Mit Qigong zu mehr Gelassenheit

Qigong ist eine Mischung aus Bewegung und Meditation – und ideal geeignet, um zu mehr Gelassenheit zu finden. Qigong schult die Konzentration, verbessert die Selbstwahrnehmung, fördert Gleichgewichtssinn und Beweglichkeit. Vielleicht hilft Qigong auch, unser Leben zu verlängern.

Woher kommt Qigong?

Ob 2000 oder gar 3000 Jahre alt, dürfte ziemlich egal sein – so viel ist allerdings klar, die chinesische Bewegungsmeditation hat sich bewährt, sich mit sich selbst in Einklang zu bringen. Wir skeptischen Westler müssen es einfach zulassen, was Chinesen schon längst akzeptiert haben. Fließende Bewegungen und ruhige Atmung helfen, sich wohler, vitaler und ausgeglichener zu fühlen. Dass sich damit sogar das Leben verlängern lässt, ist für Qigong-Anhänger ausgemachte Sache.

Anders als andere Sportarten, eignet sich Qigong auch für uns ältere Jahrgänge – und das Schöne dabei, Qigong wird mittlerweile überall angeboten, ob in Volkshochschulen oder in Sportvereinen, von Fitness-Studios und Personal Trainern. Ganz abgesehen davon, wer wirklich niemand finden sollte, kann auch Youtube konsultieren. Aber in der Gruppe macht’s einfach mehr Spaß und motiviert zu Regelmäßigkeit.

Was heißt Qigong?

Das chinesische Wort Qigong kommt von „Qi“ (ausgesprochen Tschi) und „Gong“. Qi steht für die innere Kraft, was wir auch als Lebensenergie ansehen. „Auf uns Menschen bezogen bedeutet es jene Energie, die wir seit Beginn unserer Existenz in uns tragen“, schreibt das Taiji-Forum. „Gong“ übersetzt das Taiki-Forum mit „Arbeit“, „Pflege“, „Übung“ oder „beständiges Üben“. Die Zusammensetzung von „Qi“ und „Gong“ bedeute demnach die Arbeit mit der Lebensenergie oder die Pflege derselben. Die Pflege des Qi meine eine bestimmte Form der „Selbstnährung“ des Menschen; die Lebensenergie werde also nicht von außen gestärkt, sondern von innen, durch den Menschen selbst. Mit Qigong-Übungen soll laut Taiji-Forum das Qi erhalten, gestärkt und ausgeglichen werden.

Sinn und Zweck ist es, die Lebensenergie zu stärken, um gesünder und vitaler zu werden, was letztlich das Leben verlängern kann. „Qigong ist ein harmonischer Fluss an Bewegungen“, zitiert die Frankfurter Rundschau Qigong- und Taiji-Lehrerin Karin Sedlmeier aus Wolnzach in Oberbayern. „Man hört kurz vor der stärksten Anspannung auf und geht dann in die Gegenbewegung“, fasst sie zusammen. Ob Qigong das Immunsystem fördert, daran zweifeln vielleicht einige, aber dass Qigong beruhigt, erfährt jeder, der es selbst ausprobiert.

In China ist die Bewegungsmeditation so etwas wie eine Volksbewegung. Alt und jung treffen sich in Parks, um gemeinsam zu üben. Qigong ist dabei eben nicht unbedingt Sport, sondern Bewegungsmeditation und Atemübung.

Wie Qigong üben?

Qigong-Übungen tragen in der Regel poetisch anmutende Namen wie „In die Stille eintreten“, „Den Himmel stützen“, „Der Kranich breitet seine Flügel aus“. Übungsfolgen orientieren sich an den fünf Elementen oder am Morgengebet buddhistischer Mönche. Dadurch wird es leichter, sich die Folge zu merken. Jede einzelne Übung hat eine bestimmten Zweck, ist gut für das eine oder andere Organ und soll das Qi mehren und zum Fließen bringen.

Wie Qigong praktizieren?

In der Gruppe mit einer Kursleiterin ist es sicher leichter, die Bewegungsabläufe zu erlernen und einzuüben. Wer einige Bewegungsabläufe verinnerlicht hat, kann und soll sie zu Hause üben. Qigong lässt sich im Stehen und Sitzen üben. Im Sommer gehen Qigong-Übende auch in die freie Natur.

Wofür ist Qigong gut?

Das Gesundheitsportal lifeline hat kurz zusammengefasst, wofür Qigong gut ist und gegen welche Leiden es hilft:

Die sanften Qigong-Übungen erfordern keine besondere Kraftanstrengung und sind in jedem Alter möglich. Als begleitende Therapie sind sie zum Beispiel empfehlenswert

Dieser Beitrag erscheint im Rahmen der Challenge von Nadine Becker, die zu „28 Days of Blogging“ aufgerufen hat. Das heißt, 28 Tage im Februar jeden Tag einen Blog-Post zu schreiben. Alle Blogger, die mitmachen, verlinken ihre Beiträge auf Facebook in der Gruppe 28 Days of Blogging, bei Pinterest und Instagram. Bis auf einen Tag, habe ich bis zum Schluss durchgehalten. Mit dem heutigen Beitrag endet diese Challenge.  #28daysofblogging .

Wer noch alles mitmacht bei #28DaysofBlogging:




Was Bestager auf der Inviva erwartet

Mitten drin, statt nur dabei – um einen alten Slogan des DSF zu bemühen. Darum geht es bei der Inviva, der Erlebnismesse für Bestager in Nürnberg vom 27. Februar bis 3. März. Nicht von ungefähr findet parallel dazu die „Freizeit, Touristik & Garten“ sowie die Whiskey-Messe „The Village“ (nur 2. und 3. März) statt.

Auf der Inviva reicht die Themenspanne vom der Ehrenamtsbörse bis zur Senioren-Union. Letztlich geht es um Angebote und Informationen für ein langes, gesundes und selbstbestimmtes Leben. Partner der inviva sind unter anderen das Seniorenamt der Stadt Nürnberg, das Klinikum Nürnberg, der
Sozialverband VdK sowie das Franken Fernsehen – mit den Themenwelten „Gesundheit erhalten“, „Selbst bestimmen“ und „Zeit gestalten“.

Bestager-Messe Inviva in Nürnberg

Unter den Anbietern sind neben Kliniken, soziale Einrichtungen, Verbände, und Vereinen auch Initiativen und Dienstleistungsunternehmen, Dabei geht es um medizinische Vorsorge, alternative Heilmethoden, Rehabilitation und Betreuung aber auch um Fitness und Bewegung. Das Gesundheits-Forum stellt verschiedene
Gesundheitsthemen vor und gibt den Besuchern die Möglichkeit, sich zu informieren und Experten um Rat zu fragen.

