation über „Angst vor der Rente – Absturz in die Armut“, in der die Filme-Macher erklären, warum die gesetzliche Rente geplündert wird, warum das Rentenniveau weiter sinkt, warum es zu Riester kam und Norbert Blüm vielleicht doch nicht ganz so daneben liegt. Er wirft seinen Politikkollegen vor, dass die „Brandstifter Feuerwehr spielen“ und echauffiert sich über das Kartell der Lobbyisten, die seiner Meinung nach „Gehirnwäsche“ betrieben hätten. Für Blüm ist es die „Bild“, die Rentenlügen verbreitet – was ihm ja vorgeworfen wird. Die „Alterskatastrophe“ sei für ihn nur eine Medienkampagne – erfunden, um die gesetzliche Rente abzuwickeln und den Versicherungen neue Kunden zuzuführen. Ingo Blank und Dietrich Krauß schauen auch mal hinter die Kulissen und zeigen auch, was passiert, wenn einmal ein Finanzinstitut wie die Göttinger Gruppe pleite geht und Hunderttausende ihre Altersvorsorge verlieren. Zugegeben, ein krasser Fall.
  • „37°“ brachte ebenfalls im August die Sendung „Schuften bis zum Schluss – arme Rentner im reichen Deutschland“. „37 Grad begleitet Rentner, die ums tägliche Überleben kämpfen“, heißt es in der Info dazu.
  • Im „ZDF“ kam im März 2015 „Arm trotz Rente – Niedriglöhne und die Folgen“. Es gibt viele solcher Beispiele, darunter die Doku „zum Leben zu wenig: Wenn die Rente nicht reicht“, „Die Wahrheit über die Armut in Amerika“, „Obdachlos trotz Rente – Niedriglöhne und die Folgen“ und „Pension schlägt Rente“.
  • Bei “Maischberger” kam am 15. September “Rente ist schrecklich! Die Lüge vom glücklichen Ruhestand”

Es lohnt sich, einfach mal reinzuschauen. Das Dauer-Thema Rente ist angesichts der Flüchtlingskrise etwas in den Hintergrund gerückt. Schade.

Übrigens, „Flüchtlinge“ ist zum Wort des Jahres gekürt worden, nach „Je suis Charlie“ und „Grexit“.

 

https://www.youtube.com/watch?v=y9ljukCR2sU

Weiterführende Links:




Mach dir deinen Alltag schön!

Der Alltag vor dem Ruhestand ist ausgefüllt mit Pflichten und Aufgaben, Besorgungen und Notwendigkeiten. Da bleibt wenig Zeit für sich selbst und Achtsamkeit. Im Ruhestand mag das alles anders werden. Bis dahin bleiben noch Wochen oder Monate. Aber warum nicht schon heute damit beginnen, die Achtsamkeit zu schärfen und dem Alltag andere Seiten abzugewinnen.  Anregungen dafür liefert Anja Neuberg in ihrem Blog lebenistansteckend. Sie hat ihre Ideen in einem Gastbeitrag zusammengefasst.


Gastbeitrag von Anja Neuberg

 

„Alltag“ – hmmm, das klingt irgendwie unspannend, trist und ein wenig farblos. Und für Viele hat der Begriff das gewisse NICHTS. Das finde ich schade. Wirklich schade…

Denn der Alltag kann ja schließlich nichts dafür, dass viele ihm keine Chance geben, ihn nicht gestalten, sondern einfach so an sich vorbeiziehen lassen. Mit all den negativen Assoziationen. Und deshalb hier und heute mein JA zum Alltag – verbunden mit dem Aufruf: Mach dir deinen Alltag schön!

Was das bedeutet? Nun, in regelmäßigen Abständen gibt es zukünftig auf meinem Blog www.lebenistansteckend.de ganz persönliche Ideen und Tipps, wie du dir deinen Alltag schön machen kannst. Praxiserprobt und für gut befunden. Und wenn dir etwas davon gefällt, dann probiere es einfach aus und teile deine Erfahrungen. Egal, ob über einen Kommentar auf diesem Blog, eine Nachricht auf Facebook, eine E-Mail oder oder oder… Also dann, los geht`s:

  • Raus aus den Federn und ab an die frische Luft.

Vielleicht rollst du jetzt mit den Augen. Aber Tipp Nummer 1 ist: Stehe zehn Minuten vor allen anderen in der Familie auf, ziehe dir eine dicke Jacke über und geh direkt nach draußen. So müde, so verpeilt, so muffelig du vielleicht auch noch bist. Mache es. Atme ein. Atme aus. Beobachte. Laufe. Oder auch nicht. Genieße. Diese zehn Minuten. Nur für Dich.

  • Stelle etwas her – mit deinen eigenen Händen.

Vielleicht kennst du das? Häufig fehlt uns in unserer digitalisierten Welt am Ende des Tages das Gefühl, nicht nur etwas geschafft, sondern etwas „geschaffen“ zu haben. Mein Tipp: Nimm dir am Abend Zeit dafür. Bei den Naturkindern findest du eine wunderschöne Idee, die einfach umsetzbar ist. Neugierig? Dann einfach hier entlang.

  • Tue jemandem etwas Gutes.

Diese Idee ist ganz einfach umzusetzen und macht gleich zwei Menschen glücklich… probiere es aus. Ganz spontan. Dir fällt nix ein? Eine kleine Geschichte dazu von mir: Vor kurzem saß ich frühmorgens im Wartezimmer einer Arztpraxis. Ich war nicht selbst Patient, sondern begleitete jemanden. Neben uns saß eine ältere Dame mit ihrer Tochter. Wir warteten und warteten… Plötzlich stand die Tochter auf: „Ich hole mir nebenan beim Bäcker einen Kaffee. Mögen Sie auch einen haben?“ Ja, sie meinte tatsächlich mich. Oh, das war …! Denn es war noch so früh und ich war müde und hatte noch nicht gefrühstückt und und und. Tolle Frau.

