Angst vor der Inflation wächst – und das zu Recht

Finanzen

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Inflation kommt ins Laufen

Treffen wird es vor allem die weniger gut Betuchten, weil dieses Mal auch die Lebensmittelpreise durch die Decke schießen. Nun ist die Inflationsrate so ein abstrakter Begriff. Was bedeuten Preiserhöhungen für uns persönlich. Die „Wirtschaftswoche“ ging der Frage nach und kam auf erstaunliche Erkenntnisse.

Ausgangspunkt war ein Tool des Statistischen Bundesamt: der persönliche Inflationsrechner. Mit dem kann jeder selbst ausrechnen, wie ihn die Erhöhung der Preise persönlich betrifft, das heißt, jeder kann sich seine persönliche Inflationsrate ausrechnen lassen.

Schwere Zeiten für Rentner

Größte Posten dürften bei den meisten – wie auch bei den „Wirtschaftswoche“-Redakteurinnen und -Redakteure – sicher Miete und Lebensmittel sein. Künftig wird wohl die Energie in Form von Gas, Öl und Strom noch dazu kommen. Wie hoch diese Preise ausfällen, wird sich erst bei der nächsten Abrechnung zeigen. Viele erwartet sicher ein Schock.

Jammern hilft nicht – was ist dagegen zu tun? Wie lässt sich sparen? Hier einige clevere Spartipps für den alltäglichen Einkauf, darunter auch der Tipp zu vergleichen und gezielt einzukaufen. Sicher lässt sich auch beim Auto sparen und jetzt schon einfach gleichmäßiger und langsamer zu fahren. Auch eine Möglichkeit ist, größere Anschaffungen hinauszuschieben.

Hier die besten Tipps zum Sparen

Brot günstiger kaufen

Am Markt oder beim Bäcker werden Waren zum Feierabend, sprich vor Ende der Öffnungzseiten manchmal günstiger verkauft. Das gilt für den Wochenmarkt, aber beispielsweise auch bei der Hofpfisterei, auf deren Webseite steht: „Happyhour – Abverkaufsstunde – Das ist die letzte Verkaufsstunde in allen Hofpfisterei-Filialen, in der wir unsere tagfrischen Brot- und Backwaren reduziert abverkaufen. In dieser Stunde sind tagfrische Brot- und Backwaren in der ersten halben Stunde um 25 %, in der zweiten halben Stunde um 40 % günstiger als die jeweiligen Tagespreise.“ Sicher ist die Hofpfisterei nicht die einzige Bäckerei, die Brot günstiger zum Feierabend verkauft. In manchen Supermärkten gibt es Lebensmittel am Ende des Haltbarkeitsdatums mit sattem Rabatt. Eine andere Möglichkeit: Brot selber backen. Rezepte gibt’s im Internet.

Mindesthaltbarkeitsdatum

Es lohnt sich, die Speisevorräte durchzugehen und zu kontrollieren, wann Lebensmittel abgelaufen sind. Nicht alles muss weggeworfen werden, das gilt gerade für Konserven. Also, einfach mal die Vorräte checken.

Wie lange hält Eingefrorenes?

Vorkochen und einfrieren – warum nicht? Wer größere Portionen kocht, kann einen Teil davon einfrieren. Nur, wie lange hält Eingefrorenes. Dazu eine Liste von „Bild“:

  • Verquirlte Eier – 8 bis 12 Monate
  • Butter – 6 bis 9 Monate
  • Hackfleisch – bis 3 Monate
  • Schnitzel – bis 8 Monate
  • Quark – bis 12 Monate
  • Obst und Gemüse – 3 bis 6 Monate
  • Brot und Kuchen – bis 6 Monate
  • Selbstgekochtes – 1 bis 3 Monate

Eier und Fett ersetzen

Apfelmus statt Eier – das empfiehlt „Bild“. Fleisch lässt sich mit einem Löffel Zucker knusprig braten. Statt Mehl lassen sich auch Semmelbrösel oder Grieß nehmen. Apropos Semmelbrösel, die muss niemand kaufen, denn die lassen sich auch leicht aus altbackenen Semmeln, sprich Brötchen, oder Weißbrot selbst herstellen.