Wo möchte ich wohnen und wie möchte ich leben? Diese Fragen spielen im Alter eine immer größere Rolle. Deswegen stellt die Inviva verschiedene Wohnkonzepte vor und präsentiert Möglichkeiten, die eigenen vier Wände barrierefrei zu gestalten.

Börse für Ehrenämter

Natürlich spielt das Thema Freizeitgestaltung eine wichtige Rolle. Wer sich ehrenamtlich betätigen will – auf der Inviva findet er sich etwas. Die Stadt Nürnberg bietet auf ihre Portal buergernetz-nuernberg.de eine Ehrenamtsbörse. Vertreten sind natürlich auch der VdK und andere Vereine. Gleich am Angang zur Halle 12 zieht ein Franken-Stand die Besucher an. Die Region hat einiges zu bieten. Auf der Erlebnisbühne animieren Kursleiter Besucher, einfach mal das Tanzbein zu schwingen oder sich Judo zeigen zu lassen. Die Inviva bietet ferner einen Tai Chi Workshop an. Klar spielt das Thema Wellness eine große Rolle auf der Inviva.

Rente ist zentrales Thema

Das Seniorenamt der Stadt Nürnberg stellt am 1. und 2. März die Themen „Rente, Freiheit und Digitales“ in den Mittelpunkt. So diskutiert zum Beispiel Ulrike Mascher, die Vorsitzende vom VdK Bayern, mit weiteren Experten die Frage „Rente: Welches Konzept hat Zukunft?“. Darüber hinaus geht es um Themen, wie „gesünder leben mit Apps“- und der Journalist Dieter Bednarz stellt sein Buch „Zu jung für alt vor, in dem er die Frage aufwirft, was tun, wenn das Arbeitsleben endet, man sich aber viel zu jung fühlt, um zum alten Eisen zu gehören?

Von Halle 12 sind es nur ein paar Schritte zu den Hallen der Freizeit, Touristik & Garten“. Dort warten Aussteller aus den Branchen Reisen, Garten und Outdoor.  Und am Wochenende (2. und 3. März) läuft die Whisk(e)y-Messe „The Village“ ebenfalls parallel zur Freizeit Messe.

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Wie gefährlich ist Kieferknacken?

Kieferknacken? Bei einigen Menschen knackt es im Kiefer, wenn sie kauen oder gähnen. Klingt harmlos, ist es aber manchmal nicht, denn Kieferknacken kann Folgen haben wie Rücken- oder Kopfschmerzen bis hin zur Migräne. Wie am besten behandeln?

Muss ich mich sorgen, wenn der Kiefer knackt – beim Kauen beispielsweise oder Gähnen? Erst, wenn zum Kieferknacken andere Symptome kommen. Im menschlichen Körper existiert kaum ein anderes Gelenk, das solch komplexe Verbindungen zu anderen Organen sowie zur Körperstruktur aufweist wie das Kiefergelenk. Wer Beschwerden mit dem Kiefergelenk hat, insbesondere bei der Bissfunktion, bei dem könnte das sogenannte CMD-Syndrom die Ursache sein, wobei CMD für „craniomandibuläre Dysfunktion“ steht. Rücken- oder Kopfschmerzen bis hin zur Migräne sowie Zähneknirschen sind die Folgen. Um das festzustellen, braucht es eine umfassende und sorgfältige Diagnose. Kompetente Zahnärzte kennen sich bestens mit der CMD aus und arbeiten mit Fachärzten, Kieferorthopäden sowie spezialisierten Herstellern von Aufbissschienen zusammen.

Kieferknacken – Symptome und Diagnose

Typische Symptome für CMD sind Magen- und Darmprobleme, Verspannungen, Haltungsfehler und Schlafstörungen. Viele kommen freilich nicht auf die Idee, dass ihre Probleme damit zusammenhängen. Alle diese Beschwerden werden üblicherweise nicht direkt als CMD diagnostiziert, was die Komplexität zur Erkennung dieser Erkrankung verdeutlicht. Geräusche eines Kieferknackens können ebenfalls ein erster Indikator für eine vorliegende CMD sein. Zur Stellung der Diagnose einer CMD ist die gesamte Funktionalität des Kiefers intensiv zu überprüfen. Es wird eine Analyse der Kiefer- und Kaubewegungen durchgeführt, die computergestützt ist. Ebenfalls ist eine manuelle Funktionsanalyse notwendig: die Kiefergelenke werden durch Abtasten hinsichtlich ihrer Beweglichkeit überprüft. Die Experten gehen heute davon aus, dass rund 20 Prozent der Bevölkerung von einer CMD betroffen sind. Dies verdeutlicht den aktuell und auch zukünftig bestehenden Behandlungsbedarf.

Sofort-Hilfe bei CMD-Beschwerden

Wurde CMD erkannt, so kann diese gezielt behandelt werden. Eine individuell angefertigte Aufbissschiene von Dentrade, die in Kooperation mit der Diagnostik und Behandlung des Zahnarztes sowie der Fachärzte hergestellt wird, stellt den Behandlungserfolg sicher. Die Schiene stellt den Kern der CMD-Therapie dar und setzt an der Ursache der Beschwerden wie Kopf- oder Rückenschmerzen an: Sie verändert vor allem die Kiefermuskulatur, das Bissverhalten sowie die Bisslage. Zentrale Produkt ist die Schiene „Aqualizer“, die individuell für den Patienten sowie nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen hergestellt wird.

Einfach mal den Zahnarzt konsultieren

Das CMD-Syndrom ist fast schon so etwas wie eine Volkskrankheit geworden. Es können deshalb mit der gezielten CMD-Behandlung Kopf- oder Rückenschmerzen verhindert werden. Wer häufiger unter entsprechenden Beschwerden leidet, sollten seinen Zahnarzt oder seine Zahnärztin konsultieren, um sich auf eine CMD hin untersuchen zu lassen. Zähneknirschen oder Knackgeräusche bei Kieferbewegungen deuten in dieser Hinsicht oftmals auf eine CMD hin.

Foto: pixabay




Urlaub vom Alltag in der Therme

Kaiser und Könige machen es, warum machen wir es nicht auch? Thermen. Gerade, wenn’s noch so richtig nass-kalt und trüb ist, kann ein Tag in der Therme aufheitern. Ganz abgesehen davon, dass uns so ein Tag richtig gut tut.

Wenn’s mal wieder zwickt und knirscht, wird es Zeit, in die Therme zu fahren und sich zu restituieren, sprich, sich wieder herzustellen. Da hilft ein Schwefel-, Selen, Lithium- oder Salzbad. Die Wirkung des Thermalwassers gegen Rücken- und Gelenkbeschwerden ist legendär, aber auch gegen Stress und Hautprobleme. Nach einem Tag in der Therme schlafen wir wohlig ein und fühlen uns am nächsten erquickt. Der Therme sei Dank.