  • Plane einen Genuss-Abend pro Woche.

Nimm dir deinen Kalender. Gleich jetzt. Sofort. Und dann trage dir bitte in jede kommende Woche einen „Genuss-Abend“ ein. Als festen Termin. Nur für dich. Was du dann machst, ist ganz allein deine Entscheidung. Vielleicht ein schönes Essen kochen, einen Abend mit Freuden verbringen, eine Yogastunde nur für Dich, einen fernsehfreien Abend mit dem Partner genießen, einen Abend für Dein Hobby, eine gute Flasche Wein, einen Spaziergang im Dunkeln… Die Möglichkeiten sind unbegrenzt.

  • Lass jeden Tag eine Sache weg.

Mit diesem Tipp geht es deiner To-do-Liste an den Kragen. Und glaub mir, sie wird sich dagegen wehren. Also, sei stark und konsequent und lasse pro Tag eine Sache weg, die zwar dringend erscheint, aber nicht wichtig ist. Das macht pro Woche sieben (!) Dinge weniger…

Und jetzt warten wir ganz gespannt auf dein Feedback.


Über die Autorin

Anja Neuberg war viele Jahre lang Marketingfrau mit Leib und Seele. Heute bloggt sie auf ihrem Blog lebenistansteckend über die Lust am Leben, ihre Erfahrungen mit dem Thema Achtsamkeit und den ein oder anderen ganz persönlichen Aha-Moment im Alltag. Nimm dir Zeit  – für dich und ihr Blog… Es lohnt sich.


Es ist ein Vergnügen, die Ideen eines Anderen hier auszubreiten. Anjas Gastbeitrag weist neue Wege, die Wirklichkeit zu sehen. Ihr Blog “Leben ist ansteckend” steckt an, über sich und seine Gewohnheiten nachzudenken. 

https://twitter.com/newsbreak/status/674294789651701760




Was „Brigitte Wir“ dazu gelernt hat

Die zweite Ausgabe von „Brigitte Wir – das Magazin für die dritte Lebenshälfte“ liegt am Kiosk. Gruner + Jahr will’s also wissen und die Zielgruppe der 55plus-Generation abdecken. Ich will meine Eindrücke schildern, die mir so beim Durchblättern gekommen sind.

Nur so viel vorweg, die aktuelle Ausgabe ist deutlich schlüssiger, redaktionell und auch visuell besser gemacht und geht stärker auf die Generation der Babyboomerinnen ein, die „weltoffenen, lebensklugen älteren Frauen“ (O-Ton „Brigitte Wir“). Mit Anzeigen für diese Klientel sieht es allerdings mau aus. Die wenigen sind auch nicht alle für Babyboomerinnen maßgeschneidert, denn ob ein junges Dessous-Model von Chantelle die Zielgruppe anspricht, wagen ich zumindest zu bezweifeln.

“Es gibt im Leben viele erste Male – Altwerden gehört dazu”

Ok, das sind Petitessen, insgesamt wirkt das Heft und vor allem die Mischung weit weniger abstrus als die Premierenausgabe. Die Frauschaft von Herausgeberin Brigitte Huber findet langsam zu einer eigenen Handschrift. Gelungen das Porträt von Hannelore Elsner und sehr einfühlsam mit Text von Evelyn Holst und Bildern von Sammy Hart. Treffend der Satz: „Sie war lange ein deutscher Star, der lieber ein französischer gewesen wäre“.

Ein bisschen abseitig erscheint die Reportage über eine Frau „Mutter Zivilcourage“, die Roma-Kindern den Weg in die Integration weist. Aber vielleicht kommt es auch nur mir so vor. Die pensionierte Lehrerin bringe Roma-Kindern Benimm und Schreiben bei, so Autor Mathias Becker. Kann schon sein, dass sich Babyboomerinnen mit Hermine Jinga-Roth identifizieren können.

“Brigitte Wir” auch für Männer

Auch für Männer ist „Brigitte Wir“ lesenswert – und zwar der Artikel über „Das neue Wir-Gefühl“, sprich über „Paare und das Geheiminis ihrer langen Liebe“. Das Magazin geht der Frage nach, warum es einige Paare schaffen, „auch nach Jahren noch glücklich miteinander zu sein“. Diese Kunst lasse sich lernen, meint Autorin Birgit Schönberger. „Paare, die nach vierzig gemeinsamen Jahren noch leidenschaftlich miteinander diskutieren, Erotik versprühen, sich zu neuen Entdeckungen und Entwicklungen verführen, ihre Liebe mit allen Aufs und Abs als Geschenk und den Partner als Wunder betrachten, haben nicht einfach nur das große Los gezogen“, formuliert Schönberger griffig. Zu einer langen Liebe gehöre, sich immer wieder gemeinsam neue Stufen von Nähe, Reife und Sinnlichkeit zu erobern, so die Brigitte-Wir-Autorin.

Ein wenig “unbeschwertes Planschen”

Natürlich darf auch ein bisschen Gesellschaftskritik nicht fehlen: Dem Thema Meerverschmutzung widmet „Brigitte Wir“ zwei Seiten mit der Headline „Unbeschwertes Planschen“. Schade, dass es nur zwei Seiten sind – so ein bisschen mehr hätte es schon sein können. Aber vielleicht ist das ja Männersicht. Wir Vorruheständler, aufgewachsen in der Öko-Bewegung, sollten wieder stärker Verantwortung übernehmen. Unser Engagement ist eingeschlafen – Zeit, es wieder zu reaktivieren, allen schon unseren Enkeln zuliebe.

