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Das erste Jahr in Rente ist genau der richtige Zeitpunkt für eine große Reise. Warum nicht der Westen der USA? Sechs Wochen sollte ein Ruheständler aber schon mitbringen. Und das Wohnmobil ist die beste Art zu reisen.

Dinosaurierknochen, Wüsten, Canyons, Büffel, Geysire, Mammutbäume – braucht’s noch mehr, um euch den Mund wässrig zu machen? Der Westen der USA bietet all das. Wo anfangen und wo aufhören? Wie wäre es denn mit Salt Lake City? Salt Lake City, Utahs Hauptstadt ist der richtigen Ort, um ein Wohnmobil zu übernehmen – die wohl kleinste Großstadt der USA. Die Mormonenmetropole ist sauber, aufgeräumt, entspannt und verkehrsberuhigt. Also keine Angst vor 27 Feet oder 8,20 Meter Länge. Die Straßen in den USA sind breit, das Tempo entspannt und die Verkehrsdichte niedrig.

Durch den Westen der USA

Wer durch den Westen der USA reist, sollte allerdings Zeit mitbringen, denn die Entfernungen sind gewaltig – dabei fahren die Amerikaner aber eher gelassen mit umgerechnet 90 bis 100 km/h über Interstates und Highways. 120 km/h sind schon eher die Ausnahme. Nicht von ungefähr rechnen Amerikaner in Stunden statt in Meilen, wenn sie die Entfernung angeben.

Wer sich auf einen Roadtrip macht, kommt locker auf 6000 bis 8000 Kilometer, falls er etwas sehen will von den spektakulären Parks, den majestätischen Bergen und den grandiosen Canyons oder dem schillernden Nachtleben in Las Vegas. Der Kontrast zwischen Salt Lake City und Las Vegas könnte größer nicht sein.

Start in Salt Lake City

Wer eine Reise in den Westen der USA plant, hat bestimmte Highlights wie den Yellowstone Park im Hinterkopf oder Monument Valley. Dumm nur, dass diese Hotspots so weit auseinanderliegen. Salt Lake City ist insofern ein guter Ausgangsstandort. Aber ein bisschen Planung ist trotzdem nötig vor der Reise, um sich nicht zu verfransen. Selbst in sechs Wochen lässt sich nicht alles erforschen, schließlich braucht jeder etwas Zeit, um die Eindrücke zu verarbeiten.

Wer in Salt Lake City startet und den Yellowstone sehen will, den Grand Canyon und das Death Valley nicht verpassen will, muss wohl oder übel eine Strecke zweimal fahren – die von Salt Lake nach Norden zum Yellowstone.

Vorab vielleicht noch ein Wort zur passenden Reisezeit. Die perfekte Reisezeit ist das späte Frühjahr: Da ist der Yellowstone schon offen und im Süden ist es noch nicht zu heiß. Im Sommer ist es im Death Valley unerträglich, das gilt auch für Las Vegas. Ganz abgesehen davon, sind dann auch viele Amerikaner unterwegs. Deswegen begann unsere Tour Ende April.

Tipps für die Reiseplanung

Noch ein Wort zu den Nationalparks: Kauft euch einen Nationalpark Pass „America the Beautiful“. Der kostet 80 Dollar, es lohnt sich aber schon, wenn ihr nur zwei oder drei Parks besucht. Der gilt für den Fahrer und die Begleitpersonen. Am Parkeingang gibt’s dann jeweils „Visitor Guides“ mit Karten, Infos und Tipps.

Wer eine Reise in die USA plant, sollte allerdings vor Antritt einige bedenken:

    • Reisepass: Anders als bei einer Reise innerhalb der EU reicht ein Personalausweis nicht – die USA verlangen einen Reisepass, der mindestens für die gesamte Reisedauer gültig ist.
    • Wer ein Wohnmobil mietet, braucht einen nationalen Führerschein. Auf einen internationalen Führerschein wird kein Wert gelegt.
    • Unbedingt vor der Reise eine Auslandskrankenversicherung abschließen. Krank werden in den USA kann teuer werden.
    • Es ist nötig, eine genaue Adresse in den USA zu nennen. Das kann das Hotel sein oder eine Gastfamilie, ansonsten wird möglicherweise die Einreise verweigert.
    • Wer visumfrei in die USA einreisen will, braucht die Einreisegenehmigung ESTA USA.
    • Der ESTA Antrag
    • Was hat es mit Visum und ESTA auf sich? Ein US-Visum braucht nur, wer länger als 90 Tage im Land bleiben will. Wer nur eine sechswöchige Reise plant, der ist mit ESTA bestens bedient.
    • Apropos Geld, es empfiehlt sich dringend, eine Kreditkarte im Portemonnaie mitzuführen. Das kann Visa oder Mastercard sein, American Express wird nicht überall akzeptiert. Ein Auto zu mieten beispielsweise funktioniert nur mit Kreditkarte, auch bei Reservierungen wird eine Kreditkarte verlangt.
    • Den Adapter für US-Steckdosen nicht vergessen.
    • Unbedingt an das Tempolimit halten. Mit der Police ist nicht zu spaßen.
    • An Kreuzungen mit 4-Way-Stop halten alle an, dann fährt der, der zuerst gekommen ist. Das funktioniert problemlos.
    • Mit dem Telefonieren in den USA ist es allerdings nicht so einfach: Nicht alle Smartphones sind US-tauglich. Für eine Reise in die USA braucht’s ein Tri- oder Quadband-Handy. Als am besten googlen, ob das eigene Handy ein Tri- oder quadbandfähiges Telefon ist. Einfach direkt hier in der Geräteliste checken, ob das eigene Smartphone kompatibel ist. Dann kommt das nächste Problem: die SIM-Karte. Es empfiehlt sich eine Prepaid-Karte für die USA zu kaufen.
    • Nicht überall Wifi in den USA. Wer glaubt, er ist im gelobten Wifi-Land, irrt sich. In einigen Gegenden der USA – und das gilt gerade für den Westen – klaffen große Funklöcher. Das gilt für Utah, aber auch für Nevada und Arizona. Es kann also nicht schaden, eine Landkarte mitzunehmen, denn mit dem Navi sieht es teilweise schlecht aus.