Karl der Große und seine Therme

Das wussten schon Kaiser und Könige. Nicht von ungefähr hat Karl der Große seine Residenz in Aachen aufgeschlagen. In den letzten Jahren seines Lebens war er mehr im Thermalwasser als auf dem Thron.

Müde, matt und abgeschlagen – wer sich so richtig erschöpft fühlt, für den ist es Zeit, sich zu regenerieren, sonst wird aus Stress Burn-out. Schrothkuren und Kneipp-Anwendungen helfen, die innere Balance wiederzufinden. Wer Probleme mit der Lunge hat oder eine Allergie, der atmet in heilklimatischen Kurorten durch. Sole unterstützt die Abwehrkräfte, Inhalation befreit die Atemwege und beseitig den Juckreiz.

Thermen-Ranking als Orientierungshilfe

Wer welche Therme braucht, das muss jeder für sich eruieren. Welche öffentlich zugängliche Therme oder Saunalandschaft die beliebteste ist im ganzen Land, hat das Verbraucherportal Testberichte.de ermittelt – und ein Thermen-Ranking aufgelegt. Die Tester haben sich in diesem Jahr 486 (2018: 369) Wellness-Oasen vorgenommen. Sie verließen sich dabei auf insgesamt annähernd 370 000 Kundenmeinungen. Da dürfte die Auswahl doch deutlich erleichtern.

Top-1-Therme in Eibelstadt

Beliebteste Wellness-Oase Deutschlands ist mit 4,7 von 5 Sternen das MainSaunaLand im bayerischen Eibelstadt, Platz zwei belegt der Vorjahressieger Vabali in Berlin (4,6), gefolgt vom Vabali in Düsseldorf (4,6). Pluspunkte sammeln die Spitzenreiter für die Freundlichkeit des Personals, ihrer gepflegten, vielfältigen und sauberen Saunalandschaft sowie der guten Aufgüsse und des guten Essens.

Die Schlusslichter sind Thermen in Zinnowitz, Sellin und Hofheim. Hauptkritikpunkte der Besucher sind dem Test-Portal zufolge kaltes Wasser, hohe Preise, mangelnde Sauberkeit, zu viel Unruhe und Lautstärke durch viele Besucher, zu enge Umkleiden und nicht zuletzt ein schlechtes Gastronomieangebot.

Erstaunlich ist der große Preisunterschied, der von für zwei Stunden von 8,50 bis 50 Euro reicht.

Kneippen und Kultur

Ein Thermen-Besuch ist aber noch weit mehr. Viele Kurorte bieten ja noch prall gefüllten Veranstaltungskalender mit täglich attraktiven Konzerten, Bühnenshows, Tanz und Unterhaltung parat, dazu Wanderwege und sonstige Infrastruktur. Bad Wörishofen beispielsweise veranstaltet vom 4. bis 7. April seine Gesundheitstage, dabei geht es um „Healthy Aging mit Kneipp“. Erfolgsautor und Arzt Andreas Michalsen stellt sein Buch „Mit Ernährung heilen – besser essen, einfacher fasten, länger leben“ in Bad Wörishofen vor. Veranstaltungstipps und Wellness-Tipps lassen sich in der Bad Wörishofer Gästezeitung nachlesen. Übrigens bringen viele Kurorte mittlerweile ihre eigen Gästezeitung heraus – der Verlegergemeinschaft Deutsche Kur- und Freizeitmagazine listet mittlerweile 18 auf.

Wer sich grundsätzlich über Kuren – und im speziellen über Kuren in Bayern – informieren will, ist auf der Seite „Gesundes Bayern“ gut aufgehoben. Die Macher erklären, welche Kuren es wo in Bayern (insgesamt 42) gibt und zeigen mit einer Checkliste, wie jeder erfolgreich eine Kur beantragt.

Foto/Quelle : obs/Testberichte.de/Tramont_ana

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Ein Messebesuch ist wie ein Urlaubstag

Ein Messebesuch ist wie ein Urlaubstag – das gilt gerade für die Freizeitmesse free in München. Gerade im Februar wächst der Wunsch nach Sonne, Urlaub, Meer, Rad und Reisen. Was liegt also näher, sich auf einer Messe inspirieren zu lassen.

„Mit Holland America Line die Welt entdecken“ – warum nicht? In Halle A6 der Freizeitmesse free in München drängen sich die Stände von Aida, MSC Cruise, Princess Cruises und Arosa. Wer jemals vorhatte, eine Kreuzfahrt zu machen – hier fände er reichlich Inspiration. Mittlerweile kreuzen die Luxusdampfer in norwegischen Fjorden und in der Karibik, gleiten durch den Panamakanal und überqueren den Ozean. Princess Cruise allein steuert 380 Destinationen an. Wer da nicht ins Schwärmen kommt. Mit Arosa entdecken unternehmungslustige Senioren Seine, Donau und den Rhein.

Messebesuch als Urlaubstag

Wie wäre es mit einer Pizza auf dem Italien-Stand oder einem Schoppen bei den Österreichern? Niemand muss hungrig nach Hause gehen. Dazwischen aber braucht’s ein bisschen Bewegung auf dem Paddel-See oder dem großen Fahrrad-Parcours.

Unsere Welt ist abgezirkelt, da ist es durchaus verständlich, wenn wir ab und an zu kleinen Fluchten ausbrechen. So eine Messe ist eine davon. Die Industrie hat reagiert darauf und bietet uns alles von der Luxus-Flusskreuzfahrt bis zum Outdoor-Abenteuer. Warum auch nicht!

„Chacun à son goût“, sagen die Franzosen. Jedem nach seinem Geschmack, heißt das auf Deutsch. Wir können es uns glücklicherweise aussuchen, wie wir unsere Freizeit genießen – die Möglichkeiten sind breit gefächert. Was für eine Chance.

Endlich können wir azyklisch verreisen

Wir Best Ager haben den großen Vorteil, uns aussuchen zu können, wann wir verreisen. Wir müssen uns nicht länger an Schulferien orientieren und auch keinen Chef mehr wegen des Urlaubs fragen. Also, nutzen wir die Zeit. Wer azyklisch verreist, hat mehr vom Leben – und von seinem Geld, denn außerhalb der Schulferien sind viele Destinationen deutlich billiger.