Was steckt noch in dieser zweiten Ausgabe? Die Rubrizierung „Vorwärts“, „Rückwärts“, „Seitwärts“, „Ran“ hat die Redaktion beibehalten.

Inhaltsverzeichnis:

Unter „Vorwärts“ stehen Artikel wie

  • die Reportage über Rumänien,
  • eine Kolumne über das undemokratische Alter und die Ungerechtigkeit der späten Jahre,
  • ein Gespräch mit der Soziologin Ruth Westheimer über Lust im Alter und
  • das Planschen in sauberen Meeren
  • das neue Wir-Gefühl und über
  • Mode – very british und very stylisch, eine Britin mit Schloss zeigt Abendmode

„Rückwärts“ enthält Themen wie

  • Frauen, die bewegen, weil sie sich selbst bewegen: der Lebensweg von Jane Goodall
  • Reise: New York – im Taxi durch Manhattan
  • Sätze, die wir lieben

„Seitwärts“ enthält mit Themen wie

  • Dem Porträt von Hannelore Elsner
  • Geschenk für die Enkel
  • ein bisschen Kultur
  • ein Porträt über Christian Brückner, dem Mann mit der berühmtesten Stimme

„Ran“ enthält die Themen

  • Psychologie – Sehnsucht nach Berührungen
  • Fotografie – Mutter-Tochter-Porträts
  • Gesundheit – Naturheilmittel gegen Gelenkentzündungen
  • Kosmetik – was Make-up kann
  • Porträt – von Irmgard Wegener
  • Flüchtlinge – wie Hamburgerinnen helfen
  • Das Letzte – Vera Sandberg über Fitness-Armbänder

Als besonderes Goody liegt dem Magazin ein Extra-Heft „Immunsystem“ bei, das viele nützliche Tipps enthält wie beispielsweise „Selbsthilfe bei Erkältungen“ und wie sich die Abwehr stärken lässt.




Vision Board – was sind deine Träume und Ziele für 2016?

Träume visualisieren? Warum nicht! Wie das funktioniert erklärt die Reisebloggerin Renate Stenshorn anhand ihres eigenen Vision Boards. Die Idee ist nachahmenswert – oder? Gerade für Vorruheständler, die sich auf die Zeit nach dem Beruf vorbereiten. Ihnen könnte so ein Vision Board helfen, sich über ihre Wünsche und Ziele klar zu werden. Vielleicht entdecken sie ja ganz neue Perspektiven. Renate Stenshorn hat sich im wahrsten Sinn des Wortes in die Karten schauen lassen und ihre Träume visualisiert. Das Vision Board eines Vorruheständlers wird natürlich ganz anders aussehen – Renates kann da nur Anregung sein. So jetzt genug der Vorrede …

Gastbeitrag von Renate Stenshorn

 

Das Jahr 2015 neigt sich dem Ende zu, die richtige Zeit, um das Leben Revue passieren zu lassen und sich dem neuen zuzuwenden. Ein Vision Board, eine Tafel deiner Visionen, hilft dir, deinen Träumen näherzukommen. Was sind deine Ziele für das nächste Jahr? Ist es eine Traumreise? Ein besserer Job, mehr Erholung oder Kultur?

So erstellst du ein Vision Board

Im Zeitungsladen habe ich mir einen Fotokarton in meiner Lieblingsfarbe besorgt. Du benötigst noch eine Schere, einen Kleber und Zeitschriften. Mach dir eine Tasse Tee oder Kaffee und nimm dir einen Stapel Zeitschriften und Urlaubskataloge. Vielleicht magst du angenehme Musik im Hintergrund. Blättere die Hefte durch und schneide alles aus, was dir gefällt. Sind es Bilder, Sprüche, Gedanken oder Wortstellen. Stell dir das nächste Jahr vor.

Was bringt mir ein Vision Board?

Durch das Vision Board fokussierst du dich auf deine Träume und Ziele. Du hast sie als Bild jeden Tag vor Augen. Häng dein Vision Board an einen besonderen Platz, den du regelmäßig im Auge hast. Das kann neben deinem Bett sein oder über deinem Schreibtisch. So kannst du deine Wünsche nicht mehr aus den Augen verlieren. Das macht etwas mit dir. Du fängst an, daran zu arbeiten. Das Gesetz der Anziehung soll dir dabei helfen. Probiere es doch einfach mal aus!

Meine Träume und Ziele für 2016:

Ich erkläre dir meine Ideen für nächstes Jahr im Uhrzeigersinn:

#1 Über allem steht Ganesha

Ich war mehrmals in Indien. Da ist mir diese kleine, dicke Gottheit mit dem Elefantenkopf aufgefallen. Er wird in Indien sehr verehrt. Ganesha wacht über alle Wünsche, Träume und Bedürfnisse. Er gilt als Glücksbringer und Überwinder der Hindernisse. Und an Steinen, die uns in den Weg gelegt werden, fehlt es eher selten. Ganesha ist ein fröhlicher Gott, der auch gerne Streiche spielt. Mit seinen kleinen Augen entgeht im nichts. Mit den großen Ohren kann er, ähnlich des Wolfes im Märchen Rotkäppchen, besonders gut hören – auch die Wünsche seiner Gläubigen. Eine kleine Holzfigur des Ganeshas steht auf meinem Schreibtisch. Schadet ja nichts!

#2 Kleine Luxusbedürfnisse und großer Segen

Die einen träumen von einem schicken Auto, die anderen von Schmuck. Du darfst die alles wünschen, sei ohne Scham! Ich hätte gerne eine Putzfrau. Die putzende Fee mit dem Staubwedel könnte bei mir loslegen. Ich gebe es zu, ich hasse Hausarbeit. Andere können das viel schneller und besser.

