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Mode hat nichts mit Größe oder Alter zu tun – oder doch? Letztlich kommt es drauf an, sich wohl zu fühlen. Mode ist also auch Maß für die eigenen Ansprüche – und die sollten im Alter nicht verflachen, denn Andere beurteilen einen, bewusst oder unbewusst, an der Kleidung. Das gilt für Frauen wohl noch mehr als für Männer. Allein deswegen ist es wichtig, auch im Alter mit der Mode zu gehen. Wobei Mode für die Generation 50plus sicher anders aussehen wird als für Jüngere.

Kann Mode Spaß machen?

„Wer älter wird, braucht a besser’s Gwand“, lautet ein gängiger Spruch älterer Herren in Bayern. Gepflegt auszusehen, hebt das Selbstvertrauen. Mode ist Haltung und keine Frage des Alters. Ein gut sitzendes Sakko samt Einstecktuch plus kombinationsstarker Bundfaltenhose – dazu vielleicht mal ein Stehkragenhemd im Comfort-Fit ist schnell zusammengestellt und schindet Eindruck. Es macht sogar Spaß, mal einiges auszuprobieren und es lohnt sich, auch die Trends zu verfolgen – ohne ihnen hinterher zu jagen. Wer ein gewisses Alter erreicht hat, der darf eine gesunde Lässigkeit entwickeln – Zeit, den eigenen Stil zu finden und gelegentlich zu experimentieren, dabei dennoch authentisch zu bleiben. Für Männer gibt’s leider noch wenige Blogs, die sie inspirieren könnten. „House of Majd“ vom Fotograf Ken Browar und dem Autor Hooman Majd gehört dazu, sicher auch „What Ali Wore“, Einen Überblick über Mode-Männer-Blogs gibt’s auf der Seite stylebook.

Stilvolles Altern als Kunst

Der eigene Stil kollidiert vielleicht manchmal mit der aktuellen Mode. Ältere, die versuchen, den Jungen nachzueifern, wirken gelinde gesagt „daneben“. Wer als reife Dame partout hipp sein will, muss sich nicht wundern, belächelt zu werden. Nun, keine Regel ohne Ausnahme, wie Dorrie Jacobson, ein pensioniertes Playboy Bunny und heute Quasi-Expertin für stilvolles Altern beweist – die sich aber auch gern selbst auf den Arm nimmt auf ihrer Seite „Senior Style Bible“. Es gibt nun einmal Trends, die für die Ältere überhaupt nicht tragbar sind, aber durchaus auch solche, die sich für den Alltag von Onkel Heinz und Tante Lisbeth eignen. Was bei dem Ex-Model gerade noch so durchgeht, wirkt bei anderen zumindest komisch. Dorrie beweist gleichzeitig, dass es Spaß macht, modische Trends zu beobachten, um auf der Höhe der Zeit zu bleiben.

Für Dorrie steht fest, dass es nie zu spät ist, seine Anziehungskraft und seinen Charme wieder zu beleben. „Viele Frauen haben Angst, alt zu werden, deswegen will ich ihnen Bilder von Frauen zeichnen, die auch im Alter schön aussehen und sich auch so fühlen“, schreibt sie auf ihrer Seite „Senior Style Bible“. Schönheit sei alterslos, wenn sie mit dem nötigen Selbstvertrauen getragen werde.

Welche Rolle Farben spielen

Das Leben ist bunt – und nicht beige. „Über 50 ist nicht beige“, betitelt die Modebloggerin Sanne Fiege deswegen ihren Blog. Übrigens, auf dem Portal „Blogs50plus“ gibt es einen hilfreichen Überblick über Mode-Blogs für 40plus und 50plus. Bunte, fröhliche Farben heben die Stimmung. Besonders intensiv ist dieser Effekt bei leuchtendem Gelb oder Orange. Schwarz, Grau und Braun hingegen sollten immer mit mindestens einem bunten Stück kombiniert werden – als Stimmungsaufheller sozusagen.

Die Frühjahrs- und Sommertrends 2017

Was liegt dieses Jahr im Trend? Auf den Catwalks, sprich den Laufstegen, war viel Pink zu sehen – oder Fuchsia, wie diese auffällige Farbe auch heißt. Das ist allerdings schon etwas für Mutige. Angeblich dürfen das sogar Herren tragen. Aber wie gesagt: nichts muss, alles kann. Ein schickes Fuchsia-Hemd zur schwarzen Hose – warum nicht. Weitere Trends sind Tüll, T-Shirts mit großen Schriftzügen, Sportkleidung und typische 80er-Jahre-Mode (zu der etwa schwarze oder hautfarbene Schulterpolster wie man sie bei Sieh an! findet und Neon-Farben gehören). Ja, richtig gehört, die 80er-Jahre kommen wieder. Das war die Zeit von Glanz und Glitter, von Leggings und Rüschen. Wer damals damit aufgewachsen ist, dürfte sich zumindest wundern.

Klassiker für jede Gelegenheit

Von der aktuellen Mode und vergänglichen Trends einmal abgesehen, gibt es auch Stücke, die sich jeder irgendwann einmal geleistet haben sollte. Dabei handelt es sich um zeitlose Klassiker – was wäre das Leben ohne ein bisschen Luxus? Für Damen gehört das Designer-Kostüm dazu, das sich zu allen festlichen Anlässen tragen lässt. Kostüme sind zeitlos und trendy – mit Charme-Garantie. Diese Eigenschaft hat zum Beispiel ein Kostüm von Chanel, Valentino oder Karl Lagerfeld. Für Herren ist es der hochwertige Anzug für besondere Lebenslagen – einer von Hugo Boss oder Armani.

Posted by Helmut Achatz

Vorruheständler, Journalist, Börsianer, Vorstand VHS Olching, Wirtschaftsingenieur,

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