72 Stunden Wien: Tradition trifft Moderne

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Kaiserliche Pracht, Street Art und Genuss: So lässt sich die Donaumetropole in drei Tagen von ihrer charmantesten Seite erleben. Inklusive Top-Ten-Highlights.

Wie ein Walzer im Zweivierteltakt bietet dieser Zwischenstopp im Spannungsfeld zwischen dem Geist Sissis und dem Tempo der Gegenwart einen perfekten Überblick über die österreichische Hauptstadt.

Was macht Wien aus? Wiener Opernball, Stephansdom, Kaffeehauskultur, Prater, Heuriger? Alles! Österreichs Hauptstadt ist: vintage, elegant, lecker & leger. Sechs Jahrhunderte Habsburgerherrschaft hinterlassen halt einfach ihre Spuren. Das heißt freilich nicht, dass Wien auch anders kann. Nicht von ungefähr zählt Wien zu den lebenswertesten Städten der Welt, nachprüfbar im Global Liveability Index der Economist Intelligence Unit (EIU).

Warum nicht mal einfach drei Tage frei nehmen – und auf nach Wien! Hier ein kleiner Fahrplan:

3 Tage Wien

Tag 1: Klassische Eleganz & Donau-Romantik

Wien ist Walzerstadt, insofern ist eine Stippvisite zum Johann-Strauß-Denkmal Pflicht – und könnte der Startpunkt der 72-Stunden-Tour sein. Die Statue im Wiener Stadtpark ist ein beliebtes Fotomotiv. Gleich um die Ecke grüßt die frisch restaurierte Statue von Johann Strauss II. Nur zehn Gehminuten entfernt liegt der Stephansdom, das Herzstück der Altstadt. Schon Appetit bekommen? Wie wäre es mit einem Mittagessen im Palmenhaus, der imposanten Brasserie im ehemaligen kaiserlichen Tropenhaus. Danach geht’s in die prunkvolle Hofburg und ins Sisi-Museum.

Kaffeehauskultur

Der Nachmittag gehört der Wiener Kaffeehauskultur. Ob Café Sperl, Central, Landtmann oder Sacher – ein cremiger Cappuccino und eine echte Sachertorte sind Pflicht. Sie ist das berühmteste kulinarische Wahrzeichen Wiens. Hinter dem Schokoladenkuchen verbirgt sich eine Geschichte, die fast so bekannt ist wie die Torte selbst. 1832 sollte für den österreichischen Staatskanzler Fürst Metternich ein besonderes Dessert kreiert werden. Der Chefkoch war jedoch krank, sodass der erst 16-jährige Lehrling Franz Sacher kurzerhand einspringen musste. Er erfand einen Schokoladenkuchen mit einer Schicht Marillenmarmelade (Aprikosenkonfitüre) und Schokoladenglasur. Das Dessert kam so gut an, dass daraus später die Sachertorte wurde.

Später schlendern wir am Naschmarkt vorbei an Jugendstil-Fassaden und der Secession. Den Sundowner genießen wir am Donaukanal in der Bar Motto am Fluss bei einem Glas Grünen Veltliner. Zum Abendessen gibt es echten Tafelspitz im Praterwirt, gefolgt von einer nostalgischen Fahrt mit dem Riesenrad im Prater.

Tag 2: Urbanes Flair, Street-Art & Öko-Kunst

Wer Wien nur mit Kaiserpalästen und Opernbällen verbindet, verpasst eine faszinierende Seite der Stadt. Entlang des Donaukanals und in Stadtteilen wie Leopoldstadt verwandeln internationale Street-Art-Künstler graue Hauswände in farbenfrohe Kunstwerke. Besonders das Festival Calle Libre hat Wien in den vergangenen Jahren zu einer der spannendsten Urban-Art-Metropolen Europas gemacht. Zwischen historischen Fassaden und modernen Wohnvierteln zeigt die Hauptstadt hier ihr kreatives, junges Gesicht.

Kunst und Futurismus

In der Leopoldstadt fasziniert der Kontrast aus urbaner Kunst und futuristischer Architektur auf dem Campus der Wirtschaftsuniversität, allen voran das beeindruckende Library & Learning Center von Zaha Hadid.

Was wäre Wien ohne Friedrich Hundertwasser? Wer nicht nach Spittelau gefahren ist, hat etwas Wichtiges versäumt: Die Müllverbrennungsanlage wurde vom Öko-Architekten Friedensreich Hundertwasser in ein farbenfrohes Kunstwerk verwandelt. Direkt daneben stärken wir uns am ersten Bio-zertifizierten Wiener Würstelstand, der traditionelle Bosna ebenso serviert wie kreative vegane Varianten.

Tag 3: Barocke Pracht, Kunstschätze & Heurigen-Idylle

Der letzte Tag widmet sich den kaiserlichen Sommerresidenzen und dem echten Wiener Lebensgefühl. Den Morgen verbringen wir in Schloss Schönbrunn. Nach der Besichtigung der Prunkräume spazieren wir durch den weitläufigen Schlosspark hinauf zur Gloriette. Von der Terrasse genießt man bei einer Melange den besten Panoramablick über Wien.

Am Nachmittag besuchen wir das Kunstmuseum Belvedere. Hier bewundern wir das weltberühmte Original-Gemälde „Der Kuss“ von Gustav Klimt und flanieren durch die barocken Gartenanlagen.

Den perfekten Abschluss bildet ein Ausflug an den Stadtrand nach Grinzing. Bei einem traditionellen Heurigen stoßen wir mit einem Glas Wiener Gemischter Satz und regionalen Schmankerln auf 72 unvergessliche Stunden an.

Die Top-10-Highlights für 3 Tage Wien

  • Stephansdom: Das ikonische Wahrzeichen im Herzen der Altstadt.
  • Hofburg & Sisi-Museum: Auf den Spuren des kaiserlichen Erbes.
  • Schloss Schönbrunn & Gloriette: Barocke Sommerresidenz mit traumhafter Aussicht.
  • Schloss Belvedere: Heimat von Gustav Klimts Meisterwerk „Der Kuss“.
  • Kaffeehaus-Kultur: Traditioneller Genuss im Café Sacher, Central oder Sperl.
  • Wiener Prater & Riesenrad: Nostalgischer Nervenkitzel mit Geschichte.
  • Street-Art in Leopoldstadt: Urbane Kunst und moderne Zaha-Hadid-Architektur.
  • Hundertwasser in Spittelau: Bunte Öko-Architektur auf einer Müllverbrennungsanlage.
  • Naschmarkt & Donaukanal: Kulinarik, Jugendstil und Drinks am Wasser.
  • Grinzinger Heuriger: Gemütlicher Ausklang bei regionalem Wein und Schmankerln.

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Helmut Achatz

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