Elefanten über Elefanten – in einem Tempel in Südindien segnet der Tempelelefant die Gläubigen mit seinem Rüssel. In Asien gelten Elefanten als Glücksbringer, weiße Elefanten als heilig. Schau dir mal die geschnitzten Souvenirs an und achte auf den Rüssel. Richtet sich der Rüssel nach oben, ruft er das Glück herbei. Ist er nach unten, schützt er das Heim vor Eindringlingen.

#3 Balance ist wichtig!

Die Work-Life-Balance ist wichtig. Neben der Arbeit will ich Ruhepunkte in Urlaub und Freizeit setzen. Da liege ich nicht nur und träume. Ich bin kreativ, denn ich würde gerne ein Buch schreiben. Außerdem muss ich mich auf das Loslassen konzentrieren. Das ist nicht immer einfach und will geübt werden. Reisen bringt mich auf neue Gedanken und erdet mich.

#4 Der Wandel ist möglich!

Der Wandel ist möglich

Der Wandel ist möglich

In diesem Jahr hat schon der Beginn eines großen Wandels stattgefunden. Mein Arbeitsplatz wurde wegrationalisiert.
Ich bin auf der Suche nach sympathischen Kollegen und einem netten Chef.
Die Arbeit sollte sinnvoll sein und am Monatsende soll das Geld stimmen.
Da geht noch was!

 

 

#5 Laos – das Land der Millionen Elefanten.

Laos - das Land der Elefanten

Laos – das Land der Elefanten

Reisen ist mir ein wichtiger Lebensinhalt. In 2016 würde ich gerne wieder nach Asien fahren. Mich reizt das Land der Millionen Elefanten (Lane Xang). So wurde Laos früher genannt.
Genauer gesagt Luang Prabang. Die alte Hauptstadt des Königreiches liegt im grünen Dschungel.
Ruhig fließt der Mekong vorbei.
Es gibt viele Tempel und Elefanten.
Die Stadt soll noch nicht so vom Tourismus überlaufen sein, eher ruhig und klein.

 

 

 

 

Nun bist du an der Reihe – mach dein Vision Board.

  • Lass dich von deinen Träumen und Wünschen leiten.
  • Das kann eine weite Reise nach Hawaii, ein neues Hobby oder mehr Freizeit sein.
  • Schränke dich dabei nicht selbst ein.
  • Du darfst dir alles wünschen.
  • Warte ab, was passiert!

Über die Autorin

Renate Stenshorn hat viele Jahre in der Touristik gearbeitet. In ihrem Reiseblog Raus ins Leben möchte sie dich informieren und inspirieren. Die Kinder sind aus dem Haus, du hast mehr Zeit für dich und möchtest hinaus in die Welt. Schau dir ihre Tipps für Städte- und Erlebnisreisen an oder stelle ihr gerne Fragen.


Ich freue mich über zahlreiche Kommentare hier im Blog oder via Twitter an https://twitter.com/dineros Ich bin auch gespannt, wie eure Träume und Ziele aussehen. Schreibt doch einfach!

 


Es ist ein Vergnügen, die Ideen eines Anderen hier auszubreiten. Renates Gastbeitrag weist neue Wege, die Wirklichkeit zu sehen. Nomen est omen – ihr Blog Raus ins Leben ist wirklich die Tür zum Raus ins Leben




Arm im Alter statt reich in Rente

Wer sich auf die gesetzliche Rente verlässt, ist verlassen. Statt reich in Rente werden viele arm im Alter sein. Das ist immer noch nicht ins Bewusstsein vieler Betroffenen gesickert und wird beflissentlich ignoriert. Das besagen mittlerweile mehrere Studien, wie schon mehrfach hier im Blog erwähnt. Und – das ist neu – Rentner in Deutschland haben offensichtlich ein deutlich höheres Armutsrisiko als Ruheständler in anderen EU-Ländern wie Frankreich, den Niederlanden oder Dänemark. Fast jeder zehnte Rentnerhaushalt liege in Deutschland bei weniger als 50 Prozent des Durchschnittseinkommens, schreibt die „Welt“. Damit liege das Armutsrisiko der Älteren hier aber immer noch unter dem OECD-Durchschnitt. Aber, wie heißt es so schön, „traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast“. Denn danach ist die Wahrscheinlichkeit für Schweizer größer im Alter zu verarmen als für Deutsche. Mit Recht fragt Twitterer „Betablogger“, „welche Zahlen wurden (für) die Schweiz verwendet?“. Ob die „sowohl AHV als auch Pensionskassengelder und die dritte Säule eingerechnet“ wurde? AHV steht für Alters- und Hinterlassenenversicherung. Auch Twitterer Markus Schär zweifelt an der Datenbasis. „In DE werden Geringverdiener künftig so wenig Rente beziehen wie in kaum 1 anderen OECD Land“, twittert @OECDStatistik – das allerdings scheint der Realität doch näher zu kommen.

Urheber dieser Studie ist die OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Sie hat die Rentensysteme der Mitgliedstaaten verglichen. Danach liegt das Armutsrisiko der Rentnerhaushalte in Deutschland liegt bei 9,4 Prozent, in den Niederlande sind es zwei, in Dänemark 4,6 Prozent – der Durchschnitt liegt bei 12,6 Prozent.

Weil das so ist, müssen die Alten in Deutschland jobben, um ihre Rente aufzubessern.

Klar dürfte sein, dass das Risiko der Altersarmut hoch ist – und eher noch steigt, selbst für die Mittelschicht. „Wer heute 2000 Euro brutto verdient, wird, wenn er 2030 in Ruhestand geht, eine Rente unterhalb der Grundsicherungsgrenze erhalten“, schreibt die „Landeszeitung“. „Das heutige Rentensystem ist eine Armutsgarantie“, urteilt die Zeitung.