Wer auf der free unvoreingenommen durch die Hallen schlendert, landet irgendwann in Halle C5, in der es vor allem um Rad geht. Wer glaubte, die Entwicklung des Fahrrad sei abgeschlossen, der sollte seine Meinung ganz schnell revidieren. Es gibt „Generation-Trikes“, die „Gekko-Klasse“, E-Scooter, E-Bikes, Tandems mit einem Liegerad und Lasträder. Einfach phantastisch! Wer immer noch Auto fährt, ist selbst schuld. Auf dem Fahrrad-Parcours kann jeder selbst ausprobieren, wie sich so etwas fährt. Halle C5 bietet zwei Teststrecken mit einer neuen Zwei-Meter-Rampe, wo täglich auch zwei Trial-Bike-Meister ihr Können zeigen. Ja, und wer Lust bekommen hat, organisiert auf der free gleich seine nächste Tour – wie wäre es mal mit München-Prag oder entlang der Altmühl oder mit der Romantischen Straße oder über die Alpen oder mit Inselhüpfen? Mit dem Rad ist vieles möglich.

Fußmassage und Tiefenwärme

Und wer jetzt von dieser Vielfalt erschöpft ist, pilgert in Halle A5 zum Wellnessen. Er kann sich ja dort mal die Füße massieren lassen oder sich einen Vortrag über Aloe Vera anhören oder sich in die Tiefenwärmekabine setzen.

Zum Abschluss gibt’s noch eine Bierverkostung mit fränkischer Hopfenkaltschale. Wer dann immer noch nicht entspannt ist, dem ist nicht zu helfen.

Partnerland ist 2019 übrigens Tschechien – für viele noch Terra Incognita, obwohl es so nah liegt. Die meisten kennen nur Prag, dabei bietet Südböhmen einiges an Kultur und Lebensart.

Die Free geht noch bis zum 24. Februar um 18 Uhr.

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Noch einmal neu anfangen, statt aufgeben

Sind wir nicht alle schon einmal an einem Punkt angekommen, an dem wir uns langweilen, an dem es uns schlecht geht und wir nicht mehr weiter wissen? Viele neigen dazu, sich ein Stück weit aufzugeben. Die Selbstwahrnehmung funktioniert dann meist nicht mehr. Unser Umfeld merkt das ziemlich schnell, da das auch viel mit Äußerlichkeiten zu tun hat. Aufgeben gilt nicht, besser neu anfangen.

Der Modepapst Karl Lagerfeld ist tot, aber viele werden sich noch an seine Worten „Wer eine Jogginghose trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren“ erinnert. So amüsant das im ersten Moment klingen mag, so viel Ernst steckt doch darin. Das trifft nicht auf jeden zu, und wenn wir es ab und zu mal tun, weil es uns nicht gut geht oder wir uns ganz bewusst mal einen richtig faulen Tag auf dem Sofa gönnen, ist alles in Ordnung. Wer aber nur noch so herumläuft, weil er „ohnehin kaum noch vor die Tür geht und ja sowieso keiner mehr da ist, der einen mag“, der darf sich nicht wundern, wenn genau diese Prophezeiungen zur Realität werden.

Liebe dich selbst und andere lieben dich

Das mit der Selbstliebe ist ja immer so eine Sache. Dem einen fällt sie zu leicht, dem anderen besonders schwer, ein gesundes Mittelmaß ist gar nicht so einfach. Es fällt uns umso schwerer, wenn wir mit dem Alter hadern, ein paar Pfunde zu viel auf den Hüften haben, keine Erfolge verzeichnen können, sogar den Job verloren haben oder möglicherweise gerade eine Trennung zu verkraften haben. Genau dann ist es wichtig, sich nicht hängen und gehen zu lassen. Wenn nicht jetzt neu anfangen, wann dann? Wir können heute durchaus 100 Jahre alt werden, 80 Jahre sind auf jeden Fall locker drin, das heißt wir sind mit 50+ in der Blütezeit. Wir haben reichlich Erfahrung, wissen, was uns steht und was uns guttut, was wir wollen und auch wen wir wollen. So manch einer stellt genau an dem Punkt fest, dass er aber die vergangen Jahre oder sogar Jahrzehnte gar nicht so gelebt hat, als wüsste er all das. Dann ist es höchste Zeit dafür, sich noch einmal ganz neu zu erfinden.

Neu anfangen, statt aufgeben

Ob wir es wahrhaben wollen oder nicht, die Optik spielt immer eine Rolle. Das beginnt beim eigenen Blick in den Spiegel und endet bei unserem Gegenüber, das uns nicht die Aufmerksamkeit schenkt, die wir uns wünschen. Das können wir nicht ändern, aber positiv beeinflussen. Zu unserem neuen Ich gehört natürlich auch ein neues oder zumindest aufgefrischtes Äußeres. Und damit ist nicht nur die Garderobe oder Frisur gemeint. Du wolltest immer schon mal ein Tattoo? Dann her damit – zum Verrücktsein bist du noch lange nicht zu alt.

Du ärgerst dich seit Jahrzehnten über deine schiefen Zähne? Dann lass sie dir richten – die Kosten einer Zahnspange sind nicht so hoch, wie du vermutlich denkst. Außerdem lässt sich das heutzutage in jedem Alter und sehr unauffällig erledigen. Ein neues Lächeln kann Wunder wirken! Vielleicht wolltest du auch immer was Kreatives machen, Malerei, Bildhauerei oder Fotografie – dann tue es! Warte nicht länger und gib nicht länger anderen die Schuld, denn du hast es selbst in der Hand.

Bild: ©istock.com/shapecharge




Wie werde ich gesund 100 Jahre alt?

Wer weiß, vielleicht wirst auch du 100 Jahre alt. Die Chancen stehen gut. In Deutschland sind mehr als 17 000 Menschen so alt und älter. Was wir von ihnen lernen können.

Steinalt & Kerngesund - 100 Jahre erfüllt leben

Steinalt & Kerngesund

„Wie können wir dem Leben mehr Jahre und den Jahren mehr Leben geben?“, diese Frage stellt sich der Gesundheitsphilosoph Marcus Lauk. Gute Frage. Ja, wie? Warum nicht mal die Hundertjährigen selbst nach ihrer Methusalem-Formel fragen. Lauk hat es getan und seine Erkenntnisse im Buch „Steinalt & Kerngesund – 100 Jahre erfüllt leben“ zusammengefasst. Ihn faszinierte die Frage, wie wir möglichst lange gesund und gleichzeitig erfüllt leben. Er bereiste dazu die vier Langlebigkeitsregionen der Erde: Loma Linda in Kalifornien, Sardinien in Italien, Ikaria in Griechenland und Okinawa in Japan. Es gibt aber noch mehr Orte in der „blauen“ Zone, sprich in den Regionen mit besonders vielen Hundertjährigen. Dazu gehören auch die Halbinsel Nicoya in Costa Rica, Vilcabamba in Ecuador und das  italienische Bergdorf Campodimele, wo es sogar eine Enoteca La Longevita gibt. Der Vorruhestandscoach Wolfgang Schiele hat Sardinien besucht und war „überrascht von der Weltgewandtheit und Offenheit der Einwohner“ – und von der Kunst der Sarden, gesund alt zu werden. Seine Eindrücke hat auf seinem Blog spaetefreiheitruhestand in Bildern festgehalten.