Heizung

Ein bisschen was geht auch bei der Heizung.  Das Umweltbundesamt empfiehlt als Richtwert für die Raumtemperatur 20 Grad Celsius. Jedes Grad weniger entlastet die Heizkostenrechnung. Wer fröstelt, zieht sich einen Pullover drüber und dicke Socken an. Weitere Tipps:

  • regelmäßig lüften, aber nur kurz (Stoßlüften)
  • undichte Stellen abdichten
  • Heizung regelmäßig warten.

Vergleichen

Wer vergleicht, kauft in der Regel günstiger ein, das gilt für Lebensmittel und bei Kleidung und Schuhen. Also, die Beilagen in Anzeigenblättern durchkämmen, Nachfragen auf dem Wochenmarkt und auch mal Andere fragen, wo’s etwas günstiger gibt. Tipps für den Einkauf:

  • Eine Einkaufsliste führen
  • Entscheidend ist der Kilo- oder Liter-Preis
  • Besser Großpackungen, weil sie oft günstiger sind als kleine
  • Ware kurz vor Verfallsdatum gibt’s meist günstiger
  • Hausmarken sind günstiger als Markenware
  • Bei Kleidung und Schuhen nutzen viele Verbraucher vor allem: · Aboutyou.de

Krankenkassen

Viele sind immer noch bei der AOK – die ist aber meist teurer als andere Krankenkassen, dabei sind 95 Prozent der Leistungen einer Krankenkasse gesetzlich vorgeschrieben.  Der allgemeine Beitragssatz ist zwar bei allen gleich und liegt bei 14,6 Prozent. Beim Zusatzbeitrag gibt es aber deutliche Unterschiede. Mit einem Wechsel können Versicherte einige Hunderte pro Jahr sparen.

Rabatte per App nutzen

„Bild“ berichtet von Sven Reuter, dem Erfinder der App Smhaggle. Smhaggle beschreibt seinen Service so: „Einfach Einkaufszettel erstellen, die besten Preise in deiner Nähe anzeigen lassen und nie wieder zu viel bezahlen.“ Die App vergleicht, wo Artikel am günstigsten sind. Es lohnt sich auch, die Apps der Supermarktketten durchzugehen. Eine andere Masche, Geld zu sparen, ist das Fotografieren von Kassenbons, denn einige Anbieter wie ScondooCoupies und Marktguru zahlen Geld für bestimmte Produkte aus. So heißt es bei Coupies „Jetzt bis zu 100 % Cashback erhalten“. Das heißt, wer das entsprechende Produkt kauft, den Kassenbon fotografiert und einreicht, bekommt das Geld dafür zurück oder einen Rabatt. Meist muss allerdings ein bestimmter Schwellenwert erreicht werden.

Die Tafeln nutzen

Wer bedürftig ist, darf sich Nahrungsmittel bei der Tafel holen. Mittlerweile gibt es fast in jeder Stadt und größeren Gemeinde eine Tafel. Als bedürftig gilt, wer Leistungen beispielsweise Grundsicherung bekommt. Das betrifft:

  • SGB II (Grundsicherung für Arbeitssuchende, Hartz IV)
  • SGB XII (Sozialhilfe)
  • § 27a Bundesversorgungsgesetz (Ergänzende Hilfe zum Lebensunterhalt)
  • § 6a Bundeskindergeldgesetz (Kindergeldzuschlag)
  • dem Asylbewerberleistungsgesetz

Auch wer wenig verdient oder eine kleine Rente bezieht, können bei der Tafel einkaufen. Meist genügt für den Nachweis der Hilfebedürftigkeit der jeweilige Leistungs- oder Einkommensnachweis. Die Tafelläden prüfen das vor Ort unbürokratisch.

Selbst anbauen

Gerade Kräuter lassen sich auch auf kleinem Raum selbst anbauen. Das kann der Balkon sein oder das Mini-Gärtchen. Gut funktioniert der Selbstanbau bei Kräutern, Tomaten, Zucchini und Paprika.

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Helmut Achatz

Macher von vorunruhestand.de

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