Das Thema wird uns also noch für die kommenden Jahre verfolgen, im wahrsten Sinn des Worts.

Wie sieht das Rentnereinkommen im Vergleich zum Durchschnittseinkommen aussieht

http://

Weiterführende Links:

https://twitter.com/bamf4G/status/671635250531971072

https://twitter.com/mferberNZZ/status/671964556785295360




Award für 50plus-Blogger kommt in die Gänge

Der von Maria Al-Mana ins Leben gerufene„LiebstenAward50plus“ zieht Kreise. Offensichtlich sind ihre Nominierte aktiver als meine – aber immerhin, hat einer den Ball aufgenommen und weiter gespielt: Karl-Heinz Garber beteiligt sich mit seinem Blog Antik Natur an der Aktion. Na ja, und Marias “Mädels” haben schon eifrig ge-networked. Herzerfrischend, wie sie beschreibt, wer schon alles geantwortet und wie sich der Aufruf zum Award für 50plus-Blogger verbreitet hat. Mehr auf ihrer Seite unruhewerk …

So, jetzt zu Karl-Heinz: Ich selbst trage auch schon seit Jahrzehnten einen Oberlippen-Bart – und würde mich auch nur seeehr ungern davon trennen. Karl-Heinz geht es offensichtlich ähnlich, denn einer seiner Antworten auf die Frage “Gibt es ein Ritual, eine Gewohnheit, die dich dein ganzes Leben begleitet hat” lautet: “Seit über 40 Jahren trage ich einen Oberlippenbart – und der bleibt dran!”. Sein Engagement sieht er positiv: Auf die Frage “Wie profitierst du von deiner bislang gemachten Erfahrung?” antwortet er: “Nur positiv. Durch mein Wissen und meine Erfahrung konnte ich mir einen umfangreichen Blog aufbauen, meinen Bekanntheitsgrad erhöhen und den Blog monetarisieren.”

Die von Karl-Heinz Nominierten sind:

vielleicht ist ja da die eine oder andere Anregung dabei

… und seine Fragen lauten:

1. Was hat sich in deinem Leben durch das Bloggen verändert?
2. Welche Tools unterstützen dich beim Bloggen?
3. Wer oder was inspiriert dich momentan am meisten?
4. Was ist Eure liebste Freizeitbeschäftigung? Und warum?
5. Auf was freust du dich im kommenden Jahr am meisten?
6. Welcher Artikel hat dir die meisten Leser eingebracht?
7. Was bedeutet für dich Natur?
8. Was darf/dürfte in deinem Garten nicht fehlen?
9. Gibt es etwas, dass du wirklich jeden Tag machst?
10. Hat Dein Beruf was mit deinem Blog gemeinsam?
11. Wo möchtest du in zehn Jahren sein?

Na, dann kann ich allen nur viel Spaß wünschen!




Rentensystem läuft aus dem Ruder

Hier ein Sonderregelung, dort eine neue Bestimmung – das gesetzliche Rentensystem ist mittlerweile völlig intransparent. Vielen reicht die gesetzliche Rente im Alter nicht für ein würdevolles Leben. Leider wird es nicht besser, sondern eher schlimmer. Erst jetzt wieder hat der Sozialbeirat der Bundesregierung eine dieser Ungereimtheiten aufgedeckt. Wie „Bild“ schreibt, ist die „Ost-Rente viel zu hoch!“. Das Blatt beruft sich auf den Sozialbeirat der Bundesregierung. Bei gleichem Lohn gebe es im Osten 140 Euro mehr Rente – das seien 8,5 Prozent.

Ost-Rente um 140 Euro zu hoch

Im Rentenversicherungsbericht des Sozialbeirats liest sich das so: „Ein Rentenversicherter, der seit der Wiedervereinigung (1990) im Osten ein Einkommen in Höhe des westdeutschen Durchschnittsentgelts (gemäß Anlage 1 SGB VI) erzielt hat, hat bereits bei geltendem Recht während dieser 25 Jahre einen monatlichen Rentenanspruch erworben, der den des westdeutschen Durchschnittsverdieners um 140 Euro pro Monat (bzw. 19,4 Prozent) übersteigt. 20 Nach einer Angleichung der aktuellen Rentenwerte stiege dieser Vorteil sogar auf 211 Euro (bzw. 29,2 Prozent). Je länger auf eine Angleichung der Rentenberechnung verzichtet wird, umso größer fällt dieser Unterschied zugunsten der ostdeutschen Versicherten aus. Im Übrigen ist früher oder später ein Erreichen und schließlich Überschreiten des aktuellen Rentenwerts durch den aktuellen Rentenwert (Ost) allein schon aufgrund der asymmetrischen Wirkung der bestehenden Schutzklausel für die Anpassung Ost vorgezeichnet.“

Interessante Details im Rentenversicherungsbericht

Der Rentenversicherungsbericht enthält noch einige andere interessante Details: Die Kritik am niedrigeren aktuellen Rentenwert (Ost) ist sicherlich auch im Zusammenhang mit der anhaltenden Divergenz der Entgeltniveaus zwischen den alten und den neuen Bundesländern zu sehen. Dabei sollte aber nicht unberücksichtigt bleiben, dass die Kaufkraft der Einkommen durch die Lebenshaltungskosten bestimmt wird, die insbesondere hinsichtlich der Wohnkosten differieren, aber auch bei arbeitsintensiven Dienstleistungen beträchtliche Unterschiede aufweisen.21 Insgesamt sind die Lebenshaltungskosten in Ostdeutschland niedriger.“

Aber geändert soll daran nichts, denn „ein Beibehalten der geltenden Regelungen könnte sich als sinnvoller erweisen als eine Reform: Im Fall der Herstellung einer einheitlichen Rentenberechnung würde zwar formal die als Benachteiligung der Menschen in Ostdeutschland empfundene rentenrechtliche Ungleichbehandlung abgeschafft, tatsächlich würden Versicherte in Ostdeutschland aber schlechter gestellt.“ Wie schreibt doch die „Bild“ so schön – „je nach Art der Reform gebe es viele Verlierer, unter anderem würden die ‚Versicherten in Ostdeutschland schlechter gestellt’, weil sie dann auf dem niedrigeren West-Niveau wären“. Was für eine Logik!