Neben Sardinien ist vor allem Japan interessant, denn unter den 120 Millionen Japanern sind annähernd 70 000 Hundertjährig, unter den 82 Millionen Deutschen sind es „nur“ 17 000, im Jahr 2000 waren es sogar nur 7200. Das heißt, Japan hat uns in diesem Punkt etwas voraus. Aber was? Was auffällt, in allen diesen Suprager-Hotspots – die Langlebigen schwören auf gemüse- und fischlastige Ernährung, sie sind bis ins hohe Alter aktiv, bleiben geistig rege und sind mit sich und ihrem Umfeld zufrieden.

Wie viele haben 110 Jahre erreicht?

LandGestorben mit 110 und älterEinwohner in Mio
USA340325
Japan77127
Frankreich4867
Italien3660
Spanien2746
Deutschland1582
Schweden910
Norwegen85
Quelle: International Database on Longevity

Auch in den USA gibt es viele Hochbetagte. Deutschland schneidet bei Langlebigkeit eher schlechter ab. 

Natürlich spielen auch die Gene eine Rolle, aber vielleicht weniger als wir allgemein glauben. Die verschiedenen Altersexperten schätzen ihren Einfluss vielleicht auf 25 bis 30 Prozent. Das heißt umgekehrt, zu zwei Drittel bis drei Viertel sind wir selbst daran schuld, wenn wir nicht gesund alt werden. Lebenswandel und Lebensumstände spielen die Hauptrolle. Das schließt das Essen ein, die Bewegung, unsere Einstellung und unsere Fähigkeit, Krisen zu bewältigen, wofür das schöne Wort Resilienz steht.

Resilienz fördert das Altwerden

Zufriedenheit, Erfüllung und Selbstwirksamkeit spielen eine große Rolle dafür, dass wir lang und gesund leben, wie die Heidelberger Hundertjährigen-Studien – die Wissenschaftler befragten rund hundert Hundertjährige. Und immer wieder betonen Hundertjährige, wie wichtig ist, nicht alles bierernst zu nehmen. Widerstandskraft oder Resilienz spielen als eine ganz wichtige Rolle dafür, wie wir alt werden. Optimisten sind klar im Vorteil. Es zeigt sich immer wieder, dass es auf die Einstellung zum Leben ankommt – dabei ist weniger entscheidend, ob es eher bescheidene Verhältnisse sind, in denen ein Hochbetagter lebt.

100 Jahre Lebensglück

100 Jahre Lebensglück

Gibt es irgendetwas, das wir tun können, um zu dieser wohlwollende Einstellung zu kommen und widerstandsfähig zu werden gegen die Unbill des Lebens?  Wenn sich die Umstände zum Negativen verändern, müssen wir uns anpassen und uns an dem freuen, was wir haben. Mehr auf den Weg zu achten als auf das Ziel. Klingt einfacher als es ist. Das Tun wird wichtiger als das Erreichen. Wichtig ist auch, sich auf das zu konzentrieren, was uns Spaß macht und was uns wirklich wichtig ist. Das heißt, wir müssen Haus halten mit unserer verbleibenden Kraft.  Das schafft innere Freiheit.

Regeln, um gesund 100 werden

  • Zuversicht

Hochbetagte sind zukunftsorientiert und konzentrieren sich auf die schönen Dinge im Leben und ignorieren, was nicht mehr geht mit 100. Tipp: Auf die eigenen Fähigkeiten achten und auf die Selbstheilungskräfte vertrauen. Wer gelassener durchs Leben geht, ist stressresistenter, wird seltener krank und lebt länger.

  • Zufriedenheit

Komisch, einige der Hochbetagten stammen aus eher armen Gegenden. Sie sind mit dem zufrieden, was sie haben und wissen das auch zu schätzen. Tipp: Wer zufrieden ist, lebt länger.

  • Mäßigung

Das Kochbuch der 100-Jährigen

Das Kochbuch der 100-Jährigen

Weniger ist mehr – das gilt auch fürs Essen. Sich den Bauch zu schlagen, schadet auf Dauer. Tipp: Gemäßigtes Hungern hilft anscheinend, das Altern zu verlangsamen, das zeigt sich am besten bei den Bewohner der japanischen Insel Okinawa, unter denen es viele Hochbetagte gibt. Sie haben sich eine spezielle Regel auferlegt, das so genannte „Hara hachi Bu“: „Der Magen soll bestenfalls zu 80 Prozent gefüllt werden – ein sublimes Hungergefühl gehört also auf Okinawa zur Esstradition“, schreibt FOCUS-Online.

  • Sozialkontakte

Wir müssen uns um unser soziales Netz kümmern – das schließt die Familie ein, Nachbarn, Freunde, Gleichgesinnte. Hier ein Plausch, dort ein angeregtes Gespräch, ein Vortrag in der Volkshochschule, ein Diskussionsabend und Familienfest, das gibt uns Halt. Tipp: Einsamkeit verkürzt das Leben, Geselligkeit verlängert es.

  • Lebenssinn

Klingt hochgestochen, heißt aber schlicht, das Gefühl pflegen, etwas zu haben, wofür es sich lohnt, am Morgen aufzustehen. Die Japaner sagen dazu „Ikigai“, das japanische Wort für Lebenssinn. Dabei geht es darum, den eigenen Träumen zu folgen, statt zu versuchen, den Erwartungen Anderer zu entsprechen. Tipp: Ich bin ich – und das gern. Wer mehr über Ikigai wissen will, liest Bettina Lemkes Buch „Ikigai – der Sinn des Lebens im Alltag finden“.

  • Bewegung

Couch-Potatoes leben kürzer – wer sich nicht bewegt, muss sich nicht wundern, wenn er im Alter Probleme bekommt. Die Hochbetagten in der Blue Zone bewegen sich alle, ob in Okinawa, Ikaria oder Campodimele. Tipp: Wie wäre es denn mit einem Fitnesstracker? Der gibt uns einen Stubs, wenn wir mal wieder zu lange sitzen. Eine Mitgliedschaft im ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad Club) kann auch nicht schaden – oder in einem Sportverein.

