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120 zu 80 – das ist der Idealwert für den Blutdruck. Das zumindest sollte jeder wissen und auch kontrollieren. Kein Problem, wenn er mal darüber ist – allerdings sollte das kein Dauerzustand sein, denn ein zu hoher Blutdruck hat Ursachen.

Deswegen sollte jeder seinen Blutdruck kennen. Er ist ein Warnsystem dafür, wenn im Leben etwas nicht stimmt. Ständiger Stress, Bewegungsmangel, Übergewicht, Angst und Sorgen können die Ursachen sein. Manchmal lässt auch ein Dreh- oder Schwankschwindel den Blutdruck entgleisen und treibt die Werte auf mehr als 180 nach oben. Gut, wer dann ein Blutdruckmessgerät zur Hand hat.

20 bis 30 Millionen haben Bluthochdruck

Hierzulande dürften sicher mehr Menschen unter Bluthochdruck leiden als an zu niedrigem Blutdruck. Wer sich im Bekanntenkreis umhört, dürfte schnell auf Betroffene stoßen mit Bluthochdruck. Schätzungen zufolge erkrankt jeder dritte Erwachsene in Deutschland daran. Vor allem Männern ist das häufig ziemlich egal – bis sie eben zusammenklappen. Erst dann wird ihnen bewusst, dass sie ein Problem haben. Frauen sind meist sensibler, was Krankheiten betrifft und achten stärker auf sich – und eben auch ihren Blutdruck.

Nicht jeder zieht daraus Konsequenzen für seinen Lebenswandel. Viele glauben, blutdrucksenkende Mittel werden es schon richten. Die haben freilich nicht selten heftige Nebenwirkungen – und die können schlimmer sein als ein zu hoher Blutdruck. Manchmal greifen die Ärzte auch zu einer Kombination von Medikamenten. Zu den Blutdrucksenkern gehören beispielsweise Diuretika, Betablocker, Kalziumantagonisten und ACE-Hemmer. Die Mittel richtig einzustellen, kann Wochen, ja Monate dauern. Manchmal geht es nicht ohne, Ziel sollte es dennoch sein, möglichst auf Pillen zu verzichten.

Wie hoch ist überhaupt hoch?

Ja, wie hoch ist hoch? 120 zu 80 Millimeter Quecksilbersäule, als Maßeinheit (mmHG) ist „normal“. Übrigens, erfunden hat diese Maßeinheit der italienische Mathematiker und Physiker Evangelista Torricelli im 17. Jahrhundert.  Ein Blutdruck von 120 zu 80 bedeutet, dass der oberer Wert 120 mmHG erreicht und der unter 80 mmHG. Der obere oder systolische Wert des Blutdrucks liegt bei einem gesunden Menschen in normaler physischer und psychischere Verfassung – ja auch die Psyche spielt – eine Rolle bei 120 mmHG; der untere oder diastolische Wert liegt zwischen 80 und 90 mmHG. Wenn der Wert dauerhaft erhöht ist, heißt es zu handeln. Als Grenzwert gilt der Weltgesundheitsorganisation WHO zufolge ein Wert von 140 zu 90 mmHG. Leichter Bluthochdruck hat, wer auf Werte von 140 bis 180 zu 90 bis 110 mmHG kommt – alles was darüber ist, ist schwerer Bluthochdruck.

Die Deutsche Hochdruckliga warnt davor, dass ein zu hoher Blutdruck Organe schädigt, darunter das Herz, die Herzkranzgefäße, das Gehirn, die Nieren und die Blutgefäße. Folgen sind Herzinfarkt und Schlaganfall. Den Bluthochdruck zu messen, ist auch Ansporn und stärkt das Problembewusstsein.