Überhaupt lohnt es sich, das „Gutachten des Sozialbeirats zum „Rentenversicherungsbericht 2015“ zu lesen. Spannend, was da drin steht. Viel Spaß bei der Lektüre!

Weiterführende Links:

https://twitter.com/JEllermann/status/671601502671273984

https://twitter.com/RHGAnwalt/status/671599374221361153

 




Award für 50plus-Blogger

„Fünf Tage, fünf Fotos, die älter als 15 Jahre alt sin“, die „Ice Bucket Challenge“ –  die Lust am lustvollen Wettstreit, etwas Anderes ist ja eine „Challenge“ nicht, ist ungebrochen und hat auch die 50plus-Blogger erfasst. Maria Al-Mana vom „Unruhewerk“ hatte eine prima Idee: Sie hat den „LiebstenAward 50plus“ ins Leben gerufen und mich nominiert. Ich nehme den Ball gern auf und antworte auf ihre Fragen. Sie hat dem schon bestehenden „Liebsten Award“ ein paar Lachfalten verpasst und noch zwei Buttons aufgeklebt – und ihn natürlich modifiziert, so dass er auf uns 50plus-Blogger passt. Die Spielregeln sind die gleichen wie beim Original.

Aber Maria soll selbst zu Wort kommen: „Ich hab beschlossen, diese Chance wahrzunehmen und den Award zu meiner Sache zu machen,  nein, zu unsrer Sache – zur  Sache der 50plus-Blogger“.

So funktioniert der LiebsterAward 50plus – die Spielregeln:

  • Beantworte die elf Fragen des Bloggers, der dich nominiert hat
  • Stelle sie auf deine Seite und bedanke dich für die Nominierung
  • Verlinke seinen Blog in deinem Artikel
  • Nominiere bis zu elf neue Blogger (siehe Ende des Beitrags)
  • Denke dir elf neue Fragen aus und stelle sie den Nominierten (siehe Ende des Beitrags)
  • Wiederhole diese Regeln in deinem Beitrag zum LiebstenAward 50plus, damit die Nominierten wissen, was sie tun müssen.
  • Informiere deine Nominierten

… und noch was: Der „LiebestenAward50plus“ sucht Blogs, die von Menschen ü50 betrieben werden oder sich mit dem Thema befassen. Bewegt euch – im weitesten Sinn – im Themenfeld „Älterwerden“. Dann darf auch das 50plus-Logo verwendet werden. Und Maria Al-Mana wird euch und die von euch ausgewählten Blogs in der Aktion begleiten, die Blogs präsentieren. Mal sehen, wie sich das entwickelt und was den Ü50-Bloggern sonst noch einfällt. Es wird sicher richtig spannend! Lasst uns deutlich machen, dass mit uns zu rechnen ist, dass wir sichtbar sind. Lasst uns den LiebstenAward50plus zu unserem Instrument machen! Oder es wenigstens versuchen….

Genug erklärt – jetzt bin ich dran. Lass dich überraschen 😉

Fragen an mich – und meine Antworten

  1. Gab es einen (Geburts-)Tag, an dem du begonnen hast, über das Älterwerden nachzudenken? Wenn ja: Was hast du da gedacht

Ich glaube, das war mein 60. Geburtstag. Irgendwie hatte ich das Gefühl, ein Resümee ziehen zu müssen. Deswegen habe ich alle meine Freunde, die Familie und andere mir Nahestehende eingeladen. Ich wollte etwas Anderes machen und habe die Anwesenden alphabetisch nach ihrem Vornamen vorgestellt – und über jeden eine kleine Geschichte erzählt, in welcher Beziehung er zu mir steht und welche Rolle er in meinem Leben spielt.

  1. Macht es einen Unterschied, ob man mit 20 oder mit 50 das erste Blog startet? Wenn ja: Welchen? Was sind deine Erfahrungen?

Ich will anders anfangen: Ich habe vor mehr als 15 Jahren eine Webseite kreiert – vornamen.com. Ich stellte damals Vornamen zusammen, baute ein Forum ein – das ganze ergänzt durch Top-Listen, Namenspatrone, News rund ums Thema Vornamen und ein Forum. Es war damals vieles komplizierter als heute. Aber ich war damals ungezwungener als heute. Heute sind die Möglichkeiten vielfältiger, aber irgendwie ist die Naivität etwas verloren gegangen.

  1. Welche Wünsche hattest du an dein Leben, als du 20 warst?

Ich dachte, die Welt steht mir offen. Es herrschte Aufbruchstimmung. Ich hatte damals schon die feste Vorstellung, mit Schreiben Geld zu verdienen. Ich wollte Journalist werden – der Weg war dann allerdings etwas gewunden und nicht immer gerade.

  1. Was steht heute auf deiner Wunschliste „an mein Leben“ ganz oben?

Ich habe eine ziemlich genaue Vorstellung, was ich im Juni 2017 unternehmen werde: Ich setze mich auf mein Rad und fahre die Tour de France nach. Die verschiedenen Pässe werde ich auslassen, ferner werde ich mir sicher mehr Zeit lassen als die Profis, aber ansonsten werde ich mich an die Tour von 1953 orientieren. Ich hoffe, ich bin dann auch fit, diese Tour durchzustehen.