  • Rituale

Der Mensch braucht Rituale, egal ob im Alter oder in jungen Jahren. Sie strukturieren den Alltag. Nicht ungefähr werden Japaner im Schnitt besonders alt. Sie haben Rituale verinnerlicht. Es ist aber noch mehr als das, auch die vertraute Umgebung gibt uns Halt. Heimatverbundenheit hilft. Viele der Hochbetagten sind ihrem Ort oder ihrer Regionen treu geblieben. Tipp: Wenn schon Ortswechsel, dann alten Freundschaften pflegen. Dumm, wer geringschätzig auf seine alte Heimat schaut.

Quelle: „Guter Rat“ (12/2016)

10 Gebote fürLanglebigkeit

Panayiotis Mallis, Vice Chairman der Cyprus Adult Education Association (CAEA) glaubt, zehn Denk- und Verhaltensweisen gefunden zu haben, die einem helfen, mental und körperlich möglichst lang fit zu bleiben. Mallis weiß, wovon er redet: Er ist 83 Jahre alt. Der Zypriot nennt es

Seine Tipps für ein langes, gesundes Leben:

Strong appetite. Damit meint er nicht, immer kräftig zu essen, sondern sich angemessen zu ernähren. Das heißt, möglichst auf Fastfood zu verzichten.

Firm will. Ein fester Wille. Das Gegenteil ist Wankelmut, sich gern vom eigenen Weg abbringen zu lassen.

Continous battle against indifference. Beständiger Kampf gegen Gleichgültigkeit und Desinteresse. Begeisterungsfähigkeit und Schaffensfreude. Wer für etwas Feuer fängt, vergisst seine Zipperlein.

Unlimited patience. Ausdauer, Geduld und Beharrlichkeit – drei Wörter, die am besten ausdrücken, was damit gemeint ist.

Enthusiam. Sich für etwas begeistern.

Self control. Diese Geisteshaltung dürfte sich mit Selbstbeherrschung am besten umschreiben lassen.

Discreet lenience. Damit ist dezente und taktvolle Nachsicht mit den Fehlern Anderer gemeint. Das heißt nicht, zu allem Ja und Amen zu sagen, sondern dem Anderen respektvoll und nachsichtig auf einen Fehler hinzuweisen.

Always humour. Seinen Humor nicht zu verlieren, auch in schwierigen Situationen. Mit Humor lässt sich vieles leichter ertragen.

Ability to disentangle complications. Disentangle steht für „entflechten“. Gemeint ist damit, schwierige Situationen zu vereinfachen, genau zu hinterfragen, worin das wirkliche Problem besteht.

Skill to live alone. Die Fähigkeit, auch allein zurecht zu kommen. Im Leben kommt es vor, dass jemand allein dasteht, auch wenn es anders geplant war. Einige kommen mit der Situation gar nicht zurecht, andere nur schlecht. Jeder sollte darauf vorbereitet sein und es sich zumindest vorstellen, besser noch, es einzuüben.

Letztlich geht es darum, lebendig, neugierig und aufmerksam zu bleiben und den Kontakt zu suchen. Gesundes Essen, ausreichender Schlaf und angemessener Sport tragen sicher das Übrige dazu bei. Seine Tipps decken sich in etwa mit den Tipps

7 Tipps „Langweiler leben länger“

Ein Mann ist keine Altersvorsorge Helma Sick

Jörg Zittlau

Was verlängert unser Leben? Jörg Zittlau zitiert den österreichischen Arzt und Philosophen Ernst Freiherr von Feuchtersleben mit den Worten: „Das ganze Geheimnis, sein Leben zu verlängern, besteht darin, es nicht zu verkürzen“. Zittlau schlägt in seinen Buch „Langweiler leben länger“ vor:

 

 

  1. „Seien Sie nett zu sich – dann wird sich auch etwas verändern“
  2. „Seien Sie ehrlich zu sich – denn sonst kann sich nichts ändern“
  3. „Trainieren Sie Ihre Disziplin – aber in kleinen Portionen“
  4. „Hören Sie niemals auf, diszipliniert zu sein“
  5. „Weniger Dinge – mehr erleben“
  6. „Befreien Sie sich von der Tyrannei des Glücks“
  7. „Seien Sie ohne Hoffnung“

Das kommt uns doch irgendwie bekannt vor, oder? Einige der Tipps gleich sich und drücken das gleiche nur in anderen Worten aus.

 
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Wenn Alte zu Alkoholikern werden

Ein Bier am Abend oder ein Gläschen Wein gehört bei vielen von uns dazu. Nur, oft bleibt’s nicht bei dem einen Bierchen. Wo hört Genuss auf und wo fängt Alkoholismus bei uns Alten auf. Sind wir schon zu Alkoholikern geworden?

Alkohol enthemmt, das weiß jeder; Alkohol entspannt; Alkohol macht gesellig. Alles ok, aber Alkohol macht auch abhängig. Wer alt ist und einsam greift gern zur Flasche und genehmigt sich oft mehr als ein Glas Wein. Wer seine Impulse nicht im Griff hat, gleitet so schnell in die Sucht ab.

Schön, wer sagen kann: „Betrifft mich nicht“. Leider ist Alkoholismus mittlerweile ein sich ausbreitendes Phänomen. Bei den AOK-Versicherten ab 60 Jahre beispielsweise ist die Häufigkeit alkoholbedingter Störungen in den vergangenen fünf Jahren um jährlich 2,3 Prozent gestiegen, schreibt die „Schwäbische“. Der AOK-Studie zufolge waren in Baden-Württemberg 22 371 Versicherte ab 60 Jahren wegen Alkoholsucht in Behandlung.

Wenn Alte zu Alkoholikern werden

Es dürfte vermutlich niemand sondern wundern, dass vor allem Männer gefährdet sind. Von den Behandelten waren „nur“ 6081 Frauen, aber 16 290 Männer. Das hat vermutlich auch damit zu tun, dass Frauen die besseren Netzwerke haben, während Männer oft im Alter vereinsamen – und dann zur Flasche greifen. Einsamkeit spielt eine entscheidende Rolle, wenn jemand im Alter in den Alkoholismus abdriftet.

Sucht im Alter noch immer tabu

Wann beginnt die Sucht? Wer täglich wie selbstverständlich Alkohol trinkt, ist dem Alkoholismus schon ein Stückchen näher. Der Übergang vom normalen Alkoholkonsum zum Alkoholmissbrauch und schließlich zur Sucht ist schleichend. Alkohol ist gesellschaftsfähig und hat ein positives Image. Das erschwert es, das eigene Verhalten zu hinterfragen. „Das ist die Generation der Babyboomer, denen ging es immer gut; sie finden es ganz normal, zu Hause abends eine Flasche Wein aufzumachen oder dies nach der Arbeit im Stammlokal mit Freunden zu tun“, wird Steven Dooley in der „Zeit“ zitiert. Dooley beschäftigt sich an der Uniklinik Mannheim mit der Wirkung von Alkohol auf die Leber. Ein gutes Glas Wein gehöre zum Lebensstil und gelte als kultiviert, meint Alkohol-Experte Dooley.