Blutdruckmessen mit passendem Gerät

Was dabei zu beachten ist, habe ich mit einem Rezensionsexemplar von Braun (Kaz stellt die Blutdruckmessgeräte mit der Lizenz der Marke Braun her) getestet: Das VitalScan 1 funktioniert nach dem oszillometrischen Messverfahren. Dabei werden die Druckschwankungen der Pulswelle in den Arterien gemessen, die vom Blutdruck abhängig sind. Das Gerät ist einfach zu bedienen: Es hat eine acht Zentimeter breite Manschette, die ums Handgelenk gelegt und per Klettverschluss befestigt wird. Zum Messen am besten ruhig auf einen Stuhl setzen und zur Ruhe kommen. Es ist eher kontraproduktiv sich während der Messung zutexten zu lassen oder selbst zu palavern. Jetzt den linken Arm entblößen und die Manschette anlegen. Die Anzeige sollte auf der Handinnnenseite sein und der Abstand zwischen dem Rand der Manschette und der Handwurzel zwei Zentimeter. Den Klettverschluss schließen. Ach ja, noch was – die Anzeige sollten etwa auf der gleichen Höhe wie das Herz platziert sein. Ich drücke auf den Einschaltknopf und die Manschette pumpt sich auf. Der Druck baut sich wieder ab – und es piept zweimal. Auf der Anzeige erscheint der systolische und der diastolische Blutdruck in mmHG sowie die Pulsfrequenz. So, kurz das Funktionieren des Braun VitalScan, das sich damit im Prinzip nicht von anderen Blutdruckmessgeräten unterscheidet. Das Gerät speichert bis zu zehn Messungen, so dass jeder selbst vergleichen kann, wie sich sein Blutdruck entwickelt. Der Packung liegt ein Blutdruckpass bei – ein Faltblatt mit Spalten und Zeilen für die Messungen.

Wichtig – großes Display

Das Braun VitalScan 1 hat alles, was ein Blutdruckmessgerät braucht: eine übersichtliche Anzeige, akzeptable Genauigkeit – unter Verzicht auf Zusatzfunktion wie Uhrzeit und einen größeren Speicher. Die Anleitung ist intuitiv und zusätzlich fassen die Bildchen auf der Manschette die Messung kurz zusammen. Ich hatte zumindest keine Probleme mit dem Bedienen – andere vermutlich auch nicht. Die zwei Knöpfen erklären sich von selbst. Die beiden AAA-Batterien lassen sich problemlos einlegen und sind auch überall zu kaufen. Das Preis-Leistungsverhältnis ist in Ordnung – das Gerät bietet der Handel zwischen 23 und 28 Euro an. Die Manschette taugt auch für Männergelenke, was durchaus nicht selbstverständlich ist.

Das Messgerät kommt mit einem Kunststoffbeutel. Andere Hersteller wie Boso liefern ihr Gerät mit Hardbox-Etui aus, somit kann keiner versehentlich auf den Einschaltknopf drücken – das passiert leider beim Beutel.

Blutdruck ändert sich im Tagesverlauf

Wer die Bedienungsanleitung liest, könnte vielleicht etwas irritiert sein, denn dort wird – auch – das VitalScan3 beschrieben. Braun hätte jedem der Modelle besser jeweils eine eigene Anleitung mitgegeben.

Noch ein Tipp zum Schluss – und hier sei die Bedienungsanleitung zitiert:

Der Blutdruck ändert sich ständig im Laufe des Tages. Er steigt in den frühen Morgenstunden steil an und geht am späten Morgen wieder zurück. Der Blutdruck steigt am Nachmittag erneut und fällt in der Nacht schließlich auf ein niedriges Niveau. Er kann auch innerhalb kurzer Zeiträume variieren. Daher können aufeinanderfolgende Messungen schwanken

Bluthochdruck ein Massenphänomen Quelle: Braun

Bluthochdruck ein Massenphänomen Quelle: Braun Blutdruckmessgeräte

Posted by Helmut Achatz

Vorruheständler, Journalist, Börsianer, Vorstand VHS Olching, Wirtschaftsingenieur,

4 Comments

  1. […] Bluthochdruck, Meniskus, Rheuma – es gibt so vieles, was uns im Alter einschränkt, uns und unsere Mobilität. Da wird manchmal bereits der wöchentliche Einkauf zum Problem oder die Dusche oder das Treppensteigen. Wie lässt sich die Mobilität im Alter erhalten? […]

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  2. Es ist wirklich so, ich persönlich habe auch viele, die an Hypertonie leiden, in meinen Bekanntenkreis. Das ist wirklich keine schöne Angelegenheit. Aber 20 – 30 Millionen Menschen die daran leiden? Das ist mehr als ich erwartet hätte, daher finde ich ist umso wichtiger, Bluthochdruck vorzubeugen!

    Das Bild am Ende finde ich persönlich extrem gelungen, es sieht sehr übersichtlich aus und der farbliche Kontrast ist sehr Anschaulich.

    Allgemein finde ich, dass das Thema mit dem Blutdruck, sehr kurzgeraten ist in unserer heutigen Zeit.

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    1. danke für den Kommentar. Ich bin auch erst vor kurzem mit der Nase drauf gestoßen worden, weil es mich persönlich betrifft.

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  3. […] Rot: wirkt dynamisch und anregend, zu viel Rot kann Unruhe auslösen und sogar den Blutdruck in die Höhe treiben […]

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