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München ist ein teures Pflaster – für Rentner und Nicht-Rentner. Die Kaufkraft ist so gering wie sonst nirgends in Deutschland. Das Leben für Rentner wird deswegen in München immer schwieriger. Das gilt übrigens auch für den Münchner Speckgürtel. Starnberg, Miesbach und Dachau sind richtig teuer. Was das konkret heißt? Ein Euro ist in München nur 70 Cent wert, weil nicht nur die Mieten, sondern auch Lebensmittel, Kleidung und Öffentlicher Verkehr deutlich teurer sind als anderswo.

Wo ist es dann am günstigsten? Der „Mitteldeutschen Zeitung“ zufolge haben Rentner in Sachsen-Anhalt mehr von ihrer Rente. In keinem anderen Bundesland leben Rentner kostengünstiger als in Sachsen-Anhalt. Das Blatt zitiert dabei eine Umfrage des Wirtschaftsforschungsunternehmens Prognos im Auftrag des Gesamtverbands der Versicherungswirtschaft. Demnach liegen die Kosten für die Lebenshaltung von Rentnern in Sachsen-Anhalt im Schnitt knapp elf Prozent unter dem Bundesmittel. Selbst in Halle, der für Senioren teuersten Stadt in Sachsen-Anhalt, liegen die Lebenshaltungskosten mehr als fünf Prozent unter dem Bundesdurchschnitt. Magdeburg ist die günstigste Landeshauptstadt für Rentner – mit einem Preisniveau von gut sechs Prozent unter dem Durchschnitt. Dessau-Roßlau, ist knapp neun Prozent günstiger.

Bayern besonders teuer

40 der insgesamt 50 teuersten Landkreise in Deutschland liegen in Bayern, Baden-Württemberg und Hessen, so die „Versicherungswirtschaft heute“. Dort zahle ein Rentner zwischen 15 und 30 Prozent mehr als im Bundesdurchschnitt. Ein Vergleich mit Nord- und Ostdeutschland öffnet die Augen: Laut Studie schaffen es nur vier Kreise in die Top-50 – nämlich Hamburg, Berlin, Potsdam und – durch den “Sylt-Effekt” – der Kreis Nordfriesland. Am günstigstes lebt es sich in Sachsen-Anhalt.

Die höchste Kaufkraft haben Rentner im niedersächsischen Landkreis Holzminden mit einer Kaufkraft von 1159 Euro, gefolgt vom Landkreis Osterode am Harz mit 1156 Euro (-13,47 Prozent), dem Landkreis Elbe-Elster mit 1152 Euro (-13,22 Prozent), dem Vogtlandkreis mit 1148 Euro (-12,90 Prozent) und dem Kyffhäuserkreis mit 1147 Euro (-12,81 Prozent).

Die Zahlen wurde ein auf Rentner spezialisierter Warenkorb zugrunde gelegt. Insbesondere wurden Ausgaben für Gesundheit höher bewertet.

Zum Schluss noch ein paar Zahlen aus Bayern – was 1000 Euro wert sind:

Stadt München:         767 Euro
Kreis München:          829 Euro
Starnberg:                  831 Euro
Miesbach:                  850 Euro
Dachau:                     861 Euro
Fürstenfeldbruck:      869 Euro

Freyung-Grafenau:     1138 Euro
Wunsiedel:                 1136 Euro
Hof:                            1135 Euro
Tirschenreuth:            1127 Euro
Regen:                        1126 Euro

Quelle: tz

Wer es genau wissen will, wie hoch die Kaufkraft seiner Rente ist, klickt am besten auf die interaktive Karte:

Was ist meine Rente heute wert?

Weiterführende Links:

 

Posted by Helmut Achatz

Vorruheständler, Journalist, Börsianer, Vorstand VHS Olching, Wirtschaftsingenieur,

4 Comments

  1. Ja, die Frage darf erlaubt sein. Aber das Rentensystem ist eh schon so kompliziert

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  2. war es nicht schon immer so, dass eine gute Wohn-/sprich Lebensqualität ihren Preis hat? Ich will Bayern, sprich Münchens Speckgürtel, nicht unbedingt gegen die Sandbüchse Deutschlands eintauschen. Es stellt sich für mich nur die Frage, in wie weit denn die Ost-Renten proportional immer mehr als die Westrenten steigen müssen. Ein Widerspruch zu den hier von Ihnen dargelegten Beobachtungen und Messwerten.

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