Alkohol als Gesellschaftsdroge

Gefährlich wird es, wenn Alkohol nicht mehr als Genuss­mittel konsumiert, sondern als Hilfsmittel benutzt wird, schreibt der „Stern“. Alkohol weitet die Gefäße, lässt uns „runterkommen“ und den Stress vergessen. Damit betäuben wir Leere, Angst und Selbstzweifel. Wenn’s denn bei einem Gläschen bleibt, ist das durchaus in Ordnung, allerdings gewöhnen wir uns nur allzu leicht an Alkohol. Wer zwei oder drei Gläser Wein braucht oder ein halbes Dutzend Bierflaschen, hat die Grenze zum Missbrauch schon überschritten.

Wer in der Lage ist, auch mal einen Tag ohne Alkohol auszukommen, hat gute Chance, dem Teufelskreis zu entkommen. Wer nicht mehr dazu in der Lage ist, ist schon in die Sucht abgedriftet.

Wege raus aus der Sucht

Wer süchtig ist, kommt kaum noch allein aus der Sucht wieder heraus. Der Alkoholsüchtige ist leider schon psychisch abhängig. Wenn der Alkoholspiegel sinkt, wächst das Verlangen nach dem Suchtmittel. Der Tag ohne wird zur Qual. Der Alkoholsüchtige richtet sein ganzes Denken darauf aus, wieder an Stoff zu kommen. Alles andere rückt in den Hintergrund. Das hat natürlich Folgen für das soziale Umfeld. Der Weg ins Abseits ist vorgezeichnet.

Wie geht das Umfeld damit um?

Was heißt das aber für Familie und Freunde? Oft leidet die Familie unter Alkoholikern, denn sie vernachlässigen ihre Pflichten, driften ab oder werden sogar aggressiv, wenn sie ihr Quantum nicht bekommen. Es ist schwer, Trinker mit ihrem Handeln zu konfrontieren, weil sie abwiegeln oder revoltieren.

Wie der Sucht entkommen?

Aus der psychischen Abhängigkeit vom Alkohol wird auch die physische Abhängigkeit – bis am Ende Wahnvorstellungen auf den Trinker warten oder eine Leberzirrhose. Ganz abgesehen davon, dass Alkohol massenweise Gehirnzellen vernichtet.

Letztlich bleibt nur Entziehungskur und Selbsthilfegruppe, um dem Alkoholismus zu entkommen. Das ist schwierig, aber nicht unmöglich und erfordert eine enorme Kraftanstrengung. Nach dem Entzug ist Alkohol tabu – für immer, denn ein Schluck reicht als Trigger, der den Rückfall auslöst.

Bundesweit gibt es ein breites Angebot an Reha-Kliniken und Selbsthilfegruppen, an die sich Alkoholiker und ihre Angehörigen wenden können. Wer früh anfängt, hat gute Chance, den Alkoholismus zu entkommen.

Infos und Adressen:

Dieser Beitrag erscheint im Rahmen der Challenge von Nadine Becker, die zu „28 Days of Blogging“ aufgerufen hat. Das heißt, 28 Tage im Februar jeden Tag einen Blog-Post zu schreiben. Alle Blogger, die mitmachen, verlinken ihre Beiträge auf Facebook in der Gruppe 28 Days of Blogging, bei Pinterest und Instagram. Bin selbst gespannt, ob ich das in letzter Konsequenz durchhalte.  Also, bleibt neugierig – wo immer ihr auch mitlest und haltet Ausschau nach #28daysofblogging .

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Reisethrombose auf Langstreckenflügen vorbeugen

Wir Best Ager haben die besten Jahren noch vor uns – und dazu gehört auch Reisen. Wir wollen nicht mehr am Strand abhängen, sondern Kultur erleben und Exotik. Nicht von ungefähr denken wir an Ziele wie Indien, Peru, Tunesien oder Vietnam. Stundenlang im Flugzeug zu sitzen, ist aber nicht ohne und belastet. Reisethrombose nicht ausgeschlossen. Aber deswegen darauf verzichten?

Reiseveranstalter haben sich längst auf die Best Ager eingestellt und bieten Trips günstig an. Da wir mit Internet aufgewachsen sind, organisieren wir die Reise natürlich per Internet. Ein Flug von Frankfurt nach Tunesien beispielsweise kann mit wenigen Klicks gefunden und gebucht werden. Je nach Abflugort und Zielflughafen kostet der Flug gerade einmal zwischen 160 bis 230 Euro und dauert rund vier Stunden. Aber selbst vier Stunden können ganz schön lang werden, da die Passagiere ja stillsitzen müssen. Im Flugzeug herrscht ein Druck wie auf etwa 2500 Metern Höhe, was einem Viertel des Normaldrucks am Boden entspricht. Schon das belastet, dazu kommt noch die Enge. Kann unter diesen Bedingungen eine Reisethrombose entstehen?

Was ist eine Reisethrombose?

Thrombose ist die Bezeichnung für eine Gefäßerkrankung. Hierbei bildet sich in einem Blutgefäß ein Blutpfropfen, der sogenannte Thrombus. Am häufigsten kommen Venenthrombosen vor, die sich in den Beinen und im Becken bilden. Ob eine solche entsteht, hängt im hohen Maß von der individuellen Neigung zur Gerinnselbildung ab. Sie kann aber auch durch sogenannte gerinnungsfördernde Umstände hervorgerufen werden. Dazu zählt unter anderem das lange Ruhen der Beine, etwa durch langes Sitzen oder Liegen.

Keine Angst vorm Fliegen

Langes Sitzen und der Mangel an Bewegung auf Langstreckenflügen kann zu venösen Thrombosen führen. Studien zeigen allerdings, dass das Risiko einer Reisethrombose beim Fliegen zwar besteht, aber längst nicht so hoch ist, wie viele glauben. Oft besteht bei den Betroffenen bereits ein angeborener oder vorher erworbener Thromboserisikofaktor. Einige Studien gehen davon aus, dass bei Flügen, die länger als vier Stunden dauern, etwa 22 von 1000 Passagieren eine Reisethrombose bekommen.