  1. Gibt es etwas, das du nicht mehr tun magst, seit du „älter“ bist  – oder grad drum?

Die tägliche Fahrerei nervt mich – darauf könnte ich gern verzichten. München erstickt an seiner eigenen Dynamik – U- und S-Bahnen sind voll, die Menschen stehen dichtgedrängt, regelmäßig fallen Züge aus …

  1. Wie fühlt sich Älterwerden für dich an, wo(bei) merkst du es am deutlichsten?

Die Zipperlein werden mehr – hier zwickt’s, dort klemmt’s. Gut, auf der anderen Seite habe ich heute mehr Freiheit – und den größeren Überblick. Habe schon viel Lehrgeld bezahlt in meinem Leben, das zahlt sich jetzt aus.

  1. Welche Beziehung hast du zu den Dingen in deinem Kleider- und/oder Schuhschrank?

Die beiden Bücher „Simplify your Life“ von Werner Tike Küstenmache und Lothar Seiwert sowie „Magic Cleaning“ von Marie Kondo haben mich geprägt.

  1. Gibt es Ziele, Ideale, Vorbilder oder Utopien, die du dein Leben lang nicht aus den Augen verloren hast? Wenn ja: welche?

Ich dachte, Helmut Schmidt sei mein großes Vorbild. Ok, gerade in jüngster Zeit, ist vieles aufgepoppt, was dem vielleicht nicht ganz entspricht. Meine Bewunderung hat sich doch relativiert.

  1. Macht dir der Gedanke, du könntest nicht mehr lang zu leben haben, heute mehr Angst als vor 20/30 Jahren? Oder weniger?

Ich habe eine klarere Vorstellung, wie viel Zeit mir noch bleiben könnte. Mir ist mein Alter bewusster und die Zeit, die mir bleibt. Vielleicht gehe ich heute anders damit um.

  1. Bist du manchmal „kindisch“ (im Sinn von: unbedacht fröhlich/verspielt/ein bisschen leichtsinnig/ungeplant etwas Angenehmes tun)? Wenn ja: wann/wobei?

Ich war früher ungezwungener. Habe von meiner verstorbenen Frau mal den Spitznamen „Rasputin“ bekommen – Rasputin, der Vaterbär, ein Buch von Janosch. Um mich selbst vom Rechthabenwollen zu heilen, kommt mir gelegentlich der Spruch über die Lippen: „Wer Recht hat, zahlt a Mass“. Das bewahrt davor, alles tierisch ernst zu nehmen.

LiebsterAward50plus – meine Nominierten

 

Meine Fragen an euch

  1. Wie alt fühlst du dich innerlich?
  2. Was treibt dich euch an?
  3. Bereust du etwas, dass du hättest tun sollen oder wollen und hast es nicht getan?
  4. Wie stehst du Social Media oder dem Networking überhaupt gegenüber?
  5. Ängstigt dich manchmal das Tempo der digitalen Transformation – und wenn ja, warum?
  6. Gibt es ein Ritual, eine Gewohnheit, die dich dein ganzes Leben begleitet hat – und, die du auch beibehalten willst?
  7. Gibt es etwas, das du wegen des Alters aufgegeben hast?
  8. Welches Traumreiseziel möchtest du unbedingt noch einmal besuchen?
  9. Gibt es etwas, was du noch lernen willst – eine Fremdsprache, eine Technik, einen Sport?
  10. Welches Buch hat dich besonders inspiriert – und warum?
  11. Wie profitierst du von deiner bislang gemachten Erfahrung?

Ich danke euch allen fürs Mitmachen – und viel Spaß!

… und hier ein Bild von meinem Malworkshop auf Föhr

Erste Versuche in Acryl




Lebensstandard trotz höherer Rente in Gefahr

+++ aktualisiert am 20. November 2015 +++ Das Rentenplus im kommenden Jahr ist Augenwischerei, das sollten sich künftige Rentner schon mal vor Augen führen. Das ist nichts weiter als ein Wahlgeschenk im Hinblick auf 2017. Nach 2017, wenn die Union wieder im Sattel sitzt, wird es so nicht weitergehen, das muss allen klar sein. Der Rentenversicherungsbericht lässt daran auch keinen Zweifel. Die 20 Millionen Rentner müsse sich wohl auf magere Jahre einstellen – und die Neurentner erst recht.

Höhere Beiträge und niedrigere Renten

Bis 2029 soll die Rente – nach dem Ausnahmejahr 2016 – dann um rund zwei Prozent pro Jahr steigen, so die Annahme – und die ist überaus optimistisch. Die Jungen müssen umgekehrt mit höheren Beiträgen in die Rentenversicherung rechnen. Ab 2020 wird er dem Bericht zufolge von derzeit 18,7 Prozent auf 20,4 Prozent bis 2025 steigen – bis auf 21,5 Prozent dann in den folgenden vier Jahren.

Damit nicht genug, auch das Rentenniveau fällt – und zwar von derzeit 48,1 Prozent 2014 auf 47,6 Prozent 2020 und dann weiter auf 44,6 Prozent im Jahr 2029. Rentenniveau bedeutet: die Rentenhöhe des Standardrentners im Vergleich zum Durchschnittsverdienst.

Nur die wenigsten setzen auf Riester

Bei der Abfassung des Rentenversicherungsberichts gingen die Autoren davon aus, dass die heute noch Aktiven auch tatsächlich Riester-Sparen – nur, das macht nicht jeder. Genau für die Nicht-Riester-Sparer wird das Geld aus der gesetzlichen Rente in Zukunft nicht reichen. Damit ist Altersarmut programmiert. Wer da gar noch in einer teuren Stadt wie München lebt, für den sieht es ganz mau aus. Wir werden in Deutschland mittelfristig eine Wanderungsbewegung erleben – München wird dann teilweise seniorenfrei.