Video über den Visumantrag

So viel zur Vorbereitung.

Hier die Reiseroute – in Teil II geht’s um die Route im Detail:

bodie

Geisterstadt Bodie

  • Salt Lake City
  • Brigham City
  • Yellowstone National Park
  • Idaho Falls
  • Pocatello
  • Montpellier
  • Moab
  • Arches Nationalpark
  • Monticello
  • Monument Valley
  • Grand Canyon
  • Lake Powell
  • Antelope Canyon
  • Bryce Canyon
  • Pink Dunes
  • Zion
  • Las Vegas
  • Death Valley
  • Lee Vining
  • Ghosttown Bodie
  • Mono Lake
mono-lake

Fantastische Silhouette am Mono-Lake

  • Yosemite
  • Sequoia Park
  • Redding
  • Redwood
  • Eureka
  • Mendocino
  • Point Arena Light Station
  • Point Reyes National Seashores
  • Napa Valley
  • San Francisco

Posted by Helmut Achatz

Vorruheständler, Journalist, Börsianer, Vorstand VHS Olching, Wirtschaftsingenieur,

5 Comments

  1. Hans-Peter Neubauer 30. Januar 2020 at 15:27

    Habe die Liste schon vor mehreren Jahren „abgearbeitet“, 6 Wochen reichen dafür nicht. Bei mir waren es insgesamt 12 Wochen, trotzdem habe ich ein paar der angegebenen Orte nicht „geschafft“. Ansonsten, wunderschön, ich werde diese Reisen nie vergessen..

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    1. Helmut Achatz 30. Januar 2020 at 15:30

      Vielen Dank für den Kommentar. So ging’s mir auch

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  2. Dipl. - Ing Alexander M 26. Januar 2020 at 20:42

    Wer am Ende des Arbeitslebends keine 8000 Dollar hat, der hat sein ganzes Leben etwas falsch gemacht

    Den Ablauf in den Spielcasios kann man auch in Youtube sehen, dann erübrigen sich solche Fragen

    Hoffentlich sind eventuelle Kinder oder Enkel besser ausgebildet, denn die Renten in 20 bis 40 Jahren erfordern viel mehr Eigeninitiative im Bildung und Verdienst als heute, sonst gibt es Ur Altersarmut und Flaschensammeln……….
    Lernen, lernen, lernen

    Die Zukunft in der Technologie der Autos, Computer und Roboter wird spannend

    Da werden viele Spezialisten gesucht werden, die sich dann im Alter auch die USA erlauben können

    Also nicht auf die Tränendrüse drücken, jeder ist seines Glückes Schmied

    P. S

    Ich war schon mit 26 Jahren in LA, Miami, Las Vegas in guten Motels mit Pool

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  3. Hallo,

    danke mal für die Tipps.
    Was kostet dies alles meinen Rentner Geldbeutel.
    Von Flug, Auslandskrankenversicherung und da welche? USA 6 Wochen Plus X, Kleidung, was mitnehmen von Winterjacke bis Badehose? Leihwagen mieten oder kaufen und wieder verkaufen, Übernachtungen, Parks, Essen & Trinken, sonstige Vergnügen, was günstig einkaufen als Mitbringsle ohne hohe Importsteuern?

    Kann man bei diesen High Way Strapazen auch Erholung und Schlaf finden?
    Wenn ich da zu zweit ca. 6.000-8000€ benötige muss ich 10 Jahre daruf sparen, dann bin ich zu alt dafür.

    Bitte da ein paar Reisekostentipps.

    Grüße

    Egon

    Kalauer: wie viel $ fürdie Spilerhölle Las Vegas einplanen- oder gleich besser: 0 Cent verspiellen ist besser angelegt?
    Muss ich mir dazu einen Smooking kaufen oder ausleihen?

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