Vorbeugende Maßnahmen

Wer zu Blutgerinnseln neigt oder nicht einschätzen kann, wie hoch die persönliche Veranlagung zur Thrombosebildung ist, kann vorbeugende Maßnahmen ergreifen. Sie schaden in keinem Fall und sind deshalb für jeden ratsam, der eine Flugreise macht:

Kompressionsstrümpfe

Die meist kniehohen Stützen wirken nicht nur möglichen Thrombosen entgegen, sondern helfen auch gegen Wassereinlagerungen in den Beinen und gegen Krampfadern. Die Strümpfe üben Druck auf die Blutgefäße aus, sodass die Venen in den Beinen mehr Blut zum Herz pumpen. So wird Schwellungen in den Beinen vorgebeugt. Zudem drücken die Kompressionsstrümpfe auf das Fettgewebe der Unterhaut. Der Effekt: Die Flüssigkeitsregulation im Gewebe wird verbessert und Wassereinlagerungen werden reduziert.

Bewegung

Im Flugzeug bewegen? Ja geht. Wer Probleme hat, bucht am besten einen Gangplatz, dann kann er aufstehen und im Gang herumlaufen, ohne andere zu stören. Aber auch im Sitzen lassen sich leichte Bewegungsübungen durchführen. Fußkreisen, Zehenspreizen und Zehenwippen sowie Bewegungen des Kniegelenks fördern den Blutkreislauf. Wer die Knie abwechselnd hebt, lockert gleichzeitig auch die Hüfte. Weitere gute Übungen, die Blutkreislauf und Kreislauf in Schwung halten, sind Schulterkreisen (in beide Richtungen) und das Seitwärtsdrehen des Kopfes (langsam in beide Richtungen).

Ernährung

Viel trinken hilft, das Blut flüssig zu halten. Ideal sind Wasser, Saftschorlen, Tee und Tomatensaft. Wer gefährdet ist, sollte auf Alkohol besser verzichten, da Alkohol entwässert. Auch schwere Mahlzeiten und Rohgemüse sollten vor dem Flug vermieden werden.

Bildrechte: Flickr Upper Deck (Business Class) of new Airbus A380-800 jet. David Brossard CC BY-SA 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

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Taugt Kalorienzählen, um das Gewicht zu kontrollieren?

Zum Jahresanfang haben Diäten Hochkonjunktur. Wer zu viel Gewicht auf die Waage bringt, fühlt sich dick und will das ändern. Aber wie geht schlank? Runter mit den Kalorien, Sport bis zum Exzess? Es geht darum, beides vernünftig auszutarieren.

Die Deutschen überschätzen oft ihr Bewegungspensum – und wissen es oft nicht einmal, wie vor kurzem „Fit for Fun“ festgestellt hat. Wir bewegen uns zu wenig, das Magazin verweist dabei auf eine Studie. Sie glauben, sie hätten sich genug bewegt, um die Kalorien zu verdienen, die sie zu sich nehmen. Sie zählen die Kalorien, vergessen aber allzu oft, wie groß ihr tägliches Bewegungspensum war. Waren es 10 000 Schritte – oder doch deutlich weniger? Stimmt das Bewegungspensum zur  Kalorienzufuhr? Sie passen leider häufig die körperliche Aktivität nicht ihrem Bedarf an. Das Zählen der aufgenommenen Kalorien ist zwar ein guter Ansatz zur Gewichtsreduktion, allerdings sollten dabei noch einige andere Dinge bedacht werden.

Kalorien sind nicht alle gleich

Nicht jede Kalorie hat genau die gleiche Wirkung auf den Körper. So kommt es auch auf die Nahrungsmittel drauf an, die Kalorien liefern. 500 Kalorien grüner Salat sind sicher nicht 500 Kalorien Pommes Frites gleichzusetzen. So sollten diejenigen, die Kalorien zählen, unbedingt drauf achten, welche Nahrungsmittel sie zu sich nehmen. Ist die Ernährung nicht ausgewogen, könnte der eigene Körper dauerhaft geschwächt werden.

Mehr Bewegung, mehr Kalorien

Viele machen den Fehler, auf Gedeih und Verderb die Kalorienzufuhr gering zu halten, um ihren Tagesbedarf zu unterschreiten. Dieser Bedarf liegt bei einem erwachsenen Mann zwischen 2000 und 2500 kcal. Bei Frauen liegt der Wert etwas darunter. Diese Größe ist allerdings auch von der eigenen Verfassung, dem Alter und der täglichen Aktivität ab. So hat ein Bauarbeiter einen deutlich höheren Bedarf, als eine Bürokraft, wenn keiner einer zusätzlichen körperlichen Aktivität nachgeht. Die Zufuhr von Kalorien sollte an den Bedarf angepasst werden. Durch Sport kann der Kalorienbedarf um ein Vielfaches steigen. Ein olympischer Schwimmer nimmt, als Extrembeispiel, mehr als 10 000 Kalorien während intensiver Trainingstage zu sich. Schwimmen ist ein sehr gutes Beispiel, da dabei sehr viele Kalorien verbraucht werden und sich die Sportart gut für ältere Menschen eignet, da Sehnen und Gelenke durch die Bewegung im Wasser wenig belastet werden. Ideal ist auch Radfahren. Wer einige Wochen mit dem Rad unterwegs ist, kann ungeniert essen und nimmt trotzdem ab. Sportlich aktive Menschen sollten also ihre Zufuhr dem täglichen Bedarf anpassen, damit keine Mangelerscheinungen auftreten.

Fett, Kohlenhydrate und Eiweiß

Das reine Kalorienzählen hat weitere Nachteile. Auch wenn relativ genau der Tagesbedarf zugeführt wird und so der Körper mit ausreichend Energie versorgt ist, kann Kalorienzählen falsch sein. Es kommt auch auf die richtige Zusammensetzung der Lebensmittel an. Neben der bekannten Ernährungspyramide, die als grobes Schema für eine ausgewogene Ernährung herangezogen werden kann, ist es zudem wichtig, das richtige Verhältnis von Fett, Kohlenhydraten und Eiweiß zu sich zu nehmen. Als grober Richtwert werden meist 30 Prozent Fett, 55 Prozent Kohlenhydrate und 15 Prozent Eiweiß aufgeführt.

Gewicht reduzieren – so geht’s

Das Kalorienzählen kann eine gute Hilfe sein, Gewicht zu reduzieren. Dabei muss aber deutlich mehr beachtet werden, als die reinen Kalorien, die ein Mensch zu sich nimmt. In Kombination mit Sport und einer ausgewogenen Ernährung hat es sich millionenfach bewährt. Es ist aber zu beachten, den täglichen Bedarf nie deutlich zu unterschreiten, da der Körper sonst Muskeln und Organe angreift, um Energie bereitzustellen.

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Foto: Unsplash –  Photo by i yunmai on Unsplash