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2020 gab’s noch eine satte Rentenerhöhung, das dürfte die letzte für lange Zeit gewesen sein. 2021 wird es eine Nullrunde für Rentner geben. Schuld hat Corona und schrumpfende Löhne.
Die Beschränkungen wegen Coronavirus-Pandemie schlagen auf die Löhne und Gehälter durch – und letztlich auch auf die Renten. Deutschlands Rentner in Westdeutschland bekommen 0,00 Prozent mehr Rente, also nicht mehr. Ostdeutsche Rentner bekommen hingegen eine Rentenerhöhung von 0,72 Prozent. Das zitiert das Nachrichtenportal „ThePioneer“ aus dem Entwurf des Rentenversicherungsberichts 2020 (zur Info Rentenversicherungsbericht 2019).
2021 gibt es eine Nullrunde
Im Grunde kommt das nicht sonderlich überraschend, denn der Vorsitzende des Bundesvorstands der Rentenversicherung, Alexander Gunkel, teilte das bereits im Juni mit. Ostdeutsche Rentner profitieren von der gesetzlichen Ost-West-Angleichung. Der Rentenversicherungsbericht basiert auf der Herbstschätzung der Rentenexperten.
Es ist allerdings die Frage, ob die Schätzer bereits die Folgen des zweiten Lockdowns berücksichtigt haben. Vermutlich nicht. Da eine Rentenkürzung für die kommenden Jahre ausgeschlossen ist, werden sich die Rentner jedoch auf viele Nullrunden einstellen müssen.
Höhere Beiträge ab 2022
Damit nicht genug, die Pandemie-Folgen werden auch die Beschäftigten spüren. Gunkel bereitet sie schon einmal auf eine Erhöhung der Beiträge vor – wenn nicht 2021, so doch in den Folgejahren. Der Rentenversicherung zufolge dürfte der Beitragssatz bis 2025 wahrscheinlich 20 Prozent erreichen. Nach 2025 wird es dann kein Halten mehr geben – und der Beitragssatz zur Rentenversicherung könnte dann schnell auf 22 oder sogar 25 Prozent steigen.
Nettolohnersatzquote im Vergleich

Nettolohnersatzquote – sie zeigt, wie viel jemand an Rente bekommt, wenn er bis zum gesetzlichen Rentenalter als Vollzeitbeschäftigte Beiträge an die Rentenversicherung abführt. Bezogen auf einen Geringverdiener mit nur halbem Arbeits-Durchschnittseinkommen Quelle: Querschuesse.de
Nach der coronabedingten Nullrunde sollen die Renten 2022 wieder deutlich steigen. Doch die Ampel-Koalition tritt auf die Bremse.
Die Rentenerhöhung für die rund 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner in Deutschland soll im kommenden Jahr weniger stark ausfallen als bisher erwartet. Mit Blick auf den Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und FDP sagte der geschäftsführende Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) der Bild am Sonntag: „Prognostiziert waren 5,2 Prozent. Jetzt erwarte ich, dass die Renten in Deutschland ab Juli 2022 um 4,4 Prozent steigen. Das ist immer noch sehr ordentlich.“
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6 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort
[…] Rentner im Westen kommt es 2021 knüppeldick – die Rentenerhöhung blieb 2021 aus, dafür beginnt die Inflation an, zu traben. Die Inflationsrate in Deutschland – gemessen als […]
[…] Rentner im Westen ist es 2021 knüppeldick gekommen – die Rentenerhöhung blieb 2021 aus, dafür beginnt die Inflation an, zu traben. Die Inflationsrate in Deutschland – gemessen als […]
[…] kann Meyer nicht rechnen, denn im vergangenen Jahr gab es eine Nullrunde trotz Inflation, und die Rentenerhöhung in diesem Jahr, die erst am 1. Juli kommt, kann die […]
[…] die Rentenerhöhung in den vergangenen Jahr (2021 gab es eine Nullrunde) dürften einige in die Steuerpflicht gerutscht sein. Aber Rente ist nicht gleich Grundfreibetrag. […]
[…] (OECD) belegen: Der OECD-Bericht „Pension at a Glance“ von 2021 schlüsselt die sogenannte Nettolohnersatzquote (in englisch: Net Pension Replacement Rates) für verschiedene Ländern auf – und da landet […]
[…] um mehr als 20 Prozent. Bis Juni 2023 sank die Inflation nur wenig auf 6,4 Prozent. Da die Rentner 2021 eine Nullrunde hinnehmen mussten und die nächsten Rentenerhöhung zum 1. Juli 2023 von 4,39 Prozent im Westen und […]