Rentner – Bittsteller des Staats

Es ist dem Landesseniorenrat Baden-Württemberg zugute zu halten, dass er seit Jahren vor der drohenden Altersarmut warnt, die künftige Rentnergenerationen betreffen wird. 2Es kann und darf nicht sein, dass in zehn bis fünfzehn Jahren für viele kein auskömmliches Rentenniveau trotz lebenslanger Arbeit erreicht wird”, so die Warner. Erschwerend komme hinzu, dass Menschen in Altersarmut über Sozialhilfe und Grundsicherung finanziert werden müssen. LSR-Vorsitzender Roland Sing sieht die Menschen zu Bittstellern des Staates werden, “obwohl sie jahrzehntelang Mitglied der gesetzlichen Rentenversicherung waren”.

https://twitter.com/vorsorgekonto/status/666979231428124673

Schönfärberei der Rentenpolitiker

„Kritische Sozialwissenschaftler sprechen angesichts der rechnerischen Annahmen von ‚beschönigenden Annahmen’ der Bundesregierung“, schreibt der „Versicherungsbote“ und verweist darauf, dass „diese akademischen Kontrolleure der Rentenpolitik die Drei-Säule-Theorie zur Alterssicherung für gescheitert erklären – die Riester-Rente inklusive“.

Das „Portal Sozialpolitik“ schreibt: Die Neurentner „liegen zudem deutlich unterhalb jenes Niveaus, das bis zur Jahrhundertwende mit der damals noch lebensstandardsichernd ausgerichteten gesetzlichen Rente ganz alleine erreicht wurde. Selbst unter den verzerrenden Modellannahmen des Regierungsberichts kann »Riestern« die Rente also nicht ersetzen – von den realen Verhältnissen ganz zu schweigen. Als Folge der (Teil-) Privatisierung der Alterssicherung zahlen die Versicherten also nicht nur einen höheren Preis für ihre Altersversorgung, sie erhalten dafür im Gegenzug auch noch geringere Leistungen. Es wird Zeit für eine Rückkehr zur lebensstandardsichernden Rente.“

https://twitter.com/DRV_BW/status/667319351221989376

Das Rentenniveau sinkt immer weiter

Grafik: Portal Sozialpolitik        Das Rentenniveau sinkt immer weiter

Weiterführende Links:

Wie geht’s euch mit dieser Aussicht? Freue mich auf Kommentare.

 

Reaktionen der Medien:

Die aktuelle Diskussionen um Flüchtlinge und Terroristen überdeckt das Problem Rente, das zurzeit weitgehend untergeht. Wir als Gesellschaft müssten auf breiter Front darüber diskutieren – interessiert aber nur die Wenigsten. Einige Zeitungen haben den Rentenversicherungsbericht dennoch aufgenommen. Nachfolgend einige Pressestimmen:

Der Nordbayerische Kurier

Interessant werde es im Kleingedruckten. Denn, “die 50 Prozent (Rentenniveau) werden nur gehalten, wenn ein Rentner erstens überhaupt Riester-Rente bezieht, zweitens immer brav angespart hat, drittens immer alle staatlichen Zulagen ausgeschöpft hat und viertens sein angespartes Kapital jährlich vier Prozent Zinsen abwirft. Das alles entspricht aber ganz und gar nicht der Lebenswirklichkeit. Die Regierung rechnet sich die Zahlen schön und meint, sich ruhig zurücklehnen zu können. In Wahrheit haben die Politik der Micker-Zinsen und eine Riester-Rente mit Mängeln vielen Menschen die Lust am Sparen fürs Alter längst vergällt. Zu verantworten hat das zum großen Teil die Bundesregierung. Die Zeche aber werden andere zahlen: wir Rentner von morgen.”

Der Donaukurier

“Das Sicherungsniveau: Es wird für Rentner trotzdem schwieriger, ihren vorherigen Lebensstandard zu sichern. Das Sicherungsniveau, das Verhältnis der Rentenhöhe eines Standardrentners zum Durchschnittsverdienst, liegt aktuell noch bei 48,1 Prozent, soll 2020 noch 47,6 Prozent betragen und wird bis 2029 auf 44,6 Prozent sinken. Hintergrund ist, dass künftig immer mehr Rentner von weniger Beitragszahlern finanziert werden müssen.
n Die Vorsorge-Lücke: Die Bundesregierung argumentiert, dass bei Berücksichtigung der privaten Vorsorge das Sicherungsniveau auch künftig oberhalb der 50-Prozent-Marke bleiben wird. Die Opposition hält dagegen: Nur wenige könnten die Lücke, die durch das Absenken des Rentenniveaus entstehen, durch private Vorsorge schließen. Vor diesem Hintergrund fordert der CDU-Sozialflügel die Einführung einer obligatorischen Betriebsrente.”

Deutsche HandwerksZeitung 

Das Sicherungsniveau “Es sinkt von 48,1 Prozent 2014 voraussichtlich auf 47,6 Prozent 2020 und sackt dann weiter auf 44,6 Prozent im Jahr 2029 ab. Gemeint ist das Verhältnis der Rentenhöhe eines Standardrentners gegenüber dem Durchschnittsverdienst. Laut politischer Festlegung soll das Rentenniveau bis 2030 nicht unter 43 Prozent fallen. Inklusive Riester-Rente bleibt das Sicherungsniveau laut dem Bericht über 50 Prozent. Grünen-Rentenexperte Markus Kurth hält diese Schätzung für aus der Luft gegriffen. Tatsächlich könnten nur wenige die Rentenlücke mit privater Altersvorsorge